Warum glaubt niemand an meinen Traum?

4 Antworten

Vermutlich weil das einer dieser "Traumberufe" ist, der von vielen Leuten unterschätzt wird. Viele junge Leute meinen, sie könnten mehr recht als schlecht mit Biegen und Brechen sich durch die Schule mogeln und kommen danach dann automatisch direkt nach Hollywood. Dass es sich dabei um einen Beruf handelt, der eine intensive, langwierige Ausbildung mit sich bringt, übersieht man dabei leicht. Dass man gerade hier in Deutschland auch nach einer solchen Ausbildung zunächst mal als ganz kleiner Fisch irgendwo beim Fernsehen/Theater am Existenzminimum (hinsichtlich des Gehalts) anfängt, sich hocharbeiten muss, Connections aufbauen muss, Leistung zeigen muss, und und und, wird ebenfalls gern außer Acht gelassen. Es ist wie mit vielen künstlerischen Berufen. Man lebt damit vielleicht seinen Traum, aber wirklich reich oder berühmt wird nur ein minimaler Prozentsatz. Insofern nimmt man dich vermutlich einfach nicht ernst, weil du erst einmal diesen langen, steinigen und entbehrungsreichen Weg in das Berufsleben gehen musst. Wenn du das geschafft hast, werden sich auch die Reaktionen früher oder später anpassen. Und (siehe unten stehende Antwort), dann wird erstmal Leistung erwartet. Alles andere (und dazu gehört auch das Tarantino-Zitat) ist erstmal nur blablabla.

Alles Gute dabei wünsch ich dir. lg up

Ich danke dir! Tarantino und anderr große Regisseure haben selbst keine Ausbildung in der Hinsicht genossen

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@Gemuseoderobst

Doch, meines Wissens nach hat der eine Schauspielausbildung absolviert. Und er hatte eben (wie zahlreiche andere Stars auch) das Glück, mit den richtigen Verbindungen und den richtigen Geldgebern zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Diese Voraussetzungen treffen aber nun mal nur auf einen ganz ganz minimalen Bruchteil aller Schauspieler/Regisseure/Künstler zu. Nämlich auf die, die eben bekannt geworden sind.

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Diese Kommentare kenne ich zu gut - weswegen ich damals nur meinen engsten Kontakten von meinen Zielen - nicht Träumen - erzählt habe.

Regisseur zu werden ist ein ganz realistisches Ziel. Ob man es an die Spitze schafft, so wie Tarantino, sei mal dahingestellt - aber wenn man genug hart arbeitet, ist das schon mehr als möglich. Und als Filmemacher wage ich zu behaupten, dass alles das zählt erstmal ein Film ist. Also diesen drehen zu können. Das ist der Meilensteil (obwohl es davor schon einige gibt).

Ich glaube viele reden anderen ihre Träume aus, weil ihnen selbst gesagt wurde, dass diese doch unrealistisch wären. Das ist wie damals mit der Erde; sie sei eine Scheibe - hat jeder zunächst geglaubt - und die die es nicht taten, wurden für verrückt erklärt.

Zudem zählt auch immer viel Mut dazu, so einen schweren Weg zu gehen. Und ja, was auch immer Du sagst, Regisseur zu werden ist ein sehr langer, schwieriger Prozess. Wie Tarantino sagte (paraphrasiert): “Das lustige an der Regie ist, dass Du zuerst jemanden überzeugen musst, an Dich zu glauben. Dass er Dir Geld und Crew etc. zur Verfügung stellt. Denn bevor jemand als Regisseur tätig war, weiss man schliesslich nicht, ob er es überhaupt kann. Erst danach stellt sich das raus.“

Und diesen jemand zu finden kann lange gehen. Aber auch kurz, wenn Du sehr viel Glück hast. Und mit kurz meine ich keine Tage, Wochen oder Monate. (Obwohl, alles ist natürlich möglich)

Weil eben wenige diesen Mut aufbringen können, ist da dieser „Neid“ - in Anführungszeichen da es nicht direkt Neid ist; vielleicht eher Reue. „Ich habe nicht den Mut gehabt, meinen Kindheitsträumen nachzugehen.“ - dann reden sie es Dir zunächst aus, ohne wirklich nachzudenken. Dahinter steckt keine böse Absicht, lediglich eine psychologische Blockade, wie ich es jetzt mal titeln werde.

Und als Regisseur pur anzufangen ist sehr schwierig. Da gibt Dir praktisch keiner eine Chance. Tarantino bspw. bekam wahrscheinlich nur die Möglichkeit, da er drei gute Drehbücher schrieb - und das eine selbst verwirklichen wollte. Zudem war Lawerence Bender auch an ihm interessiert; glaubte an ihn. Wahrscheinlich weil er so viel über Filme wusste.
Also; wenn Du Drehbücher schreibst kann es eher sein, dass man Dich Regie führen lässt - auch wenn Du nicht gleich ein 25 Millionen Budget bekommst.

Aber alles ist möglich ;)

Viel Glück und Erfolg auf Deiner Reise!

Napoleonica

Woher ich das weiß:Beruf – Drehbuchautor.

Ich danke dir für deine aufmunternden Worte! :)

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Andere Menschen glauben an dich, nachdem du den Film gedreht hast.

Auch wenn andere nicht an dich glauben,solltest du zielstrebig bleiben

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