Warum haben so viele Leute was gegen Flüchtlinge?

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24 Antworten

Diese Abneigung entsteht vor allem, weil Menschen Ängste haben und schlecht informiert sind.

Beides miteinander kombiniert erzeugt eine giftige Mischung, die rationales Denken abtötet und die Betroffenen immer weiter abstumpft.

Dagegen ankommen kann man nur schwer, eine Brücke zu sprengen ist immer einfacher, als sie zu bauen.

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Kommentar von KanyeWestVibes
28.01.2016, 00:35

Eine extrem gute Antwort.. Gut auf den Punkt gebracht!

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Hallo!

Das ist so, weil semi-seriöse Medien idR Klischees schüren & Leute aufmischen, Antistimmungen generieren um etwa die Auflage oder Zuschauerzahlen zu erhöhen.. und weil viele leicht beeinflussbare Zeitgenossen solchen Quark dann glaubn kommen derartige Hasstiraden zustande!

Da werden plumpe Klischees, die in der Wahrheit ganz anders aussehen (oft zwar in der Tat eine Wurzel in der Realität haben, aber jeder dichtet was dazu & dann ist es halt ein Horrormärchen nach einiger Zeit, das mit der Wahrheit nix mehr im Sinn hat) ausgeschlachtet & hochgezüchtet in der Hoffnung dass andere es glauben.

Was hinzukommt: Passionierte Stammtischbrüder suchen sich Feinde, die in Wahrheit Opfer sind ----------> gäbe es nicht Asylbewerber, würden sie gegen andere Gruppen hetzen. Beispiel: Früher schimpften solche Typen auf Heimatvertriebene aus sudetendeutschen Gebieten, dann auf Gastarbeiter aus Südeuropa, später auf Russlanddeutsche, DDR-Übersiedler und jetzt sind eben Asylbewerber ein dankbares "Ventil" für den persönlichen Frust. Dass eben zur Zeit diese in Deutschland sind, schürt sowas rein zufällig an. In der Regel schimpfen die am stärksten die Sozial am schwächsten sind & Angst haben dass ihnen jmd. was nimmt. War schon damals so!

Ich bin in den 90ern aufgewachsen & in der Zeit war es so, dass quasi alles was passierte auf Russlanddeutsche geschoben wurde: Egal was es war, man hörte stets den beliebten Spruch "ach, des war bestimmt 'n Russ'" genau in dem Wortlaut. Und meistens war's natürlich KEIN Russlanddeutscher!

Genauso ist das heute mit den Asylbewerbern. Sicherlich tun manche Flüchtlinge auch viel dafür dass die Stimmung kippt - bei uns vor Ort gab es schon Vandalismusschäden oder Diebstähle sowie einen Fall von sexueller Nötigung, wofür jedes Mal auch Asylbewerber als Täter ermittelt wurden - und das gibt den Leuten natürlich auch zu denken.. und das völlige Versagen der Politik kommt hinzu. Aber ansonsten ist es mMn exakt dasselbe Thema wie vor 15-20 Jahren bei den Russlanddeutschen.

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Das ist keine rationale Angelegenheit, das hat psychisch-emotionale Gründe.

In unserer Konkurrenz- und Leistungsgesellschaft leiden viele an seelischer Unterernährung. Zuwenig Freude, zuwenig Lust, zuwenig Anerkennung. Dafür viel Druck, Frust und Unterwerfung.

Die hungrige Seele kann nun entweder auf Sparflamme schalten und depressiv werden. Oder sie nimmt eins der vielen Kreditangebote in Form von Illusionen an. Die Zinsen dafür bezahlt man mit Realitätsverlust, man nimmt nur noch wahr, was die Illusionen erhält.

Da gibt es nun zum Einen individuelle Illusionen: Autosuggestion, Selbstüberschätzung bzw Selbstgeblufftsein ("Ich bin der Beste"). Als Nachteil haben sie, dass sie eher einsam machen und dass man aufgrund des Realitätsverlustes leicht auf die Schnauze fällt ("Hochmut kommt vor dem Fall").

Da ist man mit kollektiven Illusionen besser dran. Man identifiziert sich mit einer Gruppe (Nation, Geschlecht, Farbe von Haut und Haar, Kultur, Religion usw) und kann sich in dem "Wir sind die Besten" gegenseitig immer wieder bestätigen. Man ist nicht mehr einsam, sondern fühlt sich als Teil einer Gemeinschaft.

Der Realitätsverlust wird dadurch kompensiert, dass man gemeinsam Sündenböcke sucht. Wenn nicht alles bestens läuft unter den Besten, muss ja jemand schuld sein, der eigentlich nicht dazugehört. Bei den Nationalisten die Ausländer, bei den Sexisten das andere Geschlecht, bei den Bürgern die Barbaren und so weiter.

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Kommentar von Luise
31.01.2016, 21:20

Wunderbar treffend, weise, hilfreich und vom Feinsten! Super Antwort. Ganz herzlichen Dank, dass Du uns teilhaben lässt.

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Ich denke nicht dass die Mehrheit der Deutschen etwas gegen Flüchtlinge hat. Die Mehrheit bezahlt durch ihre Steuern und Sozialabgaben die Unterbringung und Zuwanderung die seit vielen Jahren vorhanden ist.

Wer sieht wie viele Menschen hier schon aufgenommen und integriert wurde, kann nicht von einer grundsätzlichen Feindlichkeit gegenüber Fremden reden.

Es gibt sehr viele freiwillige Helfer, sehr viele Spender. Diese Spender sind häufig Leute die selbst nicht reich sind.

Auch die hilfsbereitesten Menschen bemerken aber dass irgendwann die Nähte der Möglichkeiten platzen.

Hinter dem Satz: "Wir schaffen das!" , sollte auch stehen wie es zu schaffen ist. Sobald Sicherheit da ist, verschwindet Angst.

Der Ansatz den Menschen in Heimatnähe zu helfen und vor Ort zu unterstützen, halte ich für sehr wichtig.

Sehr wichtig fände ich es auch dass man dort wo wenig Menschen das meiste Geld besitzen, einen Bonus für die Menschlichkeit einzufordern. In Deutschland besitzen die reichsten 10 % tatsächlich 60% des gesamten Nettohaushaltsvermögens.

Es gibt hierzulande sehr viele sehr arme Menschen (auch Rentner) und sehr viele junge Leute die händeringend nach Wohnungen suchen. Ich persönlich kenne junge Leute die mit 300 Euro im Monat auskommen müssen.

Da darf man die Augen nicht verschließen und sehen wo die Wurzeln der Ängste sind. Mensch bleibt Mensch, dieser Satz sollte in alle Richtungen gelten.

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Kommentar von EgonL
28.01.2016, 10:44

Deinen Beitrag möchte ich vollumfänglich zustimmen.

Ich meine, die Frage:

"Warum haben so viele Leute was gegen Flüchtlinge?"

ist eine Unterstellung, und undifferenziert.

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Kommentar von catguy
29.01.2016, 14:50

Diese Antwort ist abgewogen, sachlich und zeugt von Empathie und dem Verständnis für Zusammenhänge.

Vielleicht könnte man noch ergänzen, dass man neben einer Art Sondersteuer für sehr Vermögende (darauf läuft ja der Vorschlag eines "Bonus" wahrscheinlich hinaus) dafür Sorge tragen könnte, dass große Unternehmen, die in Deutschland und anderswo riesige Profite erzielen, eben diese Profite auch hier versteuern.

In diesem Fall würden sich Fragen wie "wer soll das bezahlen?" recht schnell erübrigen.

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Meiner Meinung nach ist es schon so, dass durch Medien eine bestimmte Abneigung gegen die Flüchtlinge entsteht, aber zurecht. Natürlich stimmt nicht immer alles was berichtet wird, und manche Menschen sind dann einfach zu leichtgläubig.

 Ich persönlich lese eigentlich keine Zeitung, höre auch kaum Radio und Nachrichten in TV interessieren mich auch nicht. Sehr lange wird schon über das Thema Flüchtlinge diskutiert und obwohl ich selbst so gut wie gar nichts ( schon garnicht die ersten 2 Jahre) über das Thema gehört habe geht es mir so langsam echt gehörig auf die Nerven um erhlich zu sein.

Aus folgenden Gründen:

- Ich wohne in Österreich, und auch hier ist es in dem letzten Jahr richtig schlimm geworden mit den Flüchtlingen. Anfangs haben mich ein paar Ausländer hier und da nicht gestört, aber seit ein paar Monaten fällt mir immer mehr auf, wie schnell die sich hier ausbreiten! Ich steige in den Bus, und ungelogen ca. 60% der Menschen sind anderer Abstammung! Nicht unbedingt gewiss, dass sie "böse" sind, aber man fühlt sich doch sehr bedrängt, wenn die eigene Bevölkerung dann von Anderen geprägt wird und sie vielleicht irgendwann sogar überhand nehmen.

- Es ist mittlerweile auch bewiesen, dass sehr sehr viele Flüchtlinge nachdem sie von der großzügigen Willkommenspolitik aufgenommen wurden und sich eingewöhnt haben, sich einfach Sachen erlauben, die ein Staatsbürger nie machen würde! Man nehme das Beispiel von Silvester und obwohl nur von Köln die Rede war, auch in den Hauptstädten Österreichs gingen sehr viele Beschwerden ein! Man sollte von denen nicht erwarten können eine Rechtslage anzunehmen die in ihrem Herkunftsland vielleicht viel lockerer war! Man kann ohne Begleitung oder Pfefferspray am Abend einfach nicht ohne dieses Gefühl von Unwohlsein aus dem Haus gehen, richtig schlimm, da wird man ja schon fast in seiner Freiheit beraubt.

- Abgesehen von diesen Punkten, verschlingen diese ganzen Flüchtlingsrojekte Unmengen an Geld, welches uns Bürgern dann fehlt! Förderungen welche für einheimische benötigt werden, werden einfach abgelehnt. Aber hauptsache den Flüchtlingen geht es gut und wir müssen dafür auf einmal überall einsparen! Beispiel: Meine Mutter hat drei Kinder zu Hause die sie ernähren muss. Sie selbst ist nun 50 Jahre alt und hat nie einen besonderen Zuschuss bekommen,egal wie oft sie ihn angesucht hat. Sie kann nicht mehr arbeiten aufgrund vieler Krankheiten, teilweise auch sehr ernste! Dabei hat es geheißen der Staat gebe nur in ernsten Fällen Unterstützung!

Natürlich kann ich es nachvollziehen dass die Leute von Kriegsgebieten oder Wirtschaftskrisen auswandern wollen. Aber wer wäre denn Bitteschön im Weltkrieg auf eine solche Idee gekommen? Die Menschheit ist selbst schuld, es hat immer Kriege gegeben und es wird sie immer geben, das ist vor allem bei dem immer weiter steigendem Bevölkerungszustand nicht zu vermeiden! Nur sollen das die Länder meiner Meinung nach untereinander klären und sich von mir aus bekämpfen, denen kann doch eh keiner helfen wie man gesehen hat. Sich da dann auch vielleicht noch mithilfe des Militärs einzumischen ist komplett falsch, vor allem von eurer lieben Fr. Merkel. Die ganzen Flüchtlinge in unser Land herein zu lassen ist demnach grundlegend falsch, denn wenn es so weiter geht ziehen die uns in diese Geschichten auch noch mit rein!

Vor der EU war sowieso alles besser, diese ganzen Gleichberechtigungen und Menschenrechte... Schaut euch mal die Schweiz an, lebt unabhängig und ist von dem Trubel komplett ausgeschlossen und mischt sich auch nirgendst ein.

Tut mir leid dass diese Antwort etwas länger wurde, aber jemand muss mal was sagen, auch wenn uns Bürger niemand erhören will und das auch niemals ein Ende nehmen wird, und falls doch wahrscheinlich ein Schlimmes...

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Sie sind in vielen Fällen nicht zwangsläufig dagegen Menschen in not zu helfen. Leute die gegen Flüchtlinge sind haben häufig angst vor dem unbekannten und vor dem was passieren könnte.

Andere wollen nicht, dass Flüchtlinge ihre Kultur mitbringen. Sie wollen, das sie sich uns anpassen und nicht wir uns ihnen. Offizielle Multikulturelle Staaten sollte es meiner Meinung nach nicht geben, da entstehen dann womöglich (wie in Schweden) parallel Welten (ich bin übrigens nicht gegen Flüchtlinge. Die die sich benehmen dürfen/ sollten hier bleiben oder gehen wenn sie wollen).

Dann gibt es noch jene die Fremde einfach nicht mögen oder sogar hassen. Da brauch ich glaub ich kein Bsp nennen.

Ich muss dich aber auch ein wenig kritisieren. "Für mich gibt es keine Ausländer, nur Menschen." Das ist zwar nett gemeint, aber blödsin. Unsere Weltwirtschaft basiert auf grenzen, genauso wie Kulturen, Sprache, Verhalten/Sitten und so weiter.

Ich hoffe ich konnte dir helfen,

Mfg neddadeifel

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Kommentar von KanyeWestVibes
28.01.2016, 00:43

Nein. Ausländer ist meiner Meinung nach herabsetzend. Ich kann dir das leider nicht zustimmen. Dass alles auf Grenzen basiert ist mir klar, aber es sind eben genau so Menschen wie wir. Ach ja, danke für die Antwort. Gut auf den Punkt gebracht.

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Ich denke das liegt auch ein bisschen an den Medien. Man bekommt jeden Tag was von Flüchtlingen zu hören, sodass man das Thema nicht mehr hören will. Ausserdem sorgen die Fälle wie z.B. Mädchen begrabschen zu allgemein- beschuldigungen. (Leider)

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  • Viele haben vielleicht auch vergessen, das ihre Vorfahren möglicherweise selbst mal Flüchtlinge waren. Dazu mal einige ganz interessante Daten:
  • Nach dem 2. Weltkrieg betrug die Gruppe der deutschen Flüchtlinge und Vertriebenen aus den ehemaligen Ostgebieten etwa 12 Millionen, 8 Millionen flohen ab Ende 1944 auf das Gebiet der späteren BRD, 4 Millionen auf jenes der späteren DDR.
  • Von der Gründung der DDR 1949 bis zur Wiedervereinigung 1990 flohen knapp 4 Millionen DDR-Bürger in die BRD. Allein zwischen 1948 und dem Bau der Mauer sowie der Abriegelung der Grenzen 1961 waren es 2,7 Millionen.
  • Kurz vor dem Ende der DDR flohen 1989 etwa 880.000 DDR-Bürger über Polen, Ungarn und CSSR in Richtung BRD.
  • 1991 - 1999 waren die Kriege in Jugoslawien. Aus Bosnien flohen etwa 320.000 Menschen nach Deutschland.
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Kommentar von KanyeWestVibes
28.01.2016, 01:08

Genau deswegen frage ich mich das ja..

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Kommentar von Lipstique
29.01.2016, 16:14

"selbst mal Flüchtlinge waren"?

Das kann man nicht vergleichen, wenn einer aus Bayern nach Brandenburg "flüchtet" - mit einem Analphabeten aus Afrika - wo die Merkel sagt: "Wir brauchen qualifitierte Zuwanderer" :-)))

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Ich bin sehr großer Patriot, ich liebe mein (unser) Land,

doch Menschen sind Menschen, vollkommen egal, welcher Nationalität.
Ich denke, viele wissen selbst nicht, was Ihr Problem ist ;) Sie haben Angst, um ihre Jobs zu kommen (was nicht passiert), haben Angst vor Kriminalität (dieses Problem löst der Staat er selbst aus) und haben Angst vor dem Unbekannten (Was in der Steinzeit noch von Vorteil ist, aber die Rassisten sind ohnehin nicht besonders weiter im Kopf ;) )

Du musst aber bedenken, dass die Minderheiten meist am lautesten sind. Der Großteil der Deutschen hat nichts gegen Flüchtlinge (selbst nach Silvester sprechen sich 60 % für diese aus).

Auch wenn ich Merkel derzeit selbst nicht befürworte, kann Deutschland dies wirklich schaffen. Wir müssen nur lernen, damit umzugehen. 
In meiner Heimatstadt haben wir derzeit mehr Ausländer als Deutsche (1433 zu 2405) - doch diese Menschen sind sehr freundlich und gesellig. 

Ich hoffe, irgendwann können die "Neuen" Deutschland genauso lieben wie ich, die Flüchtlingskrise wird auch irgendwann langweilig ;)

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Kommentar von KanyeWestVibes
28.01.2016, 00:44

Gute Antwort. Bis auf die erste Zeile. Ich halte vom Patriotismus nichts.

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Deine Frage ist manipulativ. Wir haben nicht prinzipiell etwas gegen "Fremde", "Flüchtlinge" oder wie immer man sie nun bezeichnen möchte.

Es gibt mehrere Probleme in diesem Zusammenhang:

1.) Es sind einfach viel zu viele Menschen, die herkommen.

2.) Es kommen auch viele Menschen hierher, die eben KEINE Flüchtlinge (Kriegs-) oder Asylberechtigte sind, sondern einfach nur vor Armut flüchten und hier bedient werden wollen.

Natürlich kann man die einen nicht rein optisch von den anderen unterscheiden und die Erkenntnis, dass man den Menschen in ihren kriegsgebeutelten Ländern helfen sollte/muss, kommt ja jetzt sehr spät. Dieser (IS-) Krieg hat ja nicht gestern angefangen.

Es hat ja fast den Anschein, als hülfe man erst jetzt, damit weniger Menschen hierher kommen.

Ferner denke ich, dass noch viel, viel mehr Menschen kommen, auch wenn die Kriege beendet werden sollten, denn das nächste "Problem" heisst Afrika. Wassermangel. Seuchen.

Dann wird "uns" plötzlich einfallen, dass man (schon vor Jahrzehnten war es geplant) die Sahara wieder fruchtbar machen sollte. Das wäre ein Riesenprojekt, aber früher WAR das mal fruchtbares Land! Angesichts der zunehmenden Erderwärmung vielleicht sogar mittlerweile ein unlösbares Problem!?

Bin gespannt, wie schnell diese Entwicklung eintreten wird (es kommen ja auch jetzt schon einige)...

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Kommentar von EgonL
29.01.2016, 15:23
von Bambi201264vor 3 Std,
Ferner denke ich, dass noch viel, viel mehr Menschen kommen, auch wenn die Kriege beendet werden sollten,...

Derzeit ist ja das "Flüchtlingsthema" zum Dauerbrenner geworden. In Bezug auf die Beiträge und die Berichte zum Umgang mit Bürgerkriegsflüchtlingen und (Armuts)-migranten sei darauf verwiesen, dass Migrationen eine feste Konstante in der Menschheitsgeschichte darstellen und die aktuelle Wanderungsbewegung nur eine Episode ist. Die Geschichte der Menschheit ist die von Völkerwanderungen. Bei genauem Hinsehen stellen wir fest, dass unsere Vorfahren von römischen Legionären, von den Wikingern oder von den Hunnen aus den Weiten Asiens stammen.

Gerade heute in Zeiten der Globalisierung ist die Wanderung zu einer festen Konstante der Menschheit geworden. Denken wir doch daran, dass täglich ganze Völkerscharen von Geschäftsleuten und Wanderarbeitern um den Globus touren, von den Millionen Touristen ganz zu schweigen. Kaum ein Schüler oder Student, der kein Auslandsjahr in den USA, Australien oder Indien absolviert hat. Unsere Kinder arbeiten nach ihrer Ausbildung in Fernost.

Da ist es doch mehr als logisch, das "Armutsflüchtlinge" versuchen, das Gefälle zwischen Arm und Reich durch Migration zu überwinden. Da brauchen wir ja nur die Geschichte der Auswanderungswellen in den vergangenen Jahrhunderten bei uns zu studieren.

Neben Kriegen und Armut, wie früher, kommen zu den Ursachen der Auswanderung auch die Ausbeutung der armen Länder durch die Reichen und die Folgen Klimawandels hinzu.

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Kommentar von Iflar
29.01.2016, 16:56

, sondern einfach nur vor Armut flüchten und hier bedient werden wollen.

Und Menschen, die am Hungertuch nagen und bettelarm sind, haben kein Recht auf ein privilegiertes Leben in Deutschland ? 

denn das nächste "Problem" heisst Afrika. Wassermangel. Seuchen.

Das ist nicht das nächste Problem, sondern das jetzige und vorherige Problem! Ein Großteil der im Moment einreisenden Flüchtlinge ist afrikanischer Abstammung. Aber die meisten kamen bisher nicht nach Deutschland, weil sie nicht die Mittel haben, um eine solche Reise anzutreten, da nicht einmal die Mittel haben, einen Tag gesättigt zuhause verbringen zu können.

aber früher WAR das mal fruchtbares Land!

Afrika ist größtenteils unglaublich reich an Bodenschätzen! Doch wie die freie Marktwirtschaft es postuliert, greifen westliche Unternehmen das Kapital ab, was fairerweise eigentlich den Afrikanern zustehen müsste. Mit Terror und Krieg hält man die Gesellschaft dort vom freien Wirtschaften und guten Leben ab, da z.B. Deutschland schon längst gemerkt hat, dass wir gar keine wertigen Rohstoffe besitzen. Nach dem Holocaust und dem Ende des Tagebaus ist Deutschland einzig und allein ein Land, das den zweiten Sektor mit dem dritten Sektor kombiniert. Deutsche leben aufgrund tollen Know-Hows vom Reichtum anderer!

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Ich denke auch, dass die Mehrheit (zum Glück!) nichts gegen Flüchtlinge hat. Allerdings gibt es bei einigen Menschen durchaus Vorurteile, Sorge und Angst um die Zukunft, aus welchen Gründen auch immer.

Ein wesentlicher Aspekt, der dazu beiträgt, ist die unsägliche Berichterstattung in den Medien. Tag ein Tag aus wird man mit meist schlechten Nachrichten konfrontiert.

Noch ein Punkt ist die Ungewissheit und das Unbekannte. Fremde Menschen kommen in unser Land. Dazu noch in so großer Zahl. Und dann auch noch aus muslimisch geprägten Ländern.

Da diese Themen Ängste bedienen reagieren viele Leute emotional und eben nicht rational, wie du richtig sagst. Die einzige Lösung des Problems führt über ehrliche, offene und transparente Kommunikation / Diskussion.

Seitens der Politik, seitens der Medien und auch unter den einfachen Bürgern. Leider behindern solche Ereignisse wie z.B. zu Silvester in Köln solch einen Dialog und einige sehen sich in ihren Vorurteilen bestätigt.

Dadurch schaukeln sich die zwei Fronten der Befürworter und Gegner der Flüchtlingspolitik weiter auf. Ein Teufelskreis gewissermaßen... Aber die meisten Menschen mögen es lieber "einfach", wollen nicht selber recherchieren und stecken sich gegenseitig in "Schubladen" um so ihr eigenes Weltbild aufrecht zu erhalten.

Aber wie hier schon gesagt wurde, denke ich auch, dass es sich (noch?!) eher um die Minderheit handelt, die alles schwarz malt und schlecht redet. Das ist so meine Sicht der Dinge - ohne Anspruch auf die "absolute Wahrheit", wie sie manche so gern für sich beanspruchen...

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Kommentar von ColonZero
30.01.2016, 00:26

Ich denke nicht, dass die "Minderheit", von der du sprichst, alles schwarz malt und schlecht redet, sondern einfach nur die mögliche Kehrseite der Flüchtlingsaufnahme bedenkt. Denn andersherum ist es sicherlich auch nicht die richtige Denkweise der "Mehrheit" , die Aufnahme der großen Anzahl an Flüchtlingen bedenkenlos hinzunehmen und sich nicht die Frage zu stellen, welche enorme Verantwortung das eigentlich mit sich bringt.

Natürlich wäre es falsch, alle Flüchtlinge in eine "Schublade" zu stecken. Aber das Aufmerksammachen auf Ereignisse, die von Flüchtlingen initiiert wurden und einige deutsche Bürger beunruhigen (wie beispielsweise "Silvester Köln"), sollten von der Allgemeinheit nicht als Panikmache der vermeintlich überreagierenden "Minderheit" angesehen werden, sondern als Anlass genommen werden, über die Entwicklungen nachzudenken, die in Deutschland zur Zeit stattfinden. Es wäre nur naiv zu denken, dass sich alle Flüchtlinge in Deutschland anpassen werden - was nicht unbedingt ihre Schuld ist. Die meisten werden nicht darüber belehrt, was hier für Gesetze und Richtlinien gelten, da einfach nicht genug "verantwortliche Menschen" (Flüchtlingshelfer) vorhanden sind. Und je mehr Flüchtlinge ins Land kommen, desto größer wird auch die (vielleicht noch geringe) Anzahl an "Gesetzesbrechern", die für Unruhe sorgen werden. Das ist eine Tatsache, die weder emotional getränkt ist, noch hetzerisch sein soll. Es liegt nun an der Politik, das in Zukunft unter Kontrolle zu bekommen.

Letztendlich nehmen wir Flüchtlinge auf, wollen helfen, merken jedoch nicht, was für ein großes Problemkonstrukt plötzlich vor uns steht. Und niemand kümmert sich darum. 

So sehe ich die Dinge. Und wenn das eine falsche Sicht ist, dann werde ich das früh genug merken und eingestehen. Umgekehrt gilt dies natürlich auch - hoffentlich. Die "absolute Wahrheit" kann nur derjenige beanspruchen, der ihr auch offen ist.

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Weil wir uns von Natur aus nur auf die Negativen Ereignisse wie Sylwester in Köln konzentrieren und deshalb vergessen das kriminelle Flüchtlingen nur eine kleine Minderheit bilden, wenige hundert von mehreren tausenden.

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Kommentar von liheido
29.01.2016, 18:12

Du bist offenbar mit den Zahlen nicht so ganz auf dem laufenden.......

- Es kommen zur Zeit pro Tag mehrere tausend neue " Flüchtlinge " hinzu.

- Insgesamt sind 2015 locker über eine Million " Flüchtlinge " hier bei uns aufgeschlagen.

- Schon mal die offizielle Kriminalitätsstudie von BaWü bezüglich der von " Flüchtlingen " verübten Straftaten 2015 gelesen...?

28000 Straftaten allein in BaWü 2015 durch " Flüchtlinge "......

- Die entsprechende Statistik aus Sachsen ist auch hochinteressant.

Es ist mir egal, ob eine kleine oder eine größere Minderheit die 28000 Straftaten verübt hat, es ist mir aber nicht egal, daß es von einem auf das andere Jahr plötzlich mal eben nur in einem Bundesland 28000 mehr sind.

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Rassistische Weltbilder haben die Zeit überdauert und wandeln sich heute erneut. Zudem werden gleichzeitig Probleme der gesamten Gesellschaft auf sie projiziert.

Deutschland ist nicht so aufgeklärt wie es scheint und der "deutsche Mann" ist nicht so frei von Sexismen wie behauptet wird. Tasächlich sind Geflüchtete nicht auffälliger was Straftaten anbelangt und Sexualstraftaten, als durchschnittliche Deutsche.

Das Geflüchtete besonders viel vegewaltigen und sonst was tuen sind an den Haaren herbei gezogene Geschichten. Die Vergewaltigungsfälle oder Fälle der sexuellen Nötigung in denen jemand von einem Wildfremden missbraucht wird, sind eher die Ausnahme. Die mehrheit der Sexualverbrechen geschehen innerhalb des Verwandschaftskreises oder Freundeskreises.

Es ist nicht selten, dass das Opfer sich in einer finanziellen Abhängigkeit von dem Täter befindet, wie z.B. Stiefvater und Stieftochter. So ist es viel zu häufig, dass dem Opfer nicht geglaubt wird, dass es eingeschüchtert wird etc..

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Kommentar von Ontario
29.01.2016, 08:39

Mondmayer ! Deine Ansichten kann man so nicht stehen lassen. Wer Polizeikommentare hört, dem kann nicht entgehen, dass sexuelle Übergriffe auf Frauen und Mädchen in einem Masse zugenommen haben, die zu denken geben. Es sind keine Ausnahmen, sondern es ist Realität. Manche dieser zugereisten Männer tragen Zettel bei sich auf denen eindeutig das steht, was sie von einer Frau wollen. Sie halten, da es an sprachlicher Verständigung fehlt, solche Zettel einer Frau vor Augen. Darüber gibt es Beweise. Dass es in Verwandschaftskreisen Sexualverbrechen gibt, wird nicht bestritten. Alleine schon die Tatasache, wenn Männer aus Ländern kommen, in denen die Frauen verschleiert herumlaufen, dann in ein Land kommen in denen eine Frau sich so kleiden kann wie sie möchte, bleiben sexuelle Überfälle nicht aus. Ein "deutscher Mann " ist sich dessen bewusst, mit welchen Folgen er zu rechnen hat, wenn er seine Sexualität gegenüber Frauen nicht im Griff hat. Der Zuwanderer hat da eine völlig andere Sichtweise. Kennt nunsere Regeln und Gesetze nicht, meint Frauen sind "Freiwild" die man je nach Belieben begrapschen kann. Warum gab es alleine in Köln über 1000 Anzeigen ? Sind die alle von den Medien erfunden um gegen Zuwanderer Stimmung zu machen ? Es hat sich doch herausgestellt, dass es vornehmlich Zuwanderer sind die aus nordafrikanischen Ländern stammen und sich strafbar machen. Klar werden die meisten männlichen Zuwanderer nicht straffällig, aber der Anstieg sexueller Übergriffe ist nun mal Fakt. Nachgewiesenermassen aber auch, wer diesen Anstieg auslöst.

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hey

Natürlich muss man sagen es gibt menschen die denken so oder so. Aber auch wir haben grossen druck in der Wirtschaft. Wir müssen unsere Jobs machen immer Pünktlich sein und Rechnungen zahlen. Wir schmecken einfach das wir vor einer Wende stehen. Die armen Länder möchten sich auch Wohlstand verschaffen und sich weiterentwickeln.Wir suchen nach neue Energien etc etc. Mir schmecken das es am dampfen ist. Der Mensch reagiert wie ein Tier auf Gefahr. Wenn jetzt du fragst welche Gefahr, dann sag ich, wir leben so als bräuchten wir mehr wie 20 Planeten, so wird unser Egressives verhalten stärker. Das ist ein Schutzmechanismus den man hat. Aber ich finde gut das du so denkst, wenn jeder so denken würde, so könnten wir eine gute Lösung finden. Anstatt das Problem bei den wurzeln zu bekämpfen, bekämpfen wir nur das Symtom ist leider so.

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Bestimmt aus Angst, vor was auch immer, denke ich mal.

Wir sollten vielleicht einerseits unsere Ängste an uns selbst bearbeiten und andererseits aber schon auch für unsere Werte hier einstehen und dafür kämpfen.

Aber da mangelt es eben an Aufklärung. 

Mag sein, aber bis die gnädigen Herren Muslime und/oder Flüchtlinge gedenken, umzudenken, müssen wohl noch viele Frauen herhalten.
Da sollten Frauen auch und vielleicht ganz schnell umdenken und sich ordentlich wappnen!

Sicherlich könnte jeder einen Beitrag dazu leisten!
Und ne gewisse Wehrhaftigkeit sollte sich auch jeder erlauben!

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Ich Bin auch deiner Meinung ich hab nichts gegen Flüchtlinge des sind auch nur normale Menschen und so gut leben die auch nicht

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Angst. Angst vor Fremden, dem Unbekannten, einer anderen Kultur. Angst ist der Motor für vieles, darunter auch Hass.

Wohin das in einem der schlimmsten Fälle führen kann hat man 39-45 gesehen. Ich habe noch die Hoffnung, dass es nicht nochmal dazu kommt.

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Kommentar von Bambi201264
29.01.2016, 11:22

...die Hoffnung stirbt zuletzt...

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Kommentar von liheido
30.01.2016, 04:51

Das sind so die absolut typischen Antworten von Leuten, die eigentlich keinen Schimmer von dem haben was um sie herum gerade passiert, die aber auf keinen Fall eine Gelegenheit auslassen wollen irgendeinen albernen Nazivergleich herbeizufabulieren um sich selbst moralisch aufzuwerten.

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Guten Abend.

Das ist natürlich eine sehr schwierige Sache. Ich finde es natürlich auch Schlimm, das es Krieg gibt. Aber im grunde sind wir alle daran Schuldig daran nichts zu unternehmen. Gemeinsam wäre man stark, aber man tut es nicht. Ich persönlich auch nicht. Warum? Ich will einfach im frieden Leben,mir tut man nichts, deswegen tu ich auch keinem was. Vorallem da ich großen Respekt gegen den Staat habe.

Wenn eine Frau vergewaltigt wird, oder ein Laden überfallen wird ist total unabhängig, ob das ein Syrier ist, ein Australier oder ein Engländer.  Hat nichts mit der Nationalität zu tun.

Eins steht fest, man lässt jedoch leider zu viele ins Land maschieren. Ich finde es nicht gut? Warum? Deutschland lässt sich durch die Geschichte zu vieles als unnötige Verschuldung übrig und will es so wieder gut machen. Man hilft den Menschen in Deutschland selber nicht, die auch schwierige Zeiten hintersich haben. Die sogar vielleicht den Hungertod nahten.  Unwürdig !

Meine Meinung.

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Kommentar von KanyeWestVibes
28.01.2016, 00:32

Das ist doch gut, dass den Menschen geholfen wird. Was sit da dran jetzt schlimm??

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Angst und Vorurteile durch schlechter Information, Leichtgläubigkeit und Mitläufertum.

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Weil unsere Regierung alles getan hat, die "breite Masse", die "politische Mitte" irgendwie in ihrer Politik auszublenden. Siehe Wohnraumnot. Auf einmal können Flüchtlinge in günstigen Unterkünften leben. Und ich suche seit über einem Jahr eine Bleibe. Das geht nicht gegen die Schwächsten der Welt. Das geht gegen die Lobbyisten und Rektumkriecher der globalen Verar*chung. Und sogar die SPD macht schon mit. Ich hoffe nur, Gabriel platzt nicht..

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Kommentar von Bambi201264
29.01.2016, 16:06

"Rektumkriecher" XD

Den muss ich mir merken...

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