Warum haben manche Menschen ein geringes Empathiepotential?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Mal sehen, ob Du bei GF mit Deiner Frage nicht doch noch ein kleines Stückchen weiter kommen wirst ... ;-) ...

Zunächst sollte beachtet werden, dass der Begriff Empathie als Einfühlungsvermögen zu verstehen ist, also nicht mit Mitgefühl oder Mitleid gleichgesetzt werden darf ...!

Glaubst Du, eine schöne Frau oder ein schöner Mann wissen wie es sich anfühlt, wenn man wegen eines weniger attraktiven Erscheinungsbilds zurückgewiesen wird ...?

Glaubst Du, ein Mensch kann das Leid einer Mutter mitfühlen, die gerade ein geliebtes Kind bei einem Unfall verloren hat, wenn dieser Mensch keine eigenen Kinder hat oder gar keine eigenen Kinder möchte (geschweige denn ein Kinderhasser ist) ...?

(usw.)

Empathie ist die Bereitschaft und die Fähigkeit, sich in die emotionale Welt und die Einstellung anderer Menschen einzufühlen, wobei diese Fähigkeit, wie bereits von Dir selbst angesprochen, angeboren ist. Wie stark sich diese Fähigkeit weiter entwickelt bzw. entwickeln kann, ist auch von weiteren z.T. angeborenen Prägungen und Fähigkeiten abhängig ...

Manche Menschen haben von Geburt an einen langsameren Rythmus, was dazu führen kann, dass man ihnen eine Imbezillität (Intelligenzdefekt mittleren Grades) anlastet, was aber einen riesigen Irrtum darstellt. Andere Menschen haben einen angeborenen Defekt am vorderen Stirnhirnlappen oder der Amygdala, was in Wechselwirkung zu einer Unfähigkeit der emotionalen Einschätzung von Situationen führen kann ...

Weitere Faktoren, um nur einige Beispiel zu nennen:

Religiöse Erziehung und Art der Glaubensrichtung ... oder eben keine ...

Aufwachsen in Reichtum, in Armut, oder irgendwo dazwischen ...

Leben in einem relativ freien Land oder unter einer Diktatur ...

Geboren als Wunschkind, mit oder ohne fürsorgliche Liebe der Eltern ...

Aufwachsen bei einem Vater, der zwischen fürsorglicher und leidenschaftlicher Liebe nicht so richtig trennen kann ...

(usw.)

Wie schon jetzt zu erkennen ist, beinhaltet die emotionale Gefühlswelt der Menschen ein riiiiiesiges Spektrum an Möglichkeiten, was sich an dieser Stelle gar nicht abbilden lässt und es somit sehr viel Zeit Bedarf, sich in einen Menschen "hineinfühlen" zu können ...

Da Du das Thema "Holocaust" angesprochen hast möchte ich nur kurz erwähnen, dass Ado. Hit. ein sehr empathischer Mensch war, der diese Fähigkeit halt nicht von reiner Absicht eingesetzt hat, sodern die Menschen für sich und seine Ziele zu manipulieren wusste - und das Bewusstsein über die Ängste der Menschen ist ein guter Nährboden für Manipulatoren ...

Krieg an sich ist schon eine Bestie und wenn ich daran denke, wie mein Vater mir erzählt hatte, dass er mit erleben musste wie seine Mutter von gegnerischen Soldaten vergewaltigt wurde, hätte ich bestimmt kein Mitleid, wenn diesen Soldaten jemand vors Schienbein treten würde (oder so) ...

Das schlimme daran ist, dass die Menschen nicht viel dazu gelernt haben und es immer wieder neue Manipulatoren gibt, die mit ihrer Empathie und den Ängsten der Menschen ihren persönlichen Zielen nachgehen verstehen, weil sie auch in sich hineinfühlen können und sich einen Schitt um andere Wertmaßstäbe kümmern. Wieso auch, wenn jemand als privilegierter Mensch geboren wurde, dann ist er doch automatisch ein wertvollerer Mensch, was der Herr da ganz oben wohl so gewollt haben wird, wie Papa Gaddafi  das so gesagt hat ... (kleiner Scherz) ...

(usw.)

Ich hoffe zumindest dabei geholfen zu haben, zwischen Mitgefühl und Einfühlungsvermögen besser unterscheiden zu können ...

P.S.

Dein Mitgefühl für Gaddafi zu unterdrücken fällt Dir bestimmt nicht schwer. Sich in den Blickwinkel von einem seiner machtstreben Söhne hineinzufühlen, weil er so aufgewachsn ist und auch so erzogen wurde, ist unter diesen Aspekten auch keine große Kunst, ohne es gleichzeitig befürworten zu müssen ...

Vielen Dank für diese umfangreiche Antwort! Das hilft mir eindeutig weiter!

Ich habe übrigens gestern einen Artikel gelesen, in dem von einem Experiment berichtet wurde, bei dem man herausfand, dass selbst Menschen die ohne die Fähigkeit geboren sind körperliche Schmerzen zu empfinden (Congenial Intensitivity to Pain) "empathiefähig" sind. Ihnen wurden Videos oder Bilder gezeigt, auf denen Menschen sich verletzen, oder schmerzverzerrte Gesichter machten. Dabei wurden ihre Gehirnaktivitäten gemessen und es wurde erkannt, dass eben der Bereich aktiv war, der für die Empathie verantwortlich ist.

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@Sweeper

Danke für die anerkennenden Worte ...

Hatte auch von diesem Experiment auch gehört, aber bisher noch keine detailierten Infos darüber, weshalb ich mich sehr über den Link freue ... 

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@Sweeper

Danke für die Auszeichnung ...

Habe mich auch sehr darüber gefreut, Deinen Blickwinkel etwas erweitern zu können ...

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Quatschfrage: Wie immer gibts ein Spektrum, und es hat auch nicht jeder bock, mit jedem "mitzufühlen". Ganz offen gesagt, bei vielen wäre das auch verschwendung. (Wie Du sicher schon aus eigener erfahrung weißt.)

Also genau wie bei allen Dingen: Empathie ist nicht "gut" und keine Empathie ist nicht "schlecht", sondern das MAß bestimmt die Güte ...^^

Aber ja, es gibt auch ganz böse menschen,^^

Wieso Quatschfrage? Der Verlust der Fähigkeit zur Empathie ist doch beispielsweise ein wichtiger Punkt wenn man sich den Holocaust betrachtet. Dort gab es ja offensichtlich viele Menschen die wirklich kaltblütig waren, mal abgesehen von denjenigen die sich auf Grund des Gemeinschaftsgefühl haben mitreißen lassen. Und diese Menschen müssen doch im Laufe des Lebens irgendwie die Fähigkeit zur Empathie verloren haben oder sie erfolgreich unterdrückt haben. Und ich frage mich wie.

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@Sweeper

Nein, die waren nicht "kaltblütig" sondern selektiv "empatisch" wie Du es nennst.

Wie jede emotion, kann empathie fehlgeleitet sein. Auch das fehlen von empathie kann aus falschen gründen bestehen. Außerdem geht das -mE- am kern der dinge vorbei. Da gehts nicht um "Empathie" oder "keine Empathie", da gehts um "Abstraktion". Das "Wie sehr können menschen andere Menschen als Dinge sehen". Und sobald dieser Prozess stattfindet funktioniert Empathie nicht mehr.

Du hast dich also aufs "falsche pferd" gestürzt^^

Oder anders: Empathie hat Grenzen. Bei jedem Menschen. Immer. (das ist aber nichts neues). Welche rahmenbedingungen führen dazu das "Empathie" ausgeschaltet wird^^

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@Eulenspiegel

Aus welchen (falschen) Gründen kann das Fehlen der Empathie denn bestehen? Das war doch meine Frage. Und muss nicht im Grunde auch für die Abstraktion, in dem Fall, die Fähigkeit des Mitgefühls unterdrückt werden, oder nicht vorhanden sein? Wie sieht es beispielsweise bei Rassisten aus? Sie haben ein sehr geringes Einfühlvermögen, wenn überhaupt.

Außerdem muss das Mitgefühl unterdrückt, oder schlicht und weg nicht da sein damit man Menschen überhaupt erst als "Dinge" sieht.
Und desshalb habe ich mich halt gefragt wie es dazu kommt dass die Fähigkeit unterdrückt wird, da man sich ganz sicher nicht aussuchen kann wann man nun Mitgefühl verspührt und wann nicht. Man ist schließlich so geboren (Spiegelneuronen), was auch der Grund dafür ist, dass Emotionen ansteckend sind. :-)

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@Sweeper

Darüber sind schon (diverse) Doktorarbeiten geschrieben worden. Meine Empfehlung: kauf dir eine gutes buch^^

Auch spiegelneuronen funktionieren nur, wenn das gegenüber als "Mensch" wahrgenommen wird. DAS ist übrigens die Antwort die Du haben willst. Nur wenn das System "aktiv" ist, funktioniert Empathie. Du suchst also nach den Rahmenbedingungen ... aber auch da: Es ist schon viel darüber geschrieben worden. Bei GF wirste nicht viel weiter kommen mit der frage^^

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@Eulenspiegel

Also kann man sagen, dass Personen bei denen das System "inaktiv" ist entweder Autisten sind, oder traumatisiert sind. Ich habe dazu was interessantes gefunden:

"Bei Gewalterfahrungen, durch traumatische Situationen oder bei Angst, der jemand ausgesetzt ist, kann das funktionierende System der Spiegelneuronen beeinträchtigt oder beschädigt werden. Und zwar so, dass der/die Betroffene lange Zeit nicht mehr in der Lage ist, Emotionen zu spiegeln."

Kennst Du denn ein Buch zu dem Thema, das du mir empfehlen kannst?(Jetzt nicht speziell in der Neurobiologie, eher Psychologisch betrachtet)
 

Bis dahin: Danke für die kleine Diskussion und deine Aufmerksamkeit!

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@Sweeper

Nein, das wars nicht was ich sagen wollte. Auch ganz normale Menschen können versagen eine "empathieleistung" zu bringen. Es gibt soziokulturelle rahmenbedingungen die das verhindent.

Erinnerst Du dich an diesen 50/60 jahre versuch, bei dem probanten glaubten einer peson elektroschocks zu verabreichen, und man getestet hat wie weit sie gehen würden? Ich kann mich leider nicht mehr an den namen des forschers erinnern, aber DAS ist es im prinzip (wenn auch der begriff spiegelneuronen damals unbekannt war) GENAU das was Du wissen wolltest. "Welche sozialen rahmenbedingungen verhindern empatie", ein beispiel war: "wenn menschen einer "obrigkeit" folgen".

Bitte, kein ding^^

"Milgram-Experiment" bei Wiki. Das wars! (gibt auch weitergehende verlinkungen/Quellen)^^

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@Eulenspiegel

Die Welle habe ich schon gelesen, obwohl ich die Neuverfilmung wesentlich besser finde!

Stimmt, das Milgram-Experiment! Darüber wollte ich mich sowieso mal informieren, gut dass Du es erwähnst!

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Das Wort Einfühlungsvermögen ist die Eindeutschung bzw. Übersetzung des Kunstwortes bzw. Neologismus „Empathy“, das 1909 von E.B. Titchener in den USA erschaffen wurde.

Durch den Neologismus „Empathy“ und die Rückübertragung in das Deutsche wurde es möglich, das Wort „Einfühlungsvermögen“ zu vermeiden und dem Begriff einen selbstständigen Inhalt zu geben.

Obwohl Empathie als ein reines amerikanisches Kunstwort von 1909 (mit eigener amerikanischer Wortbedeutung) ist, wird der Wortstamm dieses Neologismus "Empathy" bzw. "Empathie" trotzdem immer noch von einigen Wissenschaftlern auf das spätgriechische "empatheia" (Leidenschaft) zurückgeführt; dies wiederum bezeichnet die Fähigkeit, Gedanken, Emotionen, Absichten und Persönlichkeitsmerkmale anderer nachempfindend zu erkennen.

Das wird dann erweitert auf die eigene Reaktion, auf die Gefühle anderer wie zum Beispiel Mitleid, Trauer, Schmerz oder Hilfsimpuls.. Der Inhalt des Wortes wird also besonders in Deutschland immer noch sehr kontrovers diskutiert und wird vielfach noch immer konservativ definiert.

Empathie spielt in vielen Wissensgebieten und Lebensbereichen eine fundamentale Rolle. Das gilt für die Kriminalistik genauso wie für die Psychiatrie, die Managementwissenschaft oder für Marketing und Vertrieb.

Empathie kann - wie viele andere Konzepte auch - für politische oder ideologische Zwecke bis hin zur Folter missbraucht werden. Beispiele hierfür hat unter anderem Arthur Ciaramicoli dargestellt.. Empathie ist nicht nur auf Menschen beschränkt; erste Stufen der Empathie wurden auch in der Tierwelt gefunden und im Bereich der Künstlichen Intelligenz in so genannten „Agentensystemen“ (siehe: Software-Agenten) ansatzweise simuliert, z. B. bei VICTEC (Virtual ICT with Empathic Characters).

Unbestritten lässt sich die Empathie mithilfe der nachfolgenden fünf Dimensionen oder Skalen messen:

Korrektes Entschlüsseln nonverbaler Botschaften Die gleichen Emotionen wie andere empfinden (Mitgefühl) Ähnliche Gedanken und Erinnerungen erleben Auslösen gleicher physiologischer Reaktionen (Herzschlag, Beklemmung, „feuchte Hände“ etc.) Auslösen helfender oder unterstützender Handlungsimpulse.

Die außerhalb rein wissenschaftlicher Texte heutzutage wohl häufigste Verwendung des Begriffs Empathie beschreibt das, eigentlich bei allen Säugetieren vorhandene, natürliche Verständnis zwischen Mutter und Neugeborenem. Hier ist die Unterscheidung zwischen determinierter und angeborener Fähigkeit zur Empathie von großer Bedeutung.

Allgemein wird, unter anderem in der Kinderpsychologie, immer noch davon ausgegangen, dass sich Empathie bei Kleinkindern erst zum Ende des 2. Lebensjahres entwickelt, zum Beispiel ab der Selbsterkennung in Spiegeln. Es wird in der jüngsten Forschung jedoch immer deutlicher, dass diese Empathie nur in sozial determinierter Hinsicht gesucht und gefunden wird. Ein Sozialverhalten von Kleinstkindern vor dieser Entwicklungsstufe wird in den Wissenschaften zwar bereits wahrgenommen, oft jedoch lediglich als „Gefühlsansteckung“ interpretiert und bezeichnet.

Neuere Forschungen der Psychologie, Verhaltensforschung und Neurophysiologie beschreiben auch eine andere, nicht determinierte Existenz von Empathie hinter der Ebene der Gefühlsansteckung, die Kleinstkinder angeboren mitbringen und die sehr bald durch die determinierte Empathie ganz oder teilweise verdrängt wird.

Determinierte Empathie hat prinzipiell das Ziel, eine gruppenspezifische psychische Identität zu erreichen. Die angeborene Fähigkeit zur Empathie dagegen ermöglicht es Kleinstkindern, die Grenzen Anderer zu erkennen. In den dadurch erkannten eigenen Grenzen entwickelt sich die psychische Individualität.

Aus der bereits von Kleinstkindern gezeigten erheblichen Individualität schließen Psychologen wie Arno Gruen auf die Existenz einer angeborenen, nicht determinierten Empathiefähigkeit. Erste (sehr umstrittene) Versuche, Kleinstkindern schon sehr früh mittels der Gebärdensprache das Sprechen beizubringen oder gar Akkumulation von Wissen schon in diesem Alter zu beginnen, zeigen, dass Kleinstkinder lange vor dem Alter, in dem sie durch determinierte Empathie beeinflussbar sind, kommunikationsfähig und auch -bereit sind. Da Kommunikation jedoch gemäß Carl Rogers (1959) Empathie erfordert, sind offenbar also auch Kleinstkinder bereits empathiefähig.

Auch Rupert Lay weist frühkindliche Aktionen nach, die auf Empathie im Sinne von Kommunikation zwecks Grenzfindung (anderer und dann eigener Grenzen) schließen lassen.

Nach den Ansichten moderner Erzieher und Psychologen geht diese natürliche, angeborene Fähigkeit zur Empathie durch kulturelle Einflüsse (Erziehung) in den ersten beiden Lebensjahren verloren und wird dann allenfalls durch kognitive Empathie ersetzt.

Ich hoffe die Hinweise helfen weiter.

Gruß Michael

Vielen Dank! Das klärt einiges! :-)

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Wie argumentiere ich gegen Impfgegner?

Hallo,

Vorab ich möchte hier keine Diskussion starten.

Ich habe ein Problem, und zwar habe ich es mit Impfgegnern zu tun. Theoretisch ist es einfach solchen Leuten argumentativ zu begegnen. Das Problem in der Praxis ist das Impfgegner oft ihre eigenen komplexen Verschwörungstheorien entwickeln. Sich in eine solche Theorie hinein zu versetzen ist praktisch unmöglich und bringt auch nichts da neue antworten spontan zu Stande kommen. Hier ein Bespiel:

1 Impfen vergiftet unsere Kinder und lässt den Staat Millionen machen.

2 Es wurde noch kein einziger Fall von durch Impfstoffe verursachte Krankheiten dokumentiert der Wissenschaftlich beweisbar ist.

1 Ja aber das ist nur weil die Medien und der Staat alles verschweigen um ein teil der Gelder zu kassieren.

Ich denke es hat jeder verstanden worauf ich hinaus will.

Oft werden auch unseriöse Studien und Artikel zu rate gezogen die vollkommen unseriös sind aber in einer Diskussion kann man diese nicht einfach überprüfen.

Danke an jeden der antwortet.

MfG

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.

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