Warum hasste Martin Luther das jüdische Volk?

10 Antworten

Es stimmt leider, dass in der Kirchengeschichte immer wieder Judenhass auftrat, der zu schlimmen Verfolgungen führte. Mit der Bibel konnte das aber nicht begründet werden.

Martin Luther war zeitweise den Juden gegenüber positiv eingestellt, weil er dachte, dass sie sich zu Jesus bekehren würden. Das geschah aber nicht und in der Folge entwickelte sich Luther zum Antisemiten, so dass sich sogar die Nazis auf Luther beriefen.

Dabei hätte Luther es besser wissen müssen, denn er hatte doch die ganze Bibel übersetzt. Leider war er zu durchdrungen mit antijüdischen Lehren, so dass er die Wahrheit in dieser Sache nicht erkannte. Er sagte z. B., dass er sich kahlscheren lassen würden, wenn die Juden jemals einen Staat bekommen würden. In 1948 wäre das dann der Fall gewesen. Eigentlich hätte Luther dies erkennen müssen, denn an mehreren Stellen ist in der Bibel vorhergesagt, dass Israel wieder ein Staat werden wird. Wer sich damit näher beschäftigen möchte, dem sei diese sehr interessante Seite empfohlen: http://endzeitzeichen.blogspot.de/p/israel.html

Zitat: "Mit der Bibel konnte das aber nicht begründet werden."

Zum Beispiel:

Paulusbriefe

In 1 Thess 2,15f LUT.EU findet sich der Vorwurf des Prophetenmords. Er ist mit antijüdischen Stereotypen verbunden, die aus antiken Ächtungstexten bekannt waren und sich auch im Tanach niederschlugen, zum Beispiel Est 3,8ff LUT. Paulus begründet diese Stereotype mit dem Hindernis, das die Juden der Verkündigung von Jesu Wort entgegenstellen:

„Denn, Brüder, ihr seid Nachahmer der Gemeinden Gottes geworden, die in Judäa sind in Christus Jesus, weil auch ihr dasselbe von den eigenen Landsleuten erlitten habt, wie auch sie von den Juden, die sowohl den Herrn Jesus als auch die Propheten getötet und uns verfolgt haben und Gott nicht gefallen und allen Menschen feindlich sind, indem sie – um ihr Sündenmaß stets voll zu machen – uns wehren, zu den Nationen zu reden, damit die errettet werden; aber der Zorn ist endgültig über sie gekommen.“

– Paulus

Quelle: Wikipedia

Martin Luther war ein großer "Fan" von Paulus

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@verreisterNutzer

Dann hat Luther Paulus nie verstanden, der klar schreibt:

"Gott hat sein Volk nicht verstoßen, das er zuvor ersehen hat!" (Römer 11,2).

"So wird ganz Israel gerettet werden, wie geschrieben steht: »Aus Zion wird der Erlöser kommen und die Gottlosigkeiten von Jakob abwenden, 27 und das ist mein Bund mit ihnen, wenn ich ihre Sünden wegnehmen werde«." (Römer 11,26-27).

"Hinsichtlich der Auserwählung aber Geliebte um der Väter willen. Denn Gottes Gnadengaben und Berufung können ihn nicht reuen" (Römer 11,28b-29).

Paulus hat sein Volk Israel so sehr geliebt, dass er sich sogar für sie geopfert hätte: https://www.bibleserver.com/SLT/R%C3%B6mer9

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@chrisbyrd

Zitat:"Dann hat Luther Paulus nie verstanden, der klar schreibt:..."

Nach meiner Logik gibt es vier Möglichkeiten warum Paulus widersprüchlich ist:

(Oder wie möchten Sie diese Paradoxe bezeichnen?)

  1. Paulus wechselte seine Meinung im Laufe seines Lebens immer wieder.
  2. Die Paulus Briefe stammen von verschieden Menschen, die alle ihre Missionsreisen unter dem Pseudonym "Paulus" zusammengefasst haben.(Pseudonyme waren wegen der Christenverfolgung oft überlebenswichg)
  3. Die Erlebnisse des Paulus wurden später von anderen Autoren nach ihrem Weltbild verändert.
  4. Die "Figur" des Paulus wurde von einem frühen römischen Bischof erfunden.
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@verreisterNutzer

Nichts davon stimmt meiner Meinung nach. Weder widerspricht sich Paulus selbst noch widerspricht Paulus Jesus (was manche behauten).

Petrus erklärt es vielleicht ganz gut: "Und seht die Langmut unseres Herrn als [eure] Rettung an, wie auch unser geliebter Bruder Paulus euch geschrieben hat nach der ihm gegebenen Weisheit, so wie auch in allen Briefen, wo er von diesen Dingen spricht. In ihnen ist manches schwer zu verstehen, was die Unwissenden und Ungefestigten verdrehen, wie auch die übrigen Schriften, zu ihrem eigenen Verderben" (2. Petrus 3,15-16).

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@chrisbyrd

Zitat:" Weder widerspricht sich Paulus selbst noch widerspricht Paulus Jesus (was manche behauten)."

Deswegen heißt es "Glaube" und nicht "Verstehen".

Danke jetzt habe ich es "verstanden" - Entschuldigung "geglaubt".

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Wie die meisten Leute, betrachtete Luther die Menschen jüdischen Glaubens als Häretiker. Als Ketzer war man zugleich ein Staatsfeind. Vor allem das machte die Verfolgung notwendig.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

Luther wollte zuerst die Juden zum Protestantismus "bekehren" , aber diese erwiesen sich als standfester als die Katholiken.

Danach wurde der Herr Professor sehr ungehalten und überschüttete die Semiten mit einer Fäkalsprache, die nicht zu überbieten war.

Das selbe Spiel hat er auch mit den Muslimen getrieben. Zuerst befürwortete Luther die Übersetzung des Koran ins Deutsche und dann eine Kehrtwende um 180 Grad.

Eine Buchempfehlung für dich:

DER MENSCH MARTIN LUTHER von Lyndal Ropper

Der wollte die Juden zum Christentum bekehren. Als ihm dies jedoch nicht gelang, begann er sie zu verfolgen.

Der hatte noch mehr Absonderlichkeiten, z.B. gegenüber Körperbehinderten. Aber das war halt eine ganz andere Zeit und die ist nicht mit heutigen Massstäben zu messen. Das ist alles nur noch historisch interessant.

Weil er sie zum Christentum bekehren wollte und merkte dass es nicht klappte. Dann entschied er dass es Gegner des Christentums sind und bekämpfte sie.

Martin Luther war ein arrogantes Arßchloch. Ohne ihn wäre es Deutschland besser gegangen. Die paar Kröten die sie zum Bau des Petersdoms springen lassen hätten sollen, war nichts gegen den 30-Jährigen Krieg der wegen Luther folgte.

Kann man so sehen....muss man nicht.

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ok, sagen wir mal anfangs war er ganz gut --- hat ja auch die Bibel ins Deutsche übersetzt --- aber er wurde dann zu Selbstherrlich. Er hätte nie soviel Macht bekommen dürfen, sondern immer einen Meister haben sollen der über ihn steht. Er konnte damit nicht umgehen.

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