Warum hassen sich die SPD und FDP?

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10 Antworten

Die beiden Parteien hassen sich nicht. Sie haben auch schon sehr gut zusammen gearbeitet, koaliert und regiert. Ohne FDP wäre z.B. Willy Brandt nicht Kanzler geworden.

Der Unterschied liegt im Politisch-Atmosphärischen.

Die FDP meint, wenn es dem Einzelnen gut geht, dann ist das auch gut für die Gesellschaft.

Die SPD meint, wenn es der Gesellschaft gut geht, dann ist das auch gut für den Einzelnen.

Im Übrigen:

Die SPD hat sich bei weitem nicht so schäbig aufgeführt, als die FDP an der 5%-Hürde gescheitert ist, wie die Merkel-CDU. Das rechne ich ihr (der SPD) hoch an.

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Vereinfacht gesagt:

Die SPD (sollte) für die Interessen der Arbeitnehmer stehen.

Die FDP steht eher für die Interessen der Arbeitgeber.

Die SPD möchte (eigentlich) das es eine, durch den Staat regulierte, soziale Chancengleichheit für alle gibt.

Die FDP möchte das der Staat sich mehr aus den Angelegenheiten der Bürger raushält und jeder Einzelne zwar mehr Freiheiten hat (Liberalismus), dafür aber weniger soziale Absicherung (weniger Steuern zahlen).

Die SPD ist sozial, die FDP liberal. Das sind beides schöne Wörter, die sich politisch aber nicht konsequent in jeder Beziehung vereinbaren lassen.

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Sie hassen sich nicht, sie haben nur unterschiedliche Wertvorstellungen:

Historisch gesehen vertritt - mal grob ausgedrückt -

  • die SPD die Interessen der "kleinen" Leute,
  • die FTP die Interessen mittelständischer Unternehmer
  • die CDU die Interessen derjenigen, die sie am meisten durch Geldspenden unterstützen /obgleich es aber in der CDU wirklich auch Politiker mit Rückrat gibt: allen voran Frau Merkel, aber auch eine ganze Reihe anderer).
  • die CSU aber wurde vor allem durch Strauß geprägt und ist unter ihm und ganz besonders unter Seehofer zu einer Partei geworden, die den Leuten nur noch nach dem Munde redet und glaubt, all ihre potentiellen Wähler stünden weit rechts oder seien zu dumm um Populisten als solche zu erkennen. Dass auch Bayern nicht ganz so dumm sind, wie Seehofer glaubt, zeigt das letzte Wahlergebnis aber recht deutlich - auch wenn Seehofer es falsch interpretiert und denkt, er müsse die CSU noch weiter rechts positionieren.
  • Mir imponiert am ehesten die SPD, da sie in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts mehrfach bewiesen hat, dass sie über ihren eigenen Schatten springen kann, wenn das Wohl aller es erfordert. Was die Wahrnehmung staatstragender Verantwortung betrifft, traue ich der SPD am meisten zu. 
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Von Hass kann nun wirklich NICHT die Rede sein: Beide Parteien haben viele Jahre in mehreren Regierungen gut zusammen gearbeitet!

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Mir wäre es recht, wenn die SPD sich mal neu positionieren würde. Ich verstehe den Sinn hinter der Partei nicht mehr. Da wählt man doch entweder CDU oder gleich die Linken die beziehen wenigstens beide Position. 

Da schaut man sich die Wahlarena mit Schulz an und der sagt zu jedem Wunsch/Frage aus dem Publikum; "ja das machen wir" ohne konkret Stellung zu beziehen und ehrlich zu sagen was die SPD erreichen möchte und was nicht. Kein wunder stehen die jetzt wieder schlechter da als die CDU. 

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Tun sie das wirklich, schließlich koalierten sie mal miteinander. Von Haß kann keine Rede sein.

wirst wohl ein Jgdl. sein, der schnell mal ins Bombastische verfällt.

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Die hassen sich nicht. Union, SPD, FDP und Grüne sind weitgehend austauschbar und können alle miteinander. Mit zusammen 30 % reicht es für SPD und Liste Lindner aber bei weitem nicht. 

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Die hassen sich nicht, die haben nur teilweise unterschiedliche Ansichten.

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loewenherz17 06.10.2017, 12:38

In welchen Bereichen denn?

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Kandahar 06.10.2017, 12:38
@loewenherz17

Wenn du glaubst, dass ich das jetzt stundenlang für dich recherchiere und aufschreibe, muss ich dich enttäuschen.

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Hassen wäre zuviel. Sie haben unterschiedliche Standpunkte, das ist alles. Die FDP ist liberal und die SPD ist sozial - letzteres gibt es bei der FDP nicht.

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Pucky99 06.10.2017, 12:42

Warum liberal und sozial sich auschließen, verstehe ich nicht so ganz. Man kann durchaus für freie Märkte sein und trotzdem den Bedürftigen unter die Arme greifen.

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Maskottchenman 06.10.2017, 13:01
@Pucky99

Bei Linksliberalen/Sozialliberalen schließt es sich keinesfalls aus.

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Das ist mir neu, dass die einander hassen.

(Das Verb "hassen" ist nicht reflexiv.)

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