Warum haben viele Jugendliche ein völliges Desinteresse an heimischer Kultur?

5 Antworten

Zu altmodisch, zu trocken, generell nicht in der Mode. Viele jugendliche lehnen alte Bräuche ab, weil sie ihr “ansehen“ nicht beschädigen wollen, oder uncool sein könnten. Zumindest sind das mir so die häufigsten Gründe. Das hat leider viel mit der Gesellschaft zu tun, kaum noch einer der auf altmodische Sachen steht wagt es das zu äußern.

Und Geschichte ist nur noch interessant wenn Tod, Gewalt, Blut oder Sex auftaucht. Mein Lehrer hat damals zB Sexualkunde komplett vom Plan genommen wegen blöden Witzen, ich hätte das aber gerne gehabt...

Ich zB gucke und höre gerne ältere sachen, Schallplatten als Beispiel. Oder stehe auf literarische Werke in Filmischer Form.

Hallo!

Das liegt oft daran, dass die Jugend da abgeholt werden will, wo sie ist und es in Brauchtumsvereinen aller Art von Kolping bis zur Faschingsgesellschaft oft genau andersherum läuft: Man beklagt sich, weil der Nachwuchs ausbleibt, und wenn er dann mal da ist, hackt man so lange auf ihm rum, bis er das Interesse verliert. Ich kann da Storys genug erzählen!

Ansonsten leben viele Eltern es den Kindern nicht mehr vor - selbst die "Alteingesessenen" wollen Hochdeutsch reden und ignorieren das Kulturgut, weil es angeblich professioneller klingt und cooler wirkt, der Dialekt ist verpönt und alle meinen, man müsse mit jeder Tradition brechen. Ich finde das nicht okay (bin 28), aber jedem das Seine. Der Mensch ist nur so gut, wie seine Wurzeln sind - und wenn er keine hat, kann das traurige Folgen haben.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Man hat in all den Jahren einiges erlebt.
Kolping

Oh ja... Ich habe mal bei einer Weihnachtsfeier einer hiesigen Kolping-Familie Klavier gespielt. Es waren sage und schreibe 8 Leute da und bei denen hatte ich wirklich Angst, dass sie an Weihnachten gar nicht mehr leben....

Das schreckt natürlich auch viele ab, wenn man wo hingeht und da nur Alte sind.

So gings mir mit der Katholischen Jugend. Ich kam dahin und alle waren über 25....🙄

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@Hessen001

Oh, okay.. das ist bitter. Ich bin auch Mitglied bei Kolping, aber wir haben noch um die 250 Mitglieder - da sind auch die Events meist sehr gut besucht.

Aber ich weiß was du meinst, genau das ist der Knackpunkt. KjG'ler war ich nie, aber dafür im Jugendraum-Team der Pfarrei aktiv, als ich so 16/17 war. Das war alles super, aber die, die dann nach meinen Freunden und mir kamen, haben es dann auch abgewirtschaftet und seitdem macht die Pfarrei solche Angebote nicht mehr. Das Interesse am Jugendraum war nicht da, es war mehr das Interesse am Kaputtmachen und Betrinken. Der Pfarrer meinte damals ----> man reicht der Jugend nicht die Hand, wenn die Jugend sie verletzt.

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Dss ist verständlich wen man bedenkt das jugnedlich heute wesentlich mehr Lehrneen müssen als wie zb vor 30 oder 40 jahren!

Der Dialket ist sogar noch unerwünschter den dan versthen den vilee nicht mal merh selbst wen amn selber dort wohnt!

Wie oft hörst du den noch das dat oder das wat usw! Das stibt auch aus!

Es ist einfacher auf hochdeutschwas zu hören als im Dialekt den selbst dan mus Man ganz genau zuhören und oft versthet man selbst dan nichts!


Man ganz genau zuhören und oft versthet man selbst dan nichts!

Und bei dir muss man ganz genau lesen.
Sowas hier abzuliefern empfinde ich als Zumutung.

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Es ist einfacher auf hochdeutschwas zu hören als im Dialekt den selbst dan mus Man ganz genau zuhören und oft versthet man selbst dan nichts!

Aber das liegt ja nicht am Dialekt, sondern da dran, dass ihn viele nicht können. In Bayern z.B. wird den Kindern im Kindergarten der Dialekt beigebracht. So können dann auch Migranten den Dialekt reden.

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