Warum glaubt jede Religion, sie sei die "Beste"?

45 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Nur so kann Glaube funktionieren.

Niemand könnte ohne jeden Beweis an irgendeinen Unfug glauben, ohne das Diktat der Unfehlbarkeit des jeweiligen Glaubens. Warum sollte ein Christ Christ sein, wenn man ihm sagt, dass vielleicht auch die Hindus Recht haben könnten?

Religionen dienen der Machterhaltung einer bestimmten Gruppe von Menschen (dem jeweiligen politisch-religiösen Führer wie im Falle des Aton-Kults oder des Islam oder einer Priesterkaste wie in den meisten Religionen). Sie sind auch der Versuch, das mit dem jeweiligen Wissensstand Unerklärbare zu erklären - eben durch göttliche Intervention.

Je weiter eine Gesellschaft sich entwickelt, desto abstrakter wird ihr Gottesbegriff, es sei denn, das Religiöse wird irgendwann komplett aufgegeben.

Also: alle Religionen und Pseudo-Religionen (wie National-Sozialismus oder Kommunismus) behaupten, im Besitz der einzig gültigen Wahrheit zu sein, was jedwede wissenschaftlich fundierte Auseinandersetzung mit ihnen absolut unmöglich macht. Ein totaler Wahrheitsanspruch sollte bei jedem vernünftigen Menschen sofort zum Verwerfen der so vertretenen Idee führen, da eine Idee, die einen solchen Anspruch erhebt, diesen wahrscheinlich in Ermangelung echter Beweise wohl auch benötigt.

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Ein totaler Wahrheitsanspruch sollte bei jedem vernünftigen Menschen sofort zum Verwerfen der so vertretenen Idee führen,

So ist es. Sehr gut dargestellt.

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Wieso ist der Kommunismus eine "Pseudo-Religion"?

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@NinetiesResult

Weil er ebenso wie beim Christentum nur dann funktionieren kann, wenn es weltweit keinen Egoisten mehr gäbe. Gäbe es allerdings keine Egoisten, wäre der Mensch schon längst ausgestorben, weil er auf Vorteile die für ihn lebensnotwendig erscheinen, zu Gunsten der Gemeinschaft (Staat) verzichtet hätte.

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@NinetiesResult

Der Kommunismus hat alles, was eine Religion ausmacht: Gläubige, Priester, eine Ikonografie (Marxbilder, Leninbilder usw.), einen Kult, Prozessionen, das volle Programm. Auch die Nationalsozialisten waren so gestrickt. Daher kann man diese Ideologien als Pseudo-Religionen bezeichnen.

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@GuyHeadbanger

Ein Tisch ist aus Holz, hat vier Beine, ist ein Möbelstück, darauf kann man sich setzen, ist der Tisch nun ein Stuhl? Nur weil etwas gestrickt ist ähnlich wie eine Religion, muss es noch lange keine Religion sein.

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@freezyderfrosch

Daher nennt man es auch Pseudo-Religion, weil es halt alle wesentlichen Eigenschaften aufweißt. Wenn eine Ideologie religiöse Züge annimmt, ohne ein theistisches Konzept zu haben, wird man wohl von einer Pseudo-Religion sprechen dürfen.

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@GuyHeadbanger

Ich weiß was Pseudo bedeutet, nur mir persönlich gefällt es nicht Marxismus und Nationalismus generell mit Religion in Verbindung zu bringen.

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@freezyderfrosch

Naja, das ist dann wohl eine Frage des persönlichen Geschmacks. Nüchtern betrachtet hatten sowohl die Nazis als auch die Kommis quasi-religiöse Rituale. Kann man jetzt schön finden, oder eben nicht.

Offenkundig haben selbst die anti-religiösen Systeme erkannt, dass viele Menschen eine tiefe Sehnsucht nach dem Okkulten und Religiösen hegen und um diese zu erreichen, müssen sie in ihre ideologischen Konzepte eben derartiges integrieren. Bin auf dem Gebiet kein Experte, aber es springt einen je förmlich an, wenn man sich Berichte aus diesen Zeiten anschaut.

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@GuyHeadbanger

Aber du bist intelligent und darfst so wie ich auch einen persönlichen Geschmack vertreten, ist doch klar! (;

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Der Glauben ist kein Gebrauchtwagenmarkt ,wo man sich zwischen Verschiedenen Modellen entscheiden kann. Für einen radikal gläubigen gibt es nur einen Weg zu Gott und alles andere ist der Weg in die Hölle. Dabei werden oft Dinge aus dem zusammenhang gerissen und  dogmatisch gesehen,die bei genauerem Hinsehen so nicht richtig sind. Aber die Prediger und Anführer religiöser Gruppen fördern eben die Radikalität, weil sie fanatisch, kontrollsüchtig und engstinig sind. Ein religiöser Füher zu sein , bedeutet Macht zu haben über die die auf einen höhren. Und da wird eigenes Denken und Kritik oft unterdrückt.

Einfaches Beispiel: Die 10 Gebote: Du sollst nicht lügen, Du sollst nicht töten, Du sollst nicht Ehebrechen. Waspassierte: Ehebrecher wurden gesteinigt, der Glaube mit dem Schwert eingeprügelt, hunderttausende ermordet. Die Parteien mit dem C im Namen lügen uns jeden Tag an.

Glauben, an etwas zu Glauben ist wichtig, denn es zeigt uns eine richtung und gibt uns einen moralischen Rahmen  für unser Leben. Eskann auch halt da geben, wo die welt keinen Halt mehr bietet. Aber man muss aufpassen, das man nicht fanatisch wird und dumm, und nicht alles Glauben was religiöse Anführer einem sagen. Seinen Glauben und seinen Weg kann man nur für sich selber finden und man kann niemanden zum " richtigen" Glauben zwingen.  Wer wirklich glaubt , denkt oft, ermüsse andere retten, weil diese zu blind sind und nicht sehen das sie an einem Abgrund stehen. Aber in Wirklichkeit hat man nur selber Angst ,vor diesem Abgrund und das missionieren ist so als würde man sich an etwas klammern um nicht selber hinuter zu stürzen.

Es gibt etliche Glaubensausrichtungen und jede für sich glaubt die einzig wahre zu sein. Jeder muss den richtigen Weg für sich selber finden, und ich möchte nicht derjenige sein, der sein Leben lang einem Weg gefolgt ist um dann fest zu stellen, das es weder Himmel noch Hölle noch ein Leben nach dem Tod gibt. Denn wer nicht an ein Leben nach dem Tod glaubt, begreift, das das Leben hier und jetzt gelebt werden muss, und das kein Selbstmordattentat einen ins Paradies bringt.

Schon seit Jahrhunderten ist Religion ein Machtmittel und nicht bloßer Glaube.

Wer Macht hat, will sie behalten und ausbauen und nicht mit anderen teilen, das gilt für Politik und Wirtschaft genauso.

In der "Hilfreichsten Antwort" steht:
"Niemand könnte ohne jeden Beweis an irgendeinen Unfug glauben, ohne das Diktat der Unfehlbarkeit des jeweiligen Glaubens."

Da dieses Diktat aber von den Vertretern der Religionen kräftigst ausgeübt wird (vom von den Eltern vorgeschriebenen Tischgebet bis zum Reli-Unterricht und der Entsendung von Kirchenvertretern in den Rundfunkrat), glauben Milliarden von Menschen a"ohne jeden Beweis an irgendeinen Unfug", z.B. die vom Körper unabhängige Seele, ein Leben nach dem Tode, die Auferstehung (wie denn, als 90-jähriger Greis oder dementer Pflegefall, so wie man gestorben ist?), die Kraft von Bittgottesdiensten zur Flutbekämpfung oder Eindämmung von Epidemien usw.

Friedrich der Große sagte: "Vernünftig betrachtet, gibt es keinen Grund, warum man an irgendeinen Gott glauben sollte." Ein kluger Mann!

Die ganze Hilflosigkeit auch der Berufsgeistlichen zeigt sich in den Worten "Die Wege Gotte sind unerforschlich". Damit ist nicht nur jedes Gebet und jeder Gottesdienst, sondern die gesamte Theologie (vielleicht mit Ausnahme der Religionsgeschichte)  wertloses und überflüssiges Gelaber und wissenschaftsfernes Geschreibsel.

Warum erwarten religiöse Menschen Toleranz, besitzen aber selbst keine?

Mir ist aufgefallen, das vor allem sehr religiöse Menschen ständig auf unschuldig und friedlich tun, Toleranz VERLANGEN, aber selbst keine zeigen.

Ich komme selbst aus einer sehr religiösen (muslimischen) Familie, ich achte kaum auf das was ich anziehe (bin freizügig, werde deshalb sehr kritisiert von meiner Familie), ich toleriere und respektiere jeden auf dieser Erde das äußere ich auch (zB homosexuelle Menschen) ...

Wenn ich das einmal erwähne, dass ich gegen solche Menschen nichts habe, wird mein Verhalten als falsch angesehen und mir wird wieder mal erzählt was in dem 'heiligen' Buch über solch 'abscheuliche' Menschen steht .....

Das gilt aber nicht nur für Muslimas, auch Christen und Juden die ihre Religion richtig ausleben, sind total gegen solche Dinge, erwarten aber selbst Toleranz bis zum geht nicht mehr, weil deren Religion und sie selbst ja so heilig und friedlich sind ....

Aber wo ist die Logik der Menschen? Wieso geben die selbst keine Toleranz zurück..?

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