Warum gönnen sich Menschen gegenseitig nichts mehr?

10 Antworten

Das hat nichts mit Missgunst zutun.

Es hängt mit einer allgemein sich verbreitenden Motivationslosigkeit zusammen. Wir sind nicht erst seit heute als Staat der Bürokraten bekannt und als fleißig, zuverlässig und pünktlich. Früher war das noch ein Kompliment, heute ist es eher schon als Glückshindernis zu deuten, so als ob wir nicht mal 5 gerade sein lassen können oder das Leben genießen können.
Wir entwickeln uns weiter zum Staat der Depressiven, Ängstlichen, Sicherheitsfanatikern, Pingeligen, Bornierten, Skeptikern, Spießern und Pessimisten.

Woran das liegt? Um ehrlich zu sein weiß ich es nicht. Ich halte aber die Aussage, es läge am Wetter, für eine Ausrede.

wenn einem etwa gutes passiert kommen sachen wie "jaja warts nur ab das und das wird dann und dann schief gehen"

Also das erinnert mich an mich bei meiner Freundin. Die ist immer gleich übertrieben positiv und freut sich dann massiv rein um dann, wenn es doch nicht so klappt wie geplant, fast schon in eine Depression zu fallen. Ich bremse sie manchmal etwas in ihrer Euphorie, dann ist sie später nicht so traurig, wenn es doch nicht klappt. Klappt es dann, dann kann man sich immer noch ausgiebig freuen.

Es gibt aber wirklich Leute, die machen einem etwas mies, weil sie Angst haben, dass der andere dann "Besser" werden könnte als man selbst. Sei es, dass er mehr verdient, oder dass er mehr Wissen hat, oder was auch immer.

Ja, viele Menschen sind, denken und reden pessimistisch. Der Optimist sagt: Das Glas ist halb voll. Der Pessimist sagt: Das Glas ist halb leer. Genauso ist es mit dem Neid. Manche Menschen sind neidisch, können sich nicht über die Freude des anderen mit freuen. "Der Neid sieht nur das Blumenbeet, aber nicht den Spaten". Soll heißen, wenn jemand sich alles erarbeitet hat in Studium, Beruf usw. und es geht ihm sehr gut, dann meinen viele andere nur kritisieren und alles mies machen zu müssen. Und zu der unterschiedlichen Mentalität der Menschen (Italien, Deutschland usw.) hängt es durchaus mit dem Klima, dem Leben unter Sonne, im Freien, zusammen.

Viele Menschen agieren aus ihren eigenen erfahrungen heraus und wollen das Vorhaben nicht schlecht machen, sie warnen den anderen, der womöglich in die gleiche Falle tappt. sie sehen das Vorhaben kritisch, weil sie es bereits versucht haben, gescheitert sind, und einen anderen Weg gehen mussten. Je älter man wird, desto eher neigt man zu Schwarzsehen und möchte andere bewahren vor Unglück, vor schmerzen etc. Dahinter steckt eine gute Absicht. Nur kann der jüngere diese erst mal nicht erkennen, er fühlt sich belehrt , gegängelt und wird es erst recht versuchen, durchzusetzen. Er muss selbst Erfahrungen sammeln und seinen eigenen weg gehen. wenn du Ratschläge bekommst, überleg, von wem sie stammen, wer welche Geschichte mitbringt, jemand, dem alles gelungen ist und der viel Glück gehabt hat, wird dich sicher ermutigen, der andere jedoch , dem große Pläne misslungen sind, Ziele ins nirwana gerutscht, der sich mühsam aufgerappelt hat, kann nur weitergeben, dass du dich schützen musst.

Sehr optimistische Ansicht, die mit der Realität nichts zu tun hat.

0

Den Deutschen ist Sicherheitsdenken sehr wichtig.

Du willst ein Jahr ins Ausland? Aber das Geld und Rente und und und...

Du willst dich Selbstständig machen? Was ist wenn du kein Geld verdienst oder das oder jenes?

Die Deutschen wollen Sicherheit, sehen sie diese nicht ist es schlecht oder man soll es nicht machen.

Man muss sie erst überzeugen!

Was möchtest Du wissen?