Warum haben alle eine andere Sicht auf das "Arbeiten" ?

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8 Antworten

Grüß Dich Raabtt!

Ich finde, die Frage ist gar nicht dumm. Ja, was ist Arbeit? Auf jeden Fall Reihen wir mal eben einige Tätigkeiten aneinander, mit wir unsere Lebenszeit verbringen. Durchschnittlich tut der Deutsche dieses:

- Rund 24 Jahre und 4 Monate schläft der Deutsche

 - 12 Jahre sieht er fern

 - 12 Jahre wird geredet, davon geht es in zwei Jahren
und 10 Monaten um Klatsch, Tratsch und Witze

 - 8 Jahre wird gearbeitet 

 - 5 Jahre wird sich dem Thema Essen gewidmet, 2 Jahre und
2 Monate werden Mahlzeiten gekocht und Brote geschmiert 

 - 2 Jahre und 6 Monate verbringt der Bundesbürger im Auto

 - 1 Jahr und 10 Monate gehören der Schul- und Weiterbildung

 - 1 Jahr und 7 Monate wird Sport getrieben

- 16 Monate wird die eigene Wohnung gereinigt

- 12 Monate besucht der Deutsche Kino, Theater oder Konzerte 

 - 9 Monate wird gewaschen und gebügelt 

 - 9 Monate wird mit den eigenen Kindern gespielt 

 - 4 Monate wird am Computer gespielt (das wird wohl mehr werden)

 - 2 Wochen wird gebetet

Warum schreibe ich das auf? Weil damit klar werden soll, das es nur die eine Lebenszeit gibt und ihr verrichten wir die Dinge, die für unser Leben notwendig sind. 

Und da ist alles wichtig. 

Alles zusammen prägt uns, doch nichts davon wäre wirklich umsetzbar, wenn wir nicht arbeiten würden. Denn arbeiten heißt Geld verdienen. Doch damit wäre Arbeit nur unzureichend beschrieben. Arbeit sollte Spaß machen, weil es als eine Selbstverwirklichung zu betrachten ist und zudem ein Einsatz, der der gesamten Gesellschaft zugute kommt, von der Du ja auch ein Teil bist. Wenn Arbeit nicht Spaß macht, kann der Mensch krank werden, denn er tut, was er tun muss und nicht was er will. Und das ist zunehmend zu beobachten!

Dabei sollten wir ehrlich sein, nicht jeder kann die Arbeit tun, die er möchte. Das hängt immer von den Lebensumständen und von der Bildung ab. Deshalb ist Bildung wichtig, damit die Voraussetzungen für sinnerfüllende Arbeit gegeben ist und man tun kann was man möchte - und natürlich auch Geld verdient. Und doch gib es allerlei Hindernisse, die einem die Arbeit versauern und immer wieder muss man um bessere Arbeitsbedingungen kämpfen. So ist es heute.

Gerade wenn es Firmen darum geht, möglichst wenig Geld auszugeben und dennoch viel zu verdienen, wird der Sinn von Arbeit auf den Kopf gestellt. Das Geld steht im Vordergrund, nicht der Mensch. Das hat schrecliche Auswirkungen, die man überall auf der Welt beobachten kann. Und deshalb werden viele Menschen zunehmend krank. Es ist der Kapitalismus, der seine Auswüchse hat und zunehmend jedoch stellen sich Menschen mit Demonstrationen entgegen Besonders die Thematik TTIP (Freihandelszone mit den USA) ist ein Symbol dafür, die sich Menschen nicht gefallen lassen. Ebenso die Demonstrationen und Proteste im Zusammenhang mit der Umweltzerstörung.

Arbeit kann den Menschen befreien aber eben auch zerstören. Um dem Letzteren entgegenzuwirken gibt es verschiedene Modelle. In Zukunft und das ist von Wissenschaftlern bereits durchgerechnet und für absolut machbar erklärt worden, wird es eine große Befreiung durch das Bedingungslose Grundeinkommen geben, das aber eine völlig andere Sicht auf den Menschen und auf Arbeit erfordert, als sie bisher gängig ist und die Mut erfordert. D.h. nicht, das man nichts mehr macht, sondern die Grundeinstellung zum Menschen und zur Arbeit ist revolutionär anders und wie ich finde sehr menschlich und befreiend.

Wenn Du diesen Film gesehen hast, dann denke ich, weißt Du mehr über den Wert und den Sinn von Arbeit:

Der Film ist von Daniel Häni und Enno Schmidt, zwei Schweizern, aber der Inhalt gilt überall und handelt natürlich auch von Deutschland

Ich denke, dann weißt Du viel mehr über das Thema Arbeit!

Herzlichen Gruß

Rüdiger

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Kommentar von Raabtt
06.02.2016, 17:40

Versteh ich nicht

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Weil jeder einen anderen Zugang zu Arbeit hat. Manchmal zwingen einen die Umstände (Ausbildungsstand, Gesundheitszustand, Lage, Angebot des Arbeitsplatzes), einen Beruf zu nehmen, den man so nie wollte. Daß man da nicht so energiegeladen reingeht, wie wenn man in seinem Traumjob arbeitet und alles gut läuft, dürfte einleuchten.

Sind sicher auch nicht Wenige, die einfach resigniert haben. Job wär grundsätzlich ok, wenn nur der Druck, die Kollegen und Vorgesetzten nicht wären. Wenn einfach das Verhältnis zwischen Verzicht und Einsatz mit dem Einkommen nicht mehr zusammenpasst. Gute Arbeit - guter Lohn, das ist heute längst keine Selbstverständlichkeit mehr.

Ständig nur ackern - ich finde das nicht so erstrebenswert. Der Mensch braucht auch mal Ruhephasen und Pausen. Wir sind nicht auf Dauerbelastung ausgelegt.

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Schraub mal deine Vorurteile runter, das fällt mir als Erstes ein, wenn ich deine Sichtweise auf diese Frau lese! Solange sie arbeiten geht, hast du sie nicht abzuwerten.

Überdenke lieber, was in deinen Augen M. Schuhmacher oder D. Bohlen Produktives leisten. Runden im Auto drehen? Ein "Suppentalent" nach dem anderen, das hinterher in der Versenkung verschwindet?

Arbeiten tun die Leute, die nach 8 Stunden Vollzeit oder mehren Nebenjobs nach Hause kommen und ihnen alle Knochen wehtun.

Und falls du denkst, im Supermarkt werden nur Däumchen gedreht, empfehle ich dir mal, genauer hinzuschauen, wenn Frauen insbesondere schwere Hubwagen durch die Gänge zerren.

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Kommentar von Raabtt
04.02.2016, 10:48

Haha  ich musste lachen sorry..

Die frau ist ne tante und "die" andere meine mutter ....haha  sorry

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Kommentar von October2011
04.02.2016, 13:01

Ein "Suppentalent" nach dem anderen, das hinterher in der Versenkung verschwindet?

Gerade bei DSDS interessiert es keinen, wie es den Kandidaten dabei oder hinterher geht.

Zum Teil werden die Kandidaten so ausgesucht, dass die ganze nation etwas zum lachen hat. Der seelische Schaden, der da angerichtet wird, interessiert Herr Bohlen wohl nicht (denn ansonsten würde er bei DSDS nicht mitmachen).

Herr Bohlen ist alles andere als ein Vorbild.

October

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Dieter Bohlen ist studierter Betriebswirt, Thomas Gottschalk ist Lehrer, Michael Schuhmacher hat eine Lehre als KFZ-Mechaniker absolviert. Was meinst du, als was die drei arbeiten würden, wenn sie ihren Durchbruch nicht geschafft hätten. Und was würdest du machen, wenn es mit deinem Durchbruch nicht klappt? ;)

Ja ich kann auch nicht das machen was ich will.

Dann solltest du mal in der Realität ankommen, das einsehen und akzeptieren und was anderes machen. Zum Arbeitstier kann man werden, wenn man arbeitet. ;)

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Zu den Promis: All` Jene, haben einen Sonderstatus. Nämlich den, berühmt zu sein. Du kannst diese Menschen nicht mit "Normalos" vergleichen.

Und auch nicht jeder Promi wurde prominent, weil er stets und ständig rege war. Bei Vielen spielt der Zufall eine entscheidende Rolle.

Zurück zu "uns Normalen" :)

Wir Menschen sind sehr verschieden. Der Charakter, die Einstellung, die Prägung, die Intelligenz, Gesundheit, Veranlagung....all` dies und noch viel mehr spielen da hinein, wenn wir heranreifen.

Mancher "wählt" seinen Beruf gar nicht wirklich, sondern "rutscht" irgendwie hinein. Und dann gibt es ganz Wenige, für die steht schon im Kindergartenalter fest, dass sie Astronaut werden (oder ähnlich) - die setzen das dann um.

Heutzutage gibt es auch nicht mehr den "EINEN" großen Beruf, die BERUFUNG (ja, o.k. vereinzelt schon), aber vielmehr arbeiten Menschen im Laufe ihres Lebens in verschiedenen Tätigkeitsbereichen.

Die eine Tätigkeit erfüllt einen mit großer Zufriedenheit und Freude und wird deshalb gar nicht als "negativ behaftete ARBEIT" gesehen und gewertet...

Die andere Tätigkeit frustriert, schafft Unzufriedenheit und Defizite...und wird als störend, belastend, ungerecht und manchmal sogar krankmachend bezeichnet.

Du verstehst, was ich meine?

Die Bewertung einer Tätigkeit setzt sich aus verschiedenen Komponenten zusammen:

Mensch-Tätigkeit-Zufriedenheit

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Es kommt drauf an, wie du dein Leben selbst betrachtest. Manche Menschen wollen in ihrem Leben etwas erreichen, vielleicht auch etwas für andere tun und manch einer möchte seine Zeit auf diesem Planeten nur genießen. Tatsächlich gibt es im Leben nichts zu erreichen. Was dir wichtig ist und was dein Leben erfüllt hängt ganz allein von dir ab. Wenn du dein Leben damit füllen möchtest, präsent und bekannt zu sein, dann mach es wie Dieter Bohlen, wenn du Wissen sammeln möchtest wie Steven Hawking und ansonsten dümpel herum und freu dich, dass morgens die Sonne aufgeht, so wie deine Bekannte. Die Bekanntheit einer Person ist nicht gleichbedeutend zu ihrer "Lebenspunktzahl". Du und nur du ganz allein bewertest, ob dein Leben verschwendet ist oder nicht. Ob du dabei oft und viel arbeitest oder nicht ist erstmal zweitrangig.


Außerdem: Wie wichtig ist es tatsächlich, ob die Welt dich vergisst oder nicht? Ich mein, du vergisst schließlich die Welt, wenn du stirbst. 

Geschichtsbücher sind auch nur eine Form der Abstraktion. Wer sagt dir, dass die nächste intelligente Lebensform das überhaupt interpretieren kann? Mach dich selbst glücklich und wenn Harz IV dich glücklich macht, dann ist das aus gesellschaftlicher Sicht natürlich nicht gut, aber auch keine Straftat. 

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Der Job muss Spaß machen; sehr sogar.
Warum?

Weil wir die meiste unserer wachen Zeit damit verbringen, und da wäre das Leben doch traurig (Zeitverschwendung), wenn man was machen müsste, was einen anödet.

Leider haben viele entweder nicht den Mut dazu, etwas an ihrer Situation zu ändern, oder ihnen fehlt der Anreiz (zu Faul?) den dazu notwendingen Aufwand zu betreiben. Oder sie sind so naiv zu glauben, daß es schon irgendwie von selbst besser wird.

Um einen spannenden Beruf auszuüben muß man eben meist erst mal (und auch später) viel reinstecken: Zeit, Lernen, Verzicht auf Freizeit usw.
Wer glaubt, die Traumberufe fallen vom Himmel ist ein Traumtänzer. Und das mit der Hauptschule ist - leider - wahr. Mehr Ausbildung ergibt später mehr Möglichkeiten und Auswahl.

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Kommentar von Raabtt
06.02.2016, 17:12

Was für ein hauptschule 

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Ich denke schon das Arbeit auch Spaß machen soll. Das einen die Aufgaben die man im Beruf erfüllen muss. Einen Erfüllen sollen. Erfolg im Beruf gibt einem so gutes Gefühl wie Erfolg im Sport.

Menschen die ihren Job machen müssen weil sie sonst nix finden. Die in ihrem Job keine Erfüllung sehen. Nie einen Erfolg sehen und ständig von ihren Vorgesetzten runter gemacht werden. Werden krank und unzufrieden.

Der Mensch braucht positive Bestätigung in Beruf und Privaten um sorgenlos leben zu können. 

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