Warum glauben wir nur an einen Gott?

14 Antworten

Bei jedem Gebilde mit mehreren Göttern gibt es immer einen "Obergott" aus dem alles entstanden ist, auch die anderen Götter. Bei mehreren Göttern muss man sich, je nach Aufgabe die sie haben, an sie richten, nicht an den Obergott. Und diese Götter gelangen dann mit ihren Anliegen zum Obergott. Dabei muss man stehts aufpassen, dass man nicht in die Beziehungspüffer dieser Götter reinkommt, sonst gibts Prügel, bloss keine Eifersucht oder Neid unter den Göttern! Zudem müssen die Menschen alle diese Götter zufrieden stellen und haben mit dem Obergott kaum etwas zu tun. Der Monotheismus war ein Fortschritt, den nun gelangte der Mensch direkt zum Obergott und musste sich nicht mit den Launen solcher Untergötter herumschlagen. Das Christentum brachte die Idee der Vergebung durch Gott hinzu, durch Jesus Christus, währenddem der Islam die Gerechtigkeit Gottes betont.

Wenn es Gott gibt dann ist er einzigartig und Götter haben da nichts zu suchen, wozu auch? Dennoch neigen Menschen stark dazu ihre eigenen Götter zu erschaffen, denn diese Götter sind so, wie Menschen es wollen, und sie tun auch, was Menschen wollen; Gott tut was er will.

Viele Menschen meinen sie seien selbst Gott, aber dass dem nicht so ist, ist offensichtlich.

Schon lange vor den 3400 Jahren glaubten Menschen an den einen Gott JHWH (Jahwe; Jehova, in unserem Sprachgebrauch). Selbst der erste Mensch kannte den Namen des einen wahren Gottes.

Satan wollte angebetet werden (Matthäus 4:8-10), weshalb er auch Eva verführte. Und deshalb schuf er ein Weltreich der falschen Religion. Durch die vielen falschen Götter wird eigentlich Satan angebetet. Deshalb wurde das Volk Israel auch oft bestraft, nach dem sie viele hundert Jahre von Propheten ermahnt wurden, von ihrem schlechten Weg umzukehren. Heute lässt er sich durch die heidnische Trinität, die vielen Heiligen und Reliquien verehren.

Welche Rolle oder welchen Status hat der heilige Geist deiner Meinung nach wenn die Trinität nicht der Wahrheit entspricht? Denn bei der Trinität gehört der heilige Geist ja zu dieser Dreieinigkeit.

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@Patrickson

Der heilige Geist ist keine Person, sondern die wirksame Kraft Gittes, die stärkste Kraft im Universum.

Das hebräische und das griechische Wort für „Geist“ lassen an sich keinen Schluß auf eine Person zu. Diese Wörter vermitteln die Vorstellung von Atem, bewegter Luft oder Wind. (Vergleiche Sacharja 2:6; Hiob 41:16; Johannes 3:8.) Diese Ausdrücke deuten also auf etwas Unsichtbares hin, auf eine wirksame Kraft. Eine solche wirksame Kraft könnte auf mehrere Personen zur gleichen Zeit ‘ausgegossen’ oder ihnen verliehen werden, ja sie könnte sie ‘erfüllen’, was auch vom heiligen Geist gesagt wird (Apg. 2:4, 33).

Natürlich wird die Bezeichnung „Geist“ in der Bibel auch auf Personen angewandt. Es heißt: „Gott ist ein Geist“ (Joh. 4:24). „Und er macht seine Engel zu Geistern“ (Hebr. 1:7). Sowohl Gott als auch seine loyalen Engelsöhne sind heilig und sind daher alle ‘heilige Geister’. Könnte Gottes heiliger Geist ebenfalls eine Person sein? Wenn dem so wäre, sollten wir dann nicht erwarten, daß die Bibel einen Unterschied zwischen jenem heiligen Geist und anderen ‘heiligen Geistern’ macht? Sooft dieser heilige Geist nicht näher gekennzeichnet wird, sollte wenigstens der bestimmte Artikel erscheinen, um anzuzeigen, daß DER heilige Geist gemeint ist. Ist das aber der Fall? Nein. Eine Untersuchung mehrerer Stellen in irgendeiner zwischenzeiligen Wort-für-Wort-Übersetzung ergibt, daß der Ausdruck „heiliger Geist“ ohne den bestimmten Artikel erscheint, was andeutet, daß es sich bei dem Geist nicht um eine Person handelt (Apg. 6:3, 5; Röm. 9:1; 1. Kor. 12:3; Hebr. 2:4; 6:4; 2. Petr. 1:21; Jud. 20)

Der heilige Geist steht in enger Verbindung mit seinem Quell, mit Gott. Wer daher dem Willen Gottes zuwiderhandelt, ‘betrübt Gottes Geist’ (Eph. 4:30). Wieso ist dies möglich, wenn der heilige Geist keine Person ist? Es läßt sich durch das veranschaulichen, was der Apostel Paulus über seinen eigenen Geist oder seine vorherrschende Einstellung sagte. In 1. Korinther 5:3-5 lesen wir: „Ich meinesteils habe, obwohl dem Leibe nach abwesend, im Geiste aber anwesend, den Mann, der auf eine solche Weise gehandelt hat, sicherlich bereits gerichtet, als wäre ich anwesend, so daß ihr im Namen unseres Herrn Jesus, wenn ihr und mein Geist mit der Kraft unseres Herrn Jesus versammelt seid, einen solchen Menschen zur Vernichtung des Fleisches dem Satan übergebt.“

Beweisen diese Texte (2. Korinther 13:14 und Matthäus 28:19), daß der „heilige Geist“ die „dritte Person“ der Dreieinigkeit ist? Besagen sie, der Vater, der Sohn und der heilige Geist seien nur e i n Gott? Nein, denn sie erwähnen lediglich den Vater, den Sohn und den heiligen Geist, sagen aber nichts darüber aus, in welchem Verhältnis diese zueinander stehen.

Ferner ist die Tatsache, daß im „Namen“ des heiligen Geistes getauft werden soll, kein Hinweis darauf, daß der Geist eine Person wäre. Selbst Trinitarier geben zu, daß das Wort „Name“ in Matthäus 28:19 nicht auf einen persönlichen Namen hindeutet. Der Gräzist A. T. Robertson sagt dazu in dem Werk Word Pictures in the New Testament (Bd. I, S. 245): „Das hier verwendete Wort Name ([griechisch] ónoma) wird in der Septuaginta und in den Papyri allgemein gebraucht und steht für Macht und Autorität.“ Daß die Anwendung des Wortes „Name“ nicht notwendigerweise auf das Vorhandensein einer Person hindeutet, könnte man durch die deutsche Redewendung „im Namen des Gesetzes“ veranschaulichen. Niemand, der mit der deutschen Sprache vertraut ist, würde daraus schließen, das Gesetz sei eine Person. Die Redewendung bedeutet einfach „in Anerkennung dessen, was das Gesetz vertritt“, seine Autorität. Genauso bedeutet die Taufe „im Namen des Geistes“, daß dieser Geist sowie seine Quelle und seine Funktionen anerkannt werden.

w74 15. 10. S. 614 Ist der heilige Geist wirklich eine Person?

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@Friedliebender

Danke für diese guten Hinweise! Ich sehe es ähnlich bin aber dennoch überzeugt von der Trinität weil sie mich gesamthaft überzeugt.

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@Patrickson

Du wurdest in Gesamtheit durch die Kirche indoktriniert, deshalb fällt es dir schwer anzuerkennen, dass die Trinität nicht biblisch ist, sondern von heidnischen Völkern übernommen wurde. Die bekannteste der ägyptischen Göttertriaden bestand aus Isis, dem Symbol der göttlichen Mutterschaft, Osiris, ihrem Bruder und Gemahl, und Horos, dem Sohn von beiden; er wurde gewöhnlich als Falke dargestellt. Ägyptische Statuen zeigen Isis manchmal als eine Frau, die ihrem Kind die Brust reicht; das erinnert sehr an die erst 2 000 Jahre später geschaffenen Statuen und Gemälde der Christenheit, auf denen die Jungfrau mit dem Kind zu sehen ist. Im Laufe der Zeit wurde Osiris, der Gemahl der Isis, als der Gott der Toten bekannt, denn er stellte den Seelen der Toten ewiges glückliches Leben im Jenseits in Aussicht.

  Im Britischen Museum in London befinden sich Artefakte mit Darstellungen von Triaden aus dem Altertum wie Isis, Harpokrates und Nephthys. Eine Publikation der Museumsabteilung Mittelalterliche und spätere Altertümer enthält folgende Beschreibung eines antiken Schmucks: „Vorderseite: die ägyptischen Götter Horus-Baït (mit Falkenkopf), Buto-Akori (die Schlange) und Hathor (mit Froschkopf). Rückseite: der griechische Vers ‚Ein Baït, ein Hathor, ein Akori; die Macht von diesen ist eine. Heil [dir], Vater der Welt! Heil [dir], dreigestaltiger Gott!‘ Die Götter werden so als drei Manifestationen einer einzigen Macht identifiziert, wahrscheinlich des Sonnengottes.“

Wer will schon heidnische Bräuche annehmen, wenn er dem wahren Gott dienen will?

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@Friedliebender

Ich gewiss nicht! Aber solche Vergleiche und Herleitungen machen sonst immer die Atheisten. Ich bin zwar durchaus intelligent aber ich habe auch ein kindliches Gemüt und Vertrauen in und zu Gott. Mit der Trinität habe ich kein Problem, ich kann sie verstehen. Inwiefern wer von wem indoktriniert wurde bleibt offen, wieviel glaubst du, weil es dir so erklärt wurde und dich diese Erklärung befriedigt hat? Bei den Zeugen Jehovas sehe ich immer diesen Hass gegen die katholische Kirche und alle, welche nicht ihrer Meinung sind, und das passt für mich nicht mit Gott zusammen, diese Rechthaberei und Besserwisserei. Ich lebe in der Ueberzeugung, dass Gott mir dies zeigt, wenn ich mich bei etwas Wichtigem irre. Grundsätzlich vertraue ich Gott und nicht den Menschen und ihren unzähligen Erklärungen. Und ich erkenne den Geist, der hinter etwas steht! Und darum geht es mir, nicht um Erklärungen!

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@Patrickson

Nicht einmal die Geistlichen behaupten, die Trinität zu verstehen. Sie bezeichnen sie als ein heiliges Geheimnis. Doch Gott ist ein Offenbarer von Geheimnissen.

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@Friedliebender

Ich kenne keine Geistlichen aber die Trinität verstehe ich ganz banal als das, was sie ist. Gott ist kein Offenbarer von Geheimnissen, Gott ist ein Offenbarer der Wahrheit.

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@Patrickson

Und von Geheimnissen. (Daniel 2:47) 47 Der König sagte zu Daniel: „In der Tat, euer Gott ist ein Gott der Götter und ein Herr der Könige und ein Offenbarer von Geheimnissen, denn du konntest dieses Geheimnis lüften.“

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@Friedliebender

Das sagte der König zu Daniel! Es ist klar, dass dem König dies wie ein Geheimnis vorkam, den Ungläubige denken so, da sie die Wahrheit nicht kennen.

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@Patrickson

Nein, das sagt vorher Daniel zum König. (Daniel 2:29) 29 O König, auf deinem Bett wanderten deine Gedanken in die Zukunft, und der Offenbarer von Geheimnissen eröffnete dir, was geschehen wird.

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Solange es Menschen gibt, so lange gibt es auch Vorstellungen von Göttern, weil die Frage nach dem Woher und Wohin zu allen Zeiten die Menschen beschäftigt hat. Auf diese Weise entstanden auch die römischen, griechischen und germanischen Götter, die inzwischen zu Mythen geworden sind.

Alle diese Gottheiten haben gemeinsam: Sie sind nach menschlichen Vorstellungen entstanden und deshalb je nach Kultur auch verschieden. Alle diese Gottheiten sind somit "tote" Götter. Sie haben sich weder in irgendeiner Weise geoffenbart, noch irgendwelche Wundertaten vollbracht.

Menschen können von Gott nichts wissen, wenn ER sich nicht offenbart. Und das ist in der Geschichte der Menschheit nur einmal geschehen, zuletzt in Jesus Christus, der die Erfüllung der Offenbarung des einen Gottes ist. Das AT bezeugt Gott als Schöpfer allen Seins, seine großen Taten und sein Weg mit dem Volk Israel. Die Patriarchen und Propheten waren Vermittler zwischen Gott und Mensch.

Das Christentum ist also eine Offenbarungsreligion, die von Anfang an auf die Menschwerdung Gottes in Jesus Christus und sein Erlösungswerk ausgerichtet war. Im AT wird dazu der Weg bereitet. Die Heilsbotschaft Jesu Christi verlangt das Heil aller Menschen und damit verbunden die Verkündigung bis an die Grenzen der Erde. Das erste Gebot "Du sollst keine anderen Götter neben mir haben" wurde gegeben, weil die Menschen eben verschiedenen Göttern gehuldigt haben. Gott offenbart sich als der Eine, als Schöpfer, Erlöser und Geist und deshalb gebührt auch ihm allein nur die Anbetung und nicht falschen Götzen.

Recht einfach, weil die polytheistischen Religionen den Kampf gegen die monotheistischen Religionen verloren haben und von den Monos mit Gewalt unterdrückt und ausgelöscht wurden.

Irgendwann wird aber die Intelligenz und Aufklärung über die Monos siegen und dann kommen wir ganz ohne einen Gott aus, auf den wir unsere eigenen Charakterschwächen schieben können.

das ist eine sehr intressante frage. das konzept des monotheismus hat duchaus seine vorteile. man hat EINE instanz an die man sich wenden kann. es hat aber auch seine nachteile. bei eine polytheistischen religion kann man gewisse sachen z.B. mit streitigkeiten zwischen den göttern erklären. mit anderen worten, wenn was schief läuft kann apollo zeus dafür verantwortlich machen oder umgekehrt...

lg, anna

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