Warum glaubt ihr warum die Gesellschaft/Welt so schlecht ist?

10 Antworten

Die ganzen Nachrichten suggerieren, daß tagtäglich der blanke Horror auf der Welt sich ausgebreitet habe.

Wir sind so gut vernetzt, daß wir über jedes Unglück, über jede Bluttat, über jede Ausenandersetzung sofort Bescheid bekommen, und leider bekommen solche Nachrichten, die etwas positives zu berichten hätten, ganz selten zum Zug.

Die Welt war schon immer so. Nur haben wir früher nur das mitbekommen, was in nächster Nähe, oder im eigenen Land passiert ist.

Vielleicht wird der negative Eindruck besser, wenn nur einmal am Tag die Nachrichten konsumiert werden.

Ich muss erst sagen, dass ich kein Verhaltens-Experte bin.

Das ist eine interessante frage, wenn man wirklich drauf eingeht, dann könnte man denke ich darüber mehrere bücher schreiben.

Jemand wird dir sagen, dass die welt so ist wie du sie siehst, wenn du dauernd an gewalt und betrügern denkst, findest du mehr davon, weil du nach ihnen suchst.

Ein anderer wird dir sagen, dass das am schulsystem liegt und dass die kinder erzogen werden, um gegeneinander zu konkurrieren, im sport gibt es wettrennen, in schulen noten und man sagt ihnen, dass aus ihnen nichts wird, wenn sie schlechte noten haben, werden nicht eingestellt später, werden verarmen, somit untergehen, diese angst pflanzt man ein seit der kindheit.

Jemand sagt dir, dass es an religion liegt, am Kapitalismus oder sogar, dass die menschen genetisch ''schlecht sind und betrüger''.

Ich persönlich weiß nicht was ich sagen soll, es ist wirklich komplex, aber eines denke ich würde die welt verbessern, wenn die maschinen die arbeit der menschen übernehmen, somit gibt es viele arbeitslose, dann bräuchten wir ein neues system ''bedingungsloses grundeinkommen'' und das würde viel stress abbauen, menschen sind freier, müssten keine angst mehr haben um die zukunft, familie etc.

Aber da es nun zuviel wird hör ich auf... darüber kann man wirklich jahre schreiben^^

Auch wenn die Frage vielleicht schon ein wenig zittert vor Altersschwäche, ist sie ist ewig jung und nicht totzukriegen. Menschen gibt es ja auch schon recht lange.

Wie zu sehen unterscheide uns ein signifikanter Unterschied zum Rest der Schöpfung, den anderen Entwicklungsergebnissen der Evolution. Die betrachte ich als erfolgreichste und friedlichste Veranstaltung aller Zeiten. (Tiere veranstalten keine Kriege. Was wir als aggressives Verhalten werten, ist notwendiger Selbsterhalt, Stärkung anderer Arten durch entsprechende Auslese. Alles folgt dem RECHT DER STÄRKEREN und dem Diktum LEBEN UND LEBEN LASSEN. Zwei universelle Vorgaben, die viel mit der jeweiligen Energie verknüpft sind, doch nicht nur für Bewegung sorgen, sondern auch die jeweilige Erscheinungsformen aufrecht halten. Ein Granitbrocken ist ja nicht nur ein Gestein, weil es so entstanden ist. Im Granit bewegt sich unheimlich viel. Atome und Moleküle halten alles in Bewegung.

All das, was im Grunde fantastisch funktioniert, sich über unvorstellbar große Zeiträume aufeinander eingespielt hat und dabei entwickelte, besteht aus einem faszinierend gerechten Geben und Nehmen BeTEILigter. Dieses Hin und Her ist bis in die kleinsten Bestandteile von allem erkennbar und managed ungeheuere Energien so gerecht, dass sich all das entwickeln konnte, was wir heute mit atemberaubenden Wahrnehmungsmöglichkeiten als entsprechendes Verteilen von Energie auf entsprechend viele BeTEILigte begreifen können.

Forscher sind bei ihren Bemühungen um das Erkennen von all dem, was passiert, bis in unvorstellbare Winzigkeiten vorgedrungen, dem Mikrokosmos, und haben unvorstellbare Größen und Weiten auskundschaftet, den Makrokosmos. Beides lässt sich bei genauem Wahrnehmen als faszinierend gerechtes Verteilen von Energie erkennen.

Wir Vernunftwesen nun haben so viel Hirn entwickelt, dass wir dieses so unendlich wichtige, alles beherrschende Geben und Nehmen mit unserem bisschen mehr Hirn auch so wahrnehmen und verzerren können, dass es unserem Vorstellungsvermögen entspricht, aber nicht mehr den Tatsachen. Für Gerechtigkeit zählen aber nur Tatsachen.

Gebe ich einem für ein gebrauchtes Fahrrad, nur 9 Fünfzig-Euro-Scheine in einem Briefumschlag, statt wie vereinbart 500 Euro, weil 50 Euro zum Einkaufen verschwunden und vergessen wurden, und vertraut mir der Verkäufer, ist der Ärger u. U. groß. Passiert sowas öfter bei so vielen Individuen und Gelegenheiten mit den unterschiedlichsten Aktivitäten, kann man sich vorstellen, was sich alles an Belastungen entwickelt in unserer großen Welt. So klar und eindeutig wie im Beispiel mit dem Fahrrad ist ja nicht alles.

Oft werden entsprechende Ungerechtigkeiten sogar vereinbart. Weil gerade keine anderen Partner zur Verfügung stehen. Viele Menschen arbeiten anderen in die Tasche. Oft können die jeweils Stärkeren, Unabhängigeren, Mächtigeren zum Nachteil Schwächerer, Abhängigerer, Ohnmächtigere Vorteile erwirtschaften und vieles so miteinander verknüpfen, dass auch schreckliche Dummköpfe sehr sehr reich werden. Und mit all dem, was täglich überall passiert, entstehen überall Machthierarchien mit vielen Ohnmächtigen und Mächtigen.

Missgunst, Neid und Habgier sind klassische Folgen von zu vielen Ungerechtigkeiten, die bei genug Ignoranz Mächtiger dann auch Amok und Terror provozieren. Es müssen ja nur noch Juristen versagen und sich ebenfalls ungerecht verhalten, die eigentlich Ungerechtigkeiten aus der Welt schaffen sollten, inzwischen aber nicht mal mehr wissen, was Gerechtigkeit bedeutet. Ihr Gerechtigkeitsunwissen hat sich schon so verselbständigt, dass sie dem Volk erzählen, Gerechtigkeit sei ein subjektiver Wert. Als sei ihnen nicht bewusst, dass es grundsätzlich um einen Konsens geht. Nur akzeptable Konsense ermöglichen tragfähige Kompromisse, die keinen Kompensationsbedarf entwickeln.

Mit dem Bedürfnis der Kompensation erlittener Ungerechtigkeiten entstehen viele ungerechte Erwartungen in unserem Dickschädel, mit denen wir unsere Gemeinsamkeiten schon im Voraus belasten. Und je mehr Ungerechtigkeiten entstehen in unserer Welt, desto mehr Raum schaffen wir für neue. Teufelskreise ohne Ende, gegen die Politiker machtlos sind, weil sie immer nur Fehlentwicklungen aus dem Verhalten vieler auf möglichst viele Schultern verteilen.

Dann haben Medien immer viel zu tun und trösten uns mit Bad News. Und so weiter und so fort, bis in alle Ewigkeit? - Eigentlich müssten wir uns nur ein bisschen gerechter verhalten. Schon ein bisschen würde unheimlich viel ausmachen, weil all das, was die Menschheit belastet, inzwischen sogar die Natur runterzieht, durch irrsinnig viele kleine Ungerechtigkeiten, die uns oft nicht mal auffallen. Wüssten viele, worum es geht beim möglichst gerechten Geben und Nehmen, würde das Gemeinsamkeiten oft positiv beeinflussen: Es geht nur um gemeinsames Zufriedensein, das weiterem nicht im Wege ist. (Wer sich was Höheres hinter allem vorstellt, verschafft sich damit Zufriedenheit.)

Das glaube ich nicht. Das ist lediglich der Eindruck, wenn man sich ausschließlich von der Sensationspresse einlullen lässt. Die berichten weltweit von jeder Bluttat. Doch geh mal in unsere Krankenhäuser und Seniorenheime, was da an guter und mitfühlender Arbeit geleistet wird. Bist Du in einem Verein und weißt Du, wie viel Zeit dort von den freiwillig Engagierten geopfert wird, dass der Laden zum Vorteil aller läuft? Davon hörst Du in den Medien kein Wort. Das ist ja "normal" und "langweilig". Doch die Menschen waren schon immer so. Im Mittelalter war jede öffentlich blutige Hinrichtung gleich ein Volksfest. Verglichen mit den 50er Jahren geht es uns weltweit relativ gut - was nicht heißt, dass nichts zu verbessern wäre.

Schaut man weiter zurück, dann wundert man sich, dass sich die Menschheit überhaupt fortgepflanzt hat. Das soll das Übel in unserer Zeit nicht wegrelativieren, doch kannst Du Dir vorstellen, dass es weltgeschichtlich eine Sensation ist, dass wir zumindest in Europa seit gut 70 Jahren keinen Krieg mehr hatten. Das war vor 1945 sehr viel anders. Da erlebte nahezu jeder Generation mindestens einen Krieg. Im 30jährigen Krieg wurde etwa die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland blutigst ausgelöscht. Möchtest Du mit denen tauschen? Ich glaube, es fehlt einfach an Geschichtsbewusstsein und Wissen, wie es früher war.

Und alle die Kapitalismuskritiker verschweigen tunlichst, dass vor der Industrialisierung und dem damit verbundenen Kapitalismus die Bevölkerung nur langsam gewachsen ist und danach fast um das 10fache explodierte - nicht weil es den Leuten schlechter ging, sondern weil einfach mehr ernährt und medizinisch versorgt werden konnten. Schau Dir mal an, wie es z.B. um 1500 im damals "reichen" Frankfurt zuging:

https://www.zdf.de/dokumentation/terra-x/ein-tag-im-mittelalter-102.html

Und alle die Kapitalismuskritiker verschweigen tunlichst, dass vor der Industrialisierung und dem damit verbundenen Kapitalismus die Bevölkerung nur langsam gewachsen ist und danach fast um das 10fache explodierte

Und die Sozialimuskritiker verschweigen, dass der Kapitalimus kurz davor steht seine ökologischen Wachtstumgrenzen zu errecichen und dabei die endlichen Ressourcen für die nachfolgenden Generationen auffrisst.

Mal sehen wie sich die Bevölkerung dann entwickelt??? Auch verschweigen diese, dass der Sozialismus im Vergleich zum Kapitalismus völlig wachstumunabhänging ist, da staatliche Betriebe auch ohne dieses Wachstum bereit sind zu inverstieren, so dass der Wirtschaftskreislauf nicht zusammen bricht.

Wo bleibt denn da Deine Verantwortung für künftige Generationen???

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@Dichter1Denker

Deswegen ist ja der reale Sozialismus auch untergegangen und hat eine verheerende Ökobilanz hinterlassen. Ziel des Sozialismus ist ja bekanntlich der Kommunismus. Wie wäre es da mal mit einer Korrektur, da die Träume des 19. JH von grenzenloser Produktion längst ausgeträumt sind. Dass der Sozialismus völlig wachstumsunabhängig sei ist doch auch ein leeres Versprechen. Bis jetzt hatten alle realen Versuche nur Minus-Wachstum aufzuweisen und zum Schluss Armut statt des versprochenen Wohlstands. Den hatten nur wenige Funktionäre.

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@berkersheim

Ich komme aus einem kleinen Ostdeutschen Dorf und durch die Erzählung der älteren weiß ich, dass es auch in den Ostblockstaaten Wohlsstandsmehrung gab.

"So schlecht haben wir eigentlich nicht gelebt," höre ich da am häufigsten. Das ausblenden der Realität ist immer ein besonderes Talent von Dir!!!!

Und vor allen Dingen: Was nützt es immer nur Behauptungen auf zu stellen, die nicht der Realität entsprechen. ??? Kannst Du nämlich besonders gut.

Wie erklärst Du Dir dann diesen Artikel oder die Quelle:

http://www.zeit.de/wirtschaft/2009-11/gerhard-heske-ddr

http://www.memo.uni-bremen.de/docs/m3309.pdf

PS: Was nützen die historisch verfallenen Errungenschaften des Kapitalismus, wenn er uns mit seiner Ressourcenverschwendung in baldiger Zukunft in den Abgrund reißt. Wo bleibt denn dann noch das Versprechen für Wohlstand und deine Verantwortung für künftige Generationen.???

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@Dichter1Denker

Ach Dichter1Denker, der Mann mit dem überanspruchsvollen Namen, bestätigst Du Dich wieder als DDR-Verklärer. Übst Du Dich wieder im Verdrängen? Deine Eltern waren wohl SED-treue Funktionäre und retten jetzt mit gebeugter Erinnerung ihre missratene Vergangenheit und - so läuft es also - sind heute als ehemalige Funktionäre besser positioniert als viele von Ihnen Zwangsverwalteten.

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@berkersheim

Ach berkersheim, bestätigst Du dich wieder als ein Sturrkopf, der jede Statistik, die nicht in dein Weltbild passt als Humbug darstellst??? Und dass Du außer argumentum ad hominem und Verleumdung nichts zu bieten habst???

Nein.meine Eltern waren keine SED-Mitglieder. Das selbe gilt auch für meisten aus meinem Dorf, (und wieder einmal hast Du beswiesen, dass Du nicht richtig lesen. Weder hier auf gutefrage.net noch Statistik) da diese zu einer kleiner katholischen DDR-Minderheit gehörten, die sich dem SED-Regime sogar sehr stark wiedersetzt haben.

Außerdem solltest Du nicht vergesen, was was für einem Unterirdischen Niveau sich Deine Argumentation befindet. wenn jemand 5 Sprachen beherrscht lautet deine plumpe Reaktion so:

Du bildest Dir unheimlich viel auf Deine diversen Sprachkenntnisse ein. Was hilfts, wenn Du nicht mal den Arsch in der Hose hast, zu Deinem Volk zu stehen. Immer, was angeblich die anderen denken. Machst Du das mit Dir selbst genauso? Musst Du erst in 5 Sprachen lesen, was Du von Dir halten darfst?

Noch ein Zitat von Dir: Historisch hat sich schon Hannah Arendt beklagt, dass zur Nazizeit gerade die intelligenten, gebildeten und als belesen gelten wollenden Menschen um der eigenen Karriere und des öffentlichen Ansehens willen sich auf die Seite der Naziideologie geschlagen haben

Und dass es eine gelenkte öffentliche Meinung nicht gibt, das würde ich mal mit einen sehr dicken Fragezeichen versehen.

Ja und dieser sollte man sich nicht kritiklos anschließen, wie es schon die Nazi-Collaborateure gemacht haben. Oder Du weil, Du ja unbedingt Deinen "hohen Geist" unter Beweis stellen wilst:

Die öffentliche Meinung hier in Deutschland sagt, dass es nicht nötig oder möglich sei, ein Import-Export-Gleichgewicht zu halten. Dafür wird Deutschland von der ganzen Welt kritisiert, weil es Schwachsinn ist.

Und wenn man den berkersheim darauf hinweist, was der Rest der Welt von Deutschland hält, dann betreibt der berkersheim argumentative Abschottungspolitik nach nordkoreanischem Vorbild.

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Wieso..das ist immer schwer zu sagen. Aber die Medien, der technische Fortschritt und die Gesellschaft tragen dazu bei. Es ist traurig, aber wenn man überlegt welche Werte und Normen es vor 10 - 15 Jahre gab und heute ist die Gesellschaft einfach verdorben. Die meisten sind einfach mitläufer von irgendwelchen Trends um dazu zu gehören und es somit einfacher in der Gesellschaft zu haben. Das Abi zb. Alle wollen Abi machen weil sie denken es macht sie automatisch zu jemand besserem. Das ist schon traurig, oder was Medien mit uns machen. Die Wahrheit ist, dass man nichts daran ändern kann. Und es wird immer so sein. Menschen werden immer schlechte Dinge tun, grauenhafte Dinge, weil es so nun mal ist. Man kann nur versuchen aus den Fehlern der Anderer zu lernen und es besser machen. Und für sich entscheiden was gut ist und vielleicht findet man dann eines Tages jemanden der das genau so sieht, weißt du?

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