Warum haben so viele Menschen kein Problem mit Sex ohne Liebe?

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33 Antworten

"Ich möchte es einfach, weil ich Nähe spüren will und um das Gefühl zu haben, dass ich jemanden etwas bedeute."

Das darf und will dir auch niemand nehmen. Deine persönliche Beziehung zu diesem Thema und deine damit verbundenen Vorstellungen kannst du auch beibehalten und diese auch so ausleben. Es besteht schließlich kein Zwang und auch keine Notwendigkeit diese zu ändern. Mit wem unter welchen Umständen zu Sex hast respektive haben wirst, ist ein Teil deines Privatlebens und da hat sich auch niemand einzumischen.

Andersherum gilt das allerdings ebenfalls.

Wie jemand mit seiner Sexualität umgeht, mit wem er diese auslebt und unter welchen Umständen, ist eine persönliche Entscheidung - ebenso wie deine auch. Es ist schlussendlich eine Frage der persönlichen Vorlieben und des eigenen Sexualverständnisses und diese nun verurteilen zu wollen ist verschenkte Liebesmüh. 

Wie groß die Unterschiede sein können, zeigt schon dieser Satz: 

"Ich kann einfach nicht nachvollziehen, wie man sich so offen und verwundbar zeigen kann, [...]"

Nicht jeder hat das Gefühl der Verwundbarkeit im Zuge der Nacktheit. Insbesondere sind beim Sex für gewöhnlich beide nackt, was einen Ausgleich darstellt und damit beide wieder auf ein und derselben "Stufe" stehen.

"Außerdem hat es den Charakter von einmal benutzt und weggeworfen."

Auch das ist ein subjektives Verständnis. Wenn beide Seiten, abseits von sexuellen Übergriffen ist das auch üblich, den Sex wollen profitieren beide. Zwei Menschen wollen, aus einem Lustgefühl heraus, dasselbe und befriedigen gegenseitig dieses Gefühl im Einverständnis. Das macht es zu einer "Win-Win"-Situation für beide Seiten - vorausgesetzt, dass der Sex auch gut ist.

"[...] ich finde diese Sache sollte etwas sein was man nicht mit allen teilt, sondern mit der Person der man vertraut."

Da steht es auch schlussendlich - "ich finde". Was du daraus für Konsequenzen für dich ziehst, ist eine Sache - "man" sollte allerdings das tun, was seinem Verständnis entspricht.

Diese Empfindung musst du auch nicht ablegen. Du kannst dein Sexualleben so handhaben, wie es dir am liebsten ist und so, wie es dir gefällt. Das ist Teil der eigenen sexuellen Selbstbestimmung und damit ein wichtiges Gut. Gleichermaßen solltest du diese Selbstbestimmung auch jedem anderen zugestehen, ohne eine derart abwertende Haltung geltend zu machen - schließlich wäre es andersherum sicher auch nicht in deinem Interesse, wenn jemand sich in dieser Form über dich beziehungsweise dein Sexualverständnis äußert. 

Kurzum - Menschen haben Sex ohne sich zu lieben weil es ihrem Sexualverständnis nicht widerspricht. Sie genießen die Befriedigung ihrer Lust, ohne an Verpflichtungen gebunden zu sein. Es ist Teil ihrer sexuellen Selbstbestimmung, so wie deine Auslegung für dich, deine ist. Sofern die Selbstbestimmung eines anderen nicht verletzt wird, sollte jedem dieses Recht zugestanden werden ohne das abwertend darüber geurteilt wird. Das ist nicht konstruktiv und bringt am Ende keiner Seite etwas - niemand wird sich aufgrund deines "ich finde" plötzlich entscheiden seinen Lebenswandel abzulegen, so würdest du es auch nicht tun.

Liebe Grüße.

Was für eine erstklassig gute Antwort!

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Ich sehe das ähnlich wie du. Ich kann mit diesem Hype wenig anfangen wo jeder mit jeden in die Kiste hüpft mit der Begründung, dass man sich einfach das nimmt und nehmen kann was man will, folgt man dieser Einstellung nicht wird man als prüde dargestellt. Natürlich soll jeder Sexualität ausleben wie er das möchte nur für mich persönlich käme es nicht in Frage. So gut könnte der Sex gar nicht sein, dass ich dabei den Rest vom Menschen ausblende, immerhin besteht der Mensch nicht nur aus Genitalien. Die Einen gehen halt ins Bordell und freuen sich und wiederum andere können Sexualität nur in einer monogamen Beziehung leben und das ist auch absolut ok. Ob und wie man sich wohlfühlt hat nichts damit zu tun ob man schon Sex hatte oder eben nicht.

Ich glaube das liegt an der heutigen Gesellschaft. Irgendwie ist alles over-sexed, in der Werbung, Musik, Fernsehen etc.
Man beschäftigt sich mit dem Thema Sex schon viel früher und möchte wahrscheinlich einiges ausprobieren.
Ich finde, man muss halt selbst damit umgehen können. Natürlich ist es schade, wenn man sich jedem gleich hingibt, aber wenn es für denjenigen kein Problem gibt, warum nicht?
Für dich ist es ein Problem, das ist vollkommen in Ordnung. Du musst es ja nicht machen :)

Ich finde es aber auch schade, wie du sagst, dass es gar nichts Besonderes mehr ist und man eigentlich ziemlich schnell Sex hat. Dabei geht viel verloren, die ganzen Gefühle und Spannungen. Aber vielleicht ist auch das ein Grund, warum es nur noch um Sex geht: Gefühle. Mit Gefühle geht auch Schmerz einher und den will man so gut es geht verhindern.

Ich finde deine Einstellung aber sehr gut! Bleib dabei :D

Da hast du vollkommend recht.. Mit dem Grund, der Schmerzen. Das ist aufjedenfall bei mir so. Wenn du dich auf einen Menschen vollkommen einlässt, wirst du verletzlich. Und Verletzlichkeit ist gefährlich, deshalb lassen sich auf viele erst gar nicht auf eine Beziehung ein.

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Es gibt in der Tat sehr viele die so denken wie du.

Ich für meinen Teil muss allerdings sagen, jeder der das Gefühl hat noch Erfahrungen sammeln zu wollen, sollen auf keinen Fall eine Beziehung eingehen. Im schlimmsten Fall machen sie wieder Schluss weil es ihnen nicht passt, oder sie gehen Fremd.

Ich gehöre ehrlichgesagt zu diesen Frauen, die kein Problem haben einfach mal nur Sex zu haben. Wenn ich allerdings mit jemandem liiert bin, oder jemanden kennenlerne von dem ich genau weiss, ich möchte ein Beziehung und alles andere käme nicht in Frage, dann bin auch ich nicht in der Lage mit ihm einfach Sex zu haben. Dann brauche ich eine Vertrauensbasis.

Das rugef** ist reine Kopfsache, entweder du machst es oder du machst es nicht. Wichtig ist, dass du dich damit wohl fühlst. Es ist scheiss egal was andere davon halten. Schlussendlich geht es hier um dein eignes Leben.

Ich verurteile niemanden der nur Sex in einer Beziehung hat. Ich verurteile aber auch keine Menschen die auch einfach so mal Sex haben. Aber ich verabscheue jede Art von Menschen, die glauben sie müssten noch was erleben und gehen aus diesem Grunde fremd.

Es ist halt effektiv so, man kann das alles gut auseinander halten, wenn du die Person dann zu sehr kennenlernst, könnten Gefühle entstehen. Deshalb gehen solche ONS auch nur mit Personen die man nicht all zu gut kennt.

Also zum ersten: Du bist noch Jungfrau und musst erst noch deine Erfahrungen machen. Daher kannst du dir das im Moment noch nicht vorstellen.

Ein ONS oder Sex ohne Beziehung bedeutet ja nicht zwangsläufig, dass man mit jedem x-beliebigen in die Kiste hüpft. Meist besteht da ja schon eine gewisse Bekanntschaft in irgendeiner Form.

Auch wenn man nicht in einer Beziehung ist, hat man hin und wieder (der eine mehr, der andere weniger) Lust auf Sex. Letztendlich muss es jeder für sich selbst ausmachen, wie er dann damit umgeht - ob ihm Selbstbefriedigung ausreicht oder ob er sich andere Möglichkeiten sucht.

Solange niemand dabei zu Schaden kommt und alle Beteiligten sich darüber im Klaren (und einverstanden) sind, dass es nur Sex ist, ist doch alles gut.

Tja - so machen es die Lehramtsstudenten. Alle Beteiligten sind sich darüber im Klaren (und einverstanden) was Sache ist, und dann ist alles gut. Nur die Sache spielt nicht mit.

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Sex ohne Liebe heißt ja nicht zwangsläufig Sex mit Fremden.

Man kann auch mit einem guten Freund Sex haben. Den liebt man ja auch nicht, aber man vertraut sich dennoch, manchmal sogar mehr, als man seinem festen Partner vertrauen würde.

Davon aber abgesehen: Du musst das ja so nicht machen, wenn du das nicht willst. Dafür wird dich keiner Verurteilen, weil keiner das Recht hat, dies zu tun. Nur weil andere das so machen, heißt das ja nicht, dass du automatisch damit auch anfängst. Das ist allein deine Sache und solang du damit niemandem weh tust, ist alles fein.

Du darfst aber Leute, die das anders handhaben, die eben einfach gerne Sex ohne weitere Verpflichtungen haben, genauso nicht verurteilen. Manche Leute haben einfach gerne Sex. Nicht alle davon sind in einer Beziehung oder wollen warten, bis sie wieder in einer sind. Und solang die niemandem damit weh tun, ist auch da alles fein.

Die geht es nichts an, wenn du Sex nur exklusiv in einer Beziehung haben willst. Und dich geht es nichts an, wenn andere Leute auch ohne Beziehung Sex haben wollen.

Wieso machst du dir darüber also Gedanken? Ich meine...ich krieg Rosenkohl nicht runter, weil das (zumindest mir) einfach widerlich schmeckt. Aber was interessiert es mich, ob andere das vielleicht sehr gerne essen, solang sies mir nicht in den Mund stopfen?

Vielleicht weil ich immer noch Jungfrau bin aber für mich ist und bleibt es einfach unmoralisch.

Richtig. Du hattest noch nie Sex und daher bedeutet kannst Du auch nicht beurteilen, auf was Du verzichtest.

Außerdem hat es den Charakter von einmal benutzt und weggeworfen. Ich kann einfach nicht nachvollziehen, wie man sich so offen und verwundbar zeigen kann, gegenüber jedem.

Erst mal bedeutet "Sex ohne Liebe" ja nicht, dass man es mit JEDEM tut und zweitens fühlt sich jemand, der sich bewusst für "Sex ohne Liebe" entscheidet nicht benutzt, da er ja auch keine Liebe für die andere Person empfindet!

Ich möchte es einfach, weil ich Nähe spüren will und um das Gefühl zu haben, dass ich jemanden etwas bedeute. Und ich finde diese Sache sollte etwas sein was man nicht mit allen teilt, sondern mit der Person der man vertraut.

Ja, das würde ich auch jedem jungen Menschen empfehlen, der seine ersten Erfahrungen sammelt.

Es macht mich aber schon traurig, zu sehen wieviele Menschen Sex einfach als Mittel benutzen und ihre Körper einfach herumreichen.

Jeder muss das für sich entscheiden. Du solltest respektieren, dass Menschen da unterschiedlich ticken. Wenn jemand für sich entscheidet, dass er nicht auf Sex verzichten möchte auch wenn gerade keine große Liebe da ist, dann ist das deren Sache und geht Dich nichts an.

Wer hat dir denn dabei geholfen? Ein Einzelner kann das nicht.

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Ich gebe dir ja recht grundsätzlich. Meine negative Einstellung dazu wurde nicht zuletzt von meinem persönlichen Umfeld geprägt. Da ich einen Klassenkamerad habe, der immer mit seinen vielen Mädels rumprotzt und bei seinen Kumpels angibt. Der redet alle paar Tage von einer anderen und er wertet sie mit seinen Kumpels. Das er null Respekt vor ihnen als Mensch hat merke ich unteranderem daran, dass er sie nicht mal mit Namen benennt. Es heißt nur "die eine" oder "mit der treffen". Sowas finde ich widerlich und respektlos. Außerdem amüsiert er sich mit seinen Kumpels dann auch noch darüber, wenn eine von ihnen mehr will und machen sich über sie lustig. Da verstehe ich nicht wie man so kalt sein kann. Es mag nicht immer so schlimm sein, aber diese täglichen "Gespräche" haben mir schon ein Stück Hoffnung an die Menschheit genommen. Vielleicht siehst du jetzt besser was mich daran so stört. lg.

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@sweetmelonxx3

Da ich einen Klassenkamerad habe, der immer mit seinen vielen Mädels rumprotzt und bei seinen Kumpels angibt.

Erfahrungsgemäss sind die, die am meisten prahlen, die wo am wenigsten passiert und die sich lediglich wichtig machen wollen.

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@sweetmelonxx3

Oh ja, sweetmelonxx3, das sind die schlimmsten, und sie können sich sooooooooo gut tarnen...

Ich hoffe und wünsche, dass Du nie an so einen gerätst!

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@sweetmelonxx3

Die Einstellung zur eigenen Sexualität wird immer vom persönlichen Umfeld geprägt. Deine Einstellung ist vielleicht pessimistisch. Sie ist aber nicht negativ.

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erstmal solltest du vielleicht einen unterschied machen zwischen "sex ohne liebe" und "beliebig mit jedem ins bett steigen". wer sex ohne liebe hat, steigt deshalb auch nicht einfach mit jedem ins bett. dass du keine erfahrung mit sex hast, sieht man schon allein daran.

das andere ist: wer nicht in einer beziehung ist, muesste nach deiner definition auf sex verzichten. wieso? nur weil ich ein one-night-stand habe, heisst das nicht, dass ich die person nicht respektiere. 

ich lege freilich schon wert darauf, dass von beiden seiten klar ist, dass es eine einmalige sache sein soll, alles andere waere unfair. aber was spricht dagegen, wenn zwei erwachsene menschen zusammen ihre sexualitaet ausleben, ohne daraus eine beziehung machen zu wollen? wo ist da dein "wegwerfen"?

sex wird meiner ansicht nach von vielen ueberbewertet. und damit meine ich, der anspruch, sex muesse etwas geradezu mystisch verbindendes zwischen zwei einander in tiefster liebe zugetanen menschen sein und wuerde deshalb auch viel schoener, ist weit hergeholt und zeugt von null erfahrung und ziemlich grossen rosinen im kopf.

"guten sex" lernt man in der regel durch ausprobieren. es wird soviel gelogen und vorgetaeuscht in der sexualitaet, um den partner, den man liebt, nicht zu enttaeuschen, weil viele glauben, dass es doch richtig toll sein muesste, wenn man sich liebt. ist es oft aber gar nicht.

du bist einer von denen, die sex fuer was uebertrieben mystisches halten, was man nur mit einer person haben kann. das kannst du freilich gern selbst so halten, aber komm dir dabei nicht allzu grossartig vor, denn damit wertest du auch fuer deine persoenliche umgebung alle ab, die einen anderen standpunkt haben.

das kann uebrigens dazu fuehren, dass du als naechstes hier fragen stellst wie: "gibt es keine anstaendigen maedchen/jungs mehr? wieso finde ich keine(n), die/der nicht schon zwanzig partner gehabt hat"

SEX ist ein Akt der Zärtlichkeit, Lust, Triebe, manchmal Lustschmerz je nach Vorlieben, und hat mit der eigentlichen Liebe und Zuneigung weniger zu tun. Kann, muss aber nicht. Ein schenken und erhalten von Lust beiderseits.

Wenn du zum Masseur gehst, Ayourveda oder ähnliches dann ist es einfach nur Entspannend, angenehm, vielleicht erotisch, aber ohne Anspruch auf Liebe. Warum nicht beim Sex? 

Wenns dann funkt, kommt die Liebe automatisch hinterher.

Genieße das Leben, man lebt nur ein mal.

Im Grunde genommen denke ich genau wie Du, ABER...

Wenn Du schon mal Sex gehabt hättest, ich meine, richtig guten, geilen Sex, könntest Du es vielleicht verstehen. Es ist wie ein Rausch, ein Traum, eine Wonne, dieses unbeschreibliche Lustgefühl, Geben und NEHMEN und...

Ich kann es nicht wirklich beschreiben und Du wirst es sowieso nicht verstehen. solange Du nicht selbst erfahren hast, wie es ist.

Ich verstehe jeden, der sexsüchtig ist und es gibt Tage, das fällt es mir schwer, mich nicht irgendwem an den Hals zu werfen... :)

Aber Du hast Recht: Es ist natürlich viel, viel schöner mit jemandem, der einen kennt und dem man vertraut.

Wie schon Bon Jovi sang: Ther ain't no woman like a woman in love (das gilt sicher auch für Männer). :)

"Wenn Du schon mal Sex gehabt hättest, ich meine, richtig guten, geilen
Sex, könntest Du es vielleicht verstehen. Es ist wie ein Rausch, ein
Traum, eine Wonne, dieses unbeschreibliche Lustgefühl, Geben und NEHMEN
und...
"

Gib dir keine Mühe, Bambi. Dir fällt das richtige Wort nicht ein...

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Vielleicht liegt es auch daran, daß auch die größte Menge an Angeboten nicht die Gewähr dafür ist, daß Gesuchte auch zu finden, und daß deshalb viele Menschen vor der Entscheidung stehen, was sie ersatzweise bevorzugen, Sex ohne Liebe oder Liebe ohne Sex.

Als Sonderform gibt es aber auch noch viele, die nur den Sex lieben und nicht den Menschen, so wie ja auch viele die Verpackung von etwas mehr mögen als den Inhalt.

Ich bin mir ja absolut nicht sicher, ob man Liebe und Sex wirklich trennen kann. Bisher wüsste ich jedenfalls nicht wie? Insofern würde ich zwar nicht von unmoralisch reden wollen, aber ich denke mir immer, dass zum Sex zwei gehören und wenn diese beiden sich darüber einig sind, eine Beziehung auf rein sexueller Basis führen zu wollen, dann denke ich sollten sie es tun.

Sex ohne Liebe ist möglich - Liebe ohne Sex nicht (jedenfalls nicht lange) :)

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Ja, das habe ich hier schon ganz oft gelesen, real sind mir noch nie Menschen begegnet, die das wirklich hinbekommen haben. Vielleicht liegt es daran, dass ich hier unsicher bin, aber wer weiß, das Leben ist ja noch lang ;-)

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Meinst Du jetzt Prostituierte?

Falls Du so Sachen wie ONS meinst, da muss das jede/r für sich entscheiden. Deine Einstellung könnte wirklich daran liegen das du noch Jungfrau bist und keine Erfahrung mit Sex hast.

Solche Vorstellungen sind genauso verzerrt wie die Vorstellung der ewig währenden Liebe, oder der so traumhaft romantischen Hochzeit.

Das ist auch kein herum reichen, wenn beide die selben Intentionen haben und sich wollen. Und sei es nur für einmal oder nur für ab und zu um Spaß zu haben. Daran ist nichts schlimmes und so lang man es nicht ständig, mit anderen, macht auch Ok.

Und wie kommst du auf >so viele?< Findest Du das nicht sehr Klischeebehaftet?

Sweetmelonx3, Du stellst wirklich eine GUTE FRAGE!

Überrascht und sehr erfreut bin ich über Deinen Beitrag; weil Du in aller Offenheit zur Diskussion stellst,  was Du findest, empfindest. Und das in dem
Bewusstsein, dass Du Dich hier und heute damit in eine Außenseiterposition begibst.

Dabei  berufst Du  Dich nicht auf religiöse Gebote, die das eine fordern und das andere verbieten. Du schilderst Deine Einsichten und stehst  damit quer zu einem „aufgeklärten Sexualverhalten“. 

In unserer Gesellschaft darf jeder – solange er sich nicht strafbar macht –  Sexualität nach eigenem Belieben gestalten.

Nun kann man und wohl noch häufiger frau eine Haltung, die Sex zum reinen Konsumartikel werden lässt,  doch als oberflächlich empfinden und das auch ausdrücken.

Konfrontiert wirst Du dann mit differenziert  Denkenden, die der Überzeugung sind, dass sie nicht etwas „finden“ (empfinden), sondern dass sie aus einer aufgeklärten, abgeklärten Position das richtige „wissen“.

Und hier wird, so meine ich, das "Wissen" überdehnt.

Zwei Menschen begegnen sich. Es entstehen Anmutungen. Es mag der Wunsch nach Nähe und Intimität sich einstellen. Was zwischen den Menschen sich ereignet, übersteigt das, was jeder für sich ist.

Es entsteht etwas Drittes, was die „Beziehung“ genannt werden kann.

In einer gewordenen Beziehung ist die Intimität, wenn die nackten Körper kommunizieren,  ein Geschehen, dass  das ganze Wesen eines Menschen ergreift. Was da geschieht,  ist uns nur zum kleinen Teil rational verfügbar.

Aus einer gelebten Beziehung erwächst ein Impuls auf „Ewigkeit“. Nun mag sich diese Ewigkeit unter sperrigen Alltagsverhältnissen, unter „den Mühen der Ebenen“ auf einen bald überschaubaren Zeitraum beschränken. Eine Beziehung kommt an ihr Ende, (was  für das Selenleben von Kindern oft entwurzelnde Folgen hat). Und dann mag eine neue Beziehung wieder auf das Ganze zielen.

In einer vom Konsumismus geprägten Gesellschaft wird nun die Sexualität von der Liebe abgespalten.

Wir genießen einen guten Wein, eine Weltreise, ein schnelles Auto, einen guten Sex.

Ich finde, dass wir im „Konsummodus“ nicht in der Lage sind, das zu erahnen, was  die Intimität mit einem geliebten Menschen in uns bewirkt.

Wir erleben weit mehr, als das, was uns unser ach so aufgeklärtes Bewusstsein im Nachhinein Denken lässt.

Drum  ist es so wichtig und wunderschön, wenn junge Menschen wie Du, Sweetmelonx3, nicht nur schreiben was sie wissen,  sondern auch was sie  (emp)finden; wenn sie empfinden, dass in einer Beziehung Liebe und Sex in unentwirrbarer Weise miteinander verbunden sind.

Viele sehen Sex eben nur als Zeitvertreib oder Möglichkeit zur Unterhaltung. Sie denken nicht daran, sich mit einem geliebten Menschen zu vereinigen, sondern einfach ihre Lust zu befriedigen. Sex macht eben sehr viel Spaß. Ist für viele eben das schönste auf der Welt. 

Aber ich stimme dir zu. Für mich ist Sex etwas besonderes, was ich nicht mit Fremden teilen will. Und Sex ist mit einem geliebten Menschen ja auch schöner, unter anderem auch weil man das eher weiß, was der andere will. 

Darüber zu disskutieren, bringt nicht viel. Jeder Mensch hat eine eigene Ansicht und schreibt Sex eine andere Bedeutung zu. Es gibt genug, die es als keine große Sacha ansehen und auch nicht das Gefühl haben, sie haben sich verletzlich gezeigt. Es ist ja auch nur körperlich. Was Menschen wirklich miteinander verbindet, ist emotionale Nähe. Du kennst das vielleicht, dass wenn eine andere Person dir etwas persönliches über sich erzählt, dass du ihr dann mehr vertraust. Und es ist eine Tatsache, dass die Mehrheit der Menschen viel größere Schwierigkeiten damit hat, zu anderen eine emotionale Bindung aufzubauen als eine körperliche. Ich bin der Meinung, jeder sollte mit Sex so umgehen wie er möchte, solange er dabei niemanden verletzt. Es ist einfach nur widerlich, jemanden zu benutzen, der sich etwas ernstes erhofft. Dieser Person zuerst Gefühle vorheucheln, um sie dann fallen zu lassen. Die Beteiligten sollten zuerst klarstellen, was sie wollen.

Nunja für mich gehört liebe und sex zusammen. Wenn Sexuele wünsche/Forlieben in der Beziehung nicht erfüllt werde, geht es zwar eine weile aber dann wir das Körperliche verlangen anfangen. Verlangen und Liebe kann man trennen.

Hallo.

Also mein erstes Mal hatte ich mit meinem Freund und wir lieben uns. Und für das erste mal finde ich dass das schon wichtig ist es mit der Person zu haben die man liebt bzw vielleicht einfach vertraut und schon etwas kennt.

Wenn ich jetzt aber Single wäre und ich jemanden kennelerne den ich dann irgendwann auch gut kenne und vll schon länger dann nach einiger Zeit finde ich spricht nicht so viel dagegen. Ich kenne dann die Person eine gewisse Zeit aber kann mir nichts festes Vorstellen und die Person auch nicht. Wieso sollte man dann nicht Zeit zusammen so verbringen wenn es beiden Spaß macht? Beim feiern jemanden kennenzulernen und den dann erst ne Stunde zu kennen finde ich auch seltsam und versteh es nicht wirklich wenn man dann mit dem ins Bett steigt:D

Trotzdem kann ich mir nicht vorstellen das es auf Dauer so schön ist wie mit seinem Partner.

kennenlerne'

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Ich kann dich vollkommen verstehen, das ist auch nicht mein Ding. Du bist weder naiv, noch prüde, sondern achtest Sex als etwas ganz Besonderes, das man nicht mit jedem x-Beliebigen teilen sollte, weil du Nähe und Geborgenheit fühlen möchtest. Ich finde, du bist weit reifer, als all die Kids, die es einfach mal probieren wollen, egal mit wem.

Bleib so und warte auf den Richtigen, für den es sich lohnt, dem du vertraust und für den du echte Gefühle hegst. Ich hoffe, du triffst diesen einen Jungen, der genau so denkt wie du.

Sex ist ein rein mechanischer Akt, der auch ohne Zugabe von Gefühlen funktioniert. Natürlich ist es mit Gefühlen eine ganz andere und aus meiner Sicht bessere Sache, aber das ändert nichts an der Natur des Aktes.

Man muss sich denken, dass der Andere sich in der Situation ebenso verwundbar macht, wie man selbst. Und ja, man wird benutzt und hinterher weggeworfen, aber das ist in manchen Situationen genau das, was man will.

Entweder man traut sich das zu bzw. kann damit leben oder eben nicht. Manchmal muss man erst lernen, was man nicht will, um zu wissen, was man wirklich will.

Du willst manchmal ,,benutzt und weggeworfen werden" Muuahh, wie krank ist das denn

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@ratatoesk

Der Zweck heiligt manchmal (zumindest in diesem Augenblick) die Mittel. Zudem ist erlaubt, was (beiden Seiten) gefällt.

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...der ohne Zugabe von Gefühlen funktioniert? Was für ein Selbstbetrug! Dafür, dass Du uns den schmackhaft machen willst, wirst Du sanktioniert: Du wirst bis zum Widerruf keinen mehr hoch kriegen!

:-]

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@Wurzelstock

Ich muss dich enttäuschen, es hat seit dem 06.08.2016 genauso gut funktioniert wie vorher :P

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