Warum haben sich Menschen selbst nicht zu Göttern ernannt?

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11 Antworten

Religion ist eine Erfindung, nicht einfach nur eine Annahme ;)

Die Antwort ist einfach: Um die Verantwortung abzugeben.

Man nehme als Beispiel einen antiken Hohepriester, welcher behauptet selbst ein Gott zu sein. Wenn nun Gebete und Huldigungen trotz aller Opfergaben nicht zur Erhörung der Wünsche führen, hat der "Gott" ein Problem, nämlich muss er den aufgebrachten Gläubigen, die bereits Fackeln und Mistgabeln sammeln, erklären warum er die Gebete nicht erhört.

Wenn besagter Hohepriester jedoch ein wenig schlauer ist, erfindet er einen Gott, mit dem er zwar kommunizieren kann, der aber unsichtbar, unantastbar, unkritisierbar ist und der niemandem Rechenschaft schuldig ist.

Als "Sprachrohr" des Gottes kann der Hohepriester nach Belieben Forderungen stellen, die seine eigenen Gelüste befriedigen und wenn sich jemand bei ihm beschwert warum Gebete nicht Erhört werden, kann er alles auf den Gott schieben und muss sich selbst nicht rechtfertigen.

Gottes Wege sind unergründlich, es ist eine Prüfung Gottes, deine Belohnung wartet im Jenseits, du hast nicht genug oder enthusiastisch genug gebetet, deine Opfergaben waren wohl zu gering etc.

Somit hatten die Priester (bis heute) den Vorteil ihre eigenen Wünsche erfüllen zu können ohne jedoch die Verantwortung übernehmen zu müssen, da sie ja nur "Sprachrohre" besagter Götterfiguren waren/sind.

Und den Zweck einer fiktiven Elternfigur, welche Schutz und Trost vor dieser grausamen und unfairen Welt bietet, erfüllt ein fiktiver Gott ebenso, wenn nicht sogar besser, als ein fassbarer.

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In diversen Volksstämmen in Afrika gibt es noch heute Häuptlinge und Medizinmänner, die sich übersinnliche Fähigkeiten zuschreiben. Und die Protagonisten der monotheistischen Religionen, wie Jesus und Mohammed, haben doch auch von sich behauptet, sie seien von Gott auserwählt. Das ist schon eine ziemlich mutige Behauptung. Bis heute verstehe ich nicht, wieso religiöse Menschen diese Behauptung einfach hinnehmen. Ich könnte mich morgen genau so gut auf ein Autodach stellen und behaupten, ich sei von Gott auserwählt und würde nun die neue Weltordnung verkünden. Würde mir einer glauben? Nein. Damals war es natürlich noch ein bisschen anders, da konnte ein rhetorisch begabter Mensch die Leute leicht manipulieren. Die Gesellschaft war noch weitaus abergläubischer (und somit auch leichtgläubiger) und vieles lief über das Hörensagen.

Zu behaupten, man selbst sei der Allmächtige, ist dagegen noch einmal eine Nummer höher. Ich denke, dafür hätten die Leute schon mehr Beweise eingefordert als ein paar Engelsgeschichten und ein paar Wunderheilungen.

Ich finde übrigens, man sollte diese zwei Dinge, nämlich an die Existenz eines Gottes glauben und einer Religion angehören, deutlich unterscheiden. Es gibt kein gutes Argument dafür, warum Gott, sollte er existieren, etwas mit den uns bekannten Religionen zu tun haben soll. Dafür sind die Religionen in ihren Inhalten viel zu widersprüchlich und viel zu menschenähnlich. Auch Jahwe und Allah werden typisch menschliche Attribute zugeschrieben und die religiösen Regelungen entsprechen einem typisch menschlichen Denkmuster, das heute schon teilweise sehr überholt ist. Viel interessanter finde ich die Theorien des Deismus oder des Pantheismus.

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Kommentar von comhb3mpqy
10.07.2016, 13:15

ich bin Christ. Wenn Sie einige Gründe/Argumente haben wollen, um an Gott und das Christentum zu glauben, dann können Sie mich hier fragen oder auf mein Profil gehen, dort findet man Argumente.

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Das ist in der Geschichte eher die Regel als die Ausnahme gewesen. Diverse Römische Kaiser, ägyptische Pharaonen, persische Herrscher etc. pp. haben sich selber zum Gott erklärt. Auch Alexander der Große hat sich zum Gott erklärt.

Auch die Päpste im Mittelalter haben ähnliches gemacht, sich aber nicht direkt zum Gott sondern vorsichtshalber nur zum Stellvertreter Gottes auf Erden erklärt. Die Folgen wie absolute Herrschaft, Prunk und Pomp waren aber dieselben.

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Das gab es in antiken Religionen durchaus, dass Menschen sich zu Göttern erklärt haben.

Aber dieser Trend hat sich nicht durchgesetzt, da es mit zunehmender Machtausstattung der Götter immer schwieriger wurde, als Mensch da mitzuhalten. Bis zum monotheistischen Gott, der allmächtig und allwissend ist - wie soll ein Mensch den glaubhaft verkörpern? Da käme er in arge Beweisnot, er müsste ja Wunder wirken, Tote zum Leben erwecken können, den Naturgewalten gebieten....

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Satanisten sind ihre eigenen Götter. Sie glauben natürlich nicht, dass sie selbst die erde erschaffen haben, aber sie glauben, dass über ihnen nichts mehr kommt, also keine übernatürlichen Zauberwesen. So entscheiden sie selbst über richtig und falsch.

In vielen Kulturen gab es auch Gottkönige, das waren Menschen, die die Rolle von Göttern spielten. Auch die Christen haben einen Menschen zu ihrem Gott erklärt. Sie mussten dafür zwar einige Geschichten erfinden, aber das haben auch schon Andere vor ihnen gemacht.

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denk mal an die Pharaonen im alten Ägypten.

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Weil sie den Kräften der Natur unterliegen.

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Hast du noch nie etwas von Pharao (Fir'aun) gehoert? 

Er (Firʿaun) sagte: „Wenn du dir einen anderen Gott als mich nimmst, werde ich dich ganz gewiß zu einem der Gefangenen machen. (26:29)

Er (Firʿaun) sagte: „Ihr glaubt an ihn, bevor ich es euch erlaube? Er ist wahrlich euer Ältester, der euch die Zauberei gelehrt hat. So werde ich ganz gewiß eure Hände und eure Füße wechselseitig abhacken und euch ganz gewiß an Palmstämmen kreuzigen (lassen). Und ihr werdet ganz gewiß erfahren, wer von uns strenger im Strafen und beständiger ist. (20:71)

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Haben sie danach sind sie gestorben ..
Kuk nach dem alten ägypten

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In diesem Teil der Welt beanspruchte zuletzt Constantin I noch zu 100% diesen Rang. Andernorts wird Dong Xiuquan der letzte gewesen sein, der dies tat.

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Es gab Menschen, die für ihre Untertanen Götter waren. Gehe mal googlen.

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