Warum haben heutzutage so dermaßen viele Menschen Depressionen und Psychische Probleme?

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20 Antworten

Durch viele Forschungen & das "Entdecken" von Krankheiten. Die gab es früher auch, zu Hauf. Nur wurden diese nicht bei Namen genannt und die Betroffenen ignoriert. Früher war die Oma eben "schusselig und nicht mehr ganz bei Trost" heute ist sie dement.

Depressionen entstehen heute durch den immer größer werdenden Druck der Gesellschaft - sie ist schnelllebig und verändert sich stetig. Man muss mithalten können, das Beste im Job zeigen. Viele Menschen, die ihre Ressourcen nicht einschätzen können, überschätzen sich dann und die Überforderung wächst langsam in eine Depression, dem Druck nicht mehr Stand halten zu können und eine drückende Leere.

Leider ist es auch häufig so, was man ja gerade bei den Diagnosen von ADHS sieht, dass "Eigenarten" eines Menschen sofort als eine psychische Störung bezeichnet werden. Schon Eltern werden darauf getrimmt, durch andere Eltern & Medien, ihre Kinder genau zu beobachten und wenn diese irgendwie in der Entwicklung etc. nicht dem Idealbild entsprechen, damit zum Therapeuten zu gehen und Druck zu machen: Das Kind muss doch irgendwas haben! Denn man kann ja nicht nach Hause gehen, ohne sich den Kopf zu zerbrechen und unbedingt eine Diagnose zu fordern. Gerade in der Schule braucht man für sein Kind für jegliches Missverhalten eine Begründung.

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Kommentar von Laury95
08.02.2016, 19:26

Vielen Dank für den Stern :)

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Das Problem hat sicher viele Ursachen.

Zunächst einmal, und jetzt kommt die "Klischee-Antwort", gibt es heute zahlreiche Menschen, die von ihren Eltern "übererzogen" werden, sich ständig nach ihnen richten müssen, somit aber auch viel an Verantwortung abgeben und dann später als Erwachsene, wenn ihnen niemand mehr sagt, "wo's langgeht", überfordert sind.

Dann, und das finde ich sehr viel wichtiger, ist es tatsächlich so, dass das Leben heutzutage erheblich komplexer, schwieriger, fordernder ist, als früher. Durch die steigende Technisierung sind die Anforderungen im Berufsleben viel höher, die Ausbildungs- und Studienzeiten sind länger, somit über einen längeren Zeitraum finanzielle Unsicherheit und, auch das darf man nicht vernachlässigen, hohe Anforderungen. (Die meisten Studiengänge sind kein Zuckerschlecken!) Durch Marktwirtschaft und Globalisierung herrscht überall Konkurrenzdruck und es gibt Wettbewerb, ob in der Schule, im Studium oder im Beruf.

Die neuen Medien und technischen Möglichkeiten bieten nicht nur Chancen, sondern auch enormes Missbrauchspotential. Als ich Jugendlicher war, kamen gerade die ersten Mobiltelefone mit integrierter Kamera heraus (noch lange keine Smartphones!), das heißt man durfte sich erstmal darauf einstellen, immer und überall von jedem gefilmt zu werden, teilweise "einfach nur so", teilweise aber auch mit üblen Hintergedanken. Ein Leben im Panoptikum! Jedes Wort, jede Geste will gut überlegt sein, landet schließlich alles auf Video und wer weiß, wer das alles mal zu sehen bekommt. Das hält doch kein Mensch aus! Wir wissen inzwischen auch, wie sehr das eskalieren kann, in Richtung Gewaltvideos, die erstellt und anschließend im Internet verbreitet werden, etc. Die Dummheit der Menschen kennt keine Grenzen! Zum Glück hat dieser "Trend" ein bisschen abgeflacht. Natürlich haben die Telefone immer noch Kameras und sie werden auch immer besser, aber es ist wohl nicht mehr "in", sie den gesamten Tag "durchlaufen zu lassen" und jeden Mist aufzuzeichnen. Zeitweise war das aber wirklich so.

Auch sonst ist das Leben heute viel komplexer, zu komplex für die meisten, und wir sind sehr viel stärker von anderen abhängig, als früher. Von den "High-Tech"-Geräten weiß doch niemand, wie sie funktionieren. Die meisten wissen zwar, wie man sie bedient, aber die wenigsten wissen, was unter der Haube passiert, was das Gerät aufzeichnet, wo die Daten landen, welche Daten lokal bleiben und welche "in der Cloud" landen. Schaut Euch dagegen die Technologie aus den 50er Jahren an. Ich sage nicht, dass wir dahin zurück sollten (bin schließlich Informatiker), aber das meiste der damaligen Technik konnte man verstehen, selbst auseinandernehmen und wieder zusammensetzen, wenn man das wollte. Heutige Mikrochips sind so komplex, dass sie nicht einmal mehr von Menschen entworfen werden können (nicht einmal von Ingenieuren), sondern es gibt Ingenieure, die eine Maschine instruieren, einen Chip zu konstruieren. Was ist, wenn der Hersteller diese Maschine eines Tages nicht mehr herstellt? Das Wissen ist "monopolisiert".

Dadurch, dass die Ausbildungszeiten immer länger werden, nabeln sich die meisten Menschen erst sehr viel später von zu Hause ab. Bis sie ausgezogen sind und finanziell eigenständig sind, unterliegen sie einer ständigen Abhängigkeit. Man ist lange erwachsen und darf und möchte eigenverantwortlich handeln, trotzdem haben die Eltern noch lange Zeit eine gewisse "Macht". Auch das ist nicht gut. Früher war das Zusammenleben mit den Mitmenschen noch sehr viel wichtiger, als heute. Heute geht es oft nur noch ums Geld. Auch der soziale Status wird am Beruf und am Niveau der Ausbildung gemessen und Berufe mit hohem Einkommen, bei denen ein hohes Qualifikationsniveau gefordert ist, sind angesehen. Natürlich kann man das verstehen. Die Menschen haben viel geleistet. Aber das System lässt eben auch viele "durch's Raster fallen", was dann dazu führt, dass sie sich minderwertig vorkommen.

Zu guter Letzt kommt natürlich auch dazu, dass psychische Beschwerden in letzter Zeit vermehrt in den Fokus rücken. Früher hat man so etwas eher heruntergespielt und gesagt: "Ok, dann ist er/sie eben mal sehr traurig, setzt sich in die Ecke und heult, irgendwann kriegt er/sie sich schon wieder ein." - Inzwischen weiß man, dass Depressionen ein lebensbedrohlicher Zustand sind (wegen der Suizidgefahr) und psychotherapeutisch behandelt gehören. Für diese Therapie stehen heutzutage auch größere Kapazitäten bereit, als früher, auch wenn sie wohl nach wie vor nicht ansatzweise ausreichen. Dadurch, dass viele Menschen therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen, sinkt natürlich auch die Hemmschwelle und steigt die Akzeptanz. Es ist nicht mehr so "verpönt", sich in Therapie zu begeben, wie es früher einmal war und das ist an sich sicher eine gute Entwicklung.

Mach mal die Augen auf und schau, wie es heute überall auf der Welt zugeht. Wir in Europa können uns dabei noch halbwegs glücklich schätzen, denn hier herrscht wenigstens Frieden.

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#Leistungsgesellschaft ... Ist ein sehr umfassendes Thema, aber so kurz erläutert, ist es halt so, dass sehr viel (unnötiger) Stress gemacht wird. Heute heißt es eigentlich nur noch Arbeiten, Arbeiten, über Probleme aufregen, akzeptieren, dass ,,das Leben halt so ist''. Der Druck wird den kleinen Kiddies wenn sie in die weiter Führende Schue weitergegeben. Wer kennt es nicht, es gibt blöde Lehrer. MAn bekommt schlechte Noten oder muss viel Büffeln um gute Noten zu schreiben, evt Hobbys zurückschrauben. Dann noch der Schlafmangel, von dem ich glaube, eine sehr große Ursache ist. Dann noch die Junkfood ernährung, weil das Essen schnell gegessen ist und auch gern überall angeboten wird. Dann noch die ,,Kurze'' Zeit die überplant ist. Arbeit, Klo, Schlafen. hmm*seufz* schon depriemierend wenn man bedenkt, dass das Leben doch ein Geschenk an sich ist und die Gesellschaft es durch Ihre ,,wer nicht arbeitet ist Faul'' einstellung irgendwie für viele anstrengend macht...Joo, aber sehr interessantes Thema

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Die Menschheit lebt schon seit geraumer Zeit ohne echten Bezug zur ihrer Natur.

Ein Vollzeitjob, bei dem gerade so das nötigste zum Überleben verdient wird ist sicher alles, nur nicht gesund. Erst recht, wenn er von einem Nebenjob ergänzt wird und dann eh noch vom Amt aufgestockt werden muss...

Das ist nur ein kleines Beispiel dafür, wie sehr der Mensch sich selbst schadet.

Eine Menge psychischer Probleme würde sich sicher in Luft auflösen, wenn die Leute, die darunter leiden, einfach mal wieder wie Menschen statt Maschinen leben dürften.

warehouse14

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Kommentar von dataways
07.02.2016, 01:13

Aber so wie in der vorindustriellen Gesellschaft vor 250 Jahren können 7 Milliarden Menschen auch nicht wieder leben, oder?

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Depressionen sind nichts anderes als eine gestörte Biochemie im Gehirn - wobei Stress, z.B. durch Leistungsdruck, Überforderung, Reizüberflutung, emotional belastende Situationen etc. eine entscheidende Rolle spielt.

Unter Stress schüttet unser Körper bestimmte Botenstoffe aus, die den
Organismus auf große Belastungen vorbereiten und alle Energiereserven
mobilisieren. Stresshormone wie Cortisol oder Adrenalin versetzen den
Körper in höchste Alarmbereitschaft. Was über Jahrtausende sinnvoll war,
um die volle Kraft für einen Angriff oder eine Flucht aufzubringen,
verkehrt sich heute ins Gegenteil - denn Kampf oder Flucht bleiben aus,
der Cortisolspiegel bleibt hoch und bewirkt neben der anhaltenden
Anspannung zusätzlich eine vermehrte Ausscheidung von Magnesium über die Nieren.

Da Magnesium im Energie-und Gehirnstoffechsel an der Aktivierung von über 300 Enzymen beteiligt ist, ist es auch nicht überraschend, dass Magnesium eine ähnlich hohe Wirksamkeit aufzuweisen scheint, wie manch gängiges Medikament gegen psychische Störungen - allerdings ohne Nebenwirkungen. Nur ist das kaum bekannt - denn oft sind nicht die Leute krank, sondern das System. Über Jahrzehnte hinweg ist eine gigantische Seelenheilindustrie entstanden. Die Pharmabranche verdient Milliarden mit ihren Medikamenten.

http://www.gesund.at/a/magnesium-psyche

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Kommentar von JaniXfX
06.02.2016, 11:22

Hallo bodyguard, ich lehne Deine Antwort aufgrund meiner psychologischen und nicht medizinischen Haltung ab. Wird Dir aber sicher nichts Neues sein, dass es diesen Zwist zwischen Medizin und Psychologie gibt. Noch ein wissenschaftlicher Nachtrag: Es ist nie wissenschaftlich dargelegt worden (und kann auch nicht dargelegt werden), was genau ein Enzym oder Hormon oder aktives Hirnareal nun mit Gefühlen am Hut hat. Wie soll aus diesen Faktoren ein Gefühl hervorgehen - genau dort liegt die wissenschaftliche Definitions-Schwachstelle.

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Hallo,

ich drehe mal kurz Deine Frage um, bzw. Deine Annahme, dass alles immer schlimmer wird.

Du hast ein größeres soziales Netzwerk, als es vor 20 Jahren bei jemandem in Deinem Alter der Fall war. Du hast vielleicht 200-300 Kontakte, die mehr oder weniger flüchtig und nicht so intensiv gehalten werden. Der Anteil depressiver Menschen in dieser Masse ist genau so wie damals. Nur, dass von den "Normalos" keiner so heraussticht aus Deinem Freundeskreis, wie der "Depressive". Ob Du nun pro 100 Freunde 5 Depressive hast oder jemand vor 20 Jahren bei 20 Freunden 1 Depressiver dabei war, kommt aufs Gleiche hinaus.

Präzisierung und Fortschritt der Psychologie: Die Behandlungs- und Diagnosemöglichkeiten der Psychologie wurden besser. Heute können mehr Erkrankungen diagnostiziert und behandelt werden, als früher. Das bedeutet nicht, dass es mehr Erkrankte gibt, sondern dass sie nun auch als solche erkannt werden.

Ausbau der Therapeuten: Es gibt heute wesentlich mehr Therapeuten, die auch wesentlich mehr Menschen behandeln können. Früher gab es schlichtweg auch keine Anlaufstelle für psychische Probleme. Nicht die Anzahl der Erkrankten hat zugenommen, sondern die Anlaufstellen für Betroffene.

Ausbau sozialer Akzeptanz: Psychische Probleme sind heute akzeptierter als früher. Siehe die Novelle "Schimmelreiter", wo das behinderte Kind der Familie nahezu versteckt wird - heute kann man sich diesen Dingen stellen. In manchen jugendlichen Kreisen kommt es zu Profilierungen: ich bin etwas Besonderes, denn ich habe Depressionen. 

Social-Network-Faktor: Viele (vor allem junge) Leute stellen im Netz ihre Fragen anonym aus Sorge, nicht mit eltern oder Freunden über solche Themen sprechen zu können. Webseiten und Foren waren schon immer Anlaufstellen für Verrückte, Pädophile, psychisch Kranke und Nerds - ein Forum wie gutefrage.net ist kein Barometer für den Krankenstand der Bevölkerung.

Fazit: Ich schätze nicht, dass der psychischen Probleme steigen. 

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Ist nur so eine Vermutung, aber ich denke auf viele Personen wird in unserer Gesellschaft einfach nicht genug eingegangen. Viele Menschen brauchen eine Bezugsperson, der sie alles anvertrauen können und eine Person die ihnen Anerkennung schenkt. Meistens sollten es ja die Eltern oder andere Familienmitglieder sein, wenn sich aber gerade diese gegen dich wenden ist das selbstverständlich ,dass daraus eine Depression werden kann. Wir Menschen suchen nach Anerkennung und nach Vertrauen, doch wenn wir das nicht erreichen, sondern nur unterdrückt werden, wie sollen wir dann unsere Persönlichkeit entfalten und glücklich werden. Deshalb gehen ja auch viele freiwillig zu einer Theraphie/Psychologen, da haben sie wenigstens jemandem den sie sich anvertrauen können

Hoffe ich konnte deine Frage einigermaßen klären

-Rhayn-


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Wir leben in einer deprimierenden Gesellschaft. Überall triste Piste. Zuviel Druck, zuviel Anforderungen, vorwärts und höher zu kommen, zuwenig Freude und Begeisterung.

Wenn Krankheit erträglicher ist als Gesundheit, entsteht ein Bedürfnis nach Krankheit.

Zur Situation von Schülern siehe:

https://machtnix53.wordpress.com/2014/04/13/druck-ungesehene-gewalt-18234047/

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Das ist der Preis der Leistungsgesellschaft. Der Mensch zählt nichts, nur das Geld ist wichtig. Ich bin ja nun ein paar Jahrzehnte älter als Du und die meisten hier. Und ich kann bestätigen, daß früher bei weitem nicht so viele Menschen in meinem Umfeld an Depressionen oder Burnout litten. Das hat nach meiner Beobachtung massiv zugenommen.

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Ich denke das es damit zu tun hat das der Mensch in der heutigen Zeit mehr strapaziert wird. Es geht auf die Psyche und dadurch entstehen Depressionen. Auch sind Menschen sicher früher nicht zum Arzt gegangen die sich schlecht gefühlt haben und trugen diese Last immer mit sich rum... Dadurch scheint es so das es viel mehr Menschen mit dieser psychischen Erkrankung gibt. Zwar gibt es mehrere aber nicht sehr viel mehr.

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Es gibt immer wieder psychische Modeerscheinungen, es gab mal Hysterie, Lähmungen, heute gibt es Ritzen und Depressionen, aber vorwiegend bei Mädchen und Frauen.

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Ich denke nicht, dass es heutzutage wirklich viel mehr Leute mit dieser Erkrankung gibt. Es ist viel eher so, dass man früher nicht darüber sprach. Zum Psychologen zu gehen war z.B ein Tabuthema, denn man war ja schließlich nicht verrückt. Heute ist es sehr viel akzeptierter geworden. Natürlich gibt es auch manchmel falsche Diagnosen, aber das betrifft alle Erkrankungen, nicht nur psychische.

Dennoch glaube ich, dass der heutige Stress, insbesondere der schulische/berufliche, maßgebend dazu beitragen kann, so eine Erkrankung zu begünstigen.

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1. familiärer Zerfall

2. verstärkte Ausbeutung in den Firmen

3. übersteigerter Indfividualismus

4. Ellenbogen-Mentalität

5. zunehmende Entfremdung in der Gesellschaft

6. kultureller Verfall

7. unsoziale Verhältnisse

8. Existenzängste

9. Arbeitslosigkeit

10. unsichere Arbeitsverhältnisse


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Hallo,

als erstes ist die Leistungsgesellschaft Schuld. Man muss immer mehr und mehr leisten, muss sich um Freunde, den Job und Familie kümmern.

1.Im Freundeskreis muss man sich dem Gruppenzwang unterwerfen, denn wer dass nicht macht, gilt als "uncool", wird ausgegrenzt und man hat keine guten Kollegen und Kolleginnen mehr.

Im unseren sog. "Bildungssystem" wird dieser Zwang gefördert. Und woher ich das weiß: Ich bin ein Schüler, der dass tagtäglich selber sieht und erlebt!!!

2.Der Job fordert die Menschen immer mehr. Der Schlafrythmus wird durcheiandner genracht, schwangere Frauen werden in ihren letzten Arbeitsmonaten gemobbt, damit sie kurz vor dem Mutterschutz kündigen, damit jemand anderes (von den Arbeitgebern werden Männer bevorzugt) die Stelle übernehmen kann.

Die Gesundheit wird geschädigt, die Menschen werden seelisch und somit auch psychisch krank, sie nehmen Medikamente, welche alles noch verschlimmern und damit beginnt ein Teufelskreis.

3. Der sog. Generationenvertrag funktioniert nicht mehr. die Älteren müssen daheim versorgt werden, neben den wenigen Kindern und Arbeitsangelegenheiten. Dies verursacht weiteren Stress.

Kurz: Die Gesellschaft fordert von einer Person einfach zu viel, insbesondere von den Frauen. Sie sollen Kinder gebären, sich um die Familie kümmern, den Männern gefallen und den Job machen.

Die Folgen sind gesundheitliche Schäden, welche seelische und somit automatisch psychische Krankheiten auslösen.

MfG

Steven Armstrong

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Kommentar von Stargazzzing
19.02.2016, 15:31

Ich bin genau deiner Meinung

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Tatsächlich ist momentan die Zahl von Depressionspatienten am steigen. Aber das ist auch logisch, immerhin befinden wir uns momentan in einem recht derben wirtschaftlichen Abstieg.

Noch vor 30 Jahren konnte ein berufstätiger Erwachsener alleine eine Familie erhalten, heute schafft man das kaum mit 2 Geldverdienern. Der berufliche Stress wirkt sich stark auf das Leben aus und wird von den Eltern quasi an die Kinder weitergegeben, welche dadurch schon früh an den verschiedensten psychischen Krankheiten erkranken können.

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Ich denke eher, dass sich viele besonders viel einreden und immer was neues finden wollen. Besonders junge Leute wollen besonders sein, sich abheben.

Svv oder mit Selbstmord drohen sind auch irgendwie Trend geworden. Liebeskummer oder Trauerphasen werden auch gleich mit Depressionen gleichgestellt, dabei sind psychische Krankheiten so viel komplexer! Man selbst merkt ja meist gar nicht erst, dass was schief läuft.

Und dann nehmen Sie Leute wie mir, die durch ihre Kindheit gezeichnet wurden, die ganzen Therapieplätze weg.

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Kommentar von Vinterbarn
05.02.2016, 22:20

Ich finde, das kann man pauschal so nicht sagen. Es mag auch Menschen geben, deren Kindheit absolut in Ordnung, wenn nicht sogar perfekt war. Und dennoch leiden diese Personen, sei es durch Mobbing am Arbeitsplatz oder Krisen im Umfeld oder andere Dinge. Da kann sich auch ganz einfach mal eine Depression oder eine andere psychische Krankheit einschleichen. Das mit dem Trend mag teilweise stimmen, besonders in diesen Netzwerken wie Tumblr o.Ä. 

Dennoch, jeder Mensch ist unterschiedlich. Jeder nimmt Situationen und Gefühle anders wahr, geht mit Geschehnissen anders um. Der eine verkraftet dieses mehr, der andere jenes weniger.

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Kommentar von skogen
05.02.2016, 22:50

War auch nur ein Beispiel! ^^ Man kann auch alles Gute der Welt haben und trotzdem irgendwas entwickeln oder mit irgendwas zur Welt gekommen sein. Auf tumblr wird immer alles so romantisch gesehen..

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die zahl der depressionen hat wohl nicht zugenommen, die diagnose wird nur öfter gestellt. die generation die 2 weltkriege mit erlebt hat dürfte es wohl kaum leichter gehabt haben als unsere generation, früher hatte man das ganze nur nicht depression genannt sondern einfach, trauer, verbitterung, angst usw. die auch ohne therapie wieder vergeht, jedenfalls oft. 

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Das war wahrscheinlich noch nie anders, nur heutzutage muss man keine Angst mehr haben dies zu zugeben.

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Das ist in unserem heutigen hoch technisierten Zeitalter doch nicht verwunderlich. Das gute Menschlein soll laut der Politik schön funktionieren und den Mechanismus am laufen halten. Es wird wie ein Teil einer Maschine behandelt.

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Ich glaube, dass es mittlerweile Trend geworden ist Depressionen zu haben. Jeder will den andern mit seinen viel härteren Schicksalsschlägen übertreffen. Man kann, denke ich, davon ausgehen, dass 10% von den Leuten die sowas behaupten wirklich Probleme haben. Schlimmer ist es bei denen die nichts sagen. Also lass dich auch nicht von diesen ganzen "Mein Leben ist so schwer" Fragen beeindrucken. Uns geht es genauso gut wie den Generationen davor.

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