Warum haben nur Männer einen Bart?

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4 Antworten

Warum wachsen Männern Bärte?

Stimmt, Männer mit Bärten müssten längst ausgestorben sein. Gesichtsbehaarung scheint zu nichts nütze, Frauen beschweren sich beim Küssen gern über irritierende Effekte. Doch man(n) hört auch: Bart ist sexy. 
Warum sind also Männer im Gesicht behaart und Frauen eher nicht? Ausgelöst wird der Bart­wuchs durch das Testos­teron. Das Hormon bildet die Grundlage für die körperliche Kraft und die sexuelle Energie des Mannes. Kein Wunder, dass der Bart schon seit jeher als männliches Geschlechts-merkmal eine wichtige Rolle gespielt hat. In vielen Kulturen diente der Bart als Erkennungszeichen für Priester oder Könige. So unterschieden sich die ägyp­tischen Pharaonen von ihren Untertanen ne­ben ihrer herrschaftlichen Kleidung vor allem durch einen blau gefärbten Bart. 
Für die Kulturwissenschaftlerin Christina Wietig war der Bart zu allen Zeiten ein viriles Dominanz­zeichen. Das legt den Schluss nahe, dass Gesichtsbe­haarung als Merkmal diente, um den Feind einzuschüchtern und um noch stärker und größer zu wirken als ohnehin. Die Männchen zeigen damit, dass sie in der Lage sind, das Weibchen zu beschützen. Parallelen finden sich im Tierreich, zum Bei­spiel bei den männlichen Löwen mit ihrer eindrucksvollen Mähne, aber auch bei den Menschen­affen. Sie wirken durch extensiven Haarwuchs noch größer, als sie sind. Begehrenswerte Frauen hingegen erscheinen zierlich und schutzbedürftig. Sie mussten dem Kindchen-Schema entsprechen; da sind zu viele Haare am Körper kontraproduktiv. 
Die Wikinger wurden oft als Gestalten mit wildem Bartwuchs beschrieben, um ihre Gefährlich­keit zu untermauern. Und warum heißt es wohl in dem alten Volkslied: »Alle, die mit uns auf Kaperfahrt fahren, müssen Männer mit Bärten sein«? Noch heute erkennt man an ihrem langen Bart Rabbis, orthodoxe Priester und Mullahs im Islam. In den alten Religionen ist der Bart das Symbol für das Patriar­chat schlechthin. Moderner Prototyp ist der Weihnachts­mann, der mit seinem weißen, langen Rauschebart großväterliche Güte und männliche Autorität verkörpert. 
Nun ist die Evolution eine Gesetzmäßigkeit, die darin besteht, dass sich die besser an die Umwelt angepasste Art im Laufe der Zeit durchsetzt. In diesem Rahmen liegt die Antwort auf die Frage, warum Männer Bart haben, relativ nahe, denn Bartträger wurden bereits in grauer Vorzeit von den Damen aufgrund ihrer Dominanz bevorzugt. Viel schwieriger hingegen ist die Frage zu beantworten, warum so viele Männer keinen Bart haben. So verfügen sowohl die sibirischen Völker, die Inuit, viele Asiaten und die amerikanischen Ureinwohner über eher spärlichen Bart­wuchs. Es wird vermutet, dass dies mit dem Hor­mon­haushalt zusammenhängt, der sich in kalten Klimazonen verändert. Genau weiß das aber niemand. 

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Kommentar von sepp333
21.02.2016, 22:25

Vielen dank für die ausführliche Antwort

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Bartwuchs wird durch das Testosteron ausgelöst, welches bei Männern vermehrt produziert wird, als bei der Frau. 

Kulturell ist der Bart ein Zeichen von Dominanz. Man kann es wohl auch mit dem Federschmuck einiger Vögelarten oder der Löwenmähne vergleichen.

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Früher waren Männer immer tagelang auf der jagt und brauchten einen Wasservorrat und ein Bart, der ja in mundnähe ist, passt doch hervorragend um Wasser zu sammeln. Frauen hingegen waren nicht tagelang unterwegs und waren immer in der Nähe von ihren wasserkrügen. So würde ich das einem Kind erklären :"D

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Kommentar von sepp333
21.02.2016, 22:33

XD

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Wieso haben nur Männer einen Bart, auch manche Witze haben einen und wenn Du mal durch GF gehst, wirst Du feststellen, dass auch manche Fragen einen Bart haben (z.B. die Fragen zum Thema "Schöpfung" contra Evolution). :-)))

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