Warum habe ich das Gefühl (sehne mich danach) das ich geliebt werden will es zieht mich so runter alleine zu sein?

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4 Antworten

So etwas kommt oft vor, in erster Linie bei jungen Menschen, die zum Beispiel eher introvertiert und schüchtern sind und dementsprechend leider auch wenig Aufmerksamkeit bekommen.

"Komm mal aus Dir raus!" oder "Sag doch mal was!" sind da zwar oft gebrachte aber leider meist unnütze Ratschläge, genauso als würde man einem Menschen im Rollstuhl raten, er solle doch mal aufstehen. Manches ist eben einfach nicht so leicht möglich.

Aber Schüchternheit hat einen großen Vorteil: Obschon es schwierig ist, wirklichen freundschaftlichen Kontakt aufzubauen, ist dieser, wenn es dazu kommt, dafür umso stärker. Du kennst sicher den Unterschied zwischen Schulfreunden und richtigen Freunden. Bei Schulfreunden entsteht der Kontakt eher aus bestimmten Anlässen, Einteilung bei einer Gruppenarbeit oder das Kennenlernen in einer Clique.

Aber oft bleiben Schulfreunde auch nur, solange man in die Schule geht - und danach ist es aus mit dem Kontakt. Bei richtigen Freunden ist das anders. Da besteht die Freundschaft unabhängig von der Schule und damit auch noch nach der Schule und oft sogar ein ganzes Leben lang.

Und auch wenn man Probleme hat, "Freunde" zu finden und aus sich heraus zu kommen, ist es, wenn es soweit ist, dafür umso langanhaltender. Manchmal hat man als solcher wenige Schulfreunde - aber das ist doch auch völlig egal. Das sind eben Kollegen, die in der Schule dabei sind - aber auch nichts weiter.

Wichtig sind die richtigen Freunde. Die kommen zwar langsam und sind spärlich, aber das, auf was man schauen sollte.

Diese Freunde lieben Dich auch. Genauso wie Deine Familie. Unter diesen Freunden fühlt man sich wie in einer Familie, emotional zählt man sie oft dazu. Und auch wenn man zu seiner Schulzeit noch keine solchen Freunde hat - vielleicht sieht man sie ja jeden Tag, aber es ist noch nicht die Zeit gekommen, dass sich aus Schulfreunden richtige Freunde entwickeln.

Mach Dich nicht so runter. Wer ist der erste, der Dir einfällt, wenn Du das Wort Geborgenheit hörst?

Es ist als Jugendlicher oft schwierig zu erkennen, wie liebenswert die eigenen Eltern eigentlich wirklich sind. Manchmal gibt es Streit, manchmal nerven die Eltern, das ist ganz normal. Denke doch in einer ruhigen Sekunde mal darüber nach, was Deine Eltern für Dich getan haben und für Dich tun würden. Das ist Liebe.

Bei Depressionen ist es meist noch viel verzwickter als normal. Es gibt Phasen, in denen man sich einfach schlecht fühlt, hilflos, leer und manchmal auch hoffnungslos. Aber eine Depression ist eine Krankheit. Wenn Du eine Grippe hast, gehst Du schließlich auch nicht zum Sport. Manchmal geht es einfach nicht, weil man selbst etwas angeschlagen ist. Das ist völlig okay und man sollte sich damit auch nicht überstrapazieren. Du kannst ja mal mit Deiner Therapeutin (hast Du eine?) darüber sprechen. Sie kennt Dich und kann Dir dementsprechend auch sehr gut weiterhelfen.

Ich wünsche Dir alles Gute.

VeroAnime 29.06.2017, 17:50

Ehm wenn das was meine Eltern tuhen liebe sein soll dann ist liebe ja echt grausam

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VeroAnime 01.07.2017, 15:27

Wenn ein Mensch Zuneigung zu mir zeigt mich unterstützt und mich aufbaut

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Hallo VeroAnime,

im Grunde ist es völlig normal, sich danach zu sehnen, geliebt zu werden. Jeder braucht die Liebe und Zuneigung anderer, um auf Dauer psychisch gesund zu bleiben.

Du schreibst, dass Du Depressionen hast. Bist Du deswegen schon in Behandlung? Wie man bei jeder anderen Krankheit auch einen Arzt aufsucht, sollte man auch eine Depression nicht unbehandelt lassen. Vor allem schwere Depressionen können so sehr in den Alltag übergreifen, dass Hilfe von außen dringend erforderlich ist. Dein Arzt kann Dir verschiedene Behandlungsmöglichkeiten aufzeigen und Dir helfen, Dir ein genaues Bild Deiner Krankheit zu machen.

Du kennst wahrscheinlich das Gefühl, tiefer Hoffnungslosigkeit und Traurigkeit. Du hast auch möglicherweise das Empfinden, dass der Schmerz nie aufhört und hast die Aussicht auf Besserung aufgegeben. Das kommt daher, dass man in eine Art Negativspirale geraten kann, die einen mehr und mehr nach unten ziehen kann. Vergiss jedoch eines bitte nicht, auch wenn es sich momentan anders anfühlt: Deine Situation ist nicht hoffnungslos! Es gibt einen Weg aus der Depression!

Doch so wie Deine Depression nicht über Nacht entstanden ist, so wird sie auch nicht über Nacht wieder verschwinden. Doch sei guten Mutes! Viele andere vor Dir haben es geschafft, ihre Depressionen zu überwinden und führen heute wieder ein normales Leben. Ein wichtiger Schlüssel ist die Hoffnung - Hoffnung auf Besserung! Das solltest Du nie aus den Augen verlieren!

Versuche auf jeden Fall mit jemandem, zu dem Du Vertrauen hast, über Deine Gefühle zu sprechen. Allein das offene Gespräch und das Verständnis anderer können Dir bereits Auftrieb geben, so dass nicht mehr alles so betrüblich aussieht.

Da ist noch ein Aspekt, den Du nicht unbeachtet lassen solltest: Es gibt jemanden, dem Du nicht gleichgültig bist und der Dir auf eine Weise helfen kann, zu der kein menschlicher Ratgeber, Helfer oder Arzt in der Lage ist. Ja, ich spreche von Gott. Ich möchte Dir hier zwar keine Predigt halten, doch finden sich in der Bibel trostreiche Aussagen, die Dir vielleicht Mut machen . Sie zeigen, dass Gott ein unvergleichlicher Helfer und Tröster sein kann. Hier ist ein Text aus der Bibel, der mir persönlich sehr gut gefällt. Er lautet: "Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir. Blicke nicht gespannt umher, denn ich bin dein Gott. Ich will dich stärken. Ich will dir wirklich helfen. Ja, ich will dich festhalten mit meiner Rechten der Gerechtigkeit" (Jesaja 41:10). Dieser Text macht eines deutlich: Gott liegen die Niedergedrückten sehr am Herzen und er ist bereit, denen zu helfen, die sich an ihn wenden. Wenn Gott auch unsere Krankheiten nicht durch ein Wunder heilt, kann er uns doch zum einen die Weisheit geben, die richtigen Schritte im Kampf dagegen zu unternehmen und zum anderen die Kraft geben, die schlimmen Gefühle zu ertragen und nicht unterzugehen. Das kann ich durch viele eigene Erfahrungen nur allzu gut bestätigen.

Ich wünsche Dir, dass Du Dich nach und nach aus der Umklammerung Deiner Depressionen befreien kannst! Und denke immer daran: Du stehst nicht völlig allein da! Es gibt Hilfe und Unterstützung, die Du auf jeden Fall in Anspruch nehmen solltest. Der Weg aus einer Depression ist zwar nicht nicht unbedingt ganz einfach, doch ist er - gerade auch mit professioneller Hilfe - zu schaffen! Alles Gute und viel Erfolg dabei!

PS: Wenn Du weiteren Rat und Hilfe brauchst, kannst Du über eine Freundschaftsanfrage gern Kontakt zu mir aufnehmen.

LG Philipp

Hallo VeroAnime,

das Gefühl, das du beschreibst, hat (fast) jeder Mensch. Kaum ein Mensch ist gerne alleine. Man geht davon aus, dass das darauf zurückzuführen ist, dass wir nur als Gruppe gut überleben können. Besonders einsam fühlst du dich vermutlich entweder deswegen, weil du zu viel alleine bist oder weil sich andere zu wenig Zeit für dich nehmen oder weil du durch deine Depression alles so wahrnimmst, als wärst du allein.

Außerdem: Wenn ich mir deine anderen Fragen so durchlese, fällt mir unter anderem Mobbing und Selbsthass auf. Vermutlich macht es dich schon so fertig, dass es dir fehlt, dass dir jemand ständig das Gegenteil sagt, um das auszugleichen. Ich glaube dir fehlen Eltern und Freunde, die dir die ganze Zeit ernsthaft sagen, dass sie dich lieben und mögen. Kann das sein? Vielleicht distanzierst du dich auch selbst sehr. Verbring doch einfach mal mehr Zeit mit deiner Familie und mit Freunden :)

Wenn mehr Zeit und viel Aufmerksamkeit von Freunden und Eltern absolut gar nichts bringen, dann liegt es vermutlich einfach auch an deiner Depression (ich gehe mal davon aus diagnostiziert). Wahrscheinlich willst du geliebt werden, weil du es selbst nicht mehr kannst. Also dich selbst lieben. Deine Frage gibt nicht viel Info her, ich hoffe ich konnte dir trotzdem weiterhelfen, LG :)

jeder will geliebt werden. Du bist also nicht alleine.

Vermutlich lieben dich deine Eltern, aber es ist in deinem Alter völlig normal,dass man sich alleine fühlt und glaubt, nicht geliebt zu werden. Das nennt man Pubertät.

geh mal dahin: www.bke-jugendberatung.de

VeroAnime 01.07.2017, 15:29

Nein meine Eltern lieben mich nicht sonst würden sie mich nich runtermachen mich beleidigen und mehr..

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