Warum glauben viele an Gott?

28 Antworten

Die Frage ist nicht dumm. Auch Menschen, die an Gott glauben, sind nicht dumm.

Aus meiner Sicht ist zum einen die Schöpfung selbst ein beredtes Zeugnis für die Existenz einer hohen Intelligenz:

“Denn seine unsichtbaren [Eigenschaften] werden seit Erschaffung der Welt deutlich gesehen, da sie durch die gemachten Dinge wahrgenommen werden, ja seine ewigwährende Macht und Göttlichkeit, so daß sie unentschuldbar sind“ (Römer 1:20)

Dann kommt noch die Bibel — das „von Gott inspirierte“ Wort hinzu (2. Tim. 3:16). Beweise für die göttliche Inspiration sind jede Menge vorhanden, so dass das Argument „Zirkelschluss“ ausscheidet. Hier einige Beispiele:

Wissenschaftliche Aussagen:

— Kugelform der Erde („Chugh“ bedeutet Kugelform) — (Jes. 40:22)

— Erde schwebt frei im Raum — (Hiob 26:7)

— Unzählbarkeit der Sterne — (Jer. 33:22)

— Wasserkreislauf — (Pred. 1:7; Hiob 26:8; 36:27)

— Hygienevorschriften ...

Das sind nur eine Auswahl an wissenschaftl. Aussagen, die lange vor unserer Zeitrechnung aufgeschrieben wurden — zu einer Zeit, da man solch ein Wissen niemals hatte.

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PROPHEZEIUNGEN — hier nur einige wenige Beispiele:

Der Fall Babylons. 

Jesaja und Jeremia sagten den Fall Babylons durch die Meder und die Perser voraus. Die Prophezeiung Jesajas über dieses Ereignis wurde, bemerkenswerterweise etwa 200 Jahre bevor Babylon eingenommen wurde, aufgezeichnet. 

Die nachfolgenden Einzelheiten sind heute historisch gut dokumentiert: das Austrocknen des Euphrat, weil das Wasser in einen künstlichen See abgeleitet wurde (Jes. 44:27; Jer. 50:38); fehlende Sicherung der flußseitigen Tore Babylons aus Sorglosigkeit (Jes. 45:1) und die Einnahme durch einen Herrscher namens Cyrus (Jes. 44:28).

Aufstieg und Fall des ‘Königs von Griechenland’. 

Daniel sah in einer Vision, wie ein Ziegenbock einen Widder niederschlug und dessen zwei Hörner zerbrach. Dann wurde das große Horn des Ziegenbocks zerbrochen, und an seiner Stelle kamen vier Hörner empor (Dan. 8:1-8). 

Folgende Erklärung wurde Daniel gegeben: „Der Widder, den du sahst, der die zwei Hörner hatte, steht für die Könige von Medien und Persien. Und der haarige Ziegenbock steht für den König von Griechenland; und was das große Horn betrifft, das zwischen seinen Augen war, es steht für den ersten König. Und daß eins zerbrochen worden war, so daß an seiner Stelle schließlich vier aufstanden: Da sind vier Königreiche aus seiner Nation, die aufstehen werden, aber nicht mit seiner Kraft“ (Dan. 8:20-22).

Im Einklang mit dieser Prophezeiung unterwarf der „König von Griechenland“, Alexander der Große, etwa 200 Jahre später das zweihörnige medo-persische Weltreich. Alexander starb im Jahr 323 v. u. Z., und schließlich traten vier seiner Generale an seine Stelle. Doch keines der in der Folge entstandenen Königreiche kam zu solcher Macht wie das von Alexander geschaffene Weltreich.

Das Leben Jesu Christi. 

Die Hebräischen Schriften enthalten zahlreiche Prophezeiungen, die durch die Geburt, das Wirken, den Tod und die Auferstehung Jesu erfüllt wurden. Micha sagte beispielsweise über 700 Jahre im voraus, daß der Messias oder Christus in Bethlehem geboren werden sollte (Micha 5:2; Luk. 2:4-7).

Jesaja, ein Zeitgenosse Michas, kündigte an, dass man den Messias schlagen und anspeien würde (Jes. 50:6; Mat. 26:67) 

Sacharja prophezeite 500 Jahre im voraus den Verrat des Messias für 30 Silberstücke (Sach. 11:12; Mat. 26:15).

Die Umstände in Verbindung mit dem Tod Jesu, des Messias, wurden schon über 1 000 Jahre vorher von David beschrieben (Psalm 22:7, 8, 18; Mat. 27:35, 39-43).

Und in einer Prophezeiung Daniels wurde etwa 500 Jahre im voraus offenbart, wann der Messias erscheinen, wie lange er wirken und wann er sterben würde (Dan. 9:24-27).

Das ist lediglich eine Auswahl an Prophezeiungen.

All diese Argumente sind nur eine kleine Auswahl. Sie machen aber deutlich, warum es vernünftig ist, an Gott zu glauben.

LG ...

Weil viele in diesem Glaube auch einfach hineingeboren wurden und somit diesen weiter an Generation zu Generation weitergetragen haben ..
Für dich als Atheist ist es vielleicht unvorstellbar, dass es eine höhere Macht geben könnte, da du einfach einen ganz anderen Blickwinkel auf diese Welt hast. Du sieht in eine ganz andere Perspektive auf Sachverhalte.
Stell dir vor, dir sagt jetzt jemand, die Erde sei nicht ellipsenförmig, sondern ein rechteckiges Quader. Du würdest ihn für bescheuert halten und das nicht glauben..
Wenn dir von Geburt beigebracht wird, dass es da draußen einen Gott gibt, dann wirst du das auch prinzipiell nicht in Frage stellen. Das Problem ist, du denkst die "Wahrheit" zu kennen... Jedoch gibt es soetwas wie die "Wahrheit" nicht. Es sind die verschiedenen Blinkwinkel, welche unsere "reelle Wahrheit" ausmachen...
Gläubige sind deshalb genau wie du der Meinung, die Wahrheit zu kennen.
Du kannst genauso wenig widerlegen, dass es keinen Gott gibt, als Gläubige zu beweisen, dass es einen gibt.

Im Grunde geht es darum, seinen Platz in dieser Welt zu finden und seinen Weg zu gehen, welcher für ihn das Glück bedeutet.
Wenn Menschen daran glauben, dass es Gott gibt, um vollkommen erfüllt in ihrem Leben zu sein, dann ist das eben so...
Wenn dir das wie Humbug vorkommt und du daran nicht glaubst, ist das genauso in Ordnung.
Viele sehen einfach ihren Sinn im Leben dank der Religionen. Sie haben ihre Antwort auf all die größeren Fragen gefunden. Eine Antwort, welche andere nie finden werden.

Deshalb sollte jeder Mensch daran glauben, was für ihn schlussendlich einen Sinn ergibt. Deswegen sollte man auch nicht religiöse Menschen auf einer Weise verspotten oder schief anschauen... Sie haben von Grundauf eine andere Denkweise, welche für sie richtig ist. Du hast deine, welche dir richtig erscheint

Beste Antwort! Respektvoll, diplomatisch und nüchtern.

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sachlich, informiert, rücksichtsvoll

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Deshalb sollte jeder Mensch daran glauben, was für ihn schlussendlich einen Sinn ergibt. 

Nein, das wäre falsch. Es gab schon viele menschen für die es sinn ergab zu glauben dass sie sofort als Märtyrer ins paradies kommen, wenn sie sich in einer Menschenmenge in die Luft sprengen, oder Flugzeuge in Wolkenkratzer steuern.

Für wieder Andere ergab und ergibt es Sinn zu glauben, dass Menschen mit heller Haut besser sind und Juden vernichtet werden sollten. Ich nehme an dass wir alle wissen, was so ein Glaube anrichten kann.

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Das steht doch garnicht zur Debatte. Prinzipiell (und das ist meine Meinung) sollte jeder an das glauben dürfen, was für ihn den Sinn im Leben gibt. Ob er dies auch uneingeschränkt ausleben kann? Natürlich nicht. Wir sind Menschen und alle individuell. Wir alle besitzen verschiedene Eigenschaften, Charakerzüge und Denkweisen, welche uns irgendwie einzigartig machen. Deshalb müssen diese Denkweisen genau wie seine eigene akzeptiert werden. Es steht nicht zur Diskussion, ob jemand aufgrund der Höherstellung seiner eigenen "Wahrheit" , die "Wahrheit" anderer unterdrückt und beseitigt. Das ist der Grund, weshalb wir eben Rücksicht nehmen müssen. Wir haben immerhin nur diesen einen Planeten auf dem wir gemeinsam leben. Deswegen darf in meiner Weltanschauung jeder reflektierte Mensch seine eigene Meinung und seinen eigenen Glauben besitzen dürfen, jedoch nicht willkürlich ausleben dürfen

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@FODIG
Das steht doch garnicht zur Debatte. Prinzipiell (und das ist meine Meinung) sollte jeder an das glauben dürfen, was für ihn den Sinn im Leben gibt. Ob er dies auch uneingeschränkt ausleben kann? Natürlich nicht. 

Das problem dabei ist dass es Menschen gibt, die den Willen ihres Gottes als höchstes Gesetz ansehen. Was du vorschlägst, ist einfach nur sehr problematisch.
Menschen handeln nach ihren Überzeugungen, nach ihrem Glauben. Wir können vielfach beobachten, was das anrichtet.

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HalloFODIG

Gläubige sind deshalb genau wie du der Meinung, die Wahrheit zu kennen.

Das ist aber ein Problem, und genau diese Sichtweise macht intolerant! Zweifel ist der Suppe Salz!

Viele sehen einfach ihren Sinn im Leben dank der Religionen.

Dann wird es problematisch. Dann wurden sie durch ihre Erziehung so verunsichert, dass sie die Religion brauchen, um sich an etwas festzuhalten. Auf dieser Basis gedeiht der religiöse Fundamentalismus. Ganz gefährlich! Das fatale daran? Gerade die Religionen lehren eine Erziehung, die genau diese Unsicherheit erzeugt.

Deswegen sollte man auch nicht religiöse Menschen auf einer Weise verspotten oder schief anschauen...

Nein, sollte man wirklich nicht. Aber man sollte verstehen, wie sie zustande kommt! Nutr dann kann man seine Überzeugnung wirklich tolerant leben! Ganz unabhängig davon, ob jemand nun an einen gott glaubt oder eben nicht!

LG

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@Barney123

Ob jemand der Meinung ist die Wahrheit zu kennen, ist irrelevant. Relevant ist die Frage, ob jemand die Wahrheit kennt. Das ist ein gewaltiger Unterschied.

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@TroIIinger

Hallo Trollinger.

Nein so einfach ist es leider nicht. Horst Eberhard Richter, der bekannte Psychiater und Friedensnobelpreisträger sagte einmal:

Wenn das Gefühl nur stark genug ist, dann spielen Fakten keine Rolle mehr.

Und viele Gläubige haben das Gefühl, ihr Glaube sei die Wahrheit. Damit wird er für sie zur Realität. Zweifel gibt es keine.

Relevant ist die Frage, ob jemand die Wahrheit kennt.

Nachdem niemand Gott beweisen oder widerlegen kann, kann auch in diesem Punkt keiner die Wahrheit kennen. Merkst Du den Unterschied?

Wenn Gott die einzige mögliche Wahrheit ist, dann kannst Du mit so jemandem auch nicht über den Missbrauch der Religion diskutieren. Oder mit den dunklen Seiten der Religion, die es ja zweifesfrei gibt. Diese Menschen leben dann die Religion in einer Form, in der sie zu wirklicher Toleranz nicht mehr in der Lage sind. Wie sich das äußert? Einfach mal in die Geschichte oder nach Syrien schauen. Dieses Weltbild des Glaubens ist dann so stark, dass eine andere Sichtweise an den Fundamenten dieser Menschen zu rütteln beginnt, und die gesamte Persönlichkeit zusammenzubrechen droht. Entsprechend aggressiv wird die Religion und der Glaube an Gott dann verteidigt. Und da dieser Glaube ein Gefühl ist, kannst Du mit vernünftigen Argumenten da auch nichts ausrichten!

LG

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@Barney123

Es ist ein Unterschied, ob etwas wahr ist, oder ob es jemand für die Wahrheit hält. Wenn jemand glaubt, dass es einen gott gibt, der einen dafür belohnt, gegen Ungläubige zu kämpfen, der möchte dass man Kinder verstümmelt, oder der Sklaverei ausdrücklich erlaubt, ist das problematisch.

Nachdem niemand Gott beweisen oder widerlegen kann, kann auch in diesem Punkt keiner die Wahrheit kennen. 

Weißt du wie dumm es ist, darauf hinzuweisen, dass man einen Gott nicht widerlegen kann? Ich erkläre dir warum es überaus dumm ist.

Die Wderlegung würde einen Nagativbeweis erfordern. Ich könnte einen Gott erfinden und niemand könnte nachweisen, dass er nicht existiert. Folglich ist die Nichtexistenz eines Gottes nicht beweisbar, auch dann, wenn es keinen gibt. Wenn es keinen Gott gibt, können wir keinen Beweis für seine Nichtexistenz finden. Alles was wir dann finden können, ist kein einziger Beweis für seine Existenz und genau das haben wir bisher.

Kannst du das verstehen?

Das prinzip ist das Selbe wie bei allen anderen Fabelwesen. Auch die Existenz der Zahnfee, des Weihnachtsmanns oder des Osterhasen kann weder bewiesen, noch widerlegt werden.

Wenn es um die Existenz des Osterhasen geht, kann man also genau so wenig die Wahrheit kennen, wie in Bezug auf irgendeinen Gott. Deswegen ist es dumm, darauf hinzuweisen.

Wenn Gott die einzige mögliche Wahrheit ist,....

Ist er ja nicht. Wer das glaubt, ist einfach nur vollkommen verblendet.

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@TroIIinger

Na Trollinger,

Wenn Gott die einzige mögliche Wahrheit ist,....

Irgendwie werde icdh das Gefühl nicht los, dass Du mich nicht wirklich verstehst.

Ist er ja nicht. Wer das glaubt, ist einfach nur vollkommen verblendet.

Wo habe ich denn was anderes behauptet? Ich kann nur verstehen, wie die Leute dazu kommen! Das ist der Unterschied! Und noch einmal ganz deutlich: Die Leute, die genau das glauben, sind in meinen Augen richtig gefährlich!

LG

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@Barney123
Irgendwie werde icdh das Gefühl nicht los, dass Du mich nicht wirklich verstehst.

Dann versuch es bitte nochmal zu erklären. wäre ja schade, wenn wir aneinander vorbei reden.

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@Trollinger Wie differenzierst du Wahrheit von Nichtwahrheit? Du siehst Sachverhalte aus deinem Blinkwinkel im Leben und bist dir sicher, mit deinem aufgeklärtem Sichtpunkt, Wahrheit von Lüge unterscheiden zu können. Das Problem dabei ist, dass wenn die Frage der Wahrheit ins Subjektive geht, es einfach kein richtig oder falsch geben kann. Wir Menschen sind viel zu individuell und schauen alle mit unterschiedlichen Perspektiven auf diese Welt. (Wie oben schon angedeutet) Was für dich wahr ist, ist für den anderen vielleicht unwahr. Deshalb wirst du es auch nicht schaffen, mit jedem Mensch einer Meinung bezogen auf subjektive Fragen zu sein. Du bist überzeugt davon, erkannt zu haben, dass Religionen unwahr sind, da du viele Dinge hinterfragst und sie dir nicht logisch erscheinen. Du weißt damit nichts anzufangen. Andere Menschen schon. Es geht darum, wie wir die Wirklichkeit wahrnehmen. Wie Paul Watzlawick einst sagte: "Der Begriff Wahrheit ist nur dort anwendbar, wo Menschen der selben Wirklichkeitskonstruktion angehören."

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Wenn ich Gläubige frage warum sie glauben, können sie entweder keinen Grund nennen, oder kommen mit einem Fehlschluss.

Ein Großteil der Gläubigen wurde schon von klein auf indoktriniert. Viele haben sich nie Gedanken gemacht warum sie glauben was sie glauben. Sie glauben blind.

Wieder Andere sind auf einen Fehlschluss herein gefallen und haben ihn noch nicht erkannt.

Besonders beliebt ist das argumentum ad ignorantiam. Bei diesem Fehlschluss wird aus Unwissenheit oder dem Fehlen einer Erklärung auf eine nicht nachweislich richtige Erklärung geschlossen.

Sehr häufig kommt auch der Zirkelschlus vor. Dabei wird der Schluss direkt als Prämisse verwendet, oder als richtig vorausgesetzt.

Sehr oft beantworten Gläubige die Frage nach dem Grund ihres Glaubens gar nicht und erzählen einem statt dessen, was sie glauben. Hierbei handelt es sich ebenfalls um einen Zirkelschluss.

Ein Beispiel:
Frage: "Warum glaubst du an Jesus Christus?"
Antwort: " Weil er von den Toten auferstanden ist."

Hier wird der Glaube mit sich selbst begründet, ein Zirkelschluss. Man muss bereits an Jesus Christus glauben, um ohne Belege für seine Existenz glauben zu können, dass er von den Toten auferstanden ist. Die existenz einer figur aus der Christlichen Mythologie mit Details der christlichen Mythologie zu begründen, ist eben zirkuläre Logik.

Beschäftigt man sich eine weile mit der thematik, hat man irgendwan alle Fehlschlüsse in nahezu allen Varianten gehört oder gelesen und erkennt sie recht schnell. Es kommt nur noch selten vor, dass ich eine neue Variante eines Fehlschlusses präsentiert bekomme.

Unter allen Begründungen die ich bisher bekam war nicht eine Einzige, die ohne Fehlschluss auskam.

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