Warum glaubt ihr an Gott?

15 Antworten

Weil Er (Jes.45,22)

im Gegensatz zum "Gott dieser Welt" (Offb.12,9) die "Wahrheit" (Joh.17,17) spricht

und uns ewiges Leben schenkt (Offb.20,4).

Woher ich das weiß:Recherche

Wieso denkst du, dass stimmt, was in der Bibel steht?

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Hallo AwesomeIAm,

ich glaube an den Gott der Bibel und daher stütze ich meine Aussagen darauf. Ich habe die Bibel genau geprüft, so dass sie aus meiner Sicht ohne Zweifel als das Wort Gottes gelten kann. Nun aber zu den Gründen im einzelnen, weswegen ich überhaupt an Gott glaube.

Mein Glaube an Gott wird durch vieles gestützt, was jeder sehen und beobachten kann: die Dinge in der Natur und vor allem der menschliche Körper. Wenn ich die vielfältigen Lebensformen betrachte, ist aus meiner Sicht sehr deutlich erkennbar, dass sich die Natur nicht quasi selbst hervorgebracht haben kann.

Da wäre zum Beispiel die Zellforschung. Heute kann man den Feinaufbau innerhalb der Zelle erkennen und versteht immer besser das Zusammenspiel der einzelnen Komponenten. Die Zelle kann mit einer ummauerten Stadt verglichen werden, die Ein-und Ausgänge, Kraftwerke, Produktionsanlagen, eine Kommandozentrale und etliches mehr besitzt. Sie ist also, obwohl mikroskopisch klein, ein hochkomplexes Gebilde!

Faszinierend finde ich auch die Konstruktionsmerkmale bestimmter Lebewesen. Diese haben auch die Aufmerksamkeit der Wissenschaft auf sich gezogen. Es gibt sogar einen Forschungszweig, die Biomimetik, der sich ausschließlich mit besonderen Konstruktionen und Leistungen aus der Tierwelt beschäftigt und diese auf die Verwertbarkeit und Anwendbarkeit in der Industrie prüft.

Es ist aber nicht nur die Natur, die Aussagekraft im Hinblick auf einen Schöpfer besitzt. Eines der wichtigsten und faszinierendsten Werke Gottes ist die Bibel, die auch als das geschriebene Wort Gottes bezeichnet wird. Zwar schrieben insgesamt etwa 40 Schreiber daran, doch standen sie, wie die Bibel selbst bezeugt, dabei unter göttlicher Anleitung.

Ein besonderer Aspekt der Bibel ist, dass ihre Leitlinien und Grundsätze zeitlos, d.h. auch in unserer Zeit noch immer sinnvoll und anwendbar sind. Zum anderen verfügt die Bibel über bestimmte Kenntnisse, die auf dem Hintergrund der Zeit, in der sie verfasst wurde, durchaus auf einen übermenschlichen Ursprung schließen lassen können.

Abschließend möchte ich noch einen sehr wichtigen Punkt nennen: Gott ist für mich in meinem persönlichen Leben erfahrbar. Die enge Verbundenheit mit ihm beruht nicht auf einer Illusion, sondern auf realen Erfahrungen, die ich im Laufe meines Lebens gemacht habe.

Das ist in in wenigen Worten nur einiges von dem, das mich davon überzeugt, dass es wirklich einen Gott gibt. Ich bin mir bewusst, dass viele meine persönliche Überzeugung nicht teilen und respektiere auch andere Auffassungen. Hier muss eben jeder seinen eigenen Platz finden!

LG Philipp

Hi, du hast echt viel geschrieben, aber ich möchte gerne auf einen oder zwei Punkte ganz besonders eingehen.

Zum einen sagst du, dass du an den Gott der Bibel glaubst und daher deine Aussagen auf die Bibel stützt. Heißt das, dass du alles, was in der Bibel steht als wahr und richtig ansiehst? Zum Beispiel auch das Halten von Sklaven?

Zum anderen finde ich diese Aussage von dir interessant: " Zwar schrieben insgesamt etwa 40 Schreiber daran, doch standen sie, wie die Bibel selbst bezeugt, dabei unter göttlicher Anleitung." Du sagst damit quasi: "Die Bibel hat recht, denn sie sagt, dass sie recht hat." das ist in keiner Weise ein gültiger Beweis für Richtigkeit. Hast du andere Belege, die deine Argumentation unterstützen?

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@AwesomeIAm

Hall AwesomeAm,

danke erstmal für Dein Feedback und Deine kritischen Anmerkungen! Gerne will ich auf die einzelnen Punkte eingehen.

Zum einen sagst du, dass du an den Gott der Bibel glaubst und daher deine Aussagen auf die Bibel stützt. Heißt das, dass du alles, was in der Bibel steht als wahr und richtig ansiehst? Zum Beispiel auch das Halten von Sklaven?

Wenn man einzelne Aussagen der Bibel herausgreift, muss man immer die Zeit im Blick haben, in der diese getätigt wurden und auch den Gesamtkontext berücksichtigen. So hat beispielsweise das Gesetz, dass Gott seinem Volk durch Moses gab, für Christen keine Gültigkeit mehr. Das wird an verschieden Stellen klar und deutlich gesagt.

Und was Dein Beispiel der Sklaverei betrifft: Zur Zeit der Niederschrift der Bibel war die Sklaverei ein fester Bestandteil der damaligen Gesellschaft und Kultur. Somit bestand auch innerhalb des Volkes Israel die Sklaverei, allerdings in ganz anderer Form, als sie vielfach sonst praktiziert wurde, nämlich durch Ausbeutung und Unterdrückung der armen Klasse.

Im Gesetz, das Gott seinem Volk gab, war zum Beispiel festgeschrieben, dass niemand berechtigt war, einen Sklaven schlecht und ausbeuterisch zu behandeln. Und so kam es immer wieder vor, dass Sklaven, wenn ihre Sklavenzeit beendet war, sich dennoch entschieden, bei ihrem Herr zu bleiben. Die humane Behandlung von Sklaven unter den Israeliten und später unter den ersten Christen, hat nichts mit dem Bild gemein, dass man sich in der Regel macht, wenn man an Sklaverei in früherer Zeit denkt.

Du sagst damit quasi: "Die Bibel hat recht, denn sie sagt, dass sie recht hat." das ist in keiner Weise ein gültiger Beweis für Richtigkeit. Hast du andere Belege, die deine Argumentation unterstützen?

Dass die Bibel göttlichen Ursprungs ist, wird in der Tat durch zahlreiche Belege gestützt! Hier nur einige wenige Beispiel:

Da ist zunächst einmal die Genauigkeit zu nennen, auf die man überall in der Bibel trifft und die von einem Werk, das von Gott stammt, auch erwartet werden kann. Hier ein Beispiel: Für Leser der Bibel ist König David kein Unbekannter; sein Name kommt darin nämlich 1138mal vor. Bis vor etwa 20 Jahren gab es jedoch keinen außerbiblischen Beweis für die Existenz dieses Davids und manche mögen ihn für eine fiktive Gestalt gehalten haben.

Doch im Jahre 1993 entdeckten Archäologen unter der Leitung von Professor Avraham Biran auf einem alten Schutthügel im nördlichen Teil Israels einen Basaltblock. Auf diesem Stein standen u.a. die Worte "Haus Davids" und "König von Israel".

Diese Inschrift datiert aus dem 9. Jahrhundert v.Chr. und könnte ein Teil eines Siegesdenkmals der Aramäer gewesen sein. Über diesen Fund hieß es in der Zeitschrift Biblical Archaeology Review : "Zum ersten Mal wurde damit der Name David in einer außerbiblischen alten Inschrift gefunden".

Ein anderes Beispiel ist das der in der Bibel erwähnten Stadt Ninive. Viele Jahre zogen Bibelkritiker in Zweifel, dass diese Stadt je existiert hat. Doch im Jahre 1849 legte Sir Austen Henry Layard die Ruinen des Palastes des König Sanheribs frei. Später stellte sich dann heraus, dass dieser Palast zu der alten Stadt Ninive gehörte. Interessant ist auch ein Wandrelief dieses Palastes, auf dem die Inschrift zu lesen ist: "Sanherib, König der Welt, König von Assyrien, saß auf seinem Thron und musterte die Beute aus Lachis".

Dies gibt den Bibelbericht der Einnahme der Stadt Lachisch durch König Sanherib wieder, wie er in 2. Könige 18:13,14 zu lesen ist. Über seine Entdeckung schrieb Layard: "Wer hätte es vor diesen Entdeckungen für wahrscheinlich oder möglich gehalten, unter dem Erd- und Schutthaufen an der Stelle Ninives die Geschichte des Krieges zwischen Hiskia [König von Juda] und Sanherib zu finden, die — niedergeschrieben zu ebenjener Zeit, da Sanherib ihn führte — den Bibelbericht sogar bis in alle Einzelheiten bestätigt?" (Sir Austen Henry Layard, Nineveh and Babylon, 1882, S. 51-2).

Außer diesen beiden Beispielen gibt es noch viele weitere Artefakte, die den biblischen Bericht oftmals bis ins kleinste Detail bestätigen. Erwähnen möchte ich noch den berühmten, 3000 Jahre alten Mesa-Stein, der östlich des Toten Meeres gefunden wurde und heute im Louvre- Museum in Paris zu besichtigen ist. Auch hier ist die Inschrift in genauer Übereinstimmung mit dem Bericht der Ereignisse aus der Bibel (nachzulesen in 2. Könige, Kapitel 3).

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@Philipp59

Ein Beleg für den göttlichen Ursprung ist auch die Übereinstimmung der Bibel mit wissenschaftlichen Tatsachen und Erkenntnissen. Natürlich ist die Bibel kein wissenschaftliches Buch, doch wenn sie wissenschaftliche Themen berührt, dann ist sie erstaunlich genau und dem Wissen ihrer Zeit weit voraus.

Erwähnenswert sind hier z.B. ihre Aussagen auf medizinischem Gebiet. Während in Urkunden der alten Ägypter medizinische Ratschläge nachzulesen sind, die zum einen völlig unwissenschaftlich waren und zum anderen zum großen Teil auf Magie beruhten, geben einige Texte der Bibel, die aus der gleichen Zeit stammen, medizinische Anweisungen, die noch immer mit den Kenntnissen der modernen Medizin übereinstimmen.

Zum Beispiel wurden im "Gesetz Mose" den Israeliten Hygienevorschriften gegeben, die auf einem Wissen beruhen, das die Menschen der damaligen Zeit einfach noch nicht haben konnten. Zum Beispiel besagte eines ihrer Gesetze, dass Exkremente außerhalb des Lagers Israels vergraben werden mussten (siehe 5. Mose 23:13). Diese äußerst sinnvolle Maßnahme war der Gesundheit aller dienlich, da es dazu beitrug, dass das Wasser nicht verseucht und der Ausbreitung von Krankheiten entgegengewirkt wurde.

Auch eine Reihe anderer Hygienemaßnahmen verhinderten, dass sich bestimmte Infektionskrankheiten massiv ausbreiteten. Wer beispielsweise eine ansteckende Krankheit hatte bzw. ein Verdacht dieser Krankheit bestand, musste in Quarantäne (siehe 3. Mose 13:1-5). Oder wer eine Leiche berührte, galt als unrein und musste sich gründlich reinigen, bevor er sich wieder anderen Menschen nähern durfte.

Worauf lassen diese genauen Reinigungsvorschriften und Hygienemaßnahmen der Israeliten schließen? Nun, Moses, durch den das Volk das Gesetz bekam, war weder Arzt noch sonst wie in medizinischen Fragen bewandert. Das Wissen, das hinter all den beschriebenen Maßnahmen stand, musste von einer höheren Quelle stammen und kann daher als ein weiterer Beleg für den göttlichen Ursprung der Schriften der Bibel gesehen werden.

Als letzten und überzeugendsten Punkt möchte ich die Prophezeiungen der Bibel erwähnen. Diese haben sich in ihrer Erfüllung stets als höchst zuverlässig erwiesen. Wenn die Bibel Voraussagen macht, dann handelt es sich dabei nicht um ungefähre Einschätzungen dessen, was kommen könnte, wie das bei Prognosen der Menschen der Fall ist. Ihre Prophezeiungen sind im Voraus geschriebene Geschichte! Das übertrifft bei weitem menschliche Fähigkeiten und Möglichkeiten!

Als ein Beispiel möge das alte Babylon dienen. Sie war eine bedeutende Handelsstadt und galt wegen ihrer strategisch günstigen Lage und ihres doppelten Mauersystems als uneinnehmbar. Schutz bot vor allem der breite und tiefe Wassergraben, der die Stadt umgab, gespeist aus dem Fluss Euphrat.

Bereits im 8. Jahrhundert v. Chr. ließ Gott durch seinen Propheten Jesaja folgendes Schicksal für Babylon ankündigen: "Und ich will sie zu einem Besitztum von Stachelschweinen und [zu] schilfbestandenen Wasserteichen machen, und ich will sie mit dem Besen der Vertilgung hinwegfegen“ ist der Ausspruch Jehovas der Heerscharen" (Jesaja 14:23).

Jesaja beschrieb in seiner Prophezeiung auch, auf welche Weise Babylon besiegt werden würde. Der sogar mit Namen genannte persische Eroberer Cyrus würde die Ströme "austrocknen", so dass die Stadt leichter einzunehmen wäre. Die Prophezeiung nennt auch eine weitere bedeutende Einzelheit: Am Tag der Einnahme wären die Tore der Stadt geöffnet, was natürlich völlig ungewöhnlich war.

200 Jahre nach dieser Prophezeiung kam dann die Erfüllung: In der Nacht des 5. Oktober 539 v.Chr. nahm das medo-persische Heer unter ihrem Führer Cyrus des Großen die Stadt praktisch kampflos ein. Cyrus hatte zuvor das Wasser des Euphrat abgeleitet, so dass sein Heer wegen des gesunkenen Wasserstandes der die Stadt umgebenden Gräben bis an die Mauern vordringen konnten. Da die Bewohner Babylons in dieser Nacht ein Fest feierten und sich in völliger Sicherheit wähnten, wurden die Tore aus Nachlässigkeit offen gelassen. So konnten die Soldaten die Mauer passieren und in die Stadt eindringen. Alles spielte sich genau so ab, wie in Jesajas Prophezeiung angegeben, jedes Detail stimmte.

Welche Schlussfolgerung kann man aus all dem ziehen? Nun, ein Mensch ist nicht dazu in der Lage, solche genauen Vorhersagen über einen so langen Zeitraum zu machen. Diese Fähigkeit besitzt nur Gott, der von sich selbst sagt: "Da ist kein anderer Gott noch irgendeiner wie ich; der von Anfang an den Ausgang kundtut und von alters her die Dinge, die nicht getan worden sind" (Jesaja 46:9,10).

Somit sind die vielen erfüllten Prophezeiungen der Bibel, sowie auch die anderen hier angeführten Punkte, ein unschlagbares Indiz dafür, dass ihr Inhalt aus einer übermenschlichen Quelle stammt und die Bibel somit eindeutig als das geschriebene Wort Gottes gelten kann!

LG Philipp

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@Philipp59

Sklaverei:
Warum spricht Gott sich nicht gänzlich gegen die Sklaverei aus? Bist du in der heutigen Zeit immer noch der Meinung, dass Sklaverei in Ordnung ist unter den in der Bibel beschriebenen Regeln (in denen es unter anderem heißt, dass es absolut legitim ist seinen Sklaven lebensbedrohliche Verletzungen zuzufügen, solange er ihnen nicht innerhalb von einigen Tagen erliegt)? Immerhin hat Gott nichts dagegen.

Historische Genauigkeit
Es ist nicht sonderlich beeindruckend, dass Zeitzeugen die Geschehnisse ihrer Zeit relativ detailliert wiedergeben können.

Medizinische Kenntnisse und Hygiene
Du beschreibst hier gängige Praktiken. Nicht nur von den Juden oder frühen Christen. Sie liegen einfachen Beobachtungen zu grunde. Komm nem Kranken zu nahe und du wirst selbst krank. Hätte die Bibel jetzt irgendetwas von Viren und Bakterien erzählt, wäre das ganze etwas anderes gewesen. Aber man glaubte schlicht weg, dass jede Krankheit entweder eine Strafe oder eine Prüfung Gottes war und wer sich da einmischte wurde gleich mit gestraft oder geprüft.

Prophezeiungen
Zwischen dem Zeitpunkt einer Prophezeiung und deren Erfüllung lagen nicht selten viele Jahrzehnte, wenn nicht sogar Jahrhunderte. Genügend Zeit um Situationen entsprechend der Prophezeiung anzugleichen. Außerdem wurde in dieser Zeit die Prophezeiung immer wieder neu erzählt und oft einfach angepasst. Darüber hinaus sind die Prophezeiungen immer recht vage formuliert und nicht einmal Bibelforscher und Geistliche sind sich immer einig welche Ereignis auf welche Prophezeiung beruht. Wenn ich im Restaurant ein Steak bestelle ist es auch keine erfüllte Prophezeiung, wenn der Kellner mir das dann bringt.

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@AwesomeIAm

Bevor ich entscheide, ob eine weitere Diskussion sinnvoll ist, würde ich gern etwas über Deinen spirituellen Hintergrund erfahren, sofern es diesen überhaupt gibt. Glaubst Du an Gott? Und wenn ja, welche Vorstellung verbindest Du mit ihm?

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@Philipp59

Ich verstehe zwar nicht warum, das für eine Diskussion relevant ist (ehrlich gesagt klingt es es wolltest du nur mit jemanden diskutieren, der wenigstens teilweise deiner Meinung ist, das fände ich sehr schade), aber ich würde gerne unsere Unterhaltung fortsetzen, daher antworte ich dir natürlich gern.

Zum jetzigen Zeitpunkt würde ich mich selbst als Atheistin bezeichnen. Ich glaube nicht an die Existenz eines Gottes. Ich behaupte nicht zu wissen, dass es keinen Gott gibt, Ich sage nur, dass es keine Beweise gibt und daher sehe ich keinen logischen Grund an einen Gott zu glauben. Denn selbst wenn es einen Gott geben sollte, dann könnten wir rein gar nichts über ihn aussagen.
In meiner Jugend war ich gläubig. Ich war evangelisch und glaubte an den christlichen Gott. Bei dem Versuch meinen damaligen Partner davon zu überzeugen, dass es einen Gott geben müsse, suchte ich nach stichhaltigen Beweisen für seine Existenz. Ich konnte keine finden. So verlor ich den Glauben an Gott, aber nicht das Interesse An Religion im Allgemeinen. Daher auch meine Frage hier. Ich hoffe, wir können jetzt mit der Unterhaltung weiter machen.

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@AwesomeIAm

Vielen Dank für die Offenlegung Deiner weltanschaulichen Sicht! Wir können gern diskutieren, doch würde ich es für sinnvoll halten, wenn wir das über den Freundschaftskontakt tun. Da kann man sich besser ohne irgendwelche "Zwischenrufe" austauschen.

Ich schicke Dir eine Freundschaftsanfrage, und wenn Du möchtest, kannst Du sie annehmen.

LG Phiipp

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Wenn du weißt, dass dein Glaube reines Wunschdenken ist, dann weißt du doch in gewisser weise auch, dass es keinen Grund gibt daran zu glauben. Du könntest dir auch wünschen, dass Schnee aus Zuckerwatte besteht, trotzdem weißt du, dass es nicht so ist.

Entschuldigung, dies sollte eigentlich ein Kommentar zu einer anderen Antwort sein. Ist irgendwie verrutscht und lässt sich nicht mehr löschen. Bitte einfach ignorieren, danke.

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Für mich gibts real nur die Mathematik und die Naturwissenschaften im Universum... nichts Übernatürliches und keine Götter.

Wenn ich aber das seltene laizistische Bedürfnis nach Glauben habe, dann bin ich Fan vom Polytheismus und deshalb auch vom Paganismus... für mich hat jeder Gott, jede Göttin einen Berechtigungsgrund zu sein... Zeus, Jehova, Re, Morrigan, Hekate, Odin, Pan, Allah, Kinich Ahau, Luzifer, etc... Es ist meine eigene Fantasie, mein eigener Glaube denn ich allein auslebe wie ich ihn auslebe. Ich muss auch niemand davon überzeugen, dass ich recht habe... Das will ich auch nicht und das soll auch nicht so sein. Mein Glaube gehört nur mir und ich gestalte ihn, wie ich will ohne Dogma. Für mich passt mein Glauben, weil er mir etwas gibt, dass ich in der Kirche zb nicht finde. Ich bin zb so gerne im Wald und gerade bei Dunkelheit wird er richtig interessant und intensiv... es hat etwas spirituelles für mich. Ich kreiere auch gerne am Waldboden Land-Arts, egal ob Pentagramm, Jahreskreis oder sonstige Formen... das gibt mir eine gewisse Befriedigung.

Alle Mythologien sind voll mit wertvollen philosophischen Geschichten aus denen man etwas mitnehmen kann. Ich find einfach die Idee nett, dass man jedem Naturphänomen einen Geist oder eine Persönlichkeit zuordnet. Natürlich sind alle Götter*innen anthropomorph, aber dass ist auch das tolle daran. Sie unterscheiden sich nicht wirklich vom Menschen und machen die gleichen Fehler.

Vom Monotheismus bin ich dagegen kein großer Fan... zb is der christliche Gott für mich nur bipolar gestört.

Obwohl ich weiß, dass Religionen überhaupt nicht real sind, find ich schon, dass jeder Mensch irgendwo seinen eigene*n Fantasie/Glauben/Philosophie/Magie für sich selbst finden sollte, die nur ihm*ihr selbst gehört.

Ich versuche das mal in meinen Worten zusammenzufassen um sicher zu gehen, dass ich dich richtig verstanden habe. Du Glaubst nicht daran, dass Gott oder Götter reale Geschöpfe sind. Trotzdem siehst du gewisse Mythologien als bereichernd an. Du hast dir aus allen möglichen Glaubensgrundsätzen deine persönliche Welt zusammengepuzzelt und manchmal tust du so, als würdest du daran glauben, weil dir dieses Gefühl gut tut. Stimmt das soweit?

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Na, eine einfache Frage - auf den ersten Blick jedenfalls - mit einer klaren Antwortmöglichkeit !

In unseren Breitengraden wächst man aufgrund der Erziehung meist mit einem so oder so geartetem christlich zu nennenden Glauben auf. Da man in diese Gemeinschaften hineingeboren wird - natürlich ohne selbst befragt zu werden - ist es eine andressierte Gewohnheit, die auch kaum hinterfragt wird.

Logische Schlußfolgerung: Es ist wie es ist - und nach Überzeugung/Glauben der jeweiligen Eltern-Generation sein soll.

Hinterfragt man allerdings diesen "Glauben", dann wird es meist und allseits recht haarig ! Jede Glaubensgemeinschaft hat so seine Eigenarten, jede seine Auffassung, und man ist wenigstens im Laufe der Jahrzehnte soweit gekommen, sich in den christlichen Religionen gegenseitig fast uneingeschränkt zu akzeptieren und zu tolerieren.

Festzustellen ist jedoch immer - egal welche Religion man betrachtet:

GLAUBEN heißt einfach nur NICHT WISSEN ! Aus dieser Unwissenheit heraus versucht der Mensch seit Urzeiten alles Unerklärliche, alles was er nicht begreifen oder nachvollziehen kann als GÖTTLICH zu bezeichnen. Ein Phänomen, das es wohl in allen Religionen gibt. Um das fehlende Wissen auszugleichen wird kurzerhand ein "vermenschlichter Gott mit übernatürlichen Fähigkeiten" als Erklärungsansatz herangezogen, um wenigstens überhaupt eine logische Erklärung und eine Art innerliche Ruhe zu finden.

Die selben Mechanismen findet man übrigens auch bei Geschichten für Märchen, die oftmals von den Erdenkenden nicht nur für Kinder gedacht waren. Wer läßt sich schon selber gerne sagen, das und welche Fehler man macht.

Ich denke mal, das es weder eine Gotteslästerung ist, noch sonst wie einen aufgeklärten gläubigen Menschen schwerwiegend verletzt zu sagen:

Alles Unerklärliche - so wie auch die gesamte Natur der Erde - ist irgendwie göttlich. All das als GOTT zu bezeichnen finde ich durchaus sinnvoll und zielführend. Mit dem, was kirchliche oder religiöse Institutionen und Gruppierungen an belegbarem Wissen und stichhaltige Beweise liefern, läßt das GANZE nicht messen oder erklären. Da braucht man das Behelfswerkzeug GLAUBEN !

Ich selber bin protestantisch aufgewachsen, denke mal, das die Beziehung zum BOSS, dem "unbekannten Großen" beiderseits recht annehmbar ist, aber mit dem Bodenpersonal göttlicher Einrichtungen und vielen sehr eifrige Gläubigen habe ich durchaus so meine Problemchen, weil passende Antworten fehlen und durch Floskeln, Ausflüchte und oft fadenscheinige Erklärungen ersetzt werden sollen - ich nenne sowas Zwangs- oder auch Blind-Glauben.

Ich würde soweit gehen zu behaupten, das man in dem Moment schon verloren hat, wo man anfängt diesem wie auch immer vielleicht einmal real erklärbarem GOTT behelfsmäßig ein Gesicht / eine Gestalt / ein Aussehen zu geben .

Bedenkt man allein einmal die Entwicklung des Menschen - nur den kurzen Abschnitt - vom primitiven Neandertaler bis heute, dann ist es etwas, was man nur mit >Unerklärlich / unnatürlich / übernatürlich < bezeichnen kann - doch trotzdem ist es NATUR-PUR, die all das ermöglicht hat.

Für die Evolution wohl eine Bagatelle - für unsere Auffassungsgabe / gedankliche Nachvollziehungsmöglichkeiten > Zeitpunkt HEUTE < UNERKLÄRLICH. All das jedoch braucht einen Namen - und der ist wohl >GOTT<

Ob wir nun bei gehen, diesem >UNERKLÄRBAREM< den einen oder einen anderen Namen zu geben, wird wohl nichts daran ändern, wie "es" wirkt und was es bewirkt. Es ist und bleibt eine UNBEKANNTE GRÖSSE, die zu erklären uns Menschen immer noch der passende Ansatz und das Wissen fehlt.

Wer weiß schon, wofür das GUT ist, es nicht zu wissen ! Behauptet man jedoch stur-stocksteif >DIE WAHRHEIT ZU VERKÜNDEN<, kann man mit Sicherheit davon ausgehen, das spätestens ab da GELOGEN UND BETROGEN WIRD, das sich alle Balken biegen, denn

GLAUBEN heißt immer noch NICHT WISSEN, und die Tatsache, das Vieles auch heute noch aus menschlicher Sicht unerklärbar ist. Wir sollten uns wohl nicht so viele Gedanken über GOTT machen, sondern mehr über uns als Mensch, das wäre sicherlich zielführender. Der in der Steinzeit festgewachsene Islam und einige sog. Religions-Gruppen und Grüppchen zeigen dazu ÜBERDEUTLICH, wie schnell aus gut gemeintem GLAUBEN auch ein teils böser IRRGLAUBEN werden kann. Befehl und Gehorsam erklären nun mal absichtlich NICHTS !

MEIN GOTT, ich hab ihn noch nie gesehen, ihn noch nie gehört, ABER ich bin mir sicher, das da etwas ist, das es verdient GOTT genannt zu werden ! Ich behelfe mich in meiner bescheidenen Unwissenheit mit einem bildlichen Konstrukt, das ich einfach N A T U R nenne. Übrigens: Ein Bestandteil oder "Zwilling" des Gottes dürfte wohl die Moral des Menschen / unter den Menschen sein !

Du sieht Gott also als Synonym für alles, was der Mensch (noch) nicht erklären kann. Sehe ich das richtig? aber ist es dann nicht besser, einfach zu sagen, dass es Dinge gibt, die wir schlichtweg (noch) nicht begreifen? Dadurch, dass mit Gott eine scheinbare Antwort gegeben wird, wird doch nur die Suche, nach der tatsächlichen Antwort behindert. Oder etwa nicht?

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@AwesomeIAm

Ich denke nicht, das es behindert wird - eher das Gegenteil !

Hinderlich ist nur, dem UNERKLÄRBAREM ein Aussehen / eine Gestalt zu geben, und diese dann auch noch als DIE WAHRHEIT zu VERKAUFEN !

Ein wie auch immer beschaffener GOTT hat sicherlich wichtigeres zu tun, wie uns zu erklären was und warum er ist, was er ist - selbst dann, wenn es nur die reine NATUR IST, die sich dahinter verbirgt.

Finden wir die eine Lösung, tut sich das nächste Rätzel auf ! WOLLEN WIR WETTEN ?

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@eccojohn

Ich erkenne nach wie vor den Sinn/Nutzen/Beweis einer solchen Gottheit nicht.

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@AwesomeIAm

Es gibt so oder so weder einen SINN / NUTZEN oder BEWEIS !

Es ist, was es ist - EIN BEHELF !

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@eccojohn

Aber sollte ein Behelf nicht in irgendeiner Weise helfen?

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@AwesomeIAm

Er hilft doch !

Er hilft die Zeit zu überbrücken, bis man beim WISSEN angekommen ist.

Warum sagen wohl viele : DER WEG IST DAS ZIEL

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@eccojohn

Du sagtest gerade selbst, es gäbe keinen Nutzen. Was denn jetzt?

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@AwesomeIAm

Nicht alles was irgendwie hilft, hat zwangsläufig auch einen tieferen Sinn oder einen direkt messbaren Nutzen

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@eccojohn

Doch, etwas das wie auch immer hilft hat per Definition einen Nutzen.

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@AwesomeIAm

Daher kommt dann wohl auch die Aussage:

GLAUBE versetzt Berge !

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@eccojohn

Das wirkt auf mich jetzt recht zusammenhangslos. Was hat das mit dem Thema zu tun?

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