Warum haben sehr starke Säuren keinen pKs wert??

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2 Antworten

Doch sie haben einen pKs Wert. Dieser ist auch messbar, allerdings nicht in Wasser. Für die Messung nimmt man dann andere Lösungsmittel, die weniger stark geneigt sind Protonen aufzunehmen.

Sehr starke Säuren liegen im Wasser nahezu vollständig dissoziiert vor, sodass sie alle gleich stark wirken.

Weiteres findet man unter dem Stichwort "nivellierender Effekt".

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Der pKs-Wert ist ein Maß für die Neigung einer Säure, ihre Protonen abzugeben. Die Abgabe der Protonen - in Wasser - ist eine Gleichgewichtsreaktion

HA + H₂O ⇌ A⁻ + H₃O⁺,

wobei A für irgendetwas steht, z.B. Cl. Der Zusammenhang des pKs - Wertes mit dem Massenwirkungsgesetz für diese Reaktion ist

pKs = log₁₀ ((c(A⁻)·c(H₃O⁺))/(c(HA)·1/mol)),

und wenn die Säure vollständig protolysiert, das Gleichgewicht also komplett auf der rechten Seite liegt, ist der Nenner im Logarithmus rechnerisch gleich 0.

Starke Säuren muss man gegen andere Säuren - also etwas, das Protonen auch nicht »gern« aufnimmt - testen, um einen Vergleich zu erhalten.

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