Warum haben so viele Leute heute "Depressionen"?

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17 Antworten

nicht jeder mensch der glaubt depressiv zu sein ist es, abgesehen davon ist es heutzutage kein solches tabuthema mehr, früher ging man schlichtweg nicht zum psychodoc, man wollte ja nicht als wahnsinnig gelten, ergo wurde auch viel gar nicht diagnostiziert. 

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RunnerHH 06.10.2016, 02:48

Danke für Dein Kommi. Aber wieso behaupten so viele Jugendliche dann, dass sie Depressionen hätten oder Suizidgefahr durch Depressionen, Ritzen usw...? Wieso glauben es so viele dann? Viele waren doch nicht mal beim Doc!


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SonjaDieKatze 06.10.2016, 02:50
@RunnerHH

mangels besserem wissen nehm ich an, zumal die meisten gar nicht wissen was eine depression ist, die stellen sich das einfach als traurig vor, in wirklichkeit ist es ganzes sammelsurium an zuständen, vorwiegend leere 

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RunnerHH 06.10.2016, 03:06
@SonjaDieKatze

Das ist möglich und sie nehmen es eventuell als "Ausrede" und "Schutz", weil man ja nicht mehr genervt wird. Könnte doch auch sein. Viele haben dann Mitleid, denke ich.

Ich wünsche jedem, mit wirklichen Depressionen eine gute Besserung, aber ich kann mir eben nicht vorstellen, dass es angeblich so viele echte Fälle hier geben soll. Darum habe ich gefragt, was da los ist...


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Das hängt damit zusammen, dass das Wort "Depression" nahezu inflationär gebraucht wird. Die meisten, die hier um Rat fragen leiden nicht an einer Depression im klinischen Sinne. Es sind vielmehr normale Gefühlreaktionen von traurigkeit im Alltag.

Andererseits ist es so, dass wirklich viele Menschen Depressionen haben. Die Chance einmal im Leben an einer Depression (im klinischen Sinne) zu erkranken liegt gemäss wissenschaftlichen Studien bei 10-15%; Tendenz steigend.

Das hier viele Menschen um Rat fragen hat sicher auch entwas mit der Anonymität des Internets zu tun. Viele getrauen sich nicht im Alltag über Depressionen zu sprechen, da sie Angst haben stigmatisiert zu werden. Das Internet bzw. Foren schaffen abhilfe.

Schlussendlich gibt es noch diejenigen, die vor allem Aufmerksamheit benötigen. Ich will damit nicht sagen, dass jede/r hier nur aufgrund der Aufmerksamkeit Fragen stellt, doch die gibt es eben auch.

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Hier sammelt sich das einfach.

Das selbe wäre es, wenn du vor 20 Jahren in eine Selbsthilfe-Gruppe gegangen wärst und dann 20 Menschen mit Depressionen auf einmal getroffen hättest.

Außerhalb der Gruppe würdest du vermutlich nie so viele Menschen auf einmal treffen, die Depressionen haben.

Im Internet, speziell hier, gibt es viele Kinder oder junge Teenager, die pubertäre Phasen mit einer Depression verwechseln.

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Früher lag die Konzentration auf körperliche Krankheiten und psychische Erkrankungen wurden kaum bemerkt/respektiert.
Also könnte es theoretisch sein, dass es damals schon genau so viele Leute gab, die unter Depressionen litten.

In den letzten Jahren ist das Thema Mobbing auch immer größer geworden, da Mobbing durch moderne Kommunikationsmittel  auch viel schneller und leichter umsetzbar geworden ist und durch die Anonymität keine rechtlichen Folgen zu erwarten sind, was die Täter nur noch mehr ermuntert.

Und auch die restlichen Medien sind durch hochentwickelte Elektronik weitaus fähiger schlechte Nachrichten rund um diese Welt leichter und schneller aufzunehmen und zu verbreiten.

Und im Laufe der Entstehung des Informationszeitalters wurde der soziale und berufliche Rang in der Gesellschaft auch immer wichtiger für die meisten Menschen, was viele dazu bewegt (bewusst oder unterbewusst) anderen Menschen (insbesondere Schwächere) zu schaden oder niederzumachen oder generell alle Menschen, die eine Konkurrenz für einen darstellen könnten, machtunfähig zu machen.

Zusammengefasst ist Mobbing ein wichtiger Faktor, der Depressionen auslösen oder begünstigen kann.

Aber im Laufe des Informationszeitalters sind Probleme wie Bewegungsmangel, Ungesunde Ernährung, Mangelnde Interaktion mit realen Menschen oder ausreichendes Aufhalten in äußeren Bereichen (Draußen) auch immer stärker geworden, welche Folgewirkungen auslösen können und ebenfalls Depressionen fördern können.





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NinthFived 06.10.2016, 02:59

Aber leider gibt es auch sehr viele Menschen, die medizinisch gesehen gar keine Depressionen haben, aber Mitleid/Aufmerksamkeit bei anderen Menschen erzeugen wollen, um sich dann besser zu fühlen, wenn es auf Resonanz stößt.

Und durch diese Pseudo-Depressiven, wird der Begriff "Depressionen" unter Umständen nicht mehr ernstgenommen und schaden dadurch die Personen, die wirklich an einer Depression oder anderen psychischen Erkrankungen leiden.


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RunnerHH 06.10.2016, 03:00
@NinthFived

Danke für Dein Kommentar, ich denke, das könnte stimmen.

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Die meisten haben keine Depressionen, die sich hier einen Rat erfragen. Sie verwechseln traurige Lebensphasen damit. Einfach weil bei dem Thema nicht immer richtig aufgeklärt wird und viele selbst Diagnosen stellen oder einen Test im Internet machen.

Aber Depressionen steigen dennoch leicht. Es ist eine "modern" gewordene Krankheit. Das hängt mit dem Lebensstil zusammen. Menschen machen sich selbst Druck, bekommen Druck von außerhalb, haben Traumata oder andere Dinge, die sich langsam zu Depressionen aufbauen.

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RunnerHH 06.10.2016, 03:09

Danke für die Antwort. Das mit dem verwechseln denke ich auch, ich meine aber auch, dass es teils mutwillig benutzt wird um sich Mitleid zu erhaschen.

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Es gibt viele die verwechseln Depressionen. Andere wiederum versuchen so Aufmerksamkeit zu bekommen,die sie von ihren Eltern oder Freunde nicht erlangen. Menschen die wirklich an Depressionen leiden,lassen sich das meistens nicht anmerken oder sprechen darüber.

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Ich nehme an weil es etwas sehr erleichtert. Wenn etwas nicht in einem Stimmt ist es sehr nobel jenes Etwas zu entfremden um keine Kontrolle mehr haben zu müssen. Wenn ich also unzufrieden wäre, könnte ich einfach es so hinnehmen um mich nicht verändern zu müssen.

Nicht ich habe ein Problem. Es ist wie es ist und so bleibt es auch. 

Und zu guter letzt, wenn alles nicht mehr Stimmt brauche ich mich nur als Depressiv erkennen, und schon habe ich einen guten Grund im Leben nichts mehr gebacken zu kriegen. 

So muss man nicht aufstehen, so muss man sich nicht mehr neu erfinden, weil das Problem größer ist als ich. So kann ich in mir immer wieder erkennen, das ich nichts machen kann um mir zu helfen. 

Ich bin die Offenbarung meiner Machtlosigkeit. Dies muss ich sein, um die Welt die viel zu klein ist für mich nicht zum einstürzen zu bringen. 

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RunnerHH 06.10.2016, 02:15

Die Antwort hat was, ehrlich.

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Die Sorgen und Nöte sind einfach verändert. Heut wachsen Kinder schon mit Existenzängsten auf, für einen Job gibt man häufig das letzte bisschen Freizeit auf, 12 und mehr Stunden außer Haus an 5-6 Tagen die Woche ist für viele Normalität.

Und trotzdem nicht genug finanzielle Sicherheit um mal auszuspannen. Auf der Arbeit sind dann die Anderen Kollegen, oder der Chef, die genau so Sorgen haben und sich abreagieren.

Unser kapitalistisch orientiertes Gesellschaftssystem erschafft psychisch kranke Bürger. Das trifft nicht nur auf Depressionen zu. Angststörungen nehmen drastisch zu. Magersucht, Zwangsstörungen, Psychosen.

Weder Smartphones noch Internet haben etwas damit zu tun. Sondern das skrupellose Ausspielen von Arbeitnehmern. Und die Schüler die auf dieses Leben vorbereitet werden, erleben das zuhaus von den Eltern, oder denen der Freunde. Und so haben Sie statt einer Kindheit ebenfalls nur Sorgen und Stress.

Denn Leistung zählt heut alles, das was einen Menschen ausmacht, Schöngeistigkeit, Humor, Empathie, das zählt nichts mehr.

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RunnerHH 06.10.2016, 02:14

Ich denke, dass Leistung - gerade in Deutschland - schon immer gezählt hat. Ich glaube nicht, dass die Gründe, welche Sie aufzählen die Frage korrekt beantworten.

Es sind übermäßig viele, die hier schreiben. Wie kann das sein, dass binnen paar Jahren so extrem viele "Depressionen" bekommen haben? Simulation???

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Maisbaer78 06.10.2016, 02:30
@RunnerHH

Nein, Leistung hat zwar immer gezählt, aber das Verhältnis von Privatleben und Arbeit war ausgewogen.

Heut gibt es aber viele Menschen, die trotz 60 Stundenwoche Ihre Familie nicht von einem Gehalt ernähren können.  Die Wohnungen in den Städten sind für Arbeiter kaum noch zu halten. Kündigungen sind so einfach wie nie zu vor. Wer viel Pech hat landet in der Zeitarbeit.

Viele Leute haben innerhalb 1 Jahres 3 - 4 verschiedene Anstellungen. Vor 20 Jahren war es normal, dass man sein Leben lang in der selben Firma beschäftigt war.

In der Amygdala (Mandelkerne) finden durch solchen Dauerstreß vererbliche Veränderungen statt die auch im CT sichtbar gemacht weren können. Die Unikliniken in Mannheim haben dazu einige Breitenuntersuchungen gemacht.

Die nächste Generation ist daher schon vorbelastet noch bevor Sie das Licht der Welt erblickt und so kommen Kinder zur Welt, die bereits für Depressionen anfällig sind, oder Suchterkrankungen, oder Neurosen.

Unsere Arbeitswelt wird immer mehr dominiert von Leiharbeit, Werksverträgen, befristeten Arbeitsverhältnissen.

In einem Unternehmen das Kunde meiner Firma ist, haben selbst hohe Verwaltungsposten nur Lebensdauer von wenigen Monaten, ein Fehler in Ihrer Abteilung und Sie sind weg vom Fenster.

Ein anderer Kunde betreibt seine eigene Zeitarbeitsfirma, stellt überhaupt keine Arbeitnehmer mehr fest ein. 

Das war noch nie so in Deutschland. Gleichzeitig schrumpfen die Reallöhne. Viele Arbeitnehmer müssen noch zum Amt um überhaupt über die Runden zu kommen.

Mancher kann sich kein Auto leisten, soll aber flexibel sein was den Arbeitsweg angeht. In der Stadt kann er nicht wohnen weil manchen Orts die Wohnungen mit knapp 1000 Euro im Monat 2/3 des Einkommens auffressen. Aber in der Stadt ist die Arbeit. Er kann also nicht aufs Dorf ziehen, muss irgendwie in der Stadt über die Runden kommen.  

Schau dir Länder an, die nicht so auf Leistung fahren. Psychische Krankheiten wie die von mir genannten treten dort fast gar nicht auf.

Es ist die gnadenlose Leistungsgesellschaft, die uns kaputt macht.

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RunnerHH 06.10.2016, 02:34
@Maisbaer78

Okay, ich glaube ich habe vergessen auch zu fragen "wieso gerade so viele jugendliche".

Ich meine eher die Jugend. Natürlich stimmt das mit der Arbeit etc, aber ich meine diese ganzen jüngeren, die angebliche Depressionen haben, Selbstmordgedanken usw... Nicht die mit Kindern! Ich meine "ihre" Kinder, die Kinder der Menschen die Arbeiten und es ohne Depressionen (dieser Art, gleich rumheulen und mimosig umherlaufen, ohne Plan und Zukunft) geschafft haben.

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Maisbaer78 06.10.2016, 02:49
@RunnerHH


es ohne Depressionen (dieser Art, gleich rumheulen und mimosig umherlaufen, ohne Plan und Zukunft) geschafft haben.


Das ist ziemlich herablassend für Jemanden, der offensichtlich selbst nie in dieser Situation war. Beurteile nie eines anderen Leid, du siehst die Welt nunmal nur durch deine Augen. Du hast keine Ahnung was dem Anderen alles widerfahren ist und welche Last er vielleicht zusätzlich zu dem was du sehen kannst, noch mit sich herum trägt. 

Und letztendlich, wer wenig nachdenkt, hat auch wenig Probleme. Je einfacher ein Geist gestrickt ist, desto unwahrscheinlicher ist es, dass es Ihm geistig schlecht geht. Also such dir aus, warum du andere für Mimosen hältst.  Dir ist

a) einfach noch nicht genug widerfahren, oder

b) du denkst nicht besonders viel nach.


Die Väter die es trotz hoher Belastung ohne offensichtliche Depression geschafft haben, haben oft den Stress an der Familie ausgelassen. Gewalt, physisch oder psychisch, Alkoholismus oder andere Süchte sind in unserer Gesellschaft viel häufiger als man meinen Mag. Kinder aus solchen Haushalten sind ebenfalls vorgeprägt.

Dazu kommen Missbrauch, ebenfalls körperlich oder emotional, was ebenfalls sehr stark zugenommen hat.  Auch das sind Resultate von unzufriedenen Existenzen. All das erzeugt nur wieder Leid. Kleinkinder die bereits mit Sorgen und Ängsten zugepflastert werden.

In der Schule wird heut so extremes Mobbing betrieben, dass Jugendliche sich umbringen, oder Amok laufen.

Die Krankheiten die jetzt auftreten, sind vor 20 Jahren in der Elterngeneration eingepflanzt worden und diese haben Sie unwissentlich an die Nachkommenschaft weitergereicht.

Natürlich findet auch, wie du vermutlich andeuten willst, eine starke Sensibilisierung durch die Medien statt. Menschen denken mehr über Ihre Sorgen nach und manch einer gibt sich dem auch zu sehr hin, vergisst, dass es auch Dinge gibt, über die man sich freuen kann. Manch einer will auch einfach nur einen Namen für das ungute Gefühl, dass Ihn begleitet.

Aber die neue Volkskrankheit heisst BurnOut.  Das ist nichts anderes als eine durch Überlastung erzeugte Depression. Inzwischen leiden etwa 15 % der Berufstätigen darunter, viele merken es nur nicht. Und die Auswirkungen dieser Krankheit, vorallem wenn Sie nicht erkannt wird, lastet auf dem Partner und den Kindern.

Wie gesagt, wenn du mir nicht glaubst, wirf einen Blick nach Neuseeland, oder Süditalien, oder Kuba.

Je wirtschaftsorientierter ein Land ist, desto häufiger sind psychische Erkrankungen anzutreffen. Das ist ein alter Hut, Soziopsychologen erforschen dieses Feld schon seit 40 Jahren.

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RunnerHH 06.10.2016, 02:59
@Maisbaer78

Warte, Du urteilst zu schnell. Wenn ich mimosig meine, meine ich jene, die mutwillig diese Krankheit als Ausrede für ihre Faulheit nehmen und diese Menschen meine ich, die simulierenden. Das ist ein Unterschied. Wie kommst Du darauf, dass ich "alle" damit meine? Das wäre wirklich fies, so war das aber nicht gemeint.

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Maisbaer78 06.10.2016, 03:08
@RunnerHH

Und wie kommst du darauf, entscheiden zu können wer "faul" und "Siumulant" ist und wer wirklich erkrankt? 

Der Personenkreis über den du in dieser Art urteilen kannst ist erschreckend klein und beinhaltet nur dich. Alles andere sind überhebliche Mutmaßungen. 

Du hast ja keine Ahnung was viele Menschen täglich ertragen müssen. Du kannst nur einer Sache sicher sein, du hast Glück, weil du nicht betroffen bist.

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Buddhishi 06.10.2016, 17:58
@Maisbaer78

Hallo Maisbaer78, das:

Die Krankheiten die jetzt auftreten, sind vor 20 Jahren in der
Elterngeneration eingepflanzt worden und diese haben Sie unwissentlich an die Nachkommenschaft weitergereicht.

kann ich aus der Forschung bestätigen. Bereits Embryos sind in der Lage, Stress zu empfinden und kommen belastet zur Welt. Von weiteren Schädigungen durch Alkohol und Rauchen, was bei früheren Müttergenerationen noch nicht so ausgeprägt der Fall war, ganz zu schweigen.

LG

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Maisbaer78 07.10.2016, 00:31
@Buddhishi

Vielen Dank für diese Info. Das ist sehr interessant.  Und auch erschütternd.

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Ich glaube auch, dass durch die digitale Welt viele Menschen in ihrer Umgebung gar nicht mehr wahrnehmen. Passiert das, sieht man garnicht die schönen Dinge im Leben die außerhalb dieser Gesellschaft noch gibt. Mal abgesehen davon. Jedem Menschen geht es mal schelcht. Dem einen mal mehr und dem anderen weniger. Deshalb haben diese noch lange keine Depression wie viele immer meinen.

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Das Wort Depression, bzw. Depressionen ist ein Sammelbegriff für alle möglichen Formen hypothymer Befindlichkeitsstörungen. Da hier viele Jugendliche ihre Fragen stellen, die entwicklungsbedingt häufiger mit solchen Befindlichkeitsstörungen zu kämpfen haben, sieht das so aus, als käme auf eine Seite voll Menschheit eine weitere voll Depressive. Dem ist nicht so. Die bloße Angabe Depression ist hier selektiv, und außerdem nur informell.

Die Antwort von LadyOfCornwall dagegen hört sich an, als ob sie sich auf exaktere Kennnisse stützen würde. Doch selbst ein leichtes Ansteigen kann auf einer verdeckten Korrelation beruhen. Das heißt, dass bei weiterer Analyse der Unterschied im Zeitvergleich weiter zusammenschrumpfen würde.

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Weil jede Situation des Lebens medizinisch eingeordnet wird.

Dinge die normal sind bsp man mal traurig ist oder antriebslos, wird gleich als Krankheit eingeordnet und wohlmöglich sogar noch ein paar Pillen verabreicht.

Ein Grund für echte Depressionen wird wohl sein, weil viele überlastet sind und sich zuviel zumuten.

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RunnerHH 06.10.2016, 02:12

Natürlich gibt es echte Depressionen. Das steht ausser Frage, aber viele meinen ja, dass sie Depressionen haben. Daran stimmt doch was nicht, das kann doch nicht sein, dass plötzlich so viele Leute an dieser Krankheit erkranken. Die ist doch nicht ansteckend!

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Maisbaer78 06.10.2016, 02:33

Eine Depression wird über eine Hormonmessung im Blut diagnostiziert, Serotonin, NOR-Adrenalin, generell die Endorphine.

Da gibt es keine Mutmaßungen. Entweder man hat eine, oder eben nicht.

Deine Einschätzung was die Ursache für Depressionen betrifft ist allerdings richtig. Es ist nicht der einzige Grund, aber inzwischen ein sehr häufiger.

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Zum einen ist es eben bekannter und in der öffentlichen Diskussion stärker vertreten als früher (welchen Zeitraum meinst Du denn?). Zum anderen bietet sich gerade eine anonyme Frageplatform als erstes Sprungbrett zu einem Dialog über die eigenen Unzulänglichkeiten an, weil eben solche Themen peinlich besetzt sind und kaum im Freundes- oder Familienkreis angesprochen werden. Das ist zwar traurig, aber wohl ein Nebenprodukt der Leistungsgesellschaft.

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RunnerHH 06.10.2016, 02:22

Ich meine generell - auch draussen ist es so, nicht nur im Netz. Viele sagen, dass sie Depressionen haben. 1990 z.B. kannte ich niemanden mit Depressionen! Im Jahr 2000 waren schon welche, die mir im Bekanntenkreis einfallen und heute gefühlt jeder zweite, auch hier - lies doch mal über einen Tag, wieviel Hundert Beiträge findest Du???

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BertRollmops 06.10.2016, 02:32
@RunnerHH

Babylon system macht uns eben krank. Was denkst Du, wie lange die Fassade noch hält? Höher, schneller, weiter. Die Extremisten nehmen überhand. Egoshooting in allen Beziehungen, keine Hand, die sich ausstreckt, ohne zu fragen "was bekomme ich dafür?". Und doch wollen alle geliebt werden. Gesehen werden. Und sollen doch nur ihre Fähigkeit eine Maske zu erhalten unter Beweis stellen. Da werd ich auch depressiv, ganz ehrlich..

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RunnerHH 06.10.2016, 02:38
@BertRollmops

Ich halte es für gefährlich, was unsere Zukunft betrifft. Wenn nämlich immer mehr diese Schiene fahren, so wird in der Zukunft ja jeder zweite diese Depressionen haben und nichts bringen. Weil ich kenne auch kaum jemanden, der arbeiten möchte - das scheint die Krankheit auch mitzubringen.

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Wurzelstock 06.10.2016, 19:19
@RunnerHH

Runner, der Bezug ist mir nicht klar: Meinst Du, dass Arbeitsunwilligkeit die Krankheit begünstigt, oder dass die Krankheit die Arbeitsunwilligkeit begünstigt?

Für die sogenannte Arbeitsunwilligkeit jedenfalls sehe ich eine Fehlentwicklung im derzeitigen Gesellschaftskonzept.

Das Arbeiten im Sinne eines Grundverhaltens muss erlernt werden. Traditionell wird es von kleinauf systematisch geübt: Bereits das Kleinkind hilft der Mutter/dem Vater bei der häuslichen Arbeit. Zunehmend wird dies auch von den Eltern auch eingefordert. Ab der Lehrzeit wird es zur Pflicht.

Ursprünglich begann die ab dem 14. Lebensjahr. Zu diesem Zeitpunkt ist der Mensch am aufnahmefähigsten. Auch Schüler auf weiterführenden Schulen versuchten Schritt zu halten. Die Ferienarbeit war weit verbreitet, die Schüler hochmotiviert durch den Lohn. Ein Kinderlohn. Aber selbstverdient.

Heute drücken alle in diesem Alter alternativelos die Schulbank. Da seit Jahrzehnten Begriffe wie Jugendschutz, Kinderarbeit, Ausbeutung und ähnliches im Fokus der Öffentlichkeit steht, gibt es bis zum Ende der Schulzeit praktisch keine Gelegenheit, den sozialen Vorgang des Arbeitens zu erlernen. Vor allem nicht den Übergang vom spielerischen zum systematischen Erlernen.

Die Kinder selbst werden mit ideologischen Aspekten, die ihren Interessen nicht gerecht werden, systematisch davon abgehalten. Deshalb stehen 18jährige zwar volljährig, aber mit zwei linken Händen da. Einen Beruf erlernen? Fehlanzeige! Sie haben nicht arbeiten gelernt.

Das, was zwischen dem 14. und 18. Lebensjahr nicht stattfand, kann in den Betrieben nicht mehr nachgeholt werden. Es ist auch nicht Aufgabe der Betriebe. Die jungen Erwachsenen aber haben überhaupt keine Antenne für das Phänomen. Es ging ja bisher ganz gut. Warum nicht weiter so?

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Wurzelstock 06.10.2016, 19:25
@Wurzelstock

Eine amüsante Fußnote: Ich habe als Dreijähriger von meiner Mutter das Spinnen gelernt.

...neinnein, nicht das "Spinnen" - das Spinnen ;-))

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Ja das liegt am Internet... jeder kann hier irgendwas reinschreiben ohne Konsequenzen. Es kommt dir sicher nur so vor als wären heute mehr Leute depressiv. Hinzukommt, dass ja die meisten nur meinen, sie wären es, und hier können sie schön anonym anderen Leuten Fragen stellen. 

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Manche haben das Glück ein normales leben führen zu können und zerbrechen sich den kopf mit den alttäglichen Problemen. Und andere wiederum weinen sich in den schlaf weil ein Elternteil von ihnen gestorben ist oder sonst eine schreckliches Ereignis ..

Wusstest du das während ich den Beitrag verfasse auf der welt mehr als 5 tausent kinder sterben an Hunger ? Ist das schon nicht traurig genug ..

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RunnerHH 06.10.2016, 02:17

Das ist sehr, sehr traurig mit den Kindern. Schön, dass Sie das erwähnen, es ist wichtig. Danke.

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MindFlower 06.10.2016, 02:20

Du kannst die Dinge, die du bewertest neu bewerten. Wenn also Kinder sterben, so sterben sie auch für mich. Sie sterben für mich, weil sie mir jeden Tag verdeutlich woran wir noch arbeiten müssen. 

Dies ist keine Entschuldung. Es ist ein Grund für etwas. Es ist ein Motor und keine Bremse. 

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DerRitter0 06.10.2016, 02:21

Da geb ich dir vollkommen recht aber es ist ein Motor den WIR MENSCHEN verursacht haben ..

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Sind es mehr Fälle oder mehr dokumentierte Fälle? Da gibt es einen riesigen Unterschied.

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Klar, alles nur Technologie, Internet und und und. JA NICHTS NEUES, ALLES WAS NEU IST, IST JA SOOOO SCHLECHT.

Immer schön an Traditionen festhalten, oh ja!

Ne mal im Ernst;
In solch einer Welt ist es völlig normal dass man depressiv wird. Überall Leid, Ungerechtigkeit, Rassismus, Unterdrückung, Vorurteile. Da denkt man sich nur, wo bleibt die Liebe..?

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RunnerHH 06.10.2016, 02:08

Vorurteile gab es schon immer. Leid auch! Rassismus und Unterdrückung auch, ebenso die Ungerechtigkeit. Aber wieso sind heute so viele plötzlich depressiv geworden, total viele schreiben hier ja: ich habe Depressionen und so....

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LuzifersBae2 06.10.2016, 02:13

@RunnerHH, ich habe das Gefühl dass Menschen unter Depressionen etwas anderes verstehen bzw es falsch verstehen.

zB passiert dir etwas (was du nur für den Moment schlimm findest) und zack, bist du depressiv. Wenn zB die Freundin Schluss macht. Aber richtige Depressionen sind NICHT das. Es sammelt sich an, diese negativen Gefühle, und erst DANN wird es zur einer Depression.  

Außerdem war früher Psychologie nicht so weit entwickelt wie heute, wahrscheinlich wussten die Menschen damals nicht einmal was "Depressionen" heißt.

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RunnerHH 06.10.2016, 02:24
@LuzifersBae2

Danke Luzifer für Dein Kommi.

Ich habe auch das Gefühl, aber was heißt verstehen? Eine Depression musst doch diagnostiziert werden von einem Arzt...

Ist es nicht eher so, dass sich das eben viele selbst diagnostizieren?

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Yap, wär ein Grund D: Man kann leute im Internet soo schnell in den Dreck ziehen :,c

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