Warum haben Hunde feuchte Nasen?

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Aufgrund der Wärme, Feuchte oder Trockenheit einer Hundenase auf dessen Gesundheitszustand zu schließen, ist ein Irrglaube!

Durch drüberschlecken mit der Zunge oder beim Trinken benetzt sich die äussere Haut der Nase immer wieder. Für den Rest sorgen Drüsen.

Die Nasen von Hunden sind kleine Wunderwerke der Natur. Über die Nasenlöcher gelangen die Luft und damit die Geruchspartikel in die Nasenhöhle. Die Nasenhöhle ist innen mit einer Schleimhaut ausgekleidet, in der feuchtigkeitsabgebende Drüsen sitzen. Die Hundenase ist feucht und kalt und diese Feuchtigkeit wird durch die Drüsen in der Nasenhöhle noch verstärkt.

Innerhalb der Nasenhöhle befinden sich die so genannten Nasenmuscheln, dies sind kleine Knorpellamellen, die mit einer Schleimhaut überzogen sind. Der so genannten Riechschleimhaut. Diese Knorpellamellen vergrößern die Oberfläche, wodurch auch schwache Gerüche mit Hilfe der vorhandenen Nervenzellen wahrgenommen werden können. Durch die Feuchtigkeit wird zum einen die Atemluft angewärmt, zum Anderen werden aber die Geruchsmoleküle aus der Atemluft herausgefiltert und somit mit der Schleimhaut in Verbindung gebracht. Je nach Länge der Hundeschnauze erreicht diese Schleimhaut eine Grösse von 85 bis 200 cm² . Sie trägt auch ein Flimmerepithel, das aus 120 bis 220 Millionen Flimmerhaaren, ganz besonders leistungsfähigen Sensoren, besteht. Zum Vergleich: Der Mensch verfügt lediglich über 3-5cm² Nasenschleimhaut, und die Anzahl seiner Geruchszellen begrenzt sich auf etwa 5-10 Millionen.

Hunde schwitzen nur über die Fussballen und über den Nasenspiegel. Schwitzt er, so ist die Nase feucht und kalt. Schwitzt er nicht, dann gibt es keine Verdunstung und die Nase ist trocken und warm. Es ist also kein Zeichen von Krankheit, wenn der Hund eine trockene und warme Nase hat.

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