Warum haben viele Schwule eine leicht weibliche Seite an sich?

10 Antworten

Ich persönlich bin noch auf der Suche nach meiner Sexuellen Orientierung. Bin mir nicht sicher ob ich Bi oder Schwul bin.

Wenn ich aber in mich reinhöre wünschte ich mir einen Mänlichen Partner.

Ich persönlich werde immer Femininer um so älter ich werde. Ich erschrecke oft vor mir selbst, vor dem Spiegel Körperhaltung Sexuelle Fantasie.

Ich würde mir einen Starken Mann an meiner Seite wünschen, wo ich in der Beziehung die Rolle der freu ein nehme.

Und das in allen Belangen.

Tatsächlich hat jeder Mensch einen gewissen Anteil an "femininen" Charakterzügen an sich, ich glaube Schwulen fällt es oft einfach leichter das zuzugeben, da sie so oder so nicht in das Bild des typisch "maskulinen" Mannes passen (vom Blickpunkt mancher)

Hi.

Also ich persönlich bin der Überzeugung, dass jeder Mensch in unterschiedlicher Ausprägung psychologisch männliche und psychologisch weibliche Anteile in sich trägt. So n bisschen wie die Zuschreibungen zu Yin und zu Yang. Der durschnittliche Mann hat mehr Männliche, die durchschnittliche Frau hat mehr Weibliche. Und die perfekte Ergänzung zweier Menschen ist, wenn der eine hauptsächlich Männliche und der Andere hauptsächlich Weibliche hat, weil dann ist das Paar ganzheitlich. Achtung: diese Ansicht widerspricht dem aktuellen Paradigma des Gender-Irrsinns. Aber wäre ja nicht das erste Mal, dass die Wahrheit dem aktuellen Paradigma widerspricht, man denke nur an "die Welt muss eine Scheibe sein, sonst läuft ja das Wasser runter".

Ich kenne jetzt persönlich keine Schwulen, aber bei den lesbischen Paaren die ich kenne ist es ganz klar, dass die Eine überwiegend männliche und die Andere überwiegend weibliche Anteile hat. Meine ich jetzt aber psychisch, die "Männliche" muss nicht wie ne "Kampflesbe" rumlaufen oder agieren. Du kennst Dich da vll besser aus: ist das bei männlichen Homosexuellen auch so, dass der Eine meistens besonders "männlich" ist, während der Andere einen weiblichen Touch hat?

Aber wenn jetzt ein Mann überwiegend weibliche Anteile hat, dann müsste er ja auf überwiegend männliche Anteile stehen, und die haben durchschnittlich einfach mehr Männer. V.A., weil die Frauen, die ich kenne, die mords einen auf "männlich" machen das eigentlich gar nicht sind...

Nicht direkt.

Es gibt solche, die beide eher weiblicher sind, welche die beide sehr männlich sind oder welche, wo einer männlich und einer weiblicher ist.

Das kann man nie pauschalisieren. Ich z.B. kann mit "tuntigen Männern" nicht so viel anfangen. Mich nerven so drama queens übelst.
Ich selbst bin auch eher männlich.

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@rooster94

OK, schade. Btw, also mich nerven manche "typische weibliche" Eigenschaften à la Drama, mangelnde Initiative, problemorientiertes Denken & Co auch ziemlich, aber die "männlichen Damen", mit denen ich echt gerne Zeit verbringe (daher kenne ich auch die lesbischen Paare, weil mE gibt es keinen männlicheren Kumpanen als die "männlich beanteilten Lesben") ziehen mich halt einfach nicht an. Da dachte ich, das ist bei Männern ähnlich - dass die "Dingelingeling-Tunte" vll nervt, aber halt soch Anziehungskraft ausübt.

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Kinder spielen mit dem Spielzeug, das man ihnen zur Verfügung stellt. Es ist ein veraltetes Klischeedenken aus dem vorvorherigen Jahrhundert, dass Mädchen mit Puppen und Jungs mit Eisenbahnen und Autos spielen müssen. Jedes Kind spielt mit allem, wenn es die Möglichkeit bekommt. Mit der sexuellen Orientierung hat das nichts zu tun.

Ich kenne viele Männer, die als Kinder mit Puppen gespielt haben und trotzdem nicht schwul sind und Frauen, die mit technischen Dingen herumhantiert haben und nicht lesbisch sind.

Warum haben viele Schwule eine leicht weibliche Seite an sich?

Prinzipiell sind das verschiedene Dinge. Wenn du die den Menschen an sich mal anschaust, dann sind das fünf verschiedene "Ebenen", die man getrennt betrachten muss:

  1. Biologie - also der eigene Körper
  2. Identität (Als was sehe ich mich?)
  3. Präsentation (Wie zeige ich mich)
  4. romantische Präferenz (In wen kann ich mich verlieben?)
  5. sexuelle Präferenz (Mit wem will ich ins Bett?)

Jede einzelne dieser Ebenen ist nicht binär, sondern ein Spektrum zwischen den Extrempunkten Mann und Frau.

Der "weibliche Touch" ist bspw. vor allem Präsentation, auch wenn da bei vielen sicher die Identität mit hineinspielt. Unsere Identität ist nie nur Mann oder nur Frau, sondern wir haben fast immer maskuline und feminine Aspekte in unterschiedlichen Anteilen. Wenn nun die femininen Aspekte einen gewissen Raum einnnehmen und nicht unterdrückt werden, dann wirkt sich das natürlich auf das Verhalten aus und die Person hat einen femininen Touch. Das ist auch bei Heten so, aber sie wurden von klein auf indoktriniert, alles Feminine zu unterdrücken, deshalb bemerkt man es bei ihnen normalerweise nicht.

Ich denke auch, dass Schwule die weibliche Seite eher zulassen als Heteros, die Angst haben, nicht Mann genug zu sein ;-) Manche nutzen es vielleicht auch als Coming-Out, also spielen die weibliche Seite bewusst aus.

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