Warum haben Deutsche wenig Kinder?

19 Antworten

In Geographie/Erdkunde (Schule) wird das erklärt --> demografischer Übergang.

Je entwickelter ein Land ist, desto weniger Geburten gibt es. Das liegt daran, dass man nicht mehr so viele Kinder (wegen der fortgeschrittenen Medizin) braucht (--> früher gab es oft mehr als 9 Kinder pro Haushalt, weil man nie wusste, ob sie bis zum Erwachsenenalter überleben) und auch, weil die Frauen anfangen zu arbeiten. Und man kann oft Arbeit und Familie nicht so leicht verbinden. Vor allem Deutschland ist ein gutes Beispiel: Frauen arbeiten immer mehr, und verschieben so ihr Familienleben nach > 30/35 Jahre. Manche Frauen bekommen ihr erstes Kind sogar erst mit 50. In so einem Alter ist eine Frau nicht mehr so fruchtbar, wie sie es mit 20 war. --> Oft klappen Schwangerschaften nicht.

Ein anderes Problem ist das finanzielle. Kinder werden immer teurer, und nicht jeder kann es sich leisten (klingt jetzt so, als würde ich sagen, das Kind wäre ein Produkt zum kaufen. Das meine ich aber nichtt ;) )

Früher konnte man sich es aber leisten?

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@Vorogos93

Naja, früher gab es ja auch nicht den selben Wohlstand wie heute.

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@Lili0484

Das ist völiig falsch! Der tatsächliche Wohlstand war in den 70ern größer als heute.Einen Wagen zu haben,um 100 km auf die Arbeit zu fahren ist kein Luxus.Früher war die entfernte Arbeitsaufnahme unzumutbar.Die Familie konnte sich gegenseitig unterstützen.Selbst ein Alleinverdiener am Bau,in der Industrie,nicht zwingend Akademiker konnte auf Kredit ein Haus bauen und die Familie konnte einmal im Jahr in den Urlaub fahren.Dazu war das Weihnachstgeld und die Jubiläumsgabe selbstverständlich steuerfrei.Dazu noch ein paar andere Dinge auf Krankenschein,Überweisung,bzw.Rezept.Heute bist Du bis zur Überforderungsklausel arm.^^

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@Lili0484

Bitte gerne.Das ist ja das perfide.Die Armut und die Verschlechterungen durch Steuererhöhungen oder Minderleistungen des Sozialstaates gehen schleichend einher mit langsamer steigenden Einkommen der armen und schnell steigenden Einkommen der reichen Menschen.Da sich das über Generationen hinzieht ist gar kein Betroffenheitsbewusstsein da.Wer kein steuerfreies Weihnachtsgeld kennt,der meint das wäre so normal und richtig und vermisst auch nix.^^

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Bevölkerungswachstum wird nicht überbewertet sondern ist einfach da - global.

Wie ein/e andere/r Antworter/in schrieb: Wohlstand senkt das Bevölkerungswachstum.

Daraus folgt: mehr Wohlstand für alle Menschen und die Weltbevölkerung wird schrumpfen (und im Durchschnitt älter). Das betrifft Europa jetzt schon und daher muss das Rentensystem überarbeitet werden - aber das ist auch keine Neuigkeit.

Bis dahin wird Deutschland (und andere europäische Länder) Zuwanderung brauchen.

Das liegt daran, dass man in Deutschland nicht mehr an der Größe der Familie gemessen wird sondern an der Menge von Konsum, den man sich leistet. Ausgaben für Kinder vermindern die Konsummöglichkeiten, was zu immer kleineren Familien führt.

Hinzu kommt noch, dass der Unterhalt von Kindern sehr teuer geworden ist und man eigentlich 2 Einkommen dafür brauch. Das geht dann aber auch nicht, weil nicht für jedes Kind eine Betreuung da ist, wenn die Mutter zur Arbeit geht.

Die Frage ist sehr gut und wird in der Beantwortung sehr vielschichtig ausfallen. Bin mal gespannt wie es weiter geht.

Wieso? Früher kam man mit viel weniger aus.

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@Vorogos93

Stimmt. Denn früher konnten Frauen ja auch nicht arbeiten. Dementsprechend mussten Männer genug Einkommen haben, um die ganze Familie zu ernähren. Und mit dem Feminismus kamen die Probleme...

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@PeterLustig1999

Das ist ja das witzige, die mit am wenigsten Geld haben am meisten Kinder.

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@Vorogos93

Das stimmt nur indirekt. In der dritten Welt werden viele Kinder gezeugt, weil man genau weiß, dass viele dieser Kinder sterben werden. Die Gegend dort ist bei weitem nicht so kinderfreundlich, wie diese Gegend, dementsprechend muss man kompensieren.

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@PeterLustig1999

Es geht ja nicht darum möglichst viele Kinder zu habe sondern so viele, dass die Bevölkerung konstant bleibt.

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@Vorogos93

Ja. Und ich habe dir erklärt, was man dazu braucht. Zwei Kinder pro Familie. Zwei werden gezeugt, die zwei Eltern fallen irgendwann weg. In der Summe keine Veränderung.

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@PeterLustig1999

Früher kam mit weniger aus - das stimmt. Es gab weniger Ausgaben und die Standards waren bescheidener. Das Thema ist, dass uns das heute nicht mehr reicht.

Wer würde denn auf Smartphone, Intenet, Telefon, Privatfernsehen, Smart-TV, schickes möglichst starkes Auto etc. verzichten? Fast niemand. Da läuft was falsch und es geht uns alle an.

Die Industrien haben uns beigebracht, dass wir uns daran messen sollen und sehr gern haben wir das so angenommen. Würde jemand sagen, dass er da zurück fährt und statt dessen lieber mehr Kinder hat - Wie würde das denn gesellschaftlich aufgenommen werden?

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@JeanMarie51

Nicht anders, als ein komfortabler Lebensstil auch. Die Gesellschaft macht hier so absolut keinen Druck. Ich kann mich nicht daran erinnern, jemals gefragt worden zu sein, welchen Lebensstil ich verfolge. Ich kann mich auch nicht daran erinnern, dass jemals einer Familie komisch hinterher geschaut wurde, weil sie auf den Lebensstil, den ich verfolge, verzichten.

Ja, niemand möchte auf ein komfortables Leben verzichten. Aber wieso läuft hier irgend etwas falsch? Wenn Menschen lieber ein angenehmes Leben führen möchten, sollen sie doch, das ist ihre freie Entscheidung. So wie es deine freie Entscheidung ist, Kinder zu zeugen.

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@Vorogos93

Wir leben aber nicht früher, sondern in der Gegenwart.

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1.Babypillen machen Lustlos(habe jedoch keine Studie hierzu gefunden)

2.Karrieredrang

3.Babypillen,Kondome etc verhindern die Befruchtung

4.Babys bekommen ist mit hohen Kosten verbunden für viele Menschen ist da ein Abtreibungsgrund.

Dazu müßte die politische Bereitschaft da sein, den Einverdienerhaushalt wieder zur Normalität zu machen und die übertriebene Gleichberechtigung =de facto Pflicht zur Erwerbstätigkeit abschaffen.

Dazu würde es notwendig sein,die Steigerung der Arbeits-und Steueraufkommen nicht weiter forcieren zu wollen,die Ausgaben des Staates drastisch zu senken.

Dies ist fast unmöglich,weil auch ein Anspruchsdenken des Volkes an den Staat recht hoch ist.

Die Schuldenlast von 2 Billionen Euro wiegt im Augenblick nicht soo schwer,allerdings kann dies in Jahrzehnten ,wenn" normale" Zinsen dafür anfallen ,jedwede Bemühung zum Schuldenabbau zunichte machen.

Da dies von linken Kreisen noch deutlich stärker abgelehnt wird,als von bürgerlichen

ist es eine Utopie.Zumal müßte jeder Cent zu 100% der Entwicklung und Förderung eines gesundes Nationalstaates,wie etwa der Schweiz zu gute kommen.

Einwanderung über Tränendrüse verschlingt Milliarden an Geldern,die man nunmal nur einmal ausgeben kann.Dazu sinkt auch die Geburtenrate der Einwanderer nach einer Generation hier ab.Es ist eine Lebenslüge das nur Einwanderung unsere Probleme löst..Richtig ist,die unkontrollierte Einwanderung schafft uns unlösbare Probleme.

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