Warum haben Frauen häufiger Essstörungen als Männer und können Männer auch Bulimie kriegen?

12 Antworten

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auch Männer können Bulimie bekommen.

Frauen sind halt öfters unzufrieden mit ihrem Körper als Männer. Ich denke, das liegt auch daran, dass in unserer Gesellschaft ein schlanker Frauenkörper als schön empfunden wird. Dicke Frauen eher weniger. Man sieht täglich die vielen sehr schlanken Models im TV und in Zeitschriften. Bei Männern wird eher ein muskulöser Körper als schön empfunden. Deshalb gibt es mehr Frauen die sehr schlank sein wollen. So schlank bis sie Krank werden. Männer wollen eher muskulös sein, und nicht schlank.

Danke ;) sehr hilfreich 😁

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Also erstmal: Alle Menschen können in eine Bulimie rutschen, das hat nichts mit dem Geschlecht zu tun.

Aber bei Frauen wird halt viel mehr aufs Aussehen geachtet als bei Männern. Der Druck von Außen ist da ziemlich groß, und wenn Frau nicht genügend Selbstbewusstsein hat, kann sie schnell in so was rein rutschen.

Viele Frauen betrachten jedes Gramm an sich kritisch, während sich Männer T Shirts mit Sprüchen wie "Bier formte diesen Körper" holen.

Wenn ein Mann mal sehr leger, fast schon im "Gammellook" rumläuft, sagt keiner was, eine Frau im selben Look würden die meisten sofort als Assi abstempeln.

Generell ist es auch eher so das Männer vor dem Spiegel stehen und sich denken "Geiler Typ" während Frauen eher auf Fehlersuche gehen...

Auch in den Medien: Die Frauen sind IMMER schlank, die Männer hingegen sehen immer unterschiedlich aus. King of Queens z.B..

Wenn die Frau mal nicht schlank und schön ist, dann wird sie es im Laufe der Serie/Des Films garantiert noch, so das sie am Ende als strahlende Schönheit da steht, wärend der Mann immer noch gleich ausschaut

Darüber gibt es keinen Konsens. In der Tat sind die Fragen nach dem Warum in der Psychiatrie auch von keiner Bedeutung, weshalb es wenig diskutiert wird.

Meines Erachtens steht die in diesem Zeitalter vorherrschende Ideologie des Feminismus der Erkenntnis im Wege. Es gab in früheren Zeiten einen relativ einfachen Erklärungsansatz: Frauen empfinden sich als schön und begehrenswert, wenn sie schlank sind. Natürlich erkennen pubertierende Mädchen (die die Hauptbetroffenengruppe sind) dies und passen sich an.

Die Feministinnen haben dann behauptet (um es mal zu verkürzen): Frauen interessieren sich gar nicht dafür, was Männer von ihnen wollen. Aufgrund dieses Dogmas ist der alte Erklärungsansatz jetzt stigmatisiert. Man ist eben ein Chauvi, wenn man so denkt und redet (oder schreibt).

Da so recht aber auch kein anderer Erklärungsansatz gefunden wurde, ist jetzt eher so eine Leerstelle in den Lehrbüchern geblieben.

Ich bin kein Ideologe und erkenne, dass derartige Denkbeschränkungen im Wege stehen bzw. recht durchschaubar abwegig sind. Natürlich interessiert es, ob man für das andere Geschlecht attraktiv ist (wenn man nicht gerade homosexuell ist).

Das Schönheitsideal eines Mannes ist eben nicht einfach schlank zu sein. Die Schönheit der Proportion sieht für uns etwas anders aus (Stichwort "Muskeln" oder "Stärke") und generell ist die Äusserlichkeit für Frauen am Mann auch nicht so wichtig wie für den Mann die der Frau.

Je mehr sich die Menschen darüber unklar sind bzw. die Geschlechtergrenzen verwischen, um so mehr gleichen sich die Verhaltensweisen aber auch an, weshalb die Geschlechtsverteilung nicht mehr so pointiert ist und eher in Richtung 50:50 geht.

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