Warum haben heutzutage so dermaßen viele Menschen Depressionen und Psychische Probleme?

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Durch viele Forschungen & das "Entdecken" von Krankheiten. Die gab es früher auch, zu Hauf. Nur wurden diese nicht bei Namen genannt und die Betroffenen ignoriert. Früher war die Oma eben "schusselig und nicht mehr ganz bei Trost" heute ist sie dement.

Depressionen entstehen heute durch den immer größer werdenden Druck der Gesellschaft - sie ist schnelllebig und verändert sich stetig. Man muss mithalten können, das Beste im Job zeigen. Viele Menschen, die ihre Ressourcen nicht einschätzen können, überschätzen sich dann und die Überforderung wächst langsam in eine Depression, dem Druck nicht mehr Stand halten zu können und eine drückende Leere.

Leider ist es auch häufig so, was man ja gerade bei den Diagnosen von ADHS sieht, dass "Eigenarten" eines Menschen sofort als eine psychische Störung bezeichnet werden. Schon Eltern werden darauf getrimmt, durch andere Eltern & Medien, ihre Kinder genau zu beobachten und wenn diese irgendwie in der Entwicklung etc. nicht dem Idealbild entsprechen, damit zum Therapeuten zu gehen und Druck zu machen: Das Kind muss doch irgendwas haben! Denn man kann ja nicht nach Hause gehen, ohne sich den Kopf zu zerbrechen und unbedingt eine Diagnose zu fordern. Gerade in der Schule braucht man für sein Kind für jegliches Missverhalten eine Begründung.

Vielen Dank für den Stern :)

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Das Problem hat sicher viele Ursachen.

Zunächst einmal, und jetzt kommt die "Klischee-Antwort", gibt es heute zahlreiche Menschen, die von ihren Eltern "übererzogen" werden, sich ständig nach ihnen richten müssen, somit aber auch viel an Verantwortung abgeben und dann später als Erwachsene, wenn ihnen niemand mehr sagt, "wo's langgeht", überfordert sind.

Dann, und das finde ich sehr viel wichtiger, ist es tatsächlich so, dass das Leben heutzutage erheblich komplexer, schwieriger, fordernder ist, als früher. Durch die steigende Technisierung sind die Anforderungen im Berufsleben viel höher, die Ausbildungs- und Studienzeiten sind länger, somit über einen längeren Zeitraum finanzielle Unsicherheit und, auch das darf man nicht vernachlässigen, hohe Anforderungen. (Die meisten Studiengänge sind kein Zuckerschlecken!) Durch Marktwirtschaft und Globalisierung herrscht überall Konkurrenzdruck und es gibt Wettbewerb, ob in der Schule, im Studium oder im Beruf.

Die neuen Medien und technischen Möglichkeiten bieten nicht nur Chancen, sondern auch enormes Missbrauchspotential. Als ich Jugendlicher war, kamen gerade die ersten Mobiltelefone mit integrierter Kamera heraus (noch lange keine Smartphones!), das heißt man durfte sich erstmal darauf einstellen, immer und überall von jedem gefilmt zu werden, teilweise "einfach nur so", teilweise aber auch mit üblen Hintergedanken. Ein Leben im Panoptikum! Jedes Wort, jede Geste will gut überlegt sein, landet schließlich alles auf Video und wer weiß, wer das alles mal zu sehen bekommt. Das hält doch kein Mensch aus! Wir wissen inzwischen auch, wie sehr das eskalieren kann, in Richtung Gewaltvideos, die erstellt und anschließend im Internet verbreitet werden, etc. Die Dummheit der Menschen kennt keine Grenzen! Zum Glück hat dieser "Trend" ein bisschen abgeflacht. Natürlich haben die Telefone immer noch Kameras und sie werden auch immer besser, aber es ist wohl nicht mehr "in", sie den gesamten Tag "durchlaufen zu lassen" und jeden Mist aufzuzeichnen. Zeitweise war das aber wirklich so.

Auch sonst ist das Leben heute viel komplexer, zu komplex für die meisten, und wir sind sehr viel stärker von anderen abhängig, als früher. Von den "High-Tech"-Geräten weiß doch niemand, wie sie funktionieren. Die meisten wissen zwar, wie man sie bedient, aber die wenigsten wissen, was unter der Haube passiert, was das Gerät aufzeichnet, wo die Daten landen, welche Daten lokal bleiben und welche "in der Cloud" landen. Schaut Euch dagegen die Technologie aus den 50er Jahren an. Ich sage nicht, dass wir dahin zurück sollten (bin schließlich Informatiker), aber das meiste der damaligen Technik konnte man verstehen, selbst auseinandernehmen und wieder zusammensetzen, wenn man das wollte. Heutige Mikrochips sind so komplex, dass sie nicht einmal mehr von Menschen entworfen werden können (nicht einmal von Ingenieuren), sondern es gibt Ingenieure, die eine Maschine instruieren, einen Chip zu konstruieren. Was ist, wenn der Hersteller diese Maschine eines Tages nicht mehr herstellt? Das Wissen ist "monopolisiert".

Dadurch, dass die Ausbildungszeiten immer länger werden, nabeln sich die meisten Menschen erst sehr viel später von zu Hause ab. Bis sie ausgezogen sind und finanziell eigenständig sind, unterliegen sie einer ständigen Abhängigkeit. Man ist lange erwachsen und darf und möchte eigenverantwortlich handeln, trotzdem haben die Eltern noch lange Zeit eine gewisse "Macht". Auch das ist nicht gut. Früher war das Zusammenleben mit den Mitmenschen noch sehr viel wichtiger, als heute. Heute geht es oft nur noch ums Geld. Auch der soziale Status wird am Beruf und am Niveau der Ausbildung gemessen und Berufe mit hohem Einkommen, bei denen ein hohes Qualifikationsniveau gefordert ist, sind angesehen. Natürlich kann man das verstehen. Die Menschen haben viel geleistet. Aber das System lässt eben auch viele "durch's Raster fallen", was dann dazu führt, dass sie sich minderwertig vorkommen.

Zu guter Letzt kommt natürlich auch dazu, dass psychische Beschwerden in letzter Zeit vermehrt in den Fokus rücken. Früher hat man so etwas eher heruntergespielt und gesagt: "Ok, dann ist er/sie eben mal sehr traurig, setzt sich in die Ecke und heult, irgendwann kriegt er/sie sich schon wieder ein." - Inzwischen weiß man, dass Depressionen ein lebensbedrohlicher Zustand sind (wegen der Suizidgefahr) und psychotherapeutisch behandelt gehören. Für diese Therapie stehen heutzutage auch größere Kapazitäten bereit, als früher, auch wenn sie wohl nach wie vor nicht ansatzweise ausreichen. Dadurch, dass viele Menschen therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen, sinkt natürlich auch die Hemmschwelle und steigt die Akzeptanz. Es ist nicht mehr so "verpönt", sich in Therapie zu begeben, wie es früher einmal war und das ist an sich sicher eine gute Entwicklung.

Mach mal die Augen auf und schau, wie es heute überall auf der Welt zugeht. Wir in Europa können uns dabei noch halbwegs glücklich schätzen, denn hier herrscht wenigstens Frieden.

Ich denke nicht, dass es heutzutage wirklich viel mehr Leute mit dieser Erkrankung gibt. Es ist viel eher so, dass man früher nicht darüber sprach. Zum Psychologen zu gehen war z.B ein Tabuthema, denn man war ja schließlich nicht verrückt. Heute ist es sehr viel akzeptierter geworden. Natürlich gibt es auch manchmel falsche Diagnosen, aber das betrifft alle Erkrankungen, nicht nur psychische.

Dennoch glaube ich, dass der heutige Stress, insbesondere der schulische/berufliche, maßgebend dazu beitragen kann, so eine Erkrankung zu begünstigen.

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