Warum habe ich nach der Geburt nur noch Schmerzen beim Sex?

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ein Scheidenriss und ein Dammriss 2. Grades, das sind schon heftige Geburtsvereletzungen. Dass sie von dem her, was äußerlich sichtbar ist, gut verheilt sind, muss nicht bedeuten, dass die Schmerzen sich dadurch nicht erklären lassen. Das Gewebe ist vielleicht vernarbt und/oder verhärtet, aus jeden Fall ist es momentan nicht so geschmeidig und dehnbar wie vor der Geburt. Das ist nur acht Monate nach der Geburt nicht ungewöhnlich und muss auch nicht so bleiben.

Du kannst nun zum einen die betroffenen Stellen morgens und abends mit einem geeigneten Öl, das bei Narben hilft, massieren, und zum anderen - nur, falls Du Deinen Sohn bereits abgestillt hast - Östrogene (also eine geeignete Pille) einnehmen. Die Östrogene machen ebenfalls das Gewebe weich. (Hat mir nach der Geburt meines ersten Kindes meine Frauenärztin so erklärt.) Ich glaube, es gibt auch östrogenhaltige Salben, das wäre dann ebenfalls eine Alternative. Gleitgel alleine hilft nicht, weil es nicht um die Glitschigkeit, sondern um die Dehnbarkeit geht.

Mache Dir keine Sorgen, dass das nicht mehr besser wird. So lange Du Dein Baby noch nicht abgestillt und noch nicht drei Zyklen nach der Geburt gehabt hast, kannst Du davon ausgehen, dass das gnaz normal ist und sich wieder gibt.

danke, das mit dem narbenöl ist mir noch nicht in den sinn gekommen. und eigentlich wollte ich nie wieder die Pille nehmen aber wenn nichts hilft, werde ich auch das probieren. Ist mir nämlich neu, dass die Hormone das aufweichen. Danke für den Tipp!

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Bis auf die Sache mit dem Einnehmen der Pille stimme ich dir zu und finde, besser hätte man nicht antworten können. @jovetodimama

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Ich würde eher auf Öl (z.B. Dammmassageöl, das ist im Intimbereich auf jeden Fall anwendbar, da es ja für die Dammmassage vorgesehen ist) und ggf. noch auf die östrogenhaltige Salbe/Creme setzen, da kommen die Östrogene wirklich dort hin, wo sie gebraucht werden (nämlich am Narbengewebe) und die Belastung des restlichen Körpers wird möglichst gering gehalten.

Aber vielleicht sollte man mit der Östrogensalbe/-creme auch noch warten und schauen, ob sich das nach ein paar Menstruationszyklen von selbst bessert (falls der Zyklus durch das Stillen noch ruht). Gut möglich, dass sich das nämlich von selbst erledigt, sobald der Zyklus wieder läuft und die körpereigene Hormonproduktion wieder im vollen Gange ist.

Bis dahin kann mit dem Öl massiert und das Narbengewebe geschmeidig gemacht werden.

Vielleicht kann dich da auch dein Partner massieren? Dann habt ihr beide was davon. ;-) @MissNatural

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@Evita88

gut. dann fange ich mal mit dem damm Massageöl an, wenn das nicht hilft: Narbenöl und wenn das auch nicht hilft dann nehme ich Östrogensalbe/creme. Hoffe eins davon klappt.

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@Evita88

Ich wollte mich nochmal bedanken, wegen dem Tipp mit dem Dammöl! Ich habe es 2 Wochen lang morgens und abends massiert und siehe da, es klappte wieder im Bett! Ich bereue sehr, dass ich die Dammmassage nicht schon in der Schwangerschaft angewendet habe. Es tut wirklich gut aber ich musste mich erstmal dazu überwinden!

Ich habe inzwischen auch eine Zweitmeinung bei einem weiteren Gynäkologen eingeholt. Hier bei gutefrage.net wurde mir mehr geholfen, als bei den beiden Ärzten. Der Zweite hat mir eine Östrogensalbe verschrieben aber ich habe mich doch nicht getraut, sie anzuwenden weil ich noch stille und ich mein Kind nicht gefährden möchte. Denn während der Stillzeit darf man diese Creme eigentlich nicht benutzen.

Evita88 und jovetodimamma haben mein Leben ein kleines bisschen besser gemacht! Vielen Dank dafür ;D

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@MissNatural

Ich freue mich sehr über Deine unerwartete Rückmeldung nach über einem Monat, und ich bin mir sicher, Evita88 freut sich ebenso darüber!

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@MissNatural

Das freut mich, dass ich mit meiner Ergänzung zu jovetodimamas Antwort helfen und dein Leben sogar ein bisschen besser machen konnte. :-)

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Du wirst Narben haben. Dann scheint es mit diesen Verletzungen eine schwere Geburt gewesen zu sein, inclusive der Geburtsschmerzen. Was im Nachgang natürlich zu Erinnerungen führen kann, die eine Frau daran hindern, sich zu entspannen.

Selbst viele bei der Geburt anwesende Männer haben später eine Art Trauma und sind gewissermaßen blockiert.

Wenn eure Verhütung klar geregelt ist, dass eine erneute Schwangerschaft nicht eintritt, ist das schon mal der erste Schritt.

Und dann sollte der Kopf freigeschalten werden. Manche Geburten sind wirklich dramatischer oder von der Intensität her übermächtiger. Aber der weibliche Körper ist auch in der Lage, solche Dinge zu verkraften. Wobei nicht auf Teufel komm raus auf natürliche Geburten bestanden werden muss, wenn klar ist, dass es ein sehr großes Baby wird.

Aber wie auch immer: Du hast damals Großartiges geleistet, eurem Sohn geht es sicher auch prächtig. Und wenn dein FA sagt, dass alles gut verheilt ist, dann versuche, deine Blockade im Kopf zu lösen.

Macht es euch kuschlig, vielleicht auch mal, falls vom Platz her gegeben, in der Wanne und schaltet alle Gedanken ab. Konzentriert euch auf euch, macht nichts auf Krampf. Lasse dich ausgiebig streicheln und verwöhnen, damit du nicht verkrampfst.

Und deinen FA kannst du ja auch mal darauf ansprechen. Ich bin sicher, dass er diese Probleme kennt und dir auch helfen und raten kann.

Beim Frauenarzt war ich schon, der sagt mir immer das alles in Ordnung ist und wie toll das verheilt ist....

Mein Baby war normal groß, doch bin ich eine sehr kleine Frau (1,55 m). Normal groß ist wohl für mich auch etwas groß.

Im Nachhinein hätte ich lieber einen Kaiserschnitt gehabt obwohl ich davon auch nur schlechtes gehört habe.

verhüten tun wir übrigens mit Kondom.

in die wanne gehe ich gar nicht mehr, denn irgendwie "steht bei mir die Tür offen" und Wasser dringt in meine Scheide ein.... deshalb dusche ich nur noch sonst kommt es zu Infektionen.

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Scheidenriss und Darmriss haben sich noch nicht gut verheilt!  

Wünsche dir alles Gute in deiner Zukunft! 

Ich geh trotzdem. Da ich nicht mehr willkommen bin! Danke, dass du ehrlich warst und mich nicht willkommen geheißen hast. 

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