Warum haben verschiedene Periodensysteme unterschiedliche Elektronegativitätswerte?

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4 Antworten

Ich kann mich nur zalto anschließen, die EN ist kein exakt definierter Begriff, sondern beschreibt ein Verhalten.

Zudem ist sie nicht nur vom Element abhängig, sondern auch von der Umgebung. So hat sp-hybridisierter Kohlenstoff eine höhere EN als sp³-hybridisierter, ist also Ethin deutlich sauer als Ethan.
Und in anderen Fällen ist m.W. tetraedrisch/oktaedrisch ein Faktor.

Ich benutze da im Geiste ein ganz einfaches Schema:
In der 2. Periode geht es in Halbschritten von Li=1 bis F=4.
In der 3. Periode ist das um 1 weniger, jedenfalls auf der interessanteren rechten Seite.
In der 4. Periode ist es noch etwas weniger, in der 5. noch etwas mehr oder weniger weniger.

Bei Metallen ist das sowieso uninteressant, weil die keine Kovalenzbindungen eingehen.

Klar ist das völlig verkehrt, aber nur in der Theorie.
In der Praxis bedeutet das einige Erleichterungen:
Bor wie Phosphor treten nur in der maximalen OZ auf.
Kohlenstoff und Schwefel treten in der ganzen Palette auf.
Stickstoff und Chlor lassen sich durch Sauerstoff bis zum Maximum oxidieren, aber ungern. Und treten auch im Minimum auf.

Wen interessiert schon, ob/dass Ge eine höhere EN als Si hat?
OK, da kann ich meinen Hintergrund als Biologe nicht ganz verschleiern.

Aber in jedem Fach hilft Gelassenheit, ein Passt schon!

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Kommentar von prohaska2
19.03.2016, 21:21

etwas mehr oder weniger weniger

;-))))))))))

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Der Wert 1,9 ist es auf der Pauling-Skala, der Wert 1,44 auf der Allred-Rochow-Skala. 

Letztlich ist das ein Indiz dafür, dass das Konzept der Elektronegativität kein exaktes ist und es sich nur für grobe Abschätzungen eignet.

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Kommentar von prohaska2
19.03.2016, 21:20

Sternchen !!!!!!!!!!!!!

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Es gibt verschiedene Arten die EN zu berechnen (z.B. Pauling, Allred & Rochow, Mullikan, Sanders u.a.

Es ist ein Konzept das auf Plausibilität beruht und nicht ein strenges Gesetz zum Ausdruck bringt. 

Wichtig ist, dass alle EN-Tabellen die gleichen Tendenzen zum Ausdruck bringen und dass man bei der Anwendung eine EN-Tabelle durchgehend verwendet und nicht einen Eintopf aus verschiedenen Tabellen macht.

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Das PSE wird desöfteren aktualisiert mit neu entdeckten Elementen oder neuen Werte z.B. für Elektronegativität. Dass sich die Elektronegativität u.ä. im PSE von Jahr zu Jahr leicht ändern kann liegt aber nicht daran, dass sich die EN tatsächlich ändert, sondern dass die Messmethoden für solche Eigenschaften präziser werden und somit genauere/andere Werte liefern (können).

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Kommentar von willi55
20.03.2016, 16:01

Nein, das ist leider völlig falsch.

Es gibt verschiedene Arten die EN zu berechnen (z.B. Pauling, Allred & Rochow, Mullikan, Sanders u.a.

Es ist ein Konzept das auf Plausibilität beruht und nicht ein strenges Gesetz zum Ausdruck bringt. 

Wichtig ist, dass alle EN-Tabellen die gleichen Tendenzen zum Ausdruck bringen und dass man bei der Anwendung eine EN-Tabelle durchgehend verwendet und nicht einen Eintopf aus verschiedenen Tabellen macht.

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