Warum haben Schwimmbäder häufig so große finanzielle Probleme?

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3 Antworten

Die Frage ist eine rein politische Frage. Wobei die Folgen eben auch zu akzeptieren sind.

Wird ein Schwimmbad voll aus kommunaler Kasse finanziert, dann fehlt das Geld zur Förderung vielleicht von Sportvereinen. Oder bei der Stadtbegrünung, im Personalbereich oder oder.

Können sich Familien den Besuch im Schwimmbad nicht leisten, dann lernen die Kinder immer weniger schwimmen. Wir haben steigende Zahlen in dem Bereich tatsächlich. Das liegt an den Schließungen der letzten Jahrzehnte.

Es führt sogar zu mehr Toten. Da eben immer weniger Menschen schwimmen können ertrinken bei Unfällen auch immer mehr.

Weniger Bewegungsangebote oder nicht mehr sofort erreichbar hat eben auch die Folge, dass die Menschen ungesünder leben. Dieses hat mit Sicherheit auch in den Erkrankungen bereits seinen Niederschlag gefunden.

Das Problem ist allerdings, dass es keine Verbindung zwischen den Kostenträgern gibt. Krankenkassen haben natürlich ein Interesse an gut erreichbaren Sportstätten.

Doch lässt sich das nicht in der Wirkung 1:1 berechnen. Das würde ja verraten in welcher finanziellen Höhe Behandlungen, Medikamente, Operationen, Heil und Hilfsmittel ausfallen, wenn ein Betrag in Sportstätten gehen würde.

Die Kommunalpolitiker sind Hobby-Politiker. Sie werden für jede Kürzung irgendwo blöd angemacht. Sie wählen sich deshalb gern die Dinge aus, bei denen der Widerstand gering ist.

Langweilige Schwimmbäder haben keine Lobby. In Braunschweig ist jetzt ein privater Sponsor eingetreten um ein in den 70´er oder 80´er Jahren als 'Spaß-Bad' gebautes Gebäude für den Schwimm-Betrieb zu erhalten.

Aber kann man es den Hobbypolitikern verübeln? Wenn massenhaft Geld in ein nicht genutztes Bad geht und dafür aber gar keine Gemeinde-Einnahmen zur Verfügung stehen? Dabei meine ich nicht die Eintrittsgelder.

Niemand ist wirklich gegen die Aussage 'Ich bin für den Ausbau aller kommunalen Angebote'. Doch die Frage bleibt: Woher soll die Finanzierung kommen?

Und wenn eben mehr Leute ins Theater gehen, als zum Schwimmen - Wieso dann beim Theater kürzen und nicht dem Schwimmbad?

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Kommentar von BTyker99
04.08.2016, 16:18

Dann dürften im Zuge der Flüchtlingskrise bestimmt noch viele Schwimmbäder geschlossenen werden. Bei der ständigen Nachrichtenlage hinsichtlich sexueller Übergriffe werden sicherlich nicht mehr so viele Kunden kommen, wie bisher. Bei uns wird das Schwimmbad immerhin noch für den Schulsport genutzt, daher denke ich, dass das ziehmlich sicher ist.

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Der Betrieb eines Schwimmbades ist teuer (z.B. Personal- und Heizkosten), da machen angepasste Eintrittspreise schon Sinn, damit das Bad sich selbst tragen kann, besonders im Zeitalter von leeren kommunalen Kassen.

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Es gibt sinnvollere steuerausgaben als schwimmbäder und das glaubt wohl auch der Staat.

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