Warum haben Waldorfschulen immer so einen schlechten Ruf?

10 Antworten

Die Klassen sind so groß, dass man kaum auf einzelne Schüler eingehen kann. Zudem ist die Leistungsfähigkeit sehr unterschiedlich.

die Lehrer sind schlecht bezahlt, was nicht gerade die besten anlockt. Ich würde kein Kind dorthin schicken.

Das kann wohl keiner so genau sagen, der nicht dort auf der Schule war oder Eltern von Kindern ist, die auf die Schule gehen. Fakt ist aber, es wird anders unterrichtet, um gerade wenns um sinnvollen Lernstoff geht, scheiden sich die Geister daran, was gut und sinnvoll ist und was überflüssig. Ob es besser oder schlechter dort ist, vermag ich nicht zu beurteilen, denn ich kenne auch niemanden, der auf so einer Schule war.

Gegenfrage - was ist schlecht an Blondinen?
Man lacht gemeinsam über Blondinenwitze und es gibt da ja auch wirklich herrliche Exemplare.
Kein intelligenter Mensch wird aber ernsthaft glauben, daß diese Witze die Wirklichkeit wiedergeben und die Haarfarbe tatsächlich mit der Intelligenz verknüpft ist.
Unintelligente Menschen schon. Und davon gibt es jede Menge und sie sterben (siehe Sarrazin) wohl auch nie aus.
So ähnlich ist es mit dem Bild der Waldorfschulen in der uninformierten Öffentlichkeit. Der ursprünglich nicht unlustige Gag "Die können ihren Namen tanzen" wurde von den geistreichen und originellen Comedians der Republik so oft wiederholt, daß viele Menschen inzwischen glauben, er hätte etwas mit Waldorfpädagogik zu tun und es gehöre zum guten Benehmen, ihn automatisch mit debilem Grinsen zu zitieren, wenn irgendwo das Wort "Waldorf" fällt.
Dazu kommen noch Desinformationskampagnen der Medien, die alle paar Jahre wieder durchgezogen werden. Warum das so ist, kann ich Dir auch nicht sagen. Wurde das Kind des Report-Redakteurs beim Einschulungsgespräch in der Waldorfschule abgelehnt? Ist die Frau des Frankfurter-Allgemeine-Sonntagszeitung-Journalisten mal mit einem Eurythmisten durchgebrannt? Ich weiß es nicht.

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