Warum glauben viele Menschen an Gott, lehnen aber gleichzeitig den Glauben an den Weihnachtsmann ab?

37 Antworten

Weil der Weihnachtsmann kein System der Indoktrination hinter sich hat, welches den Menschen von Kindesbeinen an einredet er wäre real und der Glaube an ihn würde in der ultimativen Belohnung resultieren.

https://youtube.com/watch?v=Y201QzDdzbg

Weil die Menschen nicht nachdenken.

Wer ist der Weihnachtsmann? Eine reale Gestalt kann nur ein naiver Mensch annehmen. Es ist eine fiktive Gestalt, eine besondere Haltung des Menschen. Davon sind in der Weihnachtszeit Menschen beseelt jetzt Jemanden, der einem nahesteht, etwas zu schenken und unter den Weihnachtsbaum zu legen.

Der Weihnachtsmann ist also der Mensch, der unabhängig von seiner Weltanschauung, in der Vorweihnachtszeit durch die Geschäfte saust etwas passendes zum Verschenken zu finden.

Das ist in der Tat ein widersprüchliches Verhalten.

Es folgt aber aus der grundlegenen Disposition für Götterglauben.

Wer an Götter, oder auch an Weihnachtsmänner glaubt, läßt zu, dass es Erklärungsmuster außerhalb der Rationalität gibt. Glaube ist eine Aufgabe rationalen Denkens in Bezug auf einen spezifischen Inhalt.

So eine Position ist natürlich intellektuell fragwürdig und argumentativ schwach. Um das zu kompensieren, wird mit Dogmen gearbeitet, also substanzlosen Behauptungen, die eine Aussage als aus sich selbst heraus für verlässlich erklären ohne sich an Kausalitäten oder Regeln halten zu müssen. Selbst Naturgesetze werden dann zur Dispositon gestellt.

Ein solches Kartenhaus aufrecht zu erhalten, ist eine Herausforderung, weil, wie wir alle wissen, ja Lügen kurze Beine haben. In einem solchen willkürlichen Konstrukt alle Fäden beisammen zu halten ist sehr vereinnahmend.

Da bleibt dann einfach für eine weitere Luftnummer keine Kraft mehr. Mit allen Finger an den Strohhalm Gott gebunden geht der Weihnachtsmann halt leer aus.

 Kausalitäten oder Regeln halten zu müssen

Wobei die Quantenphysik ja gerade die Kausalität und andere Regeln aufgehoben, bzw. gezeigt hat, dass es auf der Mikroebene Dinge wie einen objektiven Zufall gibt ... Also hatte vielleicht doch der Weihnachtsmann irgendwie die Finger im Spiel.

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Wusste gar nicht, dass du auch Poet bist.

Sogar Stochast *ssw* hat es nicht gewahrscheinlichgesagt.

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Glaube ist eine Aufgabe rationalen Denkens in Bezug auf einen spezifischen Inhalt.

Ich hatte Dir erst absichtlich keinen DH gegeben, weil ich "eine Aufgabe" erst wie "es ist die Aufgabe" bzw. "eine zu erfüllende Aufgabe" verstanden habe und nicht als ein Aufgeben des eigenen Denkens und Verstehen.

Ich hatte mich die ganze Zeit gefragt, was Dich geritten hat, eine Aussage zu treffen, bei der eine Aufgabe des rationalen Denkens in Bezug auf spezifische Inhalte, der Glaube sein sollte.

Es ist also miszverständlich zu verstehen. Geht das auch unmiszverständlich?

"Glaube ist das Aufgeben rationalen Denkens in Bezug auf einen spezifischen Inhalt"?

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@Abahatchi

Genau das ist mir gerade beim Durchlesen auch durch die Murmel gegangen. Du hast natürlich recht. Deine Formulierung ist eindeutiger.

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@sausie!

Das ist in der Tat ein widersprüchliches Verhalten.

wieso denn das?

du stellt gott und den weihnachtsmann auf eine stufe?

das würde mir nicht mal mit dir passieren!

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@nowka20

gott und den weihnachtsmann auf eine stufe?

Stimmt, das ist schon etwas weit her geholt von Real Sausi. Immerhin liegen jeden Heilig Abend unterm Weihnachtsbaum tatsächlich Geschenke und immer wieder kann einer der Anwesenden bezeugen, den Weihnachtsmann gesehen zu haben, was man von diesem Gott ja nicht sagen kann. 

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@nowka20

das würde mir nicht mal mit dir passieren!

Das wäre ja auch völlig unangemessen. Im Gegensatz zu Göttern bin ich real und kann direkt auf Deine Einlassung reagieren.

Weihnachtsmann und Götter sind aber beide gleichermaßen fiktiv. Hier ist eine Gleichstellung geboten.

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Auch sehr spannend fand ich diesen Artikel auf zeit.de:

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Was sagt ihr dazu?

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