Warum haben so viele etwas gegen Flüchtlinge?

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5 Antworten

Die Menschen der ersten Welt leben nun schon seit Jahrzehnten und Jahrhunderten auf den Kosten der zweiten und dritten Welt. "Uns" geht es so unglaublich gut, dass wir vor Krieg, Mord, Vergewaltigung, Unterdrückung, Hunger und Armut keine Angst mehr haben müssen - wir hatten sogar solange keine Angst mehr, dass wir gar nicht mehr wissen, wie sich eine solche Angst anfühlen könnte. Mit anderen Worten: Wir sind unglaublich verwöhnt, guckt man sich die Länder im internationalen Vergleich an. Da bleibt nur noch die eine Angst: Alles wieder zu verlieren.

Ich denke dies ist der ausschlaggebende Punkt. Viele Menschen, in erster Linie die ältere Bevölkerung ist sehr bequem geworden und sie hat Angst, dass ihnen irgendetwas weggenommen werden könnte, wenn mehr Menschen (also die Flüchtlinge) in dieses Land kommen. Viel zu oft stellen die Menschen der ersten Welt ihre eigenen, oft luxuriösen, Bedürfnisse darüber, dass manche Menschen einfach nur ein normales, ruhiges Leben haben wollen - fern von Gewalt durch Staat und Banden. 

Ignoranz, Egoismus und Angst sind, denke ich, Grundelemente des Ablehnens von Flüchltingen. Das ist im Übrigen nichts neues, man kann sich hierzu mal durchlesen, was die Zeitungen geschrieben haben, als 1990 die Ostdeutschen in den Westen wanderten - die oben genannten Eigenschaften werden wohl so schnell nicht aussterben.

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Kommentar von Elfi96
01.11.2015, 00:24

Ich gebe hier gerne ein Statement zu Ihren Ausführungen ab. 1990 kamen KEINE FLÜCHTLINGE , denn es waren Deutsche, die zu uns kamen. Sie hatten die gleiche Kultur, die gleiche Struktur wie der Westteil von Deutschland, und nicht diese Menschen hatten die Teilung Deutschlands zu verantworten, sondern die Besatzer. Die Menschen brachten sozusagen auch das Land mit, in dem die Bevölkerung aus ganz D am Wiederaufbau sogar Arbeit fand. Wenn man diese Umstände nur aus Geschichtsbüchern kennt und eben nicht live erlebt hat, sollte man Menschen fragen, die das damals erlebt haben. Ganz ehrlich: ich habe mich über den Zusammenschluss Deutschlands gefreut! Ganz anders war es, als in den 90er Jahren die Leute aus dem Balkan zu uns ins Land strömten. Ich lebte da eine Zeitlang direkt an einer Erstaufnahmeeinrichtung und erlebte, was da an Kultur übers Land hinein brach. Es waren auch bei Weitem nicht die Massen in so kurzer Zeitspanne, aber dennoch waren da sehr viele darunter, die das Inventar einfach verkauften und dann beim Amt neue Möbel beantragten. Für Individien, die ein bestehendes Sozialsystem schröpfen, bringe ich kein Verständnis auf.

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Kommentar von Orangebird
01.11.2015, 05:00

Fachkräfte Incoming

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Ich glaube nicht, daß viele etwas gegen Flüchtlinge haben - viele haben eher ein Problem mit zuvielen Flüchtlingen und der Hilflosigkeit der Pokitik dabei

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Die Menschen haben etwas gegen die Politik des Landes, die gar nicht den Versuch unternimmt, die Massenzuströme schon an den Grenzen zu registrieren. Die Ankommenden, die wirklich aus einem Kriegsgebiet stammen,  (das sind nach offiziellen Schätzungen vielleicht 10 %), sind von vielen Bewohnern Deutschlands erwünscht, jedoch die anderen, die sich weder um Gesetze und Grenzen scheren, die nur aus wirtschaftlichen Gründen hier im Land ein Bleiberecht regelrecht erpressen wollen, sind vielen Menschen, die etwas weiter denken, ein Dorn im Auge. Da nach den allgemeinen Schätzungen auch gerade mal 10% von den Flüchtenden im Arbeitsmarkt integriergar sein werden, sollte gerade auch die Generation der jetzigen Jugendlichen weiter denken: je mehr Personen von staatlichen Finanzhilfen leben müssen, je mehr muss in den Staatsäcken vorhanden sein. Das geht auf Dauer nur mit Steuererhöhungen und Einschneidungen bei den Leistungen. Da weniger Steuerzahler vorhanden sein werden, wenn meine Generation in vielleicht 20 Jahren in Rente geht, werden die Steuererhöhungen die Generation meiner Kinder sehr hart treffen, da sie nebenbei auch noch für ihre eigenen Rentenbezüge einzahlen müssen und nebenbei sicher die Elterngeneration unterstützen müssen. Zumal ist es sehr ungerecht, wenn jemand, der just hier ins Land hineinspatziert, die gleiche Geldleistung erhält, wie einer, der nach dreißig Jahren im Arbeitsleben mit H4 abgespeist wird. Der Unterschied: der deutsche EInzahler hat vorher all sein Hab und gut zu verwerten und muss darlegen, dass er bedürftig ist. Noch Fragen? LG


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Kommentar von Ruehrstab
31.10.2015, 22:33

Ich fasse mal zusammen: "Hilfe, die Flüchtlinge nehmen mir meine Rente weg." Noch Fragen?

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Kommentar von MaggieSimpson91
01.11.2015, 10:45

Die Bewertung sollte negativ sein, habe mich verklickt.

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Weil viele eine Ungerechtigkeit in unserer Politik, im Zusammenhang mit Flüchtlingen, sehen.

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Kommentar von likebaum
31.10.2015, 21:27

warum

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Kommentar von Shima89
31.10.2015, 21:29

Das musst du die Leute fragen. Also deinen Opa.

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Kommentar von OhneRelevanz
31.10.2015, 23:03

Von welchen Ungerechtigkeiten reden wir da? Krieg für alle?

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Weil es in der menschlichen Natur liegt sich vor Veränderung zu fürchten. Allerdings sollte man das Gehirn benutzen und die Angst überwinden. LG

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