Warum glauben so viele Menschen immer noch an Gott?

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Ich bin fest davon überzeugt, dass es einen Gott gibt, der uns erschaffen hat und kann nur beschreiben, warum ich persönlich an den Gott glaube, der sich uns m. E. in der Bibel offenbart und davon überzeugt bin, dass die die Bibel das ist, was sie von sich selbst behauptet, zu sein: Gottes wahres Wort und Offenbarung für die Menschen (vgl. 2. Timotheus 3,16; 2. Petrus 1,21).

Für mich gibt es für die Wahrheit dieser Aussage viele Gründe, z. B. ihre
Argumentation, ihre Logik und ihr Aufbau, die Einzigartigkeite ihrer
Entstehung und Überlieferung, der Bereich "erfüllte Prophetie" usw.

Einige Gründe dafür werden z. B. hier aufgeführt: http://gottesbotschaft.de/?pg=3048

Wenn die Bibel recht hat...
- gibt es einen Gott
- hat unser Leben einen wirklichen Sinn und eine Zukunft, die über das irdische Leben hinaus in eine wundervolle ewige Existenz reich
- kennt und liebt dieser Gott jeden einzelnen und nimmt Anteil an unserem Leben
- trennt uns Sünde (unser Egoismus und seine Folgen) von Gott
- bleibt diese Trennung auch über den Tod hinaus bestehen, wenn wir nie bewusst auf die Seite Gottes treten
- gibt es weder eine Wiederverkörperung (Reinkarnation) noch Höherentwicklung noch Selbsterlösung
- sind Himmel und Hölle Realitäten
- gibt es nur einen Weg, mit Gott versöhnt zu werden
- können wir über unsere Zugehörigkeit zu Gott eine klare persönliche Gewissheit erlangen.

Da muss ich dich korrigieren, du sagtest heutzutage weiß man fast alles von der Welt. Das ist totaler Schwachsinn. Es gibt so viel das wir noch nicht wissen und auch im Leben nie erfahren werden. (zum beispiel wie wir genau entstanden ist, was nach dem tod ist, was war bevor wir geboren wurden, WARUM es diese welt so überhaupt gibt, warum es den urknall gab und wer oder was ihn ausgelöst hat.) Sooo viele Dinge, die sich weder Wissenschafler noch religiöse Menschen zu 100% erklären können. Gott ist für manche Menschen eben die Antwort auf die vielen Fragen, die wir eben nicht wissen.

Religiosität und Spiritualität stellen (….) eine “philosophische Klammer“ im Leben dar, welche die Integration negativer Erfahrungen ermöglicht, deren Interpretation erleichtert und Antworten liefert auf Fragen, wie sie in der Auseinandersetzung mit Verlusten virulent werden – Fragen beispielsweise nach dem Sinn des Leidens und nach der Gerechtigkeit.“ (Filipp/Aymanns, Lebensereignisse, S.108)

Religiosität ist ein Teil unserer anthropolgischen DNS Ausstattung die im Rahmen von Bewältigungsstrategien und darüber hinaus als Gesamtlebensformation auf die immer auch dann regrediert wurde wenn die Lebenssituationen einer spezifischen Kontingenzbewältigung bedürfen (individuell, kollektiv, gesellschaftlich) wie Tod, Katastrophen, Bedrohungen, Angstsituationen, soziale Fremdheit und Alienation, vulnerable (Schmerz-) Zustände bis hin zu gestörten oder einbrechenden gesellschaftlichen Stabilitätsinhalten (Traditionen, Identitäten, Werte usw.)

Über die Prinzipien von Deus otiosus, Deus absconditus oder im christlichen Verständnis als Deus revelatus, geht es aber auch darum "...Einfluss auf dasjenige zu nehmen, das sich der menschlichen Kontrolle entzieht und auf diese Weise » Krisen (Risiken, Gefahren) vorzubeugen oder diese zu bewältigen." (Pollack, Religion, S.55) und über einen Selbstreport sich gleichsam in der Welt eines "abgesicherten" Daseins zu vergewissern.

Und da in actu der Mensch in den ökonomisch dirigierten Gesellschaften immer mehr zu flexiblen und entwurzelten Verwertungsmasse abgestuft wird bleiben diese  "Mechanismen" natürlich weiter aktueller denn je und damit viabel für das Leben.

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