Warum hassen Kommunisten Religion?

9 Antworten

"Viele kommunisten Verfolgten ja Christen im grossen Stil."

So undifferenziert möchte ich das nicht stehen lassen. Im ehemaligen Ostblock wurde der Umgang mit Religion in unterschiedlichen Ländern auch sehr unterschiedlich gehandhabt.

Allen gemeinsam war, dass sie versuchten, den Einfluss von Religionen zurückzudrängen.

Es gab in der DDR zwar Kirchensteuern, aber der Staat  hat sie nicht für die Kirchen eingesammelt.

Wer seine Kinder religiös erziehen wollte, musste das selbst tun bzw. organisieren. Natürlich waren viele Kinder nicht begeistert,
zusätzlich zu ihrem Schulunterricht auch noch den Religionsunterricht zu besuchen, der ja meist im Gemeindehaus der zentral gelegenen Kirche stattfand, also auch nicht gleich nebenan.

Da es immer weniger Religiöse gab, wurden immer mehr Gemeinden zusammengelegt, Kirchen geschlossen und zweckentfremdet genutzt.

Verfolgt wurden Christen also auch nicht allein dafür, dass sie Christen waren. Also wurden auch keine Christen im großen Stil verfolgt.

Sie bekamen Schwierigkeiten bis zur tatsächlichen Verfolgung, wenn sie für ihre Werte einstanden und deshalb Institutionen der DDR nicht anerkannten, allgemein wenn sie passiven und manchmal auch aktiven Widerstand leisteten.

Darin unterschieden sie sich aber auch nicht so wesentlich von den anderen Bürgerrechtlern, die nicht alle christlichen Glaubens waren.

Kommunisten hassten nicht die Religion, sondern den Einfluss, den Religion auf die Religiösen hatten. Dass sich ihr "Hass" besonders auf das Christentum richtete, lag einfach daran, dass es kaum andere Religiöse gab. Juden gab es so gut wie gar keine, u. a. weil sie in der DDR keine Entschädigung bekamen.

Aber die Gründer des Kommunismus waren Juden. zb. Karl Marx.

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@Wahrheit911

Eigentlich war Karl Marx ein Israelit. Jude war er nicht, weil er ein Atheist war.

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Kommunisten hassen keine Religionen. Sie halten jedoch Religionen als schädlich für die Gesellschaft, ähnlich wie eine Droge.

So werden Religionen auch genannt Opium fürs Volk.

Man muss sich nicht sehr intensiv damit befassen um den Wahrheitsgehalt zu erkennen.

zb Viele Religionen auch die christliche wurden von vielen Herrschern gefördert, weil man das Volk so besser beherrschen und klein halten kann. Niemand macht einen Aufstand wenn er glaubt er wird für das viele Leiden im Jenseits umso mehr belohnt usw.

Oder andersgläubige als unwert zu betrachten ist die perfekte Ausrede Machtansprüche mit agressiver Gewalt auszubauen. Denn Leute zum Krieg anzustiften und damit ihr Leben zu gefährden ist gar nicht so einfach. Man muss schon gute Gründe liefern. Auch der Kreuzzug waere so ein Fall.

und und und

Religionen sind sehr oft Auslöser für Kriege, hinter denen es eigentlich um Machtansprüche von Gruppen geht.

Und der Kommunismus etwa nicht?

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@Wahrheit911

Kommunismus ist keine Religion. Wenn du dich damit beschäftigst ist Krieg darin nicht enthalten, genauso wenig wie Unterdrückung.

Aber Menschen sind nun mal Menschen, und viele sind Egoistisch, agressiv, Macht- und geldgierig. 

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Speziell monotheistische Religionen lehren, dass nicht der Staat, sondern Gott über dich regiert und du in erster Linie ihn um Rat fragen, ihm dienen sollst. Das passt natürlich einem Regime nicht in den Kram, das von dir absolute Kooperation verlangt.

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