Warum haben im 2. Weltkrieg so viele "nicht Deutsche" als freiwillige in der Wehrmacht und SS gekämpft ( Ich hab gehört es waren etwa 2 millionen Soldaten )?

4 Antworten

Freiwillige waren es nur bedingt, bzw. nur ein Teil. Es gab tatsächlich eine Zahl von Freiwilligen, die aus Überzeugung mit den Nazis kolaboriert  haben. Unter anderem in den KZ-Wachmannschaften. Besonders Ukrainer und Letten haben sich da hervorgetan. ABER das was Du meinst ist ein Phänomen, der relativ spät im Krieg Verbreitung fand. Bis 1944 gab es auch Kolaborateure, die mehr oder weniger freiwillig die Kriegsgefangenschaft gegen Dienst in deutschen Einhaiten eintauschten. Aber die Deutschen trauten ihnen nicht so recht(aus gutem Grund, denn wie gesagt für viele war das alles andere als eine ideologische Entschedung. Die Wahl zwischen Kriegsgefangenschaft und Kolaboration.). Als 1944 die Lage des 3.Reiches katastrophal wurde kamen 2 Entwicklungen zusammen. Einerseits haben die Deutschen ihre Bedenken wegen Unverlässlichkeit ablegen müssen und haben munter rekrutiert jeden, der wollte. Andererseits wurde die Versorgung in den KZs so schlecht, dass Menschen zu Hunderten an Hunger und Erschöpfung strben. Für viele KZ-Insassen war einfach die Grenze der Belastbarkeit überschritten. In dieser Zeit wurden viele dieser SS-Einheiten aufgestellt oder aufgestockt von kleinern Einheiten zu grösseren Verbänden. D.h. man muss klar unterscheiden die, die vor 1944 und die danach.

Dann gibt es noch nationale Unterschiede. Man hat z.B. seit Beginn des Krieges russische Emigranten umworben, die vor der Revolution von 1917 geflohen sind. Erfolgreich. Deren Hass auf die Sowjetunion war wohl grösser als ihr Gewissen. Viele russische Einheiten wurden aus deren Kreisen rekrutiert. Man muss dazu sagen, dass auch unter Exilrussen viele die Zusammenarbeit mit Deutschen abgeleht haben und/oder sogar im Widerstand tätig waren. D.h. für Russen gab es diese 2 grosse Gruppen: Exilrussen, die aus Überzeugung und Hass gegenüber der Sowjetunion mitmachten und Kriegsgefangene, die vor die Wahl KZ oder Kolaboration gestellt wurden(und unterschiedliche Motive hatten. Das muss man auch offen sagen. Nicht alle sind aus purem Hunger und KZ-Angst hingegangen aber es gab sogar welche, die hofften überlaufen zu können). Hinzu kommt, dass Deutsche von Anfang an versucht haben im multikulturellen Staat Sowjetunion nationale Minderheiten auszuspielen. Jetzt nicht direkt wegen dem dienst in deutschen Einheiten(wobei es muslimische Einheiten aus UdSSR-Moslems gab) aber Tschteschenen und Kalmyken sind z.B. durch Kolaboration aufgefallen. Das iwrd auch gerne unterschlagen bei der Diskussion um die Deportation der Tschetschenen zum Beispiel.

Dann gab es noch Nationen, die besonders durch freiwilligen Einsatz aufgefallen sind. Du darfst nicht vergessen nationalistische Ideologien waren durchaus populär um dieser Zeit, nicht nur in Deutschland. Besonders viele wirklich Freiwillge(Freiwilligenverbände wurden sie alle genannt) kamen aus der Ukraine, Lettland, Estland, Kroatien und "erstaunlicherweise" wenn man Westeuropa nimmt Holland, Belgien und Dänemark. Das ist eine interessante Liste, wenn man die jüngste Geschichte betrachtet und Länder in denen es Probleme mit Rechtsradikalismus gibt.

Noch ein Teil waren sog. Volksdeutsche, sprich Deutschstämmige aus den besetzten Gebieten oder verbündeten Ländern. Ganz besonders viele aus Ungarn, Tschechoslowakei und Kroatien. Einheiten aus Volksdeutschen zählten auch streggenommen zu den ausländischen.

Danke ..!

0

Stimmt, aber man muss unterscheiden.

1. in der SS waren "nur" 200.000 Ausländer, 

2. über 300.000,- waren sogenannte Volksdeutsche, also Rumänen, Ungarn usw. die von deutschen Auswanderern abstammten.

3. Es gab auch Divisionen der Wehrmacht, die mit Ausländern organisiert waren.

Die Gründe waren unterschiedlich. Einige Länder wie Kroatien, Ungarn wollten sich mit den gestellten Soldaten eine gute Verhandlungsposition mit Deutschland nach dem Sieg verschaffen.

Einige machten es aus Angst vor dem Stalinismus.

Ausserdem war ja die Nazi-Bewegung nicht auf Deutschland beschränkt. Es gab Nazis in Großbritannien, den USA, wie auch in Ländern die von der Wehrmacht erobert waren.

https://de.wikipedia.org/wiki/Ausl%C3%A4ndische_Freiwillige_der_Waffen-SS

Nun, das lag in manchen Fällen daran, dass Kriegsgefangene in den Dienst der Wehrmacht und vor allem Waffen-SS gezwängt wurden. Zudem lag in vielen Ländern Europas durchaus eine gewisse Sympathie für die Deutschen vor (z.B. die Niederlande mit der Wiking-Division). Auch war in vielen Teilen Europas eine antisemitische Stimmung vorhanden, so hat das Vichy-Regime Juden von den Nazis unabhängig drangsaliert und diskriminiert. Aus Spanien stammte die "Blaue Division", Spanien war unter Franco ein faschistisches Land und viele Spanier unterstützen Deutschland daher. Zudem kamen eine halbe Million Soldaten aus Finnland, in dem nach dem verlorenen Winterkrieg von 1940 eine generell anti-sowjetische Stimmung herrschte.

Viele Soldaten kamen zudem aus Lettland, Litauen und Estland, diese Länder waren 1940 von den Sowjets besetzt worden. Diese hatten tausende nach Sibirien deportiert und die gesamte Oberschicht kurzerhand exekutiert. Politiker, Intellektuelle, Generäle und Priester wurden erschossen. Daher herrschte auch hier der Hass den Sowjets gegenüber. Bereits 1941 warf die Wehrmacht die Sowjets wieder hochkant raus. Als die Russen 1944 zurück kamen bombardierten sie Städte der drei Länder um den Widerstand derer Bewohner zu untergraben. Diese schlossen sich daraufhin zu tausenden den Deutschen an um ihre Toten zu retten.

Bin ich Rechtsextremistisch?

Ich habe ein ernstzunehmendes Problem :-( Ich frage mich jeden Tag ob ich Rechts bin. Hintergrund ist das ich im 1. und 2. Weltkrieg mit denn Soldaten gefühlt habe (nicht mit der Regierung) Zum Beispiel im 2.Weltkrieg: Ich stehe fest hinter denn gezwungenen zu kämpfenen Soldaten der Wehrmacht aber ich verabscheue Hitler und die SS. Mein Uropa wurde gezwungen im 2.Weltkrieg zu kämpfen deswegen finde ich persöhnlich stehe ich hinter denn Soldaten (die gezwungen wurden) Meine Frage: Ich will mir nicht sicher sein ob ja oder nein ich verabscheue die SS/Hitler/NPD und weiteres Zeug! Bin ich nun Rechtsextemistisch? (Hoffe nein[Weil ich will bei der Bundeswehr arbeiten]) und wie kann man es nennen wenn man hinter denn Soldaten steht und nicht hinter denn Verbrechen die von der Regirung ausgehen? Ich bin stolzer Deutscher und reagiere sehr aggresiv auf Beleidigung anderer (Amerikaner oder so) ? Wäre nett wenn mir jemand helfen könnte :-(

...zur Frage

Ss soldaten im zweiten Weltkrieg?

Hallo wir nehmen in der schuhle grade den 2 weltkrieg durch. Kann mir vielleicht jemand erklären was genau ss soldaten im 2 weltkrieg für Aufgaben hatten? Aus Wikipedia wurde ich iwi nicht schlau :) Danke

...zur Frage

Warum hat sich Graf von Stauffenberg gegen Paul von Hindenburg ausgesprochen?

...zur Frage

gab es mehr ss oder wehrmacht soldaten?

...zur Frage

Aus welchem Grund gelangen die Nationalsozialisten nach 1945 wieder in Führungspositionen?

Hi, kann einer von euch zusammenfassen, aus welchem Grund die Nationalsozialisten nach 1949 wieder in Führungspositionen gelangten?

...zur Frage

Waren die Soldaten der Wehrmacht, SS und co. im Vergleich schlecht?

Mich würde es mal interessieren ob die Soldaten der Wehrmacht usw. im Verlgeich zu anderen Soldaten im Kampf schlechter waren? Also von der Ausbildung, Kampfgeist, Körperliche Verfassung und co.? In den meistem ww2. Filmen werden sie ja oft sehr schlecht dargestellt bzw. Eine hand voll us soldaten eine überzahl an nazis tötet und dann gewinnt, aber auch menschen wie ljudmila michailowna Pawlitschenko mit 309 Abschlüssen oder Wassili Grigorjewitsch Saizew 292 abschüssen welcher zusätzlich 28 soldaten ausbildete welche nach angaben 3000 deutsche töteten. Ist das nicht ein bisschen viel oder waren die Deutdchen Soldaten nur zu unefahren und schlecht ausgebildet?

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?