Warum glauben Leute daran, dass Menschen den Klimawandel hervorrufen, wenn alle Messdaten doch sagen, dass die Temperatur zuerst steigt und dann erst das CO2?

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2 Antworten

Diese Verzögerung zwischen anfänglicher Erwärmung und dem Anstieg des CO2 ist ein klassisches Argument der Klimaskeptiker, seit die Auswertungen der Eisbohrkerne aus der Antarktris vorliegt. Meist wird dort eine Verzögerung von etwa 800 Jahren behauptet, die dann manchmal sogar durch "Hineinzoomen" in eine Grafik belegt werden.

Nur: die Länge der Verzögerung ist nicht gemessen, sondern errechnet und extrem abhängig davon, was für Annahmen über die Art und die zeitlichen Abläufe bei Gasabschluss im Firn getroffen werden. Und dazu gibt es neuere Forschungen:

http://scienceblogs.de/primaklima/2013/03/08/co2-und-temperatur-in-der-antarktis-zeigen-keinen-zeitverzug-wahrend-des-endes-der-letzten-eiszeit-sagt-ein-neues-science-paper/

http://scienceblogs.de/primaklima/2013/03/08/co2-und-temperatur-in-der-antarktis-zeigen-keinen-zeitverzug-wahrend-des-endes-der-letzten-eiszeit-sagt-ein-neues-science-paper/

Im Prinzip muss es sogar eine kleine Verzögerung gebe - denn die Ursachen für die Eiszeitzyklen sind ja größtenteils die Milankowich-Zyklen, die erstmal eine kleine Erwämung oder Abkühlung vorgeben, die dann durch die vilefältigen Rückkopplungselemente wie die Wasserdampfrückkopplung, das Ausgasen/ Aufnahmen von CO2 aus den Meeren, die Eis-Albedo-Rückkopplung und weiteres verstärkt werden.

Vostock - Eisbohrkerne - (Medien, Klimawandel, CO2)
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