Warum hassen Österreicher die Deutschen so?

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Ich denke das ist eher kindisches Wettbewerbsdenken, wer denn nun der bessere deutsche Staat von beiden ist.Das gibt es doch schon in ganz kleinem Umfang, der Bruder will besser als der große Bruder sein, der Vater hat was gegen die Nachbarn, das Oberdorf gegen das Unterdorf, die Landbewohner gegen die Städter, die Bayern gegen die Sachsen und so weiter....aber ein richtiger Hass ist das nur in seltenem Falle, da müsste man schon arg oberflächlich sein.

Lächerlich ist die Abneigung ohnehin, da Österreicher ja ethnische Deutsche sind. Ungefähr 500 Jahre lang haben die Österreicher den deutschen Kaiser gestellt und die deutschen Staaten beherrscht, bis Preußen aufgeholt hatte und die deutschen Staaten vereint hat.

Ich bin bis zu meinem 9ten Lebensjahr mit österreichischer Mutter und deutschem Vater in Kärnten geboren und aufgewachsen. Mit neun sind wir nach Deutschland umgezogen wo ich seit über 20 Jahren lebe.

Ich behaupte beide Seiten recht gut zu kennen und bin auch mehrmals im Jahr in der alten Heimat.Mein Eindruck ist, dass die mir fremden österreicher schon ein ganzes Stück weit arroganter und unfreundlicher zu "Ausländern/ Deutschen" sind, als das bei den mir fremden Deutschen der Fall ist.

Fakt ist ja nunmal, es gibt überall solche und solche. Nur in österreich herrscht irgendwie so eine Grundstimmung. Man kennt das von kleinen Menschen. Sie versuchen immer sich zu beweisen und der ganzen Welt zeigen zu wollen, dass sie auch irgendwas können.Dagegen empfinde ich die mir fremden Deutschen, als wesentlich zugänglicher. Meine österreichische Verwandschaft mal ausgeschlossen. Die müssen mich mögen. :) Das mal so generell.

Wenn ich in Deutschland sage, dass ich aus Österreich komme sind die meisten eher interessiert. Lass mal was hören und so. :D

Wenn ich in Österreich sage, dass ich in Deutschland lebe und einen deutschen Vater habe, dann ist das im Prinzip auch nicht immer das Problem. Allerdings trifft man da sehr viel schneller auf Extremisten. Ich nenns mal so. Insbesondere wenn ich mit meiner Freundin hochdeutsch rede ist die gute Laune schnell verflogen.

Beide behaupten offen und herzlich zu sein, aber meiner Meinung nach ist der durchschnitts Österreicher eher reservierter und kühl.

Das Österreicher wie hier "EigeneMeinung1" schreiben, dass sie mit deutschen nichts zum tun haben wollen ist halt oft so.Meiner Meinung nach liegt das daran, dass a) der Österreicher international immer der kleine Deutsche ist und vielleicht nicht so wirklich als eigenständiges Land gesehen wird. Und b) lebt Österreich zu einem großen Teil von der Gastronomie. Die meisten meiner Freunde und Verwanden sind mit einem Hof selbständig, Koch oder im Service. Das man da ständig deutsche bewirtet ist sicher auch so ein Ding warum der Österreicher den Minderwertigkeitskomplex weg hat.

Aber wie gesagt, es gibt in jedem Land Idioten und freundliche Menschen.

Viele Stellungnahmen, die hier von wahrscheinlich deutschen Usern abgeben wurden, könnten in Österreich nur von Neonazis untetschrieben werden. Etwa die Meinung, das Österreicher Deutsche seien. Sind dann die deutschsprachigen Schweizer oder die Mennoniten in den USA auch Deutsche? Im Bewusstsein der Österreicher ist seit dem Zweiten Weltkrieg eben tief verankert, dass Deutschtümelei nur ins Verderben führen kann. Andererseits gibt es in Österreich durchaus Hochachtung für kulturelle Leistungen aus Deutschland. Angesichts der Geschichte kommt aber eine Haltung, die davon ausgeht, dass Deutschland dem Rest der Welt überlegen wäre, nirgends gut an, weder in Östereich noch sonstwo. In Österreich besteht, auch angesichts solcher Vereinnahmungen, ein Abgrenzungsbedarf. Darunter sollten freilich deutsche Zuwanderer nicht leiden müssen.

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