Warum glauben die Leute man würde durch "harte" Arbeit reich werden?

8 Antworten

Neija, überall ist immer etwas Wahrheit dran.

Es gibt halt auch Berufe, bei denen man durch harte Arbeit (täglich mehr als 10 Stunden arbeiten, vielleicht auch 7 Tage in der Woche usw.) noch "reich" werden kann.

Der Immobilienmakler, der halt rund um die Uhr guckt, dass er eine Vielzahl von Immobilien in seinem Angebot hat und rund um die Uhr Besichtigungen macht, wird mit Sicherheit mehr verdienen als ein Tapezierer.

Angenommen ein Makler würde nur jeden Monat Immobilien im Gesamtwert von 800.000 € verkaufen (in Frankfurt/M. wäre das wenig, irgendwo in NRW sehr gut - wegen der unterschiedlichen Preislagen), bedeutet das bei einer Maklercourtage von 5 %, dass er 40.000 € vor Steuern. Wenn er nicht unbedingt ein teueres Büro und noch eine Angestellte zu bezahlen hat, bleibt halt mehr hängen.

Dann gibt es Anwälte, die sich auf Wirtschafts- oder Immobilienrecht spezialisiert haben und große Gesellschaften vertreten. Da geht es dann um Schadensersatz- oder Streitsummen ab 500.000 € aufwärts. Je mehr er arbeitet und Schriftsätze und Beratungen macht, um so mehr verdient er.

Klar dürfte auch sein, dass bei dem Makler als auch bei dem Rechtsanwalt die Bankkonten stark zunehmen, ab das Konto "Gesundheit" stark abbaut, weil vielleicht der Ausgleich und die Erholung fehlen.

Vielleicht sterben der Makler und der Anwalt dann im Alter zwischen 50 und 54 an einem Herzinfarkt und hinterlassen mehrere Immobilien, Ersparnisse und eine Nobellimousine.

Der Facharbeiter, der jeden Monat mit 2.200 € netto nach Hause in seine 3-Zimmer-Mietwohnung geht, wird dann halt 85 Jahre alt, erlebt seine Enkelkinder und evtl. Urenkel noch. Dafür hat er halt nie mehrere Immobilien und eine Limousine über 100.000 € besessen.

In diesem Fall behaupte ich, wurde der Facharbeiter um ca. 30 Lebensjahre reicher. Wie sehr er sich aber das Luxusleben des Maklers oder Rechtsanwalts gewünscht hätte, steht wieder auf dem anderen Papier.

Immer das was man hat oder das was man erreicht hat, mit dem ist man dann meistens nicht zufrieden.



Naja Menschen die sehr hart arbeiten leben normalerweise kürzer. Weil zu harte arbeit auf dauer ist nicht unbedingt gesund.

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@Albion183

Diese These ist mir zu pauschal. Ich habe schon genügend Menschen kennengelernt, die hart gearbeitet haben und mit 82 vor mit standen.

In meiner Nachbarschaft wohnt ein 75jähriger selbständiger Schlossermeister, der im Monat noch nach wie vor so seine 5 - 6 Tore/Metallzäune aus Schmiedeeisen herstellt und noch montiert.

Wie oft kommen bei ihm 72jährige mit einem Rolllator am Haus vorbei, die früher irgendwo in der Verwaltung gearbeitet haben und ihn um seine Kondition beneiden.

Manche Menschen erhält halt auch die Arbeit. Wenn der 75jährige Schlosser vielleicht morgen aufhört, wird er unzufrieden und stirbt. Schau dir Helmut Schmidt an, der bis zu letzt mit 96 noch im Verlag gearbeitet und Vorträge gehalten hat.

Hätte er sich vlt. mit 80 in den Lehnensessel gesetzt und beklagt, dass er alt ist, wäre er evtl. mit 81 schon tot gewesen.

Der eine kann bei 35 Grad barfuß auf dem Aspahlt laufen, weil er genügend Hornhaut hat und der andere kommt mit seinen Füßen keine zwei Meter weit, weil seine Füße brennen.

Nur weil ich über 1,90 m groß bin, bin ich nicht auch automatisch stark. Da haben mir im Knast Jungs mit 1,68 m bewiesen, dass sie stärker sind.

Von daher weg von diesen pauschalen Thesen, dass harte Arbeit IMMER ungesünder ist und krank macht.

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@Albion183

Wer legt beim Menschen die "Regel" fest bzw. was ist beim Menschen die "Regel"?

Was ist denn für einen Menschen, der körperlich hart gearbeitet hat, das ideale Alter? 78 oder 83? Vielleicht doch nur 71?

Wenn der köperlich arbeitende Mensch 78 wird, aber der Verwaltungsangestellte 79, ist doch der Verwaltungsangestellte im Verhältnis zu früh gestorben.

Da der ehem. Verwaltungsangestellte aber seit 5 Jahren krank war und schwer gelitten hat, ist vielleicht sogar 5 Jahre zu alt geworden.

Das ist alles eine Sache der Perspektive! Aber "Regeln" gibt es da nicht.

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Wieso glauben viele Menschen immer noch das man nur hart genug Arbeiten müsste um irgendwann reich zu werden?

Weil es so weitergetragen wird. Es ist so natürlich ein Irrglaube, bzw. ist die Aussage unvollständig. Natürlich muss man hart arbeiten, wenn man reich werden will, aber harte Arbeit alleine reicht nicht, es gibt ganz andere Qualitäten, die man braucht.

Warum glauben sie den Mythos vom Tellerwäscher bis zum Millionär?

Das ist kein Mythos sondern durchaus möglich. Braucht aber wie gesagt mehr als harte Arbeit.

Es ist höchst unwahrscheinlich.

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@Albion183

Ja, weil die benötigten Eigenschaften den meisten Menschen fehlen. Diese wären durchaus erlernbar, wenn man es denn will.

Reich zu werden, bevor ich 30 bin war mein Ziel, hat geklappt.

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@kevin1905

Ja ich meine aber so richtig reich. Superreich.

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Es ist möglich, durch harte Arbeit reich zu werden, ohne mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten. Das gebräuchlichste Rezept ist sehr einfach:

Man läßt andere für wenig Geld hart arbeiten und lebt bequem von der Differenz des wirklichen Wertes der Arbeit und dem, was man bezahlt. Das geht sogar gesetzeskonform. Lediglich diverse andere Werte (Sammelbegriff = Menschlichkeit) bleiben dabei meistens auf der Strecke.

Selbst harte Arbeit leisten bringt dagegen nichts (sehr seltene Ausnahmen bestätigen die Regel), weil es dann üblicherweise auch wieder ein anderer ist, für dessen Profit man sich abrackert.

Zu meinen, vom Tellerwäscher zum Millionär zu werden, ist der menschlichen Einbildungskraft geschuldet. Selbst Menschen, die nur eingestellt werden, um den Hof eines Konzerngebäudes auszufegen, bilden sich manchmal ein, daß dort jeder und sie selbst auch die Chance haben, Generaldirektor zu werden, nur weil es der Personalsachbearbeiter beim Enstellungsgespräch behauptet hat.

Strittig bleibt allderdings der Nutzwert von Reichtum. Geld, das nicht ausgegeben wird, hat auch keinen Nutzen. Viele Milliardäre sind nur armselige Kreaturen, weil sie alle Kraft in die Reichtumsvermehrung stecken und darüber alles das versäumen, was dem Leben einen wirklichen Wert gibt.

Aha und was gibt dem Leben einen wirklichen Wert?? Weisst du Geld ist relativ wichtig gerade heutzutage, was nur noch wichtiger ist, ist die Gesundheit, aber sonst?

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@Albion183

Wichtig ist auch die Fähigkeit, begriffen zu haben, daß es besser ist, zu arbeiten, um zu leben, anstatt umgekehrt. Viel mehr Geld zu haben, als man jemals braucht, bedeutet häufig auch, genau dadurch solche Dinge nicht zu bekommen, die nicht käuflich sind.

Hier diverse Dinge aufzuzählen, wäre müßig. Wer erkannt hat, was wichtiger als Geld ist, der wird nicht mehr danach fragen. Und wer es nicht erkannt hat, der wird es auch dann nicht verstehen, wenn man es ihm erklärt.

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@Dxmklvw

Du meinst zb. sicher Liebe? Nur es gibt Menschen die brauchen keine Liebe.

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@Albion183

Uneingeschränkt trifft auch das nicht zu. Solche lieben zumeist nur sich selbst und werden todunglücklich, wenn auch das nicht so recht klappt.

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@Albion183

Ich habe weder gegen reiche noch gegen arme Menschen etwas. Im Prinzip habe ich gegen keinen Menschen etwas.

Aber ich habe eine Menge gegen manche Verhaltensweisen, und dazu gehören vorrangig Engstirnigkeit, Unterstellungen mittels Sprechblasen, Schönredereien, Zombietum, Ausnutzung der Unwissenheit oder Unerfahrenheit oder Notlagen anderer usw., und nebenher auch als Gerechtigkeit getarne Bösartigkeit.

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