Warum haben so viele Menschen Vorurteile gegenüber muslimisch-christlichen Ehen?

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15 Antworten

Hallo Phenolia,

das ist eine gute und interessante Frage. Ich denke einmal, weil hier ZWEI VERSCHIEDENE Lebensanschauungen aufeinanderprallen. Es ist sowieso lächerlich, zu glauben, dass in unserer so offenen Welt Ehen nur zwischen Menschen mit gleicher Abstammung geschlossen werden sollen.

Du schreibst, dass du katholische Christin bist (in einer anderen Frage). Und er ist dem Islam angehörig. Nun, das ist das nächste! Der GLAUBE. Hier fängt das Vorurteil schon an. Ich glaube nicht, dass es ein Problem wird, es könnte allerdings eines werden. Manche gutmeinenden Menschen werden sich das sicher fragen.

Es prallen also, wie erwähnt, zwei verschiedene Lebensanschauungen und auch zwei verschiedene Glaubensrichtungen zusammen.

Liebe und Respekt

Die Ehe zu ehren bedeutet für Ehepartner, einander zu ehren (Römer 12:10). Der Apostel Paulus schrieb an Christen des ersten Jahrhunderts: „Jeder einzelne von euch [liebe] seine Frau so wie sich selbst; andererseits sollte die Frau tiefen Respekt vor ihrem Mann haben“ (Epheser 5:33).

Die Ehe ist heilig, das müssen BEIDE zur Kenntnis nehmen:

Die Ehe auf die leichte Schulter zu nehmen, wird in der Bibel nicht gebilligt. Ganz gleich, welche Motive jemand bei einer Eheschließung hat, er geht damit eine heilige Verpflichtung ein, die Gott als bindend ansieht. Ein Mann und eine Frau, die aufgrund einer solchen Absprache geheiratet haben, sind durch die Ehe aneinander gebunden. Auch für sie gelten die biblischen Maßstäbe für eine Scheidung und eine mögliche Wiederverheiratung (Matthäus 19:5, 6, 9).

Alles, was sich lohnt, kostet Zeit und Mühe — auch eine gute Ehe. Wer die Heiligkeit der Ehe nicht schätzt, ist entweder schneller dabei, einen Schlussstrich zu ziehen, oder aber er meint vielleicht, sich nun einmal mit einer unglücklichen Ehe abfinden zu müssen. Wer die Ehe heilig hält, für den steht eines außer Frage: Gott erwartet von Ehepartnern, dass sie zusammenbleiben (1. Mose 2:24). Und ihm ist auch bewusst, dass er Gott als den Urheber der Ehe ehrt, wenn er daran arbeitet, eine harmonische Ehe zu führen (1. Korinther 10:31). Diese Einstellung wirkt wie ein Motivationsschub, nicht aufzugeben und die Ehe zu einem Erfolg zu machen. (Quelle: watchtower.org)

Weißt du, ich glaube, dass in diesen paar Zeilen, die ich dir kopiert habe, sovieldarin steckt! Wenn man sich bemüht, sich daran zu halten, dann sind keine Vorurteile gerechtfertigt. Dann wird es klappen.

VIEL GLÜCK UND ERFOLGAlfred

Das hat weniger mit Vorurteilen zu tun, sondern mit der Lebenspraxis.

Wenn wir von der Annahme ausgehen, dass beide von ihrem Glauben überzeugt sind und ihr Leben danach aus ausrichten werden, dann wird es schwierig werden diese existenziellen Gegensätze unmter einen Hut zu bekommen.

Es wird in der Regel ein überzeugter Moslem bestimmt keine Frau heiraten, die nicht bereit ist seinen Glauben anzunehmen.

In umgekehrter Weise wird das nichts anders verlaufen.

Anders sieht das natürlich aus, wenn beide nicht besonders in ihrer Religion eingebunden sind oder wenn nur einer seine religiöse Überzeugung ernst nimmt und der andere aber nicht.

Darüber hinaus muss auch an das gemeinsame Kind gedacht werden. Hier bricht dann automatische die Frage auf nach welcher Religion das Kind erzogen werden soll.

Man kann davon ausgehen, dass ein überzeugter Moslem (eine Muslimin) ihr Kind moslemisch erziehen möchte (wird).

Das trifft natürlich auch im gegenteiligen Fall zu.

Aus solchen Beziehungen ist bekannt (wenn sie überhaupt geschlossen werden), dass sie auf Dauer gesehen nicht funktionieren werden.

Sie können funktionieren, wenn einer von beiden seine Position (Überzeugung) aufgibt oder wenn er bereit ist sich dem Partner anzupassen.

In der Regel ist es dann so, dass die Frau den moslemischen Glauben ihres Mannes annehmen wird. Umgekehrt ist das weitasu weniger der Fall.

Wenn es aber diese Anpassung nicht gibt wird es auch auf Dauer gesehen nicht funktionieren.

Solche Beziehungen enden dann meistens mit der Scheidung.

Darum hat das also nichts mit Vorurteilen zu tun, sondern weil es sehr schwierig ist gegensätzliche Überzeugungen und Lebensweisen zu verbinden.

Darum wird auch auf beiden Seiten den Menschen empfohlen (nahegelegt) von einer solchen Verbindung Abstand zu nehmen.

Sicherlich mag es Ausnahmen geben, aber die Regel ist es bestimmt nicht, dass solche Beziehung wirklich funktionieren werden.

Das würde ich nicht als Vorurteile bezeichnen, sondern vielmehr kommt es infolge von zwei ganz verschiedenen Welten die in solch einer Beziehung aufeinander prallen relativ oft gelinde ausgedrückt zu sehr unangenehmen Situationen zwischen Mann und Frau und das ist leider die Regel welche natürlich auch die Ausnahme bestätigt das es auch anders gehen kann, leider aber recht selten.

Weil viele dieser Ehen bekannterweise scheitern. - Der Muslim als Mann erwartet von seiner Frau ein Verhalten, über Kultur und Religion gesteuert, welches der Nicht-Muslima fern und fremd ist. Deshalb werden im Zeichen der "Verliebtheit" oft vom Mann, ehrlich oder auch nicht, Zugeständnisse an den Lebensstil gemacht, die er entsprechend seiner Kultur später wieder rückgängig zu machen versucht. Letzteres wird sogar oft mit Zwang und Gewalt vorangetrieben. - Dann kracht's, geht's ins Frauenhaus oder zumindest auseinander.

Dass man eine in Freiheit (selbständig und eigenwillig auf allen Gebieten entscheidend) aufgewachsene Frau "zwangsislamisieren" kann, funktioniert nun einmal nicht. Die gewünschte Glaubensänderung und die Änderung im Lebensstil kann nun mal nur durch eigene Einsicht der Person erfolgen. - Das aber wollen die "Kerls" meist nicht einsehen. So sind sie halt werden muslimische Frauen sagen.

"Muslimisch-christliche" Ehen (ich habe den Begriff absichtlich apostrophiert) funktionieren eigentlich nur, wenn beide Partner ihre Religionen nicht ernst, nicht lebensbestimmend nehmen und damit frei sind für ihren persönlichen, eigenen Lebensstil. - Aber da bleibt dann immer noch die Verwandschaft als Störfaktor.

Darum kann ich nur empfehlen: "Schuster bleib' bei deinen Leisten!". - Ich sage das nicht als Aufforderung zur Distanzwahrung, sondern zur Vermeidung von Konflikten. Islam und Christentum sind nach meiner Wahrnehmung in der Ehe die am wenigsten kompatiblen Religionen der Welt.

vielleicht weil es nicht so oft solche ehen gibt und viele menschen etwas neues und ungewohntes ja immer kritisch beäugen

Vielleicht weil es Leute gibt, die sich wirklich ein Urteil bilden können (aufgrund von Erfahrung, Lebenserfahrung). Deshalb kann man nicht immer davon ausgehen, dass es ein Vorurteil ist, sonst bist du nicht anders und unterstellst den Leuten (als Vorurteil), dass sie keine Ahnung haben...

Machmal ist es halt schwer, etwas anzunehmen. Es gibt wenig Ehen, die wirklich funktionieren. Wenn du so etwas kennengelernt hast, freue dich darüber. Ausnahmen bestätigen die Regel!

Ich kann dir aber auch ein Beispiel nennen, was nicht funktioniert hat: Beide Zeugen Jehova.

Es liegt, glaube ich, weniger an den unterschiedlichen Religionen als mehr daran, wie tolerant und einfühlsam man ist.

Als christlicher Mann fühlt man sich schon sehr beleidigt und diskreminiert, wenn man sich in eine Muslima verliebt, und diese den Mann als Mensch zweiter Klasse behandelt, weil die Muslima ja nur einen Moslem heiraten darf.

Als christliche Frau wird man sehr oft nur ausgenutzt, um an deutsche Papiere, Wohngeld, Kindergeld und HartzIV zu kommen....nur mal zum Beispiel, in nordafrikanischen Ländern beträgt das monatliche Durchschnittseinkommen 120,-- €. Da stellt sich hier unser Sozialstaat für so manchen wie eine Spardose dar. Das Fiasko was daraus resultiert, findet sich sehr oft in den Frauenhäusern wieder.

Da dies alles bekannt ist, zumindest in den älteren Generationen, besteht natürlich ein hohes Mass an Argwohn. Es ist in Deutschland schon zuviel passiert, als das man einem gerade gefundenen "Liebespaar" ohne Misstrauen gegenüber treten kann.

Wie ???

könnte ich einen Mann Heiraten und mich langfristig mit ihm verstehen der meinen Glauben als Gotteslästerung und Götzendienst sieht.???

Wie soll ich meine Kinder in meinem Glauben erziehen wenn sie doch Muslim werden sollen?Es geht einfach nicht...die Praxis beweist es jeden Tag. (Ausser die zwei Kandidaten sind beide nur auf dem Papier der Religion zugehörig...dann würde das gehen.

Leider denken die Christinnen ( welche auch oft nicht wirklich Christinnen sind ) immer ,das genau ihr ausgewählter Mann, die Ausnahme sein wird die die Regel bestätigt!

Im Nachhinein stellt sich das als Trugschluss heraus .... in allen Fällen !

(Die ich selbst kenne....)

Christen sollten Christen heiraten,Muslime mit Muslimen ,dann ist das Glück gewährleistet.Und niemand muss leiden .Mit Rassismus hat das nichts zu tun....nur mit gesundem Menschenverstand.

derprediger 21.06.2011, 23:07

Leider und doch natürlicherweise hast du recht mit deinen Feststellungen.

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Oft ist/war es der Fall, dass Männer, geborenen Muslime, erst mal eine deutsche Frau/ Christin zur Frau nehmen.

Der Grund sei hier dahingestellt.

Nach einer Weile, wünschen sie sich dann, dass sich diese Frau verändert,in Richtung Islam. Wurde ihr jedoch vor der Ehe zugesagt, dass das nicht nötig wäre.

Diese Wandlung, dann doch eine Frau haben zu wollen, die sich bedeckt, und nicht mehr freimütig ihr Leben so gestaltet, wie sie es eben gewohnt ist, führt zu Streitereien und Ärger ohne Ende....................

Leider hapert es dann doch sehr an der Vorbildfunktion des muslimischen Mannes, der viel erwartet, aber selber nur unzureichend dieses Leben, das er sich wünscht, vorlebt.

Nicht zuletzt, wird die Absicht, mit der diese Heirat geschlossen wurde,vielleicht ein deutscher Pass, von Allah gesegnet oder auch nicht.


Natürlich kann man das alles nicht pauschalieren, jedoch kenne ich selber etliche solcher Fälle, wo die Ehe nach wenigen Jahren zerbrach.

Mein Apell an alle muslimischen Männer !

Lernt erst mal selber eure Religion kennen und zu praktizieren,

dann nehmt eine Frau

dann setzt Kinder in die Welt

ummjonas 14.06.2011, 18:13

Für eine muslimische Frau stellt sich diese Frage nicht in der Theorie

da für sie ein Nichtmuslim, aus guten/hier bekannten Gründen nicht gestattet ist

wohl aber in der Praxis,

jedoch sollte man davon Abstand nehmen, eine Mann zu heiraten, der

um es möglich zu machen , konvertiert

Allah leitet recht wen Er will

und ein Glaubensbekenntnis nur um der Frau willen, und nicht für Allah wird keinen Segen erhalten, Allah hu alem/Gott weiss es am besten

und dann wäre da wieder die obige Situation

diesmal findet sich der Mann in einer Situation, die er gar nicht einschätzen konnte..............und aus die Maus

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Rose1122 14.06.2011, 19:31
@ummjonas

Es ist auch bekannt, dass moslemische Männer nichtmoslemische Frauen heiraten, damit die früher oder später zum Islam konvertieren, was ja auch zum Teil geschieht.

Das ist eine der Methoden, dass Menschen Moslems werden.

Umgekehrt wird es einer muslemischen Frau nicht gestattet einem nichtmoslemischen Mann zu heiraten, weil ja die Gefahr bestehen könnte, dass sie sich der Religion ihres Mannes zuwendet, weil das in den Augen der Moslems etwas sehr Verwerfliches ist.

Das ist in Wirklichkeit eine schizophrene Haltung, weil man einerseits die Konvertierung zum Islams als etwas Legitimes betrachtet, aber gleichzeitig die Hinwendung zum Christentum kategorisch ablehnt. Hier herrscht als überhaupt keine Toleranz gegenüber der anderen Religion.

Das möchte man auf jeden Fall, soweit das möglich ist, verhindern.

So besteht in der Regel eine weitaus größere Ablehnung gegenüber eine Ehe mit einem nichtmoslemischen Partner als umgekehrt.

Anderseits muss auch hinzufügen, dass sich junge Frauen, wenn sie in einen Moslem verliebt sind weder die Tragweite noch die Konsequezen einer solchen Beziehung einschätzen können., noch bewusst sind.

Das wird den meisten Frauen erst im Laufe der Zeit bewusst.

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derprediger 14.06.2011, 20:59
@ummjonas

Endlich kann ich dir auch einmal voll zustimmen in deiner Sichtweise. Dies soll auch nicht unbelohnt bleiben. DH

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ummjonas 14.06.2011, 22:04
@derprediger

@derp....da ist die Wahrheit, ganz einfach........die vertrete ich doch immer :o)

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manche sind ausländerfeindlich, andere habe selber schlechte Erfahrungen gemacht. Am besten funktioniert es wenn beide ähnliche Lebensvorstellungen haben. Die scheint Ihr zu haben, weil Ihr beide nicht wirklich praktiziert, wenn ich das richtig rausgelesen habe aus den Kommentaren zu Deiner anderen Frage.

Am besten finde ich jedoch, wenn beide einer Religion angehören und diese auch praktizieren. Habe oft genug gehört, dass Ehen oder sogar Beziehungen (geht gar nicht im Islam) nicht gut gingen. Aber wenn man sich denn mal anhört wie sie sich kennenlernten und wie sie diese Ehe führten, dann wundere ich mich manchmal auch nicht, dass es nicht funktionieren kann.

Und auch andersherum wenn beide praktizieren, aber so unterschiedliche Vorstellungen haben von ihrem Schöpfer, dann kann es auch zu Konflikten kommen. Es gibt viele andere Dinge die noch hinzukommen. Der Charakter, die Kultur, die Familie ...Du hast eine wirklich gute Chance, aber keiner kann Dir sagen wie Ihr zueinander paßt. Das liegt an Euch beiden in erster Linie. Erfahrungen anderer können helfen, aber jeder wird seine eigenen machen.

halima2 14.06.2011, 16:52

"Und auch andersherum wenn beide praktizieren, aber so unterschiedliche Vorstellungen haben von ihrem Schöpfer ..."

Damit meine ich, wenn die Ehepartner verschiedenen Religionen angehören.

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Die Frage kann man vielschichtig beantworten, aber um sie ganz einfach zu beantworten:Weil die Menschen intollerant sind.

Die nächste Frage, die ich mir stelle, sind das denn wirklich so viele?Und die nächste Frage:

Können mir nicht diese Leute den Buckel runter rutschen, wenn sie Dinge nicht akzeptieren können.

derprediger 14.06.2011, 21:05

Du bist jung und unerfahren, gelt? - Anders kann ich mir deine Antwort nicht erklären. - Aber es ist das Vorrecht der Jungend in Idealen zu denken und zu hoffen. Eingeholt werden die Ideale noch bald genug von der Wirklichkeit.

Nur mit "Buckel runterrutschen" lassen sich Probleme von muslimisch-christlichen Ehen nun mal nicht lösen.

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Ich denke mal, dass das daran liegt, das einfach zu viele solcher Ehen kaputt gehen. Jedenfalls relativ.

ChemAndy 14.06.2011, 14:37

Könnte ich Dir ein Gegenbeispiel geben:Meine Schwiegereltern (Er Moslem, Sie evangelisch) sind seit 33 Jahren verheiratet.

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Straytmind 14.06.2011, 16:07
@ChemAndy

Lies nur richtig: "Ich denke mal, dass das daran liegt, das einfach zu viele solcher Ehen kaputt gehen. Jedenfalls relativ."
Ich habe nicht "alle" gesagt.

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Anscheinend Sexuelle Revolution !!

Oft sind es Vorurteile, oft auch purer Neid.

Weil sie zuviel auf meinungsmachende Medien hören...

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