Warum haben wir manchmal ein Déjà-vu? Und woher kommt das?

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16 Antworten

Das ist kein gutes Zeichen. Es zeigt an, dass Du a) arg in der Vergangenheit lebst (weil Du immer wieder damit vergleichst), b) offensichtlich ein sehr einfaches Strickmuster der Verknüpfungen hast und c) der Wunsch wohl stark Vater des Gedankens ist.

In den Wirtschaftswissenschaften, spezielle Statistik, Ökonometrie und Prognosetheorie kennt man das Phänomen als "sich selbst erfüllende Prognose". Einfache Testst - neulich in RTL mit dem Publikum vorgeführt - zeigen, dass wir die Wirklichkeit sehr selektiv wahrnehmen und unsere Erwartung dabei eine große Rolle spielt. Darum sind Wirtschaftswissenschaftler über die durch die Medien beförderte Schwemme von Meinungsumfragen und Wirtschaftsprognosen nicht sehr erbaut, weil sie Stimmung machen und erst die negative Entwicklung prägen, die sie voraussagen.

In der Philosophie kann man bei Karl Popper (als Beispiel, ist nicht der einzige) nachlesen, dass es eine unvoreingnommene Aufmerksamkeit nicht gibt, dass wir sehr selektiv wahrnehmen, dass wir aber auch dann beim Blick in die Vergangenheit dazu neigen, einfache kausale Verknüpfungen herzustellen. Popper hat das in seinem Buch "Vom Elend des Historizismus" breit dargelegt und - wer es leicher haben will - Umberto Eco hat es in seinem Roman "Das foucaultche Pendel" durchgespielt.

Die Empfehlung der franz. Existentialisten ist, das Leben offen erlebend in die Zukunft gestalten. Pläne machen ist besser als ständig Rückschau halten. Denn mit der Rückschau wird man fast immer Opfer seiner eigenen, erwartungsgesteuerten Konstruktionen.

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Kommentar von Tigrillo
06.10.2011, 08:47

Quatsch! Leute mit solchen Empfindungen leben wohl bewusster, phantasievoller, sensitiver.

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Das ist eine sehr interessante Frage und eins der noch nicht geklärten Phänomene unseres Geistes. Es gibt verschiedene Theorien und Ansätze, um das zu erklären, der beste ist meiner Meinung nach der Folgende:

Jeder Mensch träumt jede Nacht etwas, allerdings kann man sich morgens nur noch sehr selten an die Träume der vergangenen Nacht erinnern. In Träumen werden tatächlich erlebte Dinge und neue, teils im Gehirn verborgene Gedanken zusammengefasst und daraus entsteht dann eine neue Situation. Diese Situation merkt man sich im Unterbewusstsein. Durch eine bestimmte Aktion, einen bestimmten Ort, ein bestimmtes Geräusch, einen Dialog oder einen sonstigen Umstand erinnert man sich plötzlich an diesen Traum und hat daher das Gefühl, die Situation schon einmal erlebt zu haben, da es in der gleichen oder einer sehr ähnlichen Form tatsächlich schonmal passiert ist. Dabei ist es völlig unabhängig, ob man den Ort schonmal besucht hat, oder nicht. Manchmal hat man das Bild, was man dann vor Augen hat, in anderer Form schonmal gesehen, so ist ein Teil des Déjà Vues also schon im Kopf vorhanden gewesen, der restliche Teil ist aus den Träumen zusammengefügt worden.

Ob es tatsächlich so ist, weiß ich nicht, wie gesagt, es ist noch nicht ganz erforscht. Aber mir gefällt diese Art der Erklärung am Besten, weil sie verständlich und logisch ist.

LG

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Das wurd emal bei Galileo erklärt. Das bildet man sich ein. Das Gehirn verbindet bekannte Situationen zu einer, so das es dir vorkommt als hättest du es schoneinmal erlebt.

Beispiel: Dein Kumpel lässt eine Gabel zu boden Fallen und eine Freundin deswegen (kann ja oft vorkommen).

In einer anderen Situation, schreit ein Mann im Lokal und will endlich die Rechnung

Jetzt treffen beide Situationen aufeinander und dein gehirn verbindet diese und du hast das Gefühl es sei schoneinmal passiert.

Das kan auch passieren, wenn du Dinge im TV siehst.

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also deja vu = Erinnerungstäuschung sprich nen deja vu ist einfach eine sinnes täuschung des gehirns d.h. das gehirn denkt eine bestimmte situation schon einmal erlebt zu haben (auch in träumen) viel deutlicher kann mans leider nich erklären darum wirds ja auch als physikalisches phänomen bezeichnet mfg Dodo ;)

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Es gibt manchmal diesen Moment, da schaffst du es, jede Erinnerung an die Straße, jedes alltägliche Bild, jede emotionale Verbindung oder Farbe, jedes eingespeicherte Licht zu vergessen und die Autos und Häuser und Menschen und Pflastersteine so zu sehen wie ein Fremder. Dann spiegelt sich die Sonne plötzlich anders in den Scheiben, es riecht so, dass du es wieder bemerkst, die Häuser scheinen sich alle um zwei Zentimeter verschoben zu haben, als wärst du geschrumpft oder gewachsen, als klebten deine Augen auf einmal auf deinem Rücken. Weil alles plötzlich so aussieht, als wäre es das erste Mal.

Ich glaube, wenn du es schaffst, Orte so zu sehen - sei es auch nur für Sekunden -, als wärst du fremd dort, könnte dir das mit einem Menschen auch gelingen. Nach Jahren manchmal noch für einen kurzen Moment zu denken: Huch. Und: Wow.

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ein sehr naher verwandter von mir hat diese Deja-vus in bestimmten Etappen seines Lebens immer wieder. Also phasenweise,,,, daraufhin hat er sich neurologisch untersuchen lassen und sich sehr ausführlich mit einem Wissenschaftler unterhalten ; Der Neurologe sprach von einer " Funktionsstörung" seines Gehirns von " Aussetzern" , der Wissenschaftler sprach von Phänomenen , ....sprich : " Jeder noch so proffessionell ausgebildete Mensch betrachtet aus seiner Sichtweise: Ich wäre gespannt darauf , wie es andere speziell Ausgebildete Profis sehen.... ich denke gerade mal laut der Seelenklempner mutmasst : " oh , vielleicht eine besondere Form der Psychose, "....... ein Psychiater geht von einer bestimmt verdrängten Kindheitsneurose aus...... und dem katholischen Priester darf man es wahrscheinlich gar nicht erst fragen....

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1000 mal ist ein wenig extrem. Ich habe solche Erlebnisse im Abstand von mehreren Jahren, aber phasenweise häufiger. Da die Wissenschaft noch unendlich weit entfernt ist zur Erklärung von Welt und Geist, könnte sich hinter dem Phänomen ein Hinweis auf die Wahrheit dahinter aufzeigen. Sonst aber kannst du diese Frage ruhig unerklärt lassen. Glaube ja nicht den kleingeistigen viertelgebildeten Banausen, die alles für eine Täuschung halten.

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Auch wenn die Wissenschaftler immer erklärbare Theorien aufstellen..............auch für Dinge, die man voraus träumt. Ich glaube, es liegt daran, dass uns manches an ein anderes Leben erinnert, was wir schon mal gelebt haben.

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....das hängt wohl mit der ",synaptischen effizienz deiner neuronalen netzte zusammen"..., nein, jetzt ohne flachs: kausale verknüfungen,mit den entspechenden elektrischen strömen gauckeln dir dieses empfinden, etwas schon mal erlebt und/oder gesehen zu haben , einfach vor! es sind unbewusste verknüfungen deiner empfindungen aus der vergangenheit mit der gegenwart, in der du dich gerade befindest. Wenn du davon ausgehst, dass dein gehirn dir sowieso permanent irgend etwas vorgaukelt, nicht nur beim sehen, hören, und empfinden, dann ist das eigentlich nicht verwunderlich!...! Das hängt auch vielfach von deinem jeweiligen persönlichen empfinden ab, in welcher psyschischen verfassung du gerade bist, positiv oder negativ,und was gerade in dir und um dich herum gerade geschieht! Wenn es dir positiv, also angenehm erscheint, geniesse es !!...und wenn unangenehm, dann lenke dich ab, lass dich aber bitte nicht auf irgendwelche obskuren deutungen ein, dann kommst schnell übers esoterische ins occulte, und, wenn du sensibel und empfänglich für solches bist,dann wird´s nur unangenehm!!!...aber das bestimmst du nur ganz alleine für dich!!...es hat also NiICHTS mit irgendeinem vorleben zu tuen!!!

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ob die jungs in den schwarzen anzügen mit ihren blitzdingelchen da was mit zu tun haben?

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Im Gegensatz zu den Behauptungen, es sei wissenschaftlich ungeklärt, es ist geklärt.

Es gibt im Gehirn eine trickreiche Verschaltung, die das soeben Erlebte in die Erinnerung stellt. Und anschliessend erinnert man sich.

Kürzer kann ich es nicht formulieren, die Quellen habe ich vergessen, weil meine Erinnerung nicht mehr so gut funktioniert.

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Die Frage ist interessant, aber vermutlich schnell gegoogelt. Die Kategorisierung ist ziemlich absurd - Theologie, Physik ..?? wohl eher Medizin

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ich denke wir haben schon mal gelebt und es ist alles shcon vorausgeplant

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Eine "Fehlsteuerung" des Gehirns! Passiert oft auch bei Personen, die epileptische Anfälle haben!

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das kannst du hier nachlesen: (wegen Linkspam-Sperre nur Artikelnamen) Wikipedia:"Erinnerungsverfälschung" und "Déjà-vu"

ist ein Phänomen, dass zum Beispiel durch suggestivfragen entstehen kann. sehr interessanter Modellversuch dazu:

http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/GEDAECHTNIS/VergessenForschung.shtml

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Kommentar von berkersheim
06.10.2011, 08:38

Ich habe in meinem Beitrag von einem Versuch bei RTL gesprochen. Da war es so, dass das Publikum im Kreis gehende Spieler sah, hälftig schwarz gekleidet und hälftig weiß. Beide warfen sich untereinander je einen schwarzen Ball (die Schwarzen) und einen weißen Ball zu. Das Publikum sollte zählen, wieviele Ballwechsel es bei den Weißen gab. Während des Vorgangs trat ein Gorilla in den Kreis, blieb drin stehen und ging nach kurzem Verweilen wieder raus. Bei der anschließenden Befragen hatten nur 30% den Gorilla überhaupt wahrgenommen.

Das als Ergänzung zu dem sehr guten Beispiel aus "arbeitsbaetter".

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Ich glaube,dass hängt von unserem Erinnerungsvermögen des Gehirn selbst und die Evolution des Gehirn hat uns archetypische Bilder vermacht,von denen wir Unmengen haben.

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