Warum gubt es in den neuen Bundesländern sowenige Christen?

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16 Antworten

Das hängt mit der Geschichte zusammen. Dort war von 1948 bis 1990 eine ander Staat, welcher sich der Kommunistischen bzw. Sozialischtischen Staatphilosophie verschrieben hatte . Frei nach Karl Marx " Religion ist Opium " für das Volk wurde in der Schule und vom Staatswegen Atheismus propagiert, dies Staatl. Propaganda schlossen sich viele an. Nach der Wende / Fusion mit der BRD ( im Geschichtsbuch Widervereinigung ) gelang es der Kirche nicht Wirklich die Leute zurückzugewinnen.

Es gibt genug Christen in den neuen Bundesländern - die meisten gehen nur nicht in eine Kirche.

Was die Mitgliederzahlen der Kirchen angeht, das hat mit dem Sozialismus zu tun. In der DDR gab es zwar Kirchen, aber diese hatten in der Staatsform keine echte Bedeutung, waren bestenfalls Randerscheinungen. Es gab keinen Religionsunterricht. Jehovas Zeugen waren verboten.

Damit hatte die Kirche gar keinen Einfluss, bis zur Wende, wo die Friedensgebete in Leipzig unter andrem eine Sammelstelle für öffentliche, friedliche Proteste waren.

Im Sozialismus war die Idee von Gott als Lenker aller Geschicke einfach gänzlich abgeschafft. Man hat die Sachen einfach selbst geregelt und wie die 40-jährige Reise der Israeliten ins gelobte Land, endete auch nach 40 Jahren Sozialismus die Fahrt im gelobten Land - dem Westen.

das sind noch auswirkungen der ddr, die sich diesbezüglich an karl marx orientierte, der sagte, das religion opium für's volk ist....

ich persönlich finde diese "gottferne" aber nicht schlimm

Einerseits Gewohnheit und Tradition in den alten Bundesländern (kaum einer wird die Leute dort alle als gute Christen bezeichnen) und andererseits der staatlich verordnete Atheismus in der DDR.

Nur mal eine kurze Bemerkung zu unserer Bundeskanzlerin, die wurde 1954 in Hamburg geboren, wurde 1970 konfirmiert und war trotzdem Mitglied der Pionierorganisation und später der FdJ. Und Herr Gauck konnte sein ABI machen und später von 1958 - 1965 in Rostock Theologie studieren. Also irgendwie stimmt dann wohl etwas nicht so ganz mit der hier geäußerten Meinung Christen in der DDR wären verfolg und von jeglicher weiteren Bildungsmöglichkeit ausgeschlossen gewesen. Letztendlich hat Frau Merkel von 1973 - 1978 in Leipzig Physik studiert.

Die Realität in der DDR war sehr vielschichtiger als dies heute dargestellt wird. Beim Beginn dieser friedlichen Revolution fanden die ersten Versammlungen in Kirchen statt und die jeweiligen Theologen haben zu diesem Zeitpunkt sehr eng mit der damaligen Volkspolizei zusammen gearbeitet um eventuelle Eskalationen auszuschließen.

waldfrosch 26.03.2012, 13:31

Diese Leute Merkel /Gauck sind doch gar keine Christen ,deshalb stimmen diese Aussagen schon .Das sind Trittbrettfahrer die die Fahne nach dem Wind hängen .

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Fenir 26.03.2012, 13:37
@waldfrosch

Nun, ich denke das man einen studierten Theologen schon als Christ bezeichnen kann, oder denkst Du der hatte in den sieben Jahren welche zu diesem Studium notwendig waren dann doch nur nichts besseres zu tun, also Langeweile.

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waldfrosch 26.03.2012, 22:36
@Fenir

Also ich kenne etliche Theologen die ich nicht als Christen bezeichnen würde .

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taigafee 26.03.2012, 14:08

1958 - 1965

die 6 is ne verdrehte 9 :-)

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Fenir 26.03.2012, 20:05
@taigafee

Nein, ist schon so wie geschrieben richtig, er hat dort nach dem Studium allerdings dann eine Pfarrstelle eingenommen.

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Ich bezweifle, dass es im Osten weniger Christen gibt als im Westen.

Im Westen gibt es sicherlich mehr "Kirchgaenger". Das ist aber nicht mit Christen gleichzusetzen. Viele westliche Kirchgaenger wuerden heute auch nicht mehr zur Kirche gehen, wenn sie den selben Repressalien ausgesetzt gewesen waeren wie in der DDR.

Sagen wir mal so: Das sozialistische Regime hat die Spreu vom Weizen getrennt.

In der DDR kam man weiter im Leben, wenn man kein Christ war. Wer also etwas werden wollte, machte einen großen Bogen um die Kirche. Represalien konnten u.u. sein: Studienverbot, Prepressionen bei der Wohnungsuche und bei Jobs.

Dennoch gab es eine große Zahl von Christen, die sich dennoch zu ihrem Glauben bekannt haben und gelebt.

Testwinner 26.03.2012, 11:21

Dennoch gab es eine große Zahl von Christen, die sich dennoch zu ihrem Glauben bekannt haben und gelebt.>

Genau! und die werden dann Bundespräsident, Kanzlerin usw. Gut so! Gott sei Dank!

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Die Kirche wird sich dort neu etablieren müssen. Das sind immer noch die Auswirkungen der DDR. In der DDR wurde die Kirche bekämpft.

helmutgerke 26.03.2012, 11:26

deiner Aussage schliesse ich mich an, dafür DH

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In der DDR (Sozialismus) gab es über 40 Jahre lang eine Art Staatsatheismus, d.h. Atheismus wurde von allen staatlichen Stellen und der Partei als die einzig richtige Weltanschauung propagiert, das Christentum hingegen vom öffentlichen Raum ins Private gedrängt. Die politische Führung hat dort mehr oder weniger mit Erfolg der eigenen Bevölkerung die Religiösität aberzogen. Den Kirchen und ihren Anhängern wurde das Leben schwer gemacht, den Bürgern mehr oder weniger nahe gelegt, aus der Kirche auszutreten, Konfirmation durch Jugendweihe ersetzt etc. und in den Schulen wurde den Kindern erzählt, dass Religion was schlechtes ist und der Unterdrückung diene.

Genau wie Du auch heute in der ex-DDR immer noch viele Leute triffst, die sozialistisch eingestellt sind, hat auch diese weltanschauliche Umerziehung Spuren hinterlassen. Nur diejenigen, die sich durch die staatliche Propaganda nicht beeindrucken haben lassen und standhaft geblieben sind, sind in der Kirche geblieben und das sind die 15-25 %, die heute in den neuen Bundesländern einer Kirche angehören.

Das Leben in der DDR war einfacher, wenn man sich nicht als Christ bekannte. Sich sogar christlich zu engagieren brachte weitere Nachteile mit sich. Zudem wurde die christliche Lehre in der DDR nicht offiziell vermittelt. - Das hat leider dazu geführt, dass viele junge Menschen nicht von Gott gehört haben.

Erst viel, viel später zeigt sich, dass auch DDR-Christen, die standhaft bei ihrem Glauben geblieben sind, es zu etwas bringen können. (Z.B. Kanzlerin, Bundespräsident, Bundestagspräsident, Ministerpräsident...usw.)

waldfrosch 26.03.2012, 13:28

Angelika Merkel als bekennende Christin zu bezeichnen finde ich dann dich recht gewagt. Wenn es so wäre dann würde diese Frau eine völlig anderen Politik voranbringen

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Testwinner 26.03.2012, 13:33
@waldfrosch

Ich habe ja nicht gesagt, sie wäre eine gute Christin. Wer ist das schon?

Aber eine bekennende Christin ist sie ja wohl

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icecruiser 26.03.2012, 18:59
@Testwinner

Warum hat sie dann fast nichts zu den Christenmorden gesagt (3 Gläubige, ich meine, in der TÜrkei, oder auch in A.), aber bei den beiden ersten Soldaten in Afghanistan war ein Riesen-Aufstand.

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Die DDR war wie die meisten kommunistischen Länder atheistisch.

wie kommste darauf? haste repräsentative zahlen die deine aussage bestätigen? oder basiert diese aussage auf deinem subjektivem empfinden?

Frieselchen 26.03.2012, 11:10

Also.... ich bin Mitarbeiter in einer Evangelischen Gemeinde.! Und komme dadurch viel in Gemeinden rum! Und dort ist mir Aufgefallen das die Konformationszahlen viel viel geringer sind als in Bayern oder Baden-Würtemberg! Wenn man in Brandenburg schaut.. findet man in einer Schullasse meist maximal 3-4 Konfirmanden! In B-W max 3-4 leute die Jugendweihe machen

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Frieselchen 26.03.2012, 11:10

Also.... ich bin Mitarbeiter in einer Evangelischen Gemeinde.! Und komme dadurch viel in Gemeinden rum! Und dort ist mir Aufgefallen das die Konformationszahlen viel viel geringer sind als in Bayern oder Baden-Würtemberg! Wenn man in Brandenburg schaut.. findet man in einer Schullasse meist maximal 3-4 Konfirmanden! In B-W max 3-4 leute die Jugendweihe machen

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timescroller 26.03.2012, 11:16
@Frieselchen

ich bin ein wessi (baden-württemberg) und atheist aus überzeugung. war allerdings über einen längeren zeitraum in brandenburg. kann jetzt nicht behaupten, dass es unterschiede gibt, was den glauben betrifft..vielleicht ist man in den "neuen ländern" der kirche gegenüber etwas skeptischer (m.e. zurecht)

taufe...konfirmation oder was auch immer, ist eher ne kirchengeschichte und hat mit dem glauben nicht zwingend etwas zu tun. den fall vorausgesetzt, es gibt gott wirklich, dann würde der die hände überm kopf zusammenschlagen, wenn der mitbekommt, was "die kirchen" und die (schein)heiligen in seinem namen so alles "veranstalten" und schon seit vielen jahrhunderten "veranstalteten"..

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caigie 26.03.2012, 11:58

Mal son paar Zahlen dazu:

Berlin: 60% konfessionslos, 18,7% evangelisch, 9,2% katholisch

Brandenburg: über 75% konfessionslos, 17,3% evangelisch, 3,2% katholisch

Sachsen: 20,5% evangelisch, 3,6% katholisch

Mecklenburg-Vorpommern: 17,3% evangelisch, 3,3% katholisch

.

in den alten Bundesländern:

Bayern: 55,1% katholisch, 20,8% evangelisch

Baden-Würtemberg: 37,5% katholisch, 33,6% evangelisch

Niedersachsen: 49,7% evangelisch, 17,5% katholisch

Nordrhein-Westfalen: 40% katholisch, 30% evangelisch

.

mach also in den neuen Bundesländern 20-30% christen, in den alten ca 70%

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timescroller 26.03.2012, 12:48
@caigie

mal ein ganz konkretes beispiel!

ich bin ganz offiziell beim katholischen-verein "angemeldet". bezahle also brav die kirchensteuer, das obwohl ich atheist bin..(hab' da meinen grund dafür)

was "deine" zahlen betrifft...habe doch oben bereits geschrieben, dass man KIRCHE und GLAUBEN trennen sollte. was glaubst du, wieviele aus der kirche ausgetreten sind, aber sich trotzdem dem christentum zuordnen lassen?! das was du an zahlen einbringst, das ist nichts anderes als statistische augenwäscherei..(und ob wer evangelisch oder katholisch ist, das ist eh schnurz! beide fraktionen haben nämlich den selben manitu)

es ist halt nicht mehr so wie früher. den leuten wird zunehmend bewusst, dass die kirchen nicht wirklich das verkörpern, was den christenglauben stützt..

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Im real existierenden Sozialstaat wurde versucht die Religion auszurotten . Wie über all im Sozialismus ,Russland ,China ,Kuba,Korea .

Es ist das Erbe der DDR Politik. Wer sich etwa als Christ bekannte hatte wesentliche Probleme und musste mit Repressalien rechnen . Du hast dann zum Beispiel keine Recht zu studieren..landete einfach so in der Psychatrie...und so weiter .

So ist es ja nicht verwunderlich das es dort sehr wenige Christen gibt .

Bauingenieur 21.11.2013, 22:58

Schwachsinn und billige Propaganda. In meiner Seminargruppe (Technikstudium) waren diverse Christen. Die Unterstellung, Christen hätten nicht studieren dürfen, ist grober Unfug.

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In der ehemaligen DDR wurden Christen unterdrückt. Da warst du schon verdächtig seit dem Tag deiner Taufe.

Illona41 26.03.2012, 11:09

lol. sie wurden verfolgt, eingesperrt, gekreuzigt. der rest durfte studieren und iss heut bundeskanzler und und und .

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carsten1979 26.03.2012, 11:12
@Illona41

Ich war mit einer Pfarrerstochter befreundet und weiß wie sie vieles heimlich tun mußten.

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die DDR wollte keine Christen

Es ist ganz einfach, weil hier vor allem DDR-Bürger wohnen?

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