Warum haben die Menschen weniger Angst vor Glyphosat und überhaupt dem Einsatz von Pestiziden als vor Flüchtlingen?

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13 Antworten

Mehrere Gründe.

1. Die Auswirkungen von Glyphosat sind nicht wirklich spektakulär. Man hat keine speziellen Bilder die man zeigen kann.
Flüchtlinge hingegen sehen anders aus und man kann sie jedem klar zeigen. "guck mal. Ausländer"

2. Die Medien interessieren sich nicht für Glyphosat und Co. Die Politiker auch nicht.
Würde die Bild jeden Tag von neuen Krebskranken durch Glyphosat berichten, dann wäre das unsere grösste Angst.

3. Die Politiker bewirtschaften aktiv das Thema "Flüchtlinge". Potentielle Vergewaltiger, Terroristen, Sozialschmarotzer, Jobstehler, Kinderesser etc. etc. etc.

Indem man gegen Flüchtlinge hetzt kann man von richtigen Problemen ablenken und sich eine naive Wählerschaft aufbauen.

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Kommentar von AntwortMarkus
13.05.2016, 11:37

Hat bei den Juden schon geklappt. 

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Abgesehen davon, dass ich auch vor Flüchtlingen keine Angst habe: Vor Glyphosat habe ich keine, weil man nach der ganz überwiegenden Mehrzahl aller Untersuchungen keine zu haben braucht.

Glyphosat wird von der IARC in der gleichen Kategorie bezüglich des damit verbundenen Krebsrisikos eingestuft wie rotes Fleisch. Ich habe auch vor rotem Fleisch keine Angst. Ich traue mich sogar, Wurst zu essen, die als noch gefährlicher eingestuft ist.

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Weil Glyphosat und Pestizide keine SICHTBAREN Bedrohungen sind. Eine Gefahr, die man nicht sieht, wird häufig auch nicht als solche erkannt.

Bei den Flüchtlingen aber sieht man ja die Anzahl der Menschen und rechnet sich dadurch automatisch die Folgen aus. Dass man dabei hauptsächlich die negativen Folgen betrachtet und die positiven Fakten außer Acht lässt, liegt in der Natur des Menschen. Schau mal in die Zeitung und rechne nach, wie viele positive Dinge darin stehen und wie viele negative Dinge. Die positiven Dinge interessieren die Menschen nicht.

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Der Mensch denkt nicht rational.  Er rast mit 200 Sachen über die Autobahn in den Freizeitpark.  Dort angekommen, traut er sich nicht in die große Achterbahn. 

Er raucht  eine Schachtel am Tag  und sorgt sich über Glüphosat und Lösungsmittel  in Ikea  Möbeln. 

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Weil die Flüchtlinge greifbar sind und unmittelbar vorhanden sind, und Pestizide sind eher unscheinbar und daher nicht so präsent in den Gehirnen der Leute. Aber deshalb sind sie bei weitem gefährlicher, da hast du recht

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Kommentar von AntwortMarkus
13.05.2016, 11:27

Der durchschnittliche  deutsche 18 Jährige Fahranfänger ist für mich gefährlicher als jeder ausländische Schutzsuchende. Trotzdem wettert die Afd nicht gegen Fahranfänger. 

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Weil die Medien sich dafür nicht einsetzten. Die Medien bestimmen eine gewisse art unsere Ängste. Oder wie die Medien sagen würden; Sie bringen halt das was die Menschen an die Nachrichten fesselt und uns Schockiert. 

Flüchtlinge Vs Lebensmittel Skandal 

Wer bekommt mehr Aufmerksamkeit? Ganz klar stellen wir unseren eigenen Existenzängsten über die Konsumängste.  

Es ist natürlich nur meine Meinung und Meinungen gehen meist ausseinander. 

Aber deine Frage ist sehr gut. 

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Kommentar von Grobbeldopp
13.05.2016, 15:43

Das ist so witzig, das Gegenteil ist wahr! Glyphosat bekommt lächerlich und ungerechtfetigt viel Aufmerksamkeit.

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Pestizide sind notwendig zum überleben.

Ohne diese wären unsere Landwirtschaftlichen Erträge extrem instabil und Krankheiten oder Ungeziefer könnten ganz leicht eine Hungersnot in Deutschland oder der ganzen Welt auslösen.

Das mit den Flüchtlingen ist einfach die übliche instinktive Angst vor dem Unbekannten.

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Kommentar von Bokenstein
13.05.2016, 14:08

Pestizide sind notwendig zum überleben.

Gen-veränderte und patentierte Lebensmittel sicherlich auch, genauso wie - und das mag jetzt polemisch rüberkommen - atomare Abschreckungswaffen, wie so vieles was als "Alternativlos" deklariert wird.

Zu Pestiziden siehe hier: http://www.bund.net/themen_und_projekte/chemie/pestizide/gesundheitsgefahren/

zu Glyphosat siehe hier: mit einer Vielzahl von Quellenverweisen:

http://www.zentrum-der-gesundheit.de/monsanto-glyphosat-krebserregend-ia.html

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Nur weil herauskam, dass in Bier Glyphosat enthalten kommen doch jetzt solche Diskussionen auf.

Um eine von der geringen Glyphosat im Bier tatsächlich Schäden davon zu tragen, muss man mehrere hundert Liter Bier trinken. Genauso verhält sich das mit anderen Lebensmitteln. Sprich, man müsste unmenschlich große Mengen Nahrung verspeisen, um geschädigt zu werden.

Somit würde ich sagen, dass die Gefahr durch Pflanzenschutzmittel nicht wirklich hoch ist. Ob die Flüchtlinge jetzt gefährlich sind oder nicht, ist ein anderes Thema, welches ich jetzt nicht aufgreifen möchte.

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Kommentar von Bokenstein
13.05.2016, 11:30

Einer der sich beruhigen lässt - wie so viele, solange bis in der Familie erstmals Krebs auftaucht.

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Die Angst, durch eine nicht natürliche Todesursache ums Leben zu kommen   (Du bezeichnest das als Gefahr durch Flüchtlinge), beschäftigt nicht nur alle Menschen, auch unsere Behörden. Sie ist real, aber nicht statistisch erfassbar.

Statistisch erfassbar aber sind Krebserkrankungen. Jeder dritte Mensch stirbt daran und sie ist eine natürliche Todesursache. Die durchschnittliche heutige Lebenserwartung beträgt dennoch ca. 80 Jahre, und die Lebensqualität ist wegen der medizinischen Versorgung immer gut. 

Eine Bedrohung durch Terror ist nicht annähernd vergleichbar mit der Bedrohung durch eine tödliche Erkrankung. 

Übrigens hat sich "eine Partei" nicht mit dem Flüchtlingsthema etabliert, da hast Du nicht aufgepasst.

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Kommentar von Bokenstein
13.05.2016, 17:34

Übrigens hat sich "eine Partei" nicht mit dem Flüchtlingsthema etabliert, da hast Du nicht aufgepasst.

Doch ganz genau sogar - ohne dieses "Thema" bliebe diese Partei eine politische Randnotiz und die Bedrohung durch den Terror ist keine Implizität der Flüchtlinge sondern der politischen Klassen.

Gäbe es eine Bedrohung durch die Flüchtlinge, gäbe es genauso eine Bedrohung durch Lehrer, Linksradikale, Rechtsradikale, ältere Menschen am Steuer ihres Automobils oder überhaupt jeden Menschen.

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Ist wie bei Strom, wenn es keiner sieht, keiner schmeckt, keiner Riecht, dann gibt es das auch nicht. Allerdings ist es schon ein wenig seltsam, das miteinander in Bezug zu setzen. Du hättest ja auch nach TTIP und ähnlichem Fragen können, oder oder.. das eine sind Menschen das andere ist ein Gift gegen Menschen

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Kommentar von Bokenstein
13.05.2016, 11:28

Mir geht es um die spezifischen Inhalte die Phobien erzeugen und andere eigentümlicherweise nicht - natürlich hätte ich auch TTIP, NSA oder die Übermacht der Finanzwirtschaft fragen können oder warum unsere Milchbauern in den Ruin getrieben werden - all das schein die meisten Menschen kaum zu interessieren.

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Was ist denn das für eine seltsame Gegenüberstellung.... ^^

Ich finde keine Basis für eine Diskussion. 

 

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Kommentar von Bokenstein
13.05.2016, 11:34

Seltsam wie manchmal das Leben - es geht um das was Angst auslösen kann und was eigentlich Angst auslösen müsste.

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Flüchtlinge sieht man, die Gifte nicht

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Kommentar von Bokenstein
13.05.2016, 11:29

Angst als Produkt des nur Sichtbaren?

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Ist doch ganz klar ..

Erstmal kennen die wenigstens Monsanto (und deren Machenschaften) und wissen überhaupt nicht was Glyphosat ist .. zum anderen wird das Thema Flüchtlinge in den Medien extrem breit getreten. Glyphosat und Monsanto nicht.

Mfg

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