Warum haben so viele Menschen etwas gegen Arbeitslose?

7 Antworten

Diese Frage ist gleichzustellen mit:

Warum haben so viele Menschen was gegen Ausländer ?

Warum haben so viele Menschen was gegen Asylanten ?

Warum haben so viele Menschen was gegen Muslime ?

Die Fragereihe kann man endlos fortsetzen und die Antwort ist immer dieselbe. Der Mensch ist voll von Vorurteilen, lehnt ab, was er nicht kennt, fühlt ständig seine Existenz bedroht, bildet sich immerzu ein, er bekommt etwas weg genommen. Deutsche fühlen sich von allem bedroht, was sie nicht kennen, machen sich aber häufig nicht die Mühe, das, was ihnen Angst macht, kennenzulernen. Es ist leichter, sich von Medien oder Schreihälsen beeinflussen zu lassen und mitzubrüllen, als sich zu informieren und selbst ein Bild zu machen. Eines haben diese Menschen in der Regel gemeinsam: einen relativ niedrigen IQ. Ein Arbeitsloser ist für viele immer gleich ein Sozialschmarotzer, ebenso wie der Asylant. Wie die Geschichte hinter dem Schicksal ist, interessiert die meisten nicht. Asylanten dürfen z.B. nicht arbeiten, werden aber dafür verurteilt, dass sie nicht arbeiten. Arbeitslos kann jeder werden, viele Firmen schließen, selbst Selbstständige können in die Arbeitslosigkeit geraten und in die Schuldenfalle rutschen. Kein Mensch und kein Schicksal ist gleich - doch dumme Vorurteile sind immer gleich, unnötig, nicht durchdacht und einfach dämlich.

Welche Vorurteile man hat, definiert das soziale Umfeld eines Menschen, also Eltern, Freunde, Schule, Sportverein etc.

Wenn also Personen, deren Meinung als wertig vom Individum empfunden werden, entsprechende Meinungen über einen Teil der Gesellschaft abgeben, wird das Individum dahingehend geprägt.

Hinterfragen müsste man diese Meinung allerdings schon, wer nun keinen Kontakt zu Ausländern oder Leuten, die Arbeitslos sind oder Arbeitsunfähig geworden sind, nie arbeitlos war oder Hartz IV beantragt hat oder einen Immigrationshintergrund hat, reflektiert nur die Meinung seines Umfelds, wenn eine hinreichende eigene Intelligenz besteht oder das Individum gelernt hat Meinungen nicht per se zu akzeptieren sondern zu hinterfragen.

Interessant finde ich in dem Zusammenhang, das viele Menschen von "asozial" sprechen, wobei Sie aber Sozialfälle oder Sozialverlierer meinen.

Mit der Einstellung gegenüber solchen Menschen, die eine schlechte Zeit erleben oder abgestürzt sind und nicht wieder alleine hochkommen, sei es aus Frust, Depression oder fehlender Motivation, verhalten sich genau diese Menschen anti-sozial, indem Sie kategorisch einer Gruppe Eigenschaften zuordnen, diese Diskreditieren und den Leuten die Leistungen, welche diesen laut dem Sozialen System zustehen und für die nicht wenige selbst Abgaben gemacht haben, absprechen.

Ein Mensch, welcher Arbeitslosengeld beantragen muss, weil er/sie seine Anstellung verloren hat, nutz das in Deutschland installierte System und verhält sich in keiner Weise anti-sozial, es sei denn er nutzt das System zum eigenen Vorteil aus.

Hoffe ich konnte helfen ;)

Nachtrag: sollte natürlich Individuum heißen.

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Genau! Entweder es wird einfach pauschalisiert oder der Frust richtet sich gar nicht gegen alle Arbeitslose, sondern nur gegen diejenigen, die das Sozialsystem konterkarieren.

Jemand, der seine Abgaben leistet, kommt schnell auf die Idee, dass Arbeitslose schlecht für ihn sind, weil er für sie bezahlen muss - ganz gleich, ob sie verschuldet arbeitslos sind oder nicht.

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