Warum haben kleinst Dörfer 200 Mbit Internet aber einige Städte nicht?

DSL - (Internet, Netzwerk, Telekom)

6 Antworten

Der Bund und die Länder haben mit der Breitbandinitiative Gelder freigegeben, die die Gemeinden abrufen können.

So können z.B. Gemeinden Fördergelder beantragen, wenn sie den Ausbau in Eigenregie (sprich sie beauftragen die Telekom) betreiben. Diese Fördergelder gibt's wenn bestimmte Rahmenbedingungen vorhanden sind. Darunter fällt u.a. auch, dass hier der Regelausbau über die Telekom auf lange Sicht nicht vorgesehen ist.

Nun wäre es aber wirtschaftlicher Unsinn, wenn man diese Ausbaugebiete nun mit Kupfer anbindet. Hier wird dann gleich auf Glasfaser gesetzt, was dann auch eine höhere Bandbreite bedeutet.

Der Nachteil an der Geschichte ist, dass da z.B. jetzt mit 16 MBit angebundenen Randbereiche wohl über Jahre hinaus nicht weiter ausgebaut werden.

Die Telekom selber sieht da keinen Anlass hier auf Glasfaser zu setzen und der geförderte Breitbandausbau klappt nicht, da bereits ein Breitbandanschluss vorliegt.

Grundsätzlich muss man eben unterscheiden, ob der Ausbau aufgrund der Breitbandinitiative erfolgt oder aufgrund dem (ich nenn's mal so) Regelausbau.

Weil ich's gerade gesehen hab....In Bayern läuft Söders Breitbandausbau II ziemlich miserabel, was die Organisation anbelangt. Es wird zwar fröhlich gebuddelt und Glasfaser durchgeschossen, aber die Abstimmung mit der Telekom und deren Regelausbau fehlt fast gänzlich.

Denke die machen das mehr oder weniger nach Lust und Laune. Bei uns ist es ähnlich. Ich denke mal, wenn man denen nur lange genug "auf den Sack geht", werden die irgendwann anfangen das Internet auszubauen. Es kann auch sein, dass ein Teil des Ausbaues von den Kommunen und Städten bezahlt wird und es deshalb zu solchen Unregelmäßigkeiten kommt, weil diese sich erst abstimmen müssen &&&. Typisch deutsche Bürokratie würde ich sagen.

Der Ausbau wird meist zusammen mit den Gemeinden ausgeführt.
Entweder die Gemeinde verlegt FTTH selber (bzw. beauftragt eine Firma selber) und vermietet diese denn an die jeweiligen Anbieter oder die Gemeinde setzt sich direkt mit der Telekom in Verbindung und plant den Ausbau. Meist wird hier aber dann auf FTTC zurückgegriffen und in größeren Städten kann es denn schon mal vorkommen, dass die Kupferleitung zu lang ist, sodass in manchen Haushalten nur VDSL 16/25/50 o.Ä. verfügbar ist. Kommt halt darauf an, wo die Gemeinde sagt, ausgebaut werden soll.
FTTH kann man sonst auch selber bei der Telekom beauftragen, kostet allerdings mehrere tausend Euro (alleine 100€ nur für den Kostenvoranschlag). Das sind hier aber mehrere Gebäude, gehe also mal nicht davon aus.

Ja das stimmt, die 100€ werden jedoch dann vom Endpreis abgezogen wenn man den Auftrag annimmt. Ich denke es hängt damit zusammen, das dieses Dorf direkt an der Bundesstraße B25 liegt, vermutlich verlaufen die ganzen Glasfaserkabel direkt an dieser Straße. Und vor kurzem wurde in diesem Dorf sowieso die ganze Straße erneuert , wahrscheinlich wurde in diesem Zug gleich FTTH realisiert.

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