Warum glaubt man selbst heute noch?

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29 Antworten

Man glaubt, weil man fühlt und weiß, daß die Lehre, der man folgt, die eigene innere Wahrheit trifft. Als Mensch mit einer Religion habe ich Rat und Anweisung für das, was ich mit meinem Leben anfangen will. Ich habe ein Vorbild, dem ich nachgehen kann. Ich habe ein inneres Zuhause und ein Ziel für meinen Lebensweg. Das trifft auf jede Religion zu, denke ich. Sie alle sind dazu gedacht, Menschen zu zeigen, wie man gut und sozial lebt.

Der Bibel mußt Du nicht glauben, wenn Du nicht willst. Aber viele Menschen tun es auf die eine oder andere Weise. Die Bibel ist weder ein Geschichts- noch eiin Biologiebuch. Sie ist ein Glaubenszeugnis und bedarf der Interpretation in diesem Sinn. Bei der Geschichte von Kain und Abel etwa ist es müßig nach dem Grund zu suchen, warum ein Mann seinen Bruder meuchelt. Er steht ja da. Zu suchen ist nach dem, was nicht da steht: Nicht die Blutrache ist verlangt, nicht das völlige Ausgrenzen des Mörders für immer. Versöhnung wird möglich, auch wenn es sehr schwierig sein kann, weil der Gott, an den man glaubt, es vormacht.

In diesem Sinn kannst Du die ganze Bibel lesen - nicht als Historie sondern als Zeugnis einer Glaubenskultur, die dazu beigetragen hat, die ethischen Vorstellungen der heutigen Welt zu formen. Die Glaubensbücher der Erde sind eines der wichtigsten Fundamente, auf denen unsere Kultur ruht. Von dort stammen viele Werte, viele äußerst bedeutsame Grundsätze. Und schon deshalb solltest Du dieser Literatur etwas Achtung entgegenbringen. Gruß, q.

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Liebe(r) NoTrouble41, die Kirchengeschichten sind für mich auch sehr schwer nachvollziehbar. Adam und Eva z.B. - was für ein Traumpaar - und doch musste Eva vom Baum der Sünde kosten, einen banalen Apfel. Wie konnte sie nur! Und warum war es eigentlich Eva und nicht Adam? Immer sind es die Frauen? Abgesehen von der sich stellenden Inzestfrage in dieser Familie mit zwei Söhnen und erst diese unbefleckte Empfängnis von Maria.....?!

Stop an dieser Stelle! Ich finde, dass man Glaube und Kirche, wenn man sich solche Sinnfragen stellt, definitiv trennen sollte, um nicht ganz vom Glauben abzukommen. Ich bin mir sicher, dass es etwas gibt, was wir mit unserem eingeschränkten Hirn nicht begreifen können. Eine andere Ebene, ein anderes Dasein nach dem Tod, wo vielleicht auch eine übergeordnete Macht (nennen wir diese ruhig "Gott") uns lenkt. Hierzu möchte ich auf die vielen Nah-Tod-Berichte verweisen, die für mich sehr tröstlich sind.

Gab es Jesus? Bestimmt gab es einen Jesus. Jemand der sehr charismatisch war und die Menschen mitreißen konnte. Vielleicht hatte er auch eine Nah-Tod-Erfahrung, konnte deshalb so überzeugend vom "Paradies, in dem Liebe herrscht" berichten.

Ich bin der Kirche dankbar, für jeden einzelnen Feiertag, den wir bekommen und ich mit meiner Familie verbringen darf. Ich muss nicht nach außen meinen Glauben bezeugen, ich habe meinen Glauben für mich definiert. Ich wünsche jedem, dass er auch an etwas Übergeordnetes glauben kann und nicht denkt, dass er als Biomüll landen wird. Denn das ist definitiv nicht tröstlich. Dir alles Gute!

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Kommentar von NoTrouble41
21.04.2016, 22:05

Danke für die Antwort.

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Kommentar von Garfield0001
21.04.2016, 22:06

woher weißt du dass das im Paradies ein Apfel War? in meiner Bibel steht nur etwas von "Frucht".

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Warum „selbst heute noch“?

Ich finde, gerade heute kann man weit besser und aufrichtiger glauben als je zuvor, weil niemand zum Glauben gezwungen wird, sondern völlig frei ist, sich dafür oder dagegen zu entscheiden, weil man alles hinterfragen kann und jeder so glauben darf, wie er es für richtig hält!

Ich möchte dir raten, dich beim Lesen der Bibel nicht gleich bei den ersten Schwierigkeiten verunsichern zu lassen. Lies und studier sie am besten geduldig bis zum Ende durch, um dir selbst ein Bild zu machen und den tieferen Sinn darin erkennen zu können!

Vielleicht wäre es nützlich, dabei die Hilfe von Experten, einem Pfarrer, Religionslehrer oder anderen bibelfesten Leuten, in Anspruch zu nehmen. Aber lass dich inzwischen nicht von dummen Sprüchen über die Bibel beeinflussen!

Von Anfang an gab und gibt es in der Welt die Macht des Guten und des Bösen, aber auch die Möglichkeit, selbst zwischen beiden Mächten zu unterscheiden und zu wählen! Dieser freie Wille ist uns gegeben worden, und daraus entsteht logischerweise nicht nur Freude, sondern auch viel Leid, das mit Kain und Abel begann.

Übrigens zeugten Adam und Eva nicht nur die in der Bibel mit Namen genannten Söhne! Laut Bibel zeugten sie fast ein Jahrtausend lang Söhne und Töchter (Adam wurde 930 Jahre alt), während auch ihre Nachkommen Söhne und Töchter zeugten.

Alle hatten die freie Entscheidung zwischen Gut und Böse, wobei viele von ihnen sicher das Gute gewählt haben, viele andere aber ganz sicher nicht! Genau wie auch heute noch!


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Ein Glaube ist einfach ein Glaube. Manchen Menschen gibt es Halt im Leben. Ich bin Agnostiker, ich glaube auch nicht unbedingt. Aber es stört mich nicht, wenn andere daran glauben. Wenn sie das Gefühl haben, dass es ihnen mit einer Religion gut geht, dann ist es doch was schönes.

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Für mich ist die große Frage:
Glaube ich, weil in der Bibel alles ideal und richtig ist?

Dann wird mein Glaube zerbrechen, wenn ich in der Realität ankomme und merke: Die Wirklichkeit ist gar nicht so.

So glaube ich schon lange nicht mehr.

Ich glaube, dass die Welt anstrengend und manchmal ausgesprochen grausam ist. Das wird in der Bibel deutlich dargestellt.

Wir leben in einer Welt, in der Menschen grausam sind, sich und anderen und der Natur schaden.
Und doch sind wir der Überzeugung, dass Liebe eine Chance hat. Dass man gegen Neid und Eifersucht etwas tun kann. Und dass das Leid der Welt und die Grausamkeit nicht das letzte Wort haben werden.

Ich kann keinem garantieren, dass es den Himmel gibt und dass es einmal einen Ausgleich oder eine Wiedergutmachung im Himmel geben wird.

Aber mir tut der Glaube daran gut.

Und sowohl der Glaube als auch die damit verbundene Unsicherheit helfen mir, mich für eine Welt einzusetzen, die weniger graumsam ist, in der Gerechtigkeit keine leere Behauptung ist, und in der die Natur möglichst gut geschont wird.

Und ich setze mich dafür ein, dass Glaube nicht nur als "schöne-heile-Welt" verkündigt wird. Sondern als zwar gute Hoffnung, aber doch nur mit einer realistischen Sicht auf die Welt, wie sie wirklich ist.

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Kommentar von joergbauer
23.04.2016, 14:05

Du musst und kannst ja auch keinem garantieren, daß es den Himmel gibt und die Bibel wahr ist. Das schenkt Gott, wenn man an ihn glaubt und ernst nimmt und die Botschaft der Bibel von der Vergebung der Sünden (das Grundübel) für sich persönlich angenommen hat. Gott garantiert in seinem Wort Vergebung, Annahme, Wahrheit und berechtigte Hoffnung.

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Etwas zu glauben heißt ja nicht alles was im alten Testament steht zu glauben. Das machen manche, aber die meisten Christen orientieren sich hauptsächlich am neuen Testament.

Abgesehen davon gibt es zehntausend Arten von Glauben an einen Gott (oder an mehrere), z.B. den Deismus --> d.h. der Glaube, dass die Welt/das Universum von einem Gott erschaffen wurde, der sich aber nicht weiter einmischt.

Man "glaubt" heute unter anderem immer noch, weil trotz aller wissenschaftlicher Erkenntnisse nicht erklärt werden kann wie genau Leben entstanden ist. Da kann man nur Vermutungen anstellen. Und erst recht nicht kann man erklären warum der Urknall überhaupt passierte und wie und was davor war blablabla... Wie die Welt entstanden ist und so... Könnte ja ein Gott gewesen sein...

Ich bin Agnostiker. Einen Gott schließe ich nicht zwangsläufig aus, aber lege mich auch nicht darauf fest.

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Warum zum Teufel tötet das 1. Kind der Welt seinen eigenen Bruder?

Natürlich kann man das fragen, aber was an ausgerechnet dieser Frage macht sie denn für Dich nun augenöffnender oder interessanter oder für die Birnenweichheitsmessung relevanter als beliebiger anderer Dreck und andere Fragen wie z.B.:

  • Warum bauen Menschen Atombomben?
  • Warum zünden Menschen die Häuser anderer Menschen an?
  • Warum gehört 85 Menschen die halbe Welt?

Und was genau ist denn die Frage, die Du stellen willst?

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Kain tötet Abel aus Neid und Eifersucht, weil dessen Opfergabe vor Gott als wertvoller angesehen wird. Natürlich ließe sich hier wieder darüber streiten warum ein ach so gnädiger und liebender Gott etwas derartiges geschehen lässt. Gott gab dem Menschen den freien Willen und die Möglichkeit, sich zu entscheiden, ob man zu Gott finden will oder nicht.

Du musst diesem "Zeug" keine 100%-ige Glaubwürdigkeit schenken, das verlangt niemand. Die Bibel ist ohnehin nicht wörtlich zu nehmen, da man die damaligen historischen und kulturellen Unterschiede zur heutigen zeit berücksichtigen muss. Die beste Methode der Auslegung biblischer Texte ist die historisch-kritische Exegese, weil dabei die ursprüngliche Aussage vom Wortlaut gelöst wird und sich dadurch der tiefere Sinn hinter dem Ganzen ergibt.

Ob Glaube für manche nur der Sinn des Lebens ist, steht für mich persönlich außer Frage. Manche finden auch nur zum Glauben, um sich an eine Vorstellung des Lebens nach dem Tod zu klammern. Ich persönlich finde aber, dass man MITHILFE des Glaubens zu seinem persönlichen Lebenssinn kommen sollte.

Ich habe mich übrigens selbst lange Zeit als Atheist bezeichnet, finde momentan aber immer mehr Gründe dafür, mich wieder dem Glauben zuzuwenden.

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Hier mal einige Gründe, warum ich an Gott glaube:

Ich glaube, dass diese durchdachte Welt geplant wurde, ich glaube nicht,
dass die Erde "einfach so" entstanden ist. Wissen Sie, wie gering die
Chance ist, dass ein Planet wie die Erde entsteht? Auch gibt es die
Meinung, dass für den Urknall ein Eingreifen von Gott nötig ist.

In der Bibel stehen erfüllte Prophezeiungen, z.b. zum Gebiet, was aus
unserer Sicht der Nahe Osten ist. Es steht auch in der Bibel, dass
falsche Propheten aufstehen werden. Es gibt auch noch viel mehr erfüllte
Prophezeiungen. Soweit ich weiß belegen Funde, dass die Bibel gut überliefert wurde.

Auch in der heutigen Zeit passieren Wunder, die auch von Ärzten
untersucht werden. Wenn es keine wissenschaftliche Erklärung gibt, warum
ein Mensch gesund wurde, dann ist ein Schritt getan, damit das Wunder
auch bestätigt wird. Die Ärzte wissen auch nicht immer, dass ihre
Untersuchungen für die Kirche sind. Es kann sein, dass es eine Bedingung
ist, dass ein Wunder passiert sein muss, damit ein Mensch von der
katholischen Kirche heilig gesprochen werden kann.

Zum Leben nach dem Tod: man kann im Internet ja mal nach "Wissenschaftler
Nahtoderfarung Buch" oder "Mädchen begegnet Jesus" suchen (ohne
Anführungszeichen).

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Kommentar von dadita
21.04.2016, 22:35

Auf die Standard-Propaganda nun die Standard-Antwort:

Gleich danach kann man im Internet nach "Mädchen von Außerirdischen entführt" und "Pyramiden von Repitiloiden gebaut" suchen, wenn man mit deinen Suchvorschlägen nicht schon genügend Unfug gefunden hat. 

Es gibt tausende "Prophezeiungen" in deinem Märchenbuch, die meisten absolut wage und abstrakt formuliert, sodass sie irgendwann eintreffen müssen. Porphezeihungen gab es auch vom Orakel von Delphi...es war ebenfalls Unfug.

Und zum Abschluss: Es gibt auch die Meinung, dass die Erde flach ist und Blitze von Zeus geschleudert wurden. Manche Meinungen sind einfach Schwachsinn.

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Der unseren Sinn für die Realität Gottes öffnende Bibelvers ist: Offb.12,9.

Der "Gott dieser Welt" hat sich bei Eva eingeschmeichelt und seitdem jeden Menschen verführt (1.Mose 3,3-6).

Seitdem muss diese Welt unter der Herrschaft Satans leben (2.Kor.4,4), die aber in Kürze beendet werden wird (Offb.20,2).

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Es stimmt dass die Bibel über 1000 mal umgeschrieben wurde und die endgültige Form im Jahre 347 n. Chr festgelegt wurde.

Bei dem oft umschreiben, ließ der eine etwas weg, der eine schrieb etwas dazu. Ebenso darf man nicht vergessen dass die Menschen damals etwas dass für sie unerklärlich war, sie es so erklärten wie es in ihre Zeit passte.

Manche Wissenschaftler behaupten sogar dass es an manchen Stellen in der Bibel aus heutiger Sicht hinweise auf extraterestrische Flugobjekte gibt.

Heute wäre es besser wenn man die Bibel nochmals überarbeiten würde. Dies würde aber dann bedeuten dass wohl viele Gläubige aus allen Wolken fallen würden.

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ich verstehe nicht, was du daran nicht verstehen kannst. es steht doch dort, warum Kain seinen Bruder tötete. -- ach ja ... Adam und Eva hatten noch mehr Kinder. keine sorge. seth ist zb wörtlich genannt. aber in den vielen Jahren werden sie wohl nicht nur 3 Kinder bekommen haben. DAS wäre tatsächlich unlogisch. aber wenn man singen verstand einschaltet kommt man drauf.

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Überlege bitte nur eine Minute, warum in Geschichte und Gegenwart Kriege geführt worden sind! Du kannst es natürlich als 'Schwachsinn' bezeichnen - die Bibel nimmt die Realitäten ernst. Das hat nichts mit 'Glauben' zu tun.

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Kommentar von NoTrouble41
21.04.2016, 22:49

Wer ist die Bibel? Die Bibel ist ein uraltes Buch das keine Person in Fleisch und Blut verkörpert, gar eine Gruppierung oder ähnliches beschreibt. Lediglich ist es eine Begründung dieser Welt und soll eigentlich auch Grundsteinlegung der Verhaltensregeln in der Gesellschaft darbieten.

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Was in der Bibel steht, glauben eben nur "Bibelgläubige"
Normale gläubige Christen vertrauen der Botschaft Jesu (in den Evangelien enthalten)
Die Erzählungen, "Berichte", Mythen und "Offenbarungen", welche von den Autoren der bibl. Schriften aufgezeichnet wurden, sind nicht Glaubensinhalt der Christen.
Wenn du dies meinst, liegst du daneben und die welche es so rüber bringen,
ob in der "Kirche" oder im Reli-Unterricht.

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Kommentar von pinkyitalycsb
22.04.2016, 00:17

Wenn du kein “Bibelgläubiger” bist, wie kannst du dann als sogenannter “normaler Christ” an die Botschaft Jesu Christi glauben?

Aus welcher Quelle stammen wohl die Evangelien, wenn nicht aus der Bibel?! Oder beziehst du dich auf unbekannte außerbiblische Quellen?

„Normale gläubige Christen“ vertrauen eben gerade auf die Botschaft Jesu, weil die Evangelien Teil der Bibel sind, die bekannterweise aus dem Alten und dem Neuen Testament besteht!

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Weißt du, NoTrouble, deine Bibelkenntnis geht gerade mal auf Null zu. Und da willst du dir ein Urteil erlauben? Nicht nur das, du sprichst in einer so abfälligen Art und Weise von Gottes Wort? Wäre dir die Kernausage der Bibel bekannt, würdest du Worte wie: „Wenn man dem Dreck in der Bibel glaubt, ist man nicht sauber in der Birne oder einfach nur ein Weichling der alles nur hofft." nicht in den Mund nehmen.

Dann schau dir mal den "Dreck" in der Welt an - glaubst du an den auch nicht? Du bist doch nicht etwa nicht ganz sauber in der Birne? Oder bist du ein Weichling, der hofft, dass sich schon alles zum Guten richten wird? Die Kernaussage der Bibel ist nämlich, dass sich tatsächlich alles zum Guten wenden wird! Das ist die gute Botschaft, das Evangelium, das das Königreich Gottes auf der Erde ankündigt. "Dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auch auf der Erde!"

Aber sei beruhigt, auch du hast den freien Willen zu glauben, was du willst.

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Ein Leben als Christ ist von Anfang bis Ende eine Umkehr des Normalen. Es ist sozusagen ein Paradoxum ersten Grades und somit eine Herausforderung an das scheinbar Unmögliche und Unlogische zu glauben. Paradoxie ist ist ein scheinbarer oder tatsächlich unauflösbarer, unerwarteter Widerspruch. Die Welt funktioniert nach den Gesetzen der Sünde. Wenn ein von den Sünden erlöster Mensch in einer sündigen Welt lebt, muss er anderen Gesetzen gehorchen (im Glauben) um zu dem zu kommen, was Gott will und was individuell für einen zum Besten dient (Römer 8,28). Wann ist man stark? Dann, wenn man schwach sind (2. Korinther 12,10). Wann ist jemand frei? Wenn er Christi Sklave wird (Römer 6, 17-20). Wann ist einer weise? Wenn er ein Narr wird um Christi willen (1. Korinther 1, 20-21). Man wird dann erniedrigt, wenn man sich selbst erhöht, aber erhöht, wenn man sich selbst erniedrigt (Lukas 14,11) und so weiter. Der eigentlich Kampf als Christ ist nicht, in erster Linie in der Welt der Sünde zu überleben, sondern den Glauben höher und realer zu achten als alle Umstände, Gefühle und eigenen Vorstellungen. Der Glaube an Gott ist ein Geschenk. Er verlangt Vertrauen und keine logischen Schlussfolgerungen nach eigenem Maßstab.

Durch den Glauben stirbt man quasi der Welt (als paradoxe Wahrheit) und lebt trotzdem (aus dem Glauben). Wer sein Leben in diesem weltlichen (nicht paradoxen und logischen) Sinne erhalten will, wird es verlieren (im übertragenen Sinne). Wer aber an das Unmögliche und Paradoxe glaubt (die Torheit der Predigt laut 1. Korinther 1,21) wird tatsächlich in den Augen Gottes leben und gewinnen. Der berühmte Kampf des Glaubens ist nicht der Kampf gegen die Welt - die hat Jesus für uns Christen bereits überwunden (Johannes 16,33) - sondern der Kampf des Glaubens im eigentlichen und wörtlichen Sinne. Die Welt ist ''normal'' - aber wir Christen sind es nicht - das ist unser Kampf. Wir stellen also dem logischen Unglauben einfach den wunderbar paradoxen Glauben entgegen. Wenn es um den Glauben geht, sollen wir uns eben gerade nicht auf unseren Verstand verlassen (Sprüche 3,5) - in anderen weltlichen Dingen (unsere Arbeit) ist das sicherlich schon nützlich und auch von Gott so gewollt. Aber eben nicht, daß wir unser Glaubensleben ''vernünftig'' machen oder machen lassen. Alles ist möglich dem, der ''nachdenkt''? Nein, sondern dem, der ''glaubt'' (Markus 8,23).

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Wenn jemand so denkt, das alles "Dreck" ist ,dann  kann auch ein Schüler oder Lehrer nicht glauben was in den Geschichtsbüchern steht.. Ob das  aus der Zeit des Alten Ägypten  ist oder aus der Zeit des Mittelalters...Oder haben die Kaiser /Pharaonen gelebt???

Manche Berichte der Bibel sind symbolisch gemeint ;jedoch  ich glaube das viele auch wirklich geschahen

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Kommentar von dadita
22.04.2016, 08:28

Was hat das eine mit dem anderen zu tun?  Was im Geschichtsunterricht gelernt wird, basiert auf Jahren der Forschung, nicht auf einem antiken Märchenbuch mt starkem Bias 

Viele unserer Erkenntnisse über die Geschichte unserer Spezies zeigen, dass die Bibel als historisches Dokument ebenfalls wenig verlässlich ist, so ist der Exodus beispielsweise ein reiner Mythos. 

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Gratuliere, du hast erkannt, was schon sehr viele Menschen vor dir erkannt haben: Antike Märchengeschichten bieten keine Antworten und sind als Lebensleitfaden denkbar ungeeignet. 

Der Großteil des Inhaltes der Bibel, insbesondere das Schöpfungsmärchen, sind vollkommen absurd und für einen Menschen der über das Wissen unserer Zeit verfügt einfach lächerlich. Damals waren sie natürlich verständlich, verfasst wurden diese Mythen immerhin von Menschen die nicht wussten "wo die Sonne abends hinging". Warum es aber heute noch Menschen gibt, die lieber besagten unwissenden antiken Barbaren glauben als sich auch nur ein bisschen mit der Welt um sich herum zu beschäftigen...nun, manche Dinge bleiben wohl tatsächlich unerklärlich.

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Kommentar von NoTrouble41
21.04.2016, 22:36

Dieses „Unerklärliche" ist eben nun mal unerklärlich. Da gibt es nichts groß zu editieren.

Zuvor dachte ich auch mal, dass wenn man sofort der Bibel geglaubt hat, welches irgendein "Schreiberling" verfasst hat und danach verstarb oder nicht mehr bekannt war um seine Meinung/Wahrheit zu bewahrheiten, warum kommt man damit nicht heute noch GROßdrum rum. Ja, Sekten. Ich weiß. Doch das ist eine andere Geschichte.

Doch by the way: Ist nicht sogesehen selbst eine Kriche/das Christentum auch eine Sekte?

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Die Bibel ist kein Geschichtsbuch.

Du kannst aus dem alten Testament nicht herauslesen, was wann wo genau von wem getan wurde.

Die Geschichten im AT wurden erzählt, damit wir einige Dinge auf der Welt besser verstehen können.

Um diese Dinge zu verstehen, muss man hinter diese Geschichten schauen und sich fragen, warum sie gerade SO erzählt wurden.

Die Geschichte von Kain und Abel ist eigentlich ein realistisches Bild von immer und überall: Menschen sind aufeinander neidisch, deshalb gibt es Konkurrenzkampf, im Extremfall sogar Mord.

Das alte Testament beschönigt da nichts an den Menschen, sondern beschreibt die schrecklichen Verhältnisse, die es immer gab und wohl immer geben wird.

Und Gott tötet nicht die Mörder, sondern überlässt sie ihrem eigenen Schicksal. Kain bekommt sogar ein Zeichen, das Kainsmal, damit er weiterleben (und vielleicht dann seine Schuld einsehen und bereuen und sich bessern) kann.

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Kommentar von Nadelwald75
22.04.2016, 08:59

Hallo anonymus987654,

es ist jetzt 08:58 Uhr am 22.04.16 und da stehen 22 Antworten. NAchdem ich mir alles (diagonal) durchgelesen habe. Meines Erachtens ist deine Antwort die einzige zutreffende. Alles andere ist entweder aggressiv oder fundamentalistisch geprägt.

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Kain tötete seinen Bruder Abel aus Neid. Dieses Motiv finden wir auch heute noch bei verschiedenen Straftaten, die auch manchmal bis zum Mord führen. Deshalb soll diese Geschichte davor warnen, nicht neidisch auf andere Menschen zu sein.

Sehr interessant und empfehlenswert zu der Frage, ob die Bibel recht hat, finde ich den folgenden Text wie auch die anderen Artikel auf der Internetseite: "http://gottesbotschaft.de/?pg=3048

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