Warum glauben so viele (intelligente) Menschen an einen Gott?

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21 Antworten

Warum glauben so viele Menschen an einen Gott?

Menschen glauben an einen Gott, weil es in erster Linie durch Indroktination so weitergegeben wurde.

Eltern brachten Tausende Jahre lang ihren Kindern bei, das es nunmal so ist, wie es angeblich sein soll.

Auch heute gibt es noch, selbst in meinen Bekanntenkreis etliche Menschen die an Gott glauben, weil es die Eltern tun. 

Wenn die Eltern jedoch nicht der Grund sind, ist es eventuell ein bestimmtes Erlebnis das zum Glauben führte. 

Meinetwegen hatte jemand einen Autounfall überlebt und durch die darauf folgende Gehirnerschütterung eine Halluzination die ihn dazu brachte zu 100% daran zu glauben, das Jesus ihn gerettet hat. 

Auch das Internet spielt eine große Rolle. Jugendliche die in der Selbstfindungsphase stecken und nicht richtig wissen wohin mit sich, sind leichte Opfer von Sekten und religiöser Radikalisierung.

Ein weiterer Grund ist vielleicht auch Naivität. Man kann sich Dinge nicht anders erklären also greift man auf das vermeintliche Wissen des ersten Jahrtausends unserer Zeitrechnung zurück.

Ein weiterer und sehr häufig auftretender Grund für den Glauben an unbewiesenes ist der Wille. Man setzt sich freiwillig die Scheuklappen auf und ignoriert jegliche Tatsachen weil man es so will.

Man will das Gott existiert, man will das die Geschichten wahr sind, man will das man später seinen geliebten Opa wiedersehen kann.

Und hier kommen wir meines Erachtens zum größten Grund für den Glauben an Gott. Die Angst und die gebotene Beruhigung.

Es gibt nichts beruhigerendes als die Vorstellung das man in den Himmel kommt, mit Engeln und alten Bekannten auf ewig ohne Kummer und Leid.

Wieviele Rentner habe ich schon gesehen, die mit einem Lachen im Gesicht gestorben sind weil sie wirklich dachten, der Tod ist nicht das Ende. Etliche. 

Religion ist ein Beruhigungsmittel. Unbestreitbar. 

Und das ist auch der Grund warum selbst die intelligentesten Köpfe an einen Gott glauben. Auch sie sind nur Menschen und haben Angst vor dem, was sie erwartet sobald sie sterben. Sie haben Angst vor dem Nullpunkt, der Vorstellung, das es nicht weiter geht und das Ego vollkommen ausgelöscht ist. Und aufgrund dieser Angst, der Angst vor dem Nichts, beugt man sich einer monotheistischen Religion und deren Lehren.

Aus der Hoffnung heraus, dadurch besiegt man den Tod 

(wie Jesus es angeblich getan hat)

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Kommentar von derHundefreund
09.09.2016, 22:56

Ich bin wirklich froh, dass es noch Menschen gibt, die bei klarem Verstand sind. Manchmal, wenn ich das hier alles so lese, verliere ich nämlich den Glauben (^^) daran. Vielen Dank für den Beweis, dass es nicht so ist.

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Im Grunde ist diese Frage im evolutionsbiologischen Herkommen zu beantworten: Religiosität als Merkmal menschlicher Bewältigungsschemen, die soziokulturelle in Religion als Institution seine Ausformung erhielt. Die beiden Bindungsmomente  haben sich – auch bei aller Inflation im Detail (Stichwörter: Macht-, Reputations- oder Gierinhalte) – als sowohl viabel als auch resilient erwiesen, denn sie bieten mit einer Transzendenz, mit Glauben, mit Gemeinschaft, mit Rutualen, Symbolen usf. Vertrauen, Hoffnung, Halt, Orientierung und v.a. "Kontingenzbewältigung". Denn „Unzweifelhaft sind Menschen, um leben zu können, auf Orientierungen dieser Art angewiesen. Die Solidität unserer Alltags weiten, die Verlässlichkeit unserer Erwartungen, elementare Sicherheiten im Urteil darüber, was möglich und was unmöglich sei, sind orientierungsgebunden.“ Besonders in Orientierungskrisen wirkt Religiosität als stabilisierender Faktor. „Es heißt, dass der Glaube, insoweit, ein Medium der Stärkung unserer Wirklichkeitsfähigkeit und Handlungskraft und damit ein Medium der Erhöhung unserer Resignationsresistenz ist“, denn das „Göttliche ist eine Macht im menschlichen Leben“

Im Grunde müsste der Mensch in seiner kognitiven Entwicklungsspanne heute sicherlich "weiter" sein und Religion von seiner Funktion – und noch mehr seinen „Funktionären“ – entbinden können; was aber leider nicht der Fall ist. Die institutionelle Religionseinzirkelung bleibt den Menschen solange „erhalten“, solange es ihm nicht gelingen wird den eigenen biologisch-selbstorganisatorischen Entwurf auf eine neue Entwicklungsebene zu heben – aber wenn dies geschieht wird es vermutlich den Menschen in der jetzigen Formation nicht mehr geben, sondern irgendeinen (virtuellen oder synthetischen) Nachfolger.

Aber solange ist Gott, eingebunden in die Komposition von Religion eine "..... transempirische und nicht verifizierbare Realität die immer mit der Gewissheit des eigenen Todes korrespondiert: „Als einziges Wesen weiß sich der Mensch in seinem Dasein in reflexiver Konfrontation mit seinem eigenen Tod. Er lebt stets im bewussten Horizont seines eigenen ‚Nicht-(mehr-da-)seins. Dieses anthropologische Charak-teristikum steht zugleich in einer Diathese mit zwei anderen Selbstvollzügen menschlichen Seins: Einerseits dem scheinbar widersprüchlichen Vollzug, im eigenen Handeln und Leben stets Sinn zu setzen, wo doch der gewisse Tod als radikale Infragestellung solchen Tuns ver-standen werden muss. Andererseits ist der Mensch kognitiv auf Unendlichkeit angelegt und transzendiert stets das Gegebene oder Erreichte. Das menschliche Subjekt fragt, (....), daher auch „notwendigerweise über die Grenze des eigenen Todes hinaus und verlang(en)[t] nach einem unbedingt bleibenden Sinn.“ Der Mensch entwirft sich gewissermaßen über sein eigenes Leben hinaus und weist so eine Struktur auf, die transzendentalphilosophisch als Hoffnungsartikulation auf ein Leben nach dem Tod interpretiert werden kann.“

oder: 

Der Mensch der an Gott glaubt ist sich nicht mehr sicher warum er lebt, wohin er geht,  in einem Leben das ihm unheimlich wirkt, weil am "Ende" der eigene Lebensweg dunkel, zu dunkel wird.


Anm: (Zitatquellen sind bei Bedarf nachreichbar).



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Kommentar von Rosenblad
09.09.2016, 20:03

Schreibfehler: Es soll nicht Rutuale heißen, sondern Rituale  - pardon.

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  • Ihnen sind Kerngedanken wichtig, wie: Liebe mit Menschen zu teilen
  • Es ist beruhigend, immer noch von einer Macht zu wissen, die weiser ist und leitet
  • Es ist ihr Weg zum Glück
  • Sie haben entsprechende Erfahrungen gemacht oder eine bestimmte Erziehung genossen

Im Übrigen denke ich nicht, dass Gläubigkeit etwas mit Intelligenz zu tun hat. Denn intelligente Menschen reden angeblich auch mit sich selbst. Aber na und?

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Kommentar von derHundefreund
09.09.2016, 18:53

Das Glaube nichts mit Intelligenz zu tun hat, habe ich ja auch schon geschlussfolgert - vielleicht wurde das im Text nicht so ganz deutlich.

Dass viele Menschen so erzogen wurden bzw. damit aufgewachsen sind, viel mir auch als Grund ein, hatte es aber vergessen mit in den Text zu schreiben.

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1. Glaube hat ebenso wie Dummheit nichts mit Intelligenz zu tun.

Ich kenne intelligente Menschen, die sind so himmelschreiend dumm, dass es weh tut. Man findet sie unter gläubigen Menschen ebenso wie unter ungläubigen, man findet sie bei sehr einfachen Menschen genauso wie bei Akademikern.

2. Es ist ein absolut verbreiteter philopsophischer Denkfehler, dass eine göttliche religiöse Schrift widerspruchsfrei und fehlkerlos sein müsste. Nur wenige Menschen kommen auf die Idee, mal drüber nachzudenken, ob ein Gott (mal seine Existenz vorausgesetzt) ein Interesse daran haben könnte, eben auch nicht perfekte, widersprüchliche und fehlerhafte Dokumente heraus zu geben.

3. In der Zeit, in der etwa der sogenannte erste Schöpfungsbericht von Juden in Babylon geschrieben wurde, waren die Babylonier in der Lage, die Geschwindigeit von Planeten zu berechnen, abstrakt ein geometrisches Modell dieser Geschwindigtkeit zu beschreiben - und gleichzeitig mythisch über Sonne und Mond als Götter nachzudenken und ihnen zu huldigen.

Ich will damit sagen: Religiöse Menschen sind auch damals nicht zwangsläufig naturwissenschaftlich völlig hinter dem Mond gewesen.
Warum man etwa heute zu Mond und sonst wohin fliegt und trotzdem Menschen für teures Geld eine Astrohotline anrufen, wird mir immer ein Rätsel bleiben. Da sind wir heute nicht weiter als vor 2500 Jahren.

4. Wissenschaftstheoretisch spricht eine ganze Menge dafür, dass wir immer nur einen winzigen Ausschnitt all dessen wissen können, was man überhaupt wissen und erkären könnte. Und es spricht viel dafür, dass es grundsätzliche Erkenntnisgrenzen gibt, hinter die wir grundsätzlich nicht schauen können. Das eröffnet auf der anderen Seite zumindest Denkmöglichkeiten darüber, was hinter dieser Grenze sein könnte, es eröffnet durchaus auch intelligente Denkmöglichkeiten über Gott.

5. Nur so zur Sicherheit: Es machte keinen Sinn, Gott als etwas zu denken, dass im Rahmen unserer Naturwissenschaft erforscht werden könnte. Es erscheint mir zwingend einleuchtend, dass alles, was wir naturwissenschaftlich erforschen könnten, niemals Gott sein kann. Mit anderen Worten: Naurwissenschaftler missachten mutwillig ihre eigenen seriösen Erkenntnismöglichkeiten, wenn sie (im Rahmen ihrer Naturwissenschaft) Aussagen über Gott machen oder insbesondere behaupten, Gott wäre naturwissenschaftlich widerlegt. Richtig ist, dass die Naturwissenschaft keinerlei Aussage über Gott machen kann und darf. Über dessen Existenz ist damit keinerlei Aussage getroffen. Kann  sein, kann nicht sein. Man sollte immer wissen, wo seine Grenzen sind.

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Weil der Glaube eine Zuflucht sein und Trost spenden kann. Weil er Halt gibt, wenn man ihn braucht und weil es manchmal einfach guttun kann, ohne nachzudenken auf etwas vertrauen zu können. 

Alle Meschen brauchen etwas, das ihnen Kraft gibt und an das sie glauben können. Wenn man niemanden hat, dem man wirklich alles anvertrauen kann oder will, dann kann es eine Wohltat sein, sich Gott anzuvertrauen. Alleine der Gedanke, dass er zuhört, kann schon Wunder wirken.

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Wenn auch intelligente Menschen nach deinem Urteil an Gott glauben, dann muss es dafür gewichtige Gründe geben.

Man kann dich aber kaum mit Argumenten überzeugen, weil es ja auch die andere Gruppe, ebenfalls intelligente Menschen gibt, welche nicht an einen Gott glauben.

Du musst es also schon selbst herausfinden, warum es unter Umständen gar "nicht dumm ist" an Gott zu glauben. Viele Millionen Menschen vor dir blieb auch keine andere Wahl, als ihre eigene Antwort zur Gottesfrage zu suchen und zu finden.

Wenn ich übrigens von Gott rede, dann tue ich dies allein im Respekt vor dem neutestamentlichen, christlichen Gott. Dieser hat übrigens in der Bibel bekundet: Wer mich aufrichtig sucht, von dem will ich mich finden lassen!

Ich selbst habe ihn beim Wort genommen und wurde dabei jedenfalls nach meiner Überzeugung fündig. Hoffentlich bin ich jetzt auch noch intelligent genug, damit du mich als Beispiel ("der vielen intelligenten Menschen") im Sinne deiner Frage akzeptierst.

LG hummel3

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Kommentar von derHundefreund
09.09.2016, 19:09

Freut mich, das Du ihn gefunden hast. Hätte mich auch gefreut, wenn in meiner Frage verständlich gewesen wäre, das Glaube anscheinend nichts mit Intelligenz zu tun hat. Trotzdem musste ich bei deinem letzten Satz schmunzeln :-)

Ich hoffe übrigens, Du findest auch noch den Weihnachtsmann und den Osterhasen.

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Die Bibel steckt voller Wissen und Weisheit. Man lese z. B. die Sprüche, den Prediger oder das Johannes-Evangelium.

Viele Gründe, warum die Bibel recht hat, finden sich m. E. hier: http://gottesbotschaft.de/?pg=3048

Ansonsten gibt es viele Wissenschaftler und intelligente Menschen, die an die Wahrheit der Bibel glauben. Warum sollten sie dies auch nicht tun?

Die Studiengemeinschaft Wort und Wissen ist beispielsweise ein wissenschaftlicher gemeinnütziger Verein, in der Wissenschaftler sich austauschen und mitarbeiten. Thematische Schwerpunkte der Arbeit bilden Grundlagenforschung und Bildungsarbeit im Spannungsfeld "Naturwissenschaft und christlicher Glaube": http://www.wort-und-wissen.de

Auch ansonsten dürfte es einige christliche Wissenschaftler geben (Prof. Dr. Wener Gitt, Prof. Dr. Walter Veit usw.). Warum auch nicht?

Sehr interessant sind auch die folgenden Zitate berühmter Naturwissenschaftler:

"Die Naturwissenschaften braucht der Mensch zum Erkennen, den Glauben zum Handeln. Religion und Naturwissenschaft schließen sich nicht aus, wie heutzutage manche glauben und fürchten, sondern sie ergänzen und bedingen einander. Für den gläubigen Menschen steht Gott am Anfang, für den Wissenschaftler am Ende aller Überlegungen." Max Planck (1858-1947), deutscher Physiker, Begründer der Quantentheorie

"Die moderne Physik führt uns notwendig zu Gott hin, nicht von ihm fort. - Keiner der Erfinder des Atheismus war Naturwissenschaftler. Alle waren sie sehr mittelmäßige Philosophen." Sir Arthur Stanley Eddington (1882-1946), englischer Astronom und Physiker

"Der erste Trunk aus dem Becher der Naturwissenschaft macht atheistisch, aber auf dem Grund des Bechers wartet Gott." Werner Heisenberg (1901-1976), deutscher Physiker

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Es gibt einfach keinen zwingenden Zusammenhang zwischen Religiosität und Intelligenz.

Auch der intellektuellste Mensch kann nicht erklären, was Unendlichkeit in Raum und Zeit bedeutet. Was war vor dem Anfang und was ist da, wo alles aufhört?

Religiosität hat etwas mit Ehrfurcht zu tun, mit der Anerkennung von Kleinheit, Beschränktheit.

Etliche Nobelpreisträger waren tiefreligiös. 

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Mir ist durchaus klar, dass die Menschen etwas, woran sie festhalten (an
etwas, woran sie glauben) können, brauchen. Oder sich einen Reim auf
die Welt machen müssen, um zu wissen, warum wieso weshalb und das alles.

Das können diese Menschen zwar tun, aber nur, weil sie es gerne so hätten, muss es ja nicht so sein. Es wäre also wenig intelligent, etwas zu glauben, nur um Halt zu haben, wenn dieser Halt gar nicht gesichert ist.

Aber, ich kenne Menschen, die nicht nur intelligent sind, sondern diesen
Glauben auch nicht brauchen, um in dieser bösen unverständlichen Welt
zurechtzukommen. Also wieso glauben sie daran?

Schön, dass du gläubigen Menschen Intelligenz zubilligst. Wäre ja auch fatal, wenn Bundeskanzlerin und Bundespräsident bzw. sonstige hochgestellten Persönlichkeiten keine hätten. Es muss also mehr dahinter stecken, als du dir erträumen kannst. Vielleicht besitzen sie jene besondere Intelligenz, an der es dir mangelt: Dass nämlich ohne göttliche Gnade gar nichts läuft, weder bei starken noch bei schwachen Menschen und schon gar nicht in einer "bösen und unverständlichen Welt". 

Wenn man die Bibel liest, fallen einem sehr schnell viele Logikfehler
und (wie wir heute wissen) Unwahrheiten auf. Was man sich auch ganz
einfach erklären kann: Die Menschen, die das damals verfasst haben,
wussten es einfach nicht besser.

Logikfehler fallen auf, wenn man die Bibel wissenschaftlich betrachtet. Die Bibel ist ein Glaubensbuch und kein naturwissenschaftliches Werk auf wissenschaftlich neuestem Stand. Vor allem im AT benutzen die Schreiber eine bildreiche Sprache, die den damaligen Vorstellungen entsprach, zum Beispiel die Genesis bei der Erschaffung der Welt. Natürlich weiß man heute, dass ein langer Entwicklungsprozess stattgefunden hat, natürlich weiß man, dass die Erde keine Scheibe ist. Es geht aber um die Grundaussage, die vermittelt werden soll und die ist die gleiche: Gott ist der Urheber allen Seins und da Gott keine Zeiten kennt und ganz Gegenwart ist, sind für ihn Milliarden Jahre auch nur ein Augenblick.

Die Menschen, die noch nicht wussten, dass es ein Universum gibt oder
das sich die Erde dreht, haben einfach aufgeschrieben, wie das alles ihrer Meinung nach entstanden ist - herausgekommen ist die Bibel.

Die Menschen, die nach ihren Vorstellungen geglaubt haben, finden wir in sämtlichen heidnischen Religionen, wo Menschen auf der Suche nach Gott Antworten gesucht haben auf das, wo die Wissenschaft keine Erklärung bietet.

Die Bibel allerdings beruht nicht auf dieser Suche nach Gott nach eigenen Vorstellungen. Sie schildert im Gegensatz dazu, wie Gott sich den Menschen offenbart und dies geschieht im AT mit dem Volk Israel und im NT in der Menschwerdung in Jesus Christus. Auch hier geht es um insprierte Glaubensaussagen, die Menschen in ihrer persönlichen Eigenart und den damaligen Gebräuchen entsprechend niedergeschrieben haben. Dazu braucht es Kenntnisse in den Fachgebieten der Theologie, die vieles uns Unverständliche verstehbar machen. Christen glauben nicht einfach ins Blaue hinein, sondern sie haben nach Prüfung festgestellt, dass man der Wahrheit des Evangeliums und der Echtheit der Überlieferung vertrauen kann. Sie gehen das Wagnis des Glaubens ein und treten damit in die Beziehung zum lebendigen Gott ein. Das ist der Grund, warum intelligente Menschen Gott nötig haben: Sie erfahren Ihn!

Kommentare, dass das alles nicht wörtlich gemeint ist oder was auch
immer, könnt ihr euch echt sparen. Es sind nichts anderes als Ausreden.
Es wurde alles so wirr und falsch geschrieben, da man damals glaubte, es
könne nie widerlegt werden.

Das sind wohl eher deine Ausreden. Ich sage dazu: Man sollte sich überhaupt nicht mehr die Mühe machen, täglich die gleiche Frage zu beantworten, nur weil  irgendwelche Schüler nicht fähig sind, die Suchfunktion bei GF zu betätigen. Es ist aber des Nachdenkens wert, dass der für Atheisten nicht existierende Gott immerhin täglich zum Anlass für nicht endende Fragen wird.

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Kommentar von derHundefreund
09.09.2016, 19:16

Vielen Dank für deine ausführliche Antwort. Natürlich betrachte ich die Bibel wissenschaftlich, das solltest Du vielleicht auch mal tun. Bei einer Sache muss ich Dir aber recht geben, man sollte sich wirklich nicht die Mühe machen.

Ihr Gläubigen glaubt eh was ihr wollt, da können auch Wissenschaftler mit eiskalten Beweisen vor euch treten und sagen, vor ca. 65 Millionen Jahren gab es die Dinosaurier. Ihr werdet trotzdem Antworten, dass der Mensch nur 6000 Jahre alt ist, obwohl er nach dem Inhalt der Bibel ja nur ein paar Tage nach der Erde erschaffen wurde.

Es ist mir übrigens aufgefallen, wie Du extrem auf deine Formulierung geachtest hast, um sehr intelligent zu klingen (vielleicht bist Du das ja auch). Deine Argumentation überzeugt mich natürlich trotztdem nicht. :-)

Vielleicht bin ich ja auch einfach zu dumm, um dem zu folgen. Ich muss allerdings auch zugeben, dass ich mir nicht alles davon angetan habe. Denn dieses bla bla habe ich schon zu oft hören müssen.

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Viele, die vorgeben, an Gott zu glauben, tun das gar nicht. Sie machen das nur, um ein Stein im Brett derer zu haben, die an Gott glauben. 

Darunter sind auch Religionslehrer oder Pfarrer. Und natürlich Politiker. 

Religion läßt sich also hervorragend instrumentalisieren. Ein anderer Grund dürfte sein, dass sich mit dem Glauben, die eigenen, oft wenig ehrenwerten, unmoralischen Sichtweisen oder Handlungen in eine positiv-überzeugende ummünzen lassen; 

Religion in diesen Fällen also als Legitimation herhält. 

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Kommentar von danhof
12.09.2016, 09:55

Aha. Wo findet das in unserem Kulturkreis heutzutage statt?

Legitimiert unsere Regierung Waffenlieferungen mit der Bibel?

Wird man nur in den Kreistag gewählt, wenn man evangelisch ist?

Wie soll das mit der Legitimation unmoralischer Sichtweisen funktionieren, wenn man sie an der Bibel misst?

Also als Beispiel "Ich gehe fremd, weil Gott mir das gesagt hat". Da lässt sich innerhalb von 11,7 Sekunden herausfinden, ob das passt oder nicht.

Und selbst WENN es so wäre, dass sihc Leute nur zu Gott bekennen, um einen Stein im Brett zu haben... das sagt noch nichts über den Glauben, über Jesus und die Bibel selbst aus. Wenn ich weiß, dass der Vorgesetzte gerne Billard spielt, dann tue ich so, als wäre das auch mein großes Hobby. Das funktioniert in allen Lebensbereichen.

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Die Antwort ist einfach: Indoktrination

Das Video erklärt das sehr anschaulich und leicht verständlich.

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Gute Frage....ich denke, dass jeder Mensch an irgendetwas glaubt....die einen nennen es Gott...die anderen Allah...das Universum...etc.

Ich vermute auch, dass es eine höhere Macht gibt....nur wer oder was das ist, wäre hier die Frage.

Irgend etwas steuert unser Leben...unseren Tod...ist es Gott...ist es das Universum...wir wissen es nicht, und werden es wahrscheinlich auch nie erfahren.

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Du hast in deiner Frage gezeigt, dass du eigentlich keine Ahnung davon hast. Ich will jetzt gar nicht erst auf dies Auslegung der Bibel eingehen. Da frage ich mich manchmal, wer da eigentlich die Thesen aufstellt. Ich will jetzt eher auf die oberen Aussagen eingehen. Denn das, was du schreibst, ist Dawkins vom Feinsten und wir wissen ja alle, was für ein guter Biologe Dawkins ist, aber was für ein umso schlechterer Philosoph oder gar Theologe.

Dass nicht besonders intelligente Menschen an Gott glauben, intelligente aber nicht, ist eine These die sich allein schon durch die Fragestellung widerlegt.

Mir ist durchaus klar, dass die Menschen etwas, woran sie festhalten (an etwas, woran sie glauben) können, brauchen.

Natürlich. Jeder braucht etwas, woran er festhalten kann. Das widerlegt aber keineswegs die Existenz der Sache, an der ich mich festhalte. Wenn ich mich nirgendwo festhalten kann, dann ist das Leben sinnlos. Das Leben hat keinen Grund. Doch wozu bin ich auf Erden, wenn es keinen Grund gibt? Woher komme ich, wohin gehe ich? Das sind existentielle Fragen, die der Mensch hat. Wer nichts hat, woran er sich festhalten kann, der wird keine Freude am Leben haben. Der eine hält an seinem Kind fest, er lebt für sein Kind. Dieses Kind existiert auch. Der andere hält an einem Gott fest, der als existierend gedacht wird. Der Fehlschluss des ontologischen Gottesbeweises liegt darin, dass von Gedanken aufs Sein geschlossen wird. Umgekehrt darf man allerdings auch nicht den Fehler begehen, dass etwas, was als Existierend gedacht wird, nicht existiert. Die Frage nach der Existenz Gottes bleibt ungeklärt, da sämtliche Gottesbeweise nicht Gott als das, was er ist beweisen, sondern nur etwas anderes. Gott bleibt unbeweisbar, weil man nur Existierendes evident beweisen kann, Gott aber per definitionem als der Seiende gilt. Doch wieder ein wenig zurück zum Thema. Der Mensch hat schon immer die erwähnten großen Fragen zu beantworten versuch. Der Atheist sagt aber, dass es keinen Sinn gibt und dass wir unsere Zeit nicht damit verschwenden sollten, Antworten auf solche Fragen zu finden. Aber ist das nicht eine Ausrede? Eine Wegredung von der eigentlichen Frage? Sollte man sich nicht solchen Fragen hingeben, um das tiefe Wesen des Menschseins zu verstehen? Wenn wir schon Wissenschaft betreiben, dann sollten wir allen Fragen des Menschen hinterhergehen und auch denen, die nicht einfach zu beantworten sind. Ich möchte ein kurzes Zitat von Ratzinger bringen, das du lesen kannst, wenn du willst:

Der Glaube bedeutet eine Entscheidung dafür, dass Gedanke und Sinn nicht nur ein zufälliges Nebenprodukt des Seins bilden, sondern dass alles Sein Produkt des Gedankens, ja selbst in seiner innersten Struktur Gedanke ist. Insofern bedeutet der Glaube in einem spezifischen Sinn Entscheidung zur Wahrheit, da für ihn das Sein selbst Wahrheit, Verstehbarkeit, Sinn ist und dies alles nicht bloß ein sekundäres Produkt des Seins darstellt, das irgendwo aufstand, aber dann keine strukturierende, maßgebende Bedeutung für das Ganze des Wirklichen haben könnte.

Aber, ich kenne Menschen, die nicht nur intelligent sind, sondern diesen Glauben auch nicht brauchen, um in dieser bösen unverständlichen Welt zurechtzukommen. 

Ich kenne keine Menschen, die ohne Glauben in einer unverständlichen Welt leben. Denn was wäre, wenn die Welt unverständlich wäre? Dann würde ich auch nicht an Gott glauben. Allerdings glaubt jeder Mensch, ob Naturwissenschaftler oder Geisteswissenschaftler daran, dass die Welt verständlich ist. Sie ist rational begreifbar mit unserem Verstand. Aber existiert unser Verstand überhaupt? Was ist der Verstand, was ist Vernunft? 

Wenn man die Bibel liest, fallen einem sehr schnell viele Logikfehler und (wie wir heute wissen) Unwahrheiten auf. Was man sich auch ganz einfach erklären kann: Die Menschen, die das damals verfasst haben, wussten es einfach nicht besser.

Du wirfst dem Glauben wahrscheinlich Blindheit und Dummheit vor. Aber wie kannst du Thesen aufstellen, die auf keinerlei Belegen Gründen. Mir ist kein Wissenschaftler der alten Geschichte bekannt, der die gleichen Aussagen trifft wie du. Generationen von Geschichtsforschung und Bibelwissenschaft werden in den Sand gesetzt. Hast du dich je mit der Geschichte befasst? Warum glauben denn so intelligente Leute an die Wahrheit der Bibel? Wenn es denn so einfach wäre, dann würde doch mit Sicherheit kein intelligenter Mensch daran glauben. 

Warum glauben also intelligente Menschen an Gott und an Jesus Christus als ihren Erlöser?

Ich will zunächst mit einer Passage aus dem Johannesevangelium beginnen:

Und nach acht Tagen waren seine Jünger wieder drinnen und Thomas bei ihnen. Da kommt Jesus, als die Türen verschlossen waren, und trat in die Mitte uns sprach: Friede euch! Dann spricht er zu Thomas: Reiche deinen Finger her und sieh meine Hände, und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig! Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott! Jesus spricht zu ihm: Mein Herr und mein Gott! Jesus spricht zu ihm: Weil du mich gesehen hast, hast du geglaubt. Glückselig sind, die nicht gesehen und doch geglaubt haben! Joh 20,26-29

Thomas glaubte, weil er sah. Glauben also alle Menschen, die Jesus nicht mit eigenen Augen gesehen haben, dies ohne Begründung? Baggini interpretiert diese Textstelle so: 

Damit stiftete das Christentum das Prinzip, dass es gut ist, an etwas zu glauben, wofür man keinen Beleg hat - eine ziemlich bequeme Maxime für ein Glaubenssystem, für das es keinen Beleg gibt.

Bagginis Interpretation bewegt sich auf dem gleichen Niveau wie die Behauptung, nur weil man die Schwerkraft oder Atome oder Röntgenstrahlen nicht gesehen hat, sei der Glaube an sie unbegründet - oder weil man Napoleon nicht gesehen hat, sei die Überzeugung, er habe die Schlacht von Waterloo geschlagen, blinder Glaube.

Ziehen wir noch eine andere Stelle des Johannesevangeliums hinzu:

Auch viele andere Zeichen hat nun zwar Jesus vor den Jüngern getan, die nicht in diesem Buch geschrieben sind. Diese aber sind geschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben Leben habt in seinem Namen. Joh 20,30f

Johannes nennt hier den Zweck, zu dem er dieses Buch geschrieben hat. In ihm hält er eine Reihe von Zeichen fest, die auf eine Realität jenseits ihrer selbst hinwiesen und so von seiner Identität als Mensch gewordenem Gott zeugten. Beispielsweise vermehrte Jesus Brot, um einer großen Menschenmenge zu essen zu geben, und nutzte dann das, was er getan hatte, um auf einer tiefer gehenden Ebene auf sich als "Brot des Lebens" hinzuweisen. Johannes berichtet, dass Menschen an Jesus glaubten, weil er ihnen durch solche Zeichen Gründe zum Glauben geliefert hatte. Und Johannes betrachtet diese Belege auch als ausreichend für die Menschen, die die fraglichen Ereignisse nicht direkt miterlebt haben. Der von Christus geforderte Glaube ist Johannes zufolge alles andere als blind. Die Blindheit liegt aufseiten der Menschen, die das nicht erkennen können. Terry Eagleton schreibt:

Dawkins betrachtet allen Glauben als blind, und in seinen Augen werden alle christlichen und muslimischen Kinder dazu erzogen, zu glauben, ohne zu hinterfragen. Nicht einmal die beschränkten Geistlichen, die mich im Gymnasium herumschubsten, dachten das. Für die Hauptströmung des Christentums haben Vernunft, Argumente und ehrliche Zweifel immer eine unerlässliche Rolle im Glaubensleben gespielt.

Ich will hier jetzt keine  ewig langen Vorträge über die Bibel halten. Allerdings soll dies veranschaulichen, dass der Glaube eben nicht blind ist. Er beruht auf dem Zeugnis des Evangelisten Johannes. Die Frage nach seiner Objetivität will ich jetzt nicht klären. Es zeigt nur, dass wir als Christen nicht nur an das Zeugnis Johannes glauben, sondern auch an das Zeugnis der frühen Christen. Die Apostel haben den historischen Jesus von Nazareth gekannt. Sie sind freiwillig in den Tod gegangen. Sie wurden gefangen genommen, verhört und ausgepeitscht. Warum sollten sie das für eine Lüge auf sich genommen haben? Ich will diese Frage jetzt nicht beantworten.

Doch, worauf basiert der Glaube der Wissenschaftler an die rationale Begreifbarkeit des Universums?

Wir müssen feststellen, dass das Universum nicht vom menschlichen Verstand geschaffen wurde. Das ist offensichtlich, auch wenn dieser Punkt möglicherweise seltsam erscheinen mag. Trotzdem ist er von fundamentaler Bedeutung, wen wir unsere Erkenntnisfähigkeit bewerten sollen. Der Mensch hat auch seinen eigenen Verstand nicht selbst erschaffen. Unsere rationalen Fähigkeiten können wir durch den Einsatz derer erweitern, aber wir können unseren Verstand nicht entstehen lassen. Warum ist es möglich, dass das, was in unseren Hirnen vor sich geht, uns auch nur im entferntesten ein wahres Bild von der Realität liefert? Wie kann es also sein, dass eine mathematische Gleichung, erdacht im meschlichen Verstand eines Mathematikers, den Vorgängen im Universum gerecht werden kann? Einstein hat über diese Frage nachgedacht und gesagt: "Das einzig Unverständliche am Universum ist, dass es verständlich ist." Es geht hier um die Frage, wofür der menschliche Verstand zuständig sei, und wie verlässlich und befugt er sei. Ist unsere Erkenntnisfähigkeit gezielt geschaffen, uns zum Entdecken, Erkennen, und Glauben an Wahrheit zu befähigen? Das Wort geschaffen könnte jetzt merkwürdig klingen, allerdings glauben Atheisten ja auch, dass der Verstand seinen Zweck in der Evolution erhalten hat, wie z.B. das Herz. Es hat den Zweck, dass Blut durch den Körper gepumpt wird. ein Tumor allerdings hat keinen eigenen Zweck im menschlichen Körper. Ein Tumor ist das Produkt ziellosen, chaotischen Wachstums.

Atheisten entlarven ja mit der Behauptung, der Glaube an die Existenz Gottes sei ein Resultat aus einem falschen Gebrauch des Verstandes, dass der Verstand in diesem Sinne dazu "geschaffen" ist, den Zweck der Entdeckung der Wahrheit zu erfüllen. Wenn der Verstand keine Funktion hätte, könnte man ja auch nicht vorwerfen, ihn falsch benutzt zu haben. Nach Freud ist es so, dass alle augenscheinlich rationalen Argumente, die Gläubige für die Existenz Gottes vorbringen, tatsächlich von einem versteckten, unterbewussten Wunscherfüllungsmechanismus geschädigt und getrieben sind: dem Wunsch einer Krücke zur Bewältigung des Lebens. Richtig benutzter Verstand würde also dem eigentlichen Zweck dienen und die Wahrheit finden: den Atheismus. Damit trifft der bekannte Atheist Richard Dawkins die verwunderliche Behauptung, der religiöse Glaube entstehe durch eine "Fehlzündung" der Evolution. Die Ironie dieser atheistischen Position wird deutlich, solange man nach dem Ursprung des menschlichen Verstandes fragt. Atheisten behaupten, dass die Evolution die menschliche Erkenntnisfähigkeit zum Überleben hervorgebracht hat. Das hatte mit Wahrheit nichts zu tun. Es ist bekannt, was im Allgemeinen mit der Wahrheit geschieht, wenn Individuen oder Unternehmen oder ganze Nationen , motiviert von dem, was Dawkins "egoistische Gene" nennt, sich bedroht fühlen und ums Überleben kämpfen. Die neuen Atheisten nehmen die kritischen Folgen ihrer Sichtweise nicht wahr. Sie sind eigentlich gezwungen, das Denken als eine Art neurophysiologisches Phänomen zu betrachten. Aus der Perspektive der Evolution mag die Neurophysiologie wohl anpassungsfähig sein - doch weshalb sollte man auch nur einen Moment lang meinen, dass die von dieser Neurophysiologie hervorgebrachten Überzeugungen überwiegend wahr sind? Und, wenn Gedanken im Verstand nur die Bewegungen von Atomen im Gehirn sind - ein durch geistlose, ungesteuerte Prozesse gesteuerter Mechanismus - warum sollte ich dann irgendetwas glauben, was mir dieser Verstand sagt - einschließlich der Tatsache, dass mein Gehirn aus Atomen besteht? Welche besonderen Gründe sollte ich dann haben, dass der Naturalismus wahr ist? Eigentlich vertreten somit die neuen Atheisten ja, dass eine ungesteuerte Evolution den Naturalismus untergräbt.

Sephan Hawking hat das nicht bedacht:

Die Tatsache, dass wir - Menschen, die wir selbst nur eine Ansammlung fundamentaler Naturteilchen sind - dem Verständnis der Gesetze, die uns und unser Universum regieren, so nahe gekommen sind , ist ein großer Triumph.

John Gray verdeutlicht die Folgen dieser Ansicht:

Die Humanisten setzen darauf, dass die Menschheit durch die Wissenschaft zur Wahrheit finden kann - und damit zur Freiheit. Falls aber Darwins Theorie der natürlichen Auslese zutrifft, ist dies unmöglich. Der menschliche Geist ist auf Evolutionserfolg gerichtet, nicht auf Wahrheit.

Wie kann der neue Atheismus einerseits behaupten, es sei rational, an die Theorie zu glauben, dass die Evolution unserer Vernunft nicht auf die Entdeckung der Wahrheit hinsteuerte, und andererseits irrational zu glauben, dass unsere Vernunft von unserem Schöpfer dazu gestaltet und geschaffen wurde, um uns zum Verstehen und Glauben der Wahrheit zu befähigen?

Alvin Platinga fasst diese Position so zusammen: 

Wenn Dawkins damit recht hat, dass wir das Produkt eines geistlosen, ungesteuerten natürlichen Prozesses sind, dann hat er uns einen starken Grund gegeben, an der Zuverlässigkeit der menschlichen Erkenntnisfähigkeit zu zweifeln und damit auch an der Gültigkeit jeglicher Überzeugung, die sie hervorbringt - einschließlich des Dawkins´ eigener Wissenschaft und seines Atheismus. Seine Biologie und sein Glaube an den Naturalismus würden damit im Konflikt miteinander stehen - einem Konflikt, der nicht das Geringste mit Gott zu tun hat.

So, jetzt habe ich genug geschrieben. Sollte irgendwer meine Antwort bis hierhin gelesen haben und noch mehr wünschen, so soll er sich melden.

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Kommentar von derHundefreund
09.09.2016, 21:33

Nein danke, das reicht.

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Kommentar von danhof
09.09.2016, 21:48

Eine ganz hervorragende Antwort, die mir viele neue Impulse gegeben hat. Vielen Dank!

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Kommentar von AaronMose3
09.09.2016, 22:07

(Der Atheist) sagt aber, dass es keinen Sinn gibt und dass wir unsere Zeit nicht damit verschwenden sollten, Antworten auf solche Fragen zu finden. Aber ist das nicht eine Ausrede? 

Das es keinen "Sinn" gibt, ist keine Ausrede.

Es ist die simple Erkenntnis, die folgt, wenn man das Thema "Sinn" mal näher betrachtet.

Für uns Menschen gibt es unseren Planeten, die Erde. 

Auf dieser Erde leben unglaublich viele verschiedene Lebensformen, angefangen bei kleinsten Bakterien bis hin zu Tonnenschweren Elefanten die durch die Gegend trampeln.

Dennoch, es existiert nur eine einzige Lebensform die über sich selbst, den Grund für seines Selbst und der Ursache dieses Selbst nachdenken kann. 

Und das ist der Mensch. Er ist der einzige der nach dem Sinn fragt.

Ergo: "Sinn", ist ein menschliches Konzept. Dieses Konzept wird auf Dinge, Situationen oder Aktivitäten angewendet sobald diese entweder einen überdurchschnittlichen oder eben unterdurchschnittlichen Nutzen mit sich ziehen.

Person A spielt 10 Stunden am Tag Videospiele, für Person B ist das "Sinnlos", weil derjenige damit "nichts" erreichte.

Das ist aber lediglich die Sicht der Person B, fragt man nun mal die Person A, wird diese vermutlich sagen das diese Aktivität nicht sinnlos ist, da er mehrere Level geschafft hat und Spaß hatte.

Fassen wir kurz zusammen. 

Der Sinn ist nicht nur ausschließlich ein menschliches Konzept, nein, er ist auch auch noch relativ, weil jeder etwas anderes als "Sinnvoll" oder "Sinnlos" betrachtet.

Verbindet man diese Erkenntnis nun mit der von mir am Anfang erwähnten Tatsache das ausschließlich Menschen darüber nachdenken warum sie eigentlich existieren, merkt man plötzlich das der "Sinn" nichts ist, was existiert und gefunden werden muss, sondern lediglich als ein Mittel dient, sich Dinge, Aktivitäten oder Situationen schöner oder nutzvoller zu reden, als sie Sind.

Sachen sind nämlich nicht Sinnvoll. Sie sind genauso wenig groß, oder warm.

Die Sonne würde niemals von sich sagen das sie Heiß ist. Wir sagen das, weil wir 6000 Grad Celsius nunmal als Heiß betrachten. 

Aber nur weil wir sagen etwas ist heiß, ist es das nicht auch gleich.

Genau das gleiche gilt für den Sinn.

Soweit erstmal ;)

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Kommentar von anniegirl80
10.09.2016, 01:13

Ich bin eigentlich kein Fan von so langen Beiträgen - aber hier kann ich nur DANKE sagen :-)

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die ganze gottesproblematik lieht nicht auf der intelligenzebene, sondern auf der gefühlsebene

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Ich glaube an Gott.

Ich glaube, dass diese durchdachte Welt geplant wurde, ich glaube nicht, dass die Erde "einfach so" entstanden ist. Auch gibt es die Meinung, dass für den Urknall ein Eingreifen von Gott nötig ist.

Auch gibt es Wunder, die von Ärzten untersucht werden. Wenn es keine
wissenschaftliche Erklärung gibt, warum ein Mensch gesund wurde, dann
ist ein Schritt getan, damit das Wunder auch bestätigt wird. Die Ärzte
wissen auch nicht immer, dass ihre Untersuchungen für die Kirche sind.

Ich glaube auch an ein Leben nach dem Tod. Sie können im Internet
nach "Mädchen begegnet Jesus" und "Wissenschaftler Nahtoderfahrung Buch" suchen (ohne Anführungszeichen). Das sind Gründe, um an Gott und an ein Leben nach dem Tod zu glauben.

In der Bibel stehen erfüllte Prophezeiungen, z. B. zum Gebiet, was
aus unserer Sicht der Nahe Osten ist. Es steht auch in der Bibel, dass
falsche Propheten aufstehen werden. Es gibt aber noch viel mehr erfüllte
Prophezeiungen. Funde zeigen, dass die Bibel gut überliefert wurde.

Ich habe auch Sachen erlebt, die meinen Glauben gestärkt haben.

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es liegt leider in der natur des menschen, an irgendwelche märchenfiguren zu glauben, die dann für alles, was man (noch) nicht erklären kann, verantwortlich sind.............. zudem bieten die religionen das an, was der mensch schon immer wollte, unsterblichkeit, auferstehung, paradies und diese ganzen märchenbelohnungen.............

das dabei dann die logik ausser acht gelassen wird, ist unwichtig, denn glauben bedeutet ja = NICHT wissen wollen............. und wer bestimmte dinge nicht wissen will, dem ist dann die wahrheit egal............:)

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Kommentar von Aktzeptieren
09.09.2016, 18:16

derbuddha wieso machst du eigentlich des was du nicht magst? Du antwortest immer auf fragen die mit Religionen Zutun haben und dann beleidigt du meistens den Islam. Was zwingt dich dazu Hass zu verbreiten, dein Hass ist einfach nur unnötig!

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Kommentar von danhof
12.09.2016, 10:13

denn glauben bedeutet ja = NICHT wissen wollen

Glauben bedeutet entweder

- Annahme ohne Beleg ("Ich glaube, heute wird es regnen" oder "ich glaube, die Gluonen haften aufgrund starker Wechselwirkungen aneinander" (daraus kann dann eine wissenschaftliche Theorie folgen))

oder

- es beschreibt eine religiöse Überzeugung ("Ich glaube an den Christlichen Gott der Bibel")

Zweitere Definition findet hier Anwendung.

Nur so als kleine Nachhilfe..............................:) *g* grins lol lach

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Hallo derHundefreund,

Da kann Ich ihnen ein gutes Antwortvideo von "Darkmatter2525", schicken!

Ich hoffe sie sind der Englischen Sprache mächtig!

LG Dhalwim

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Kommentar von derHundefreund
10.09.2016, 12:33

Sagen wir mal es geht so, deutsch wäre mir lieber gewesen. Das hat hier aber schon jemand gepostet, trotzdem danke :-)

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wenn in der Bibel alles falsch geschrieben ist, und wenn es diesen Gott GAR NICHT GIBT, warum gibt es soo viele Menschen dir immer noch in der Bibel lesen?? warum ist es das meist verbreitete Buch auf der ganzen Welt?

Ich persönlich habe Gott erfahren, Er hat mein Leben verändert, das ist keine Einbildung, ich habe früher auch nicht an ihm geglaubt und nichts von der Bibel gehalten, aber seitdem ich an Ihm glaube, hat Er mich verändert, mir Frieden und echte Freude gegeben (was ich früher NIE hatte).

Das hat nichts mit der Intelligenz zu tun, sondern mit der persönlichen Erfahrung eines lebendigen Gottes

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Kommentar von christ1235
09.09.2016, 18:29

Der Narr spricht in seinem Herzen: »Es gibt keinen Gott!«

Psalm 53:2

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Kommentar von derHundefreund
09.09.2016, 19:03

Ich halte die Gläubigen nicht für dumm, mich interessiert es sehr, wieso so viele Menschen auf so etwas "hereinfallen". Wieso die Bibel das meist verkaufte Buch der Welt ist? Genau das frage ich mich.

Ich habe schon sehr oft mit Menschen gesprochen, die extrem religiös sind. Und soll ich Dir mal etwas verraten, keiner von denen konnte mir auch nur ein plausibles Argument entgegenbringen.

Genauso wie Du, haben sie mir den gleichen Unsinn erzählt oder noch schlimmeres bzw. so unlogische Interpretationen der Bibel, die sich nicht mal die Kirche hätte ausdenken können.

Das überzeugt mich leider gar nicht!

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Das ist uns von jung an eingetrichtert worden, da ist der liebe Gott im Himmel, der macht sich Notizen und wenn du boeses tust, wird er sehr zornig werden.

So in etwa. Glauben hat nichts mit Intelligenz zu tun, sondern mit Nichtwissen.

Nur wenn du weisst, dann weisst du wer du bist und dann weisst du was Gott ist.

Niemand sagte uns als Kind: Pass auf, wenn du deinem Erschaffer begegnen willst, dann suche in Dir, dort ist auf jede deiner Frage eine Antwort vorhanden. Huete dich davor im Aussen zu suchen, das ist nur Ablenkung von dir selbst.

Es gibt nur eine Zuflucht: Glaube nicht, was du zu wissen glaubst, wenn du wissen kannst, was du nur glaubst!

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An Gott zu glauben hat doch nichts mit Intelligenz zu tun.

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Kommentar von derHundefreund
09.09.2016, 19:05

Genau das habe ich geschlussfolgert und deshalb gefragt, wieso es die Menschen trotzdem tun.

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