Warum "glauben" Atheisten, dass ihre Definition von der Wortkonstruktion "Gott" "der Wahrheit" entspricht?

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8 Antworten

Derartige Fragen können nicht wirklich eine Lösung hervorbringen.

Warum Atheisten etwas glauben oder nicht, wird von Atheisten beantwortet, die ihre Antwort für objektiv halten, obwohl dies nicht zwangsläufig zutreffen muß. Es verbleibt Ungewißheit.

Wenn religiöse Menschen die selbe Frage beantworten, dann ist die Antwort eine Vermutung, denn sie stecken nicht in Atheisten drin. Es verbleibt also auch dort nur Ungewißheit.

Alternativ kann man die Sache logisch durchdenken und im Glücksfall auch zu einem Ergebnis kommen, das man akzeptiert. Doch das ist dann wieder der eigenen Denkweise und der eigenen Subjektivität geschuldet, so daß auch dort nur Ungewißheit übrig bleibt.

Dazu kommt, daß es "die Atheisten" unter der Gegebenheit eines gemeinsamen Nenners nicht gibt. Jeder Atheist denkt auf seinen Weise, beurteilt auf seine Weise und argumentiert auf seine Weise. Was dann gelten soll, liegt also im Belieben des außenstehenden Betrachters und schafft neue Ungewißheit.

Doch die exakte Umkehr, nämlich die Frage, warum religiöse Menschen so oder so denken, bringt ebenso ungewisse Ergebnisse.

Etwas anderes ist meiner Ansicht nach auch nicht zu erwarten, weil es offensichtlich weder Atheisten untereinander noch religiösen Menschen untereinander möglich zu sein scheint, überhaupt zu einer abgespeckten Grunddefinition zu kommen, die von allen anerkannt wird.

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Ich bin ein Atheist, ich kann aber nur für mich sprechen. Zudem bin ich nicht philosophisch gebildet.

Ist die Begriffsdefinition "Gott" aus atheistischer Perspektive statisch?

Aus meiner Perspektive: Ja. Wenn ich sage, dass ich nicht an Gott glaube meine ich damit nicht das, was Einstein meinte als er in Zweifel über die Quantentheorie äußerte:

"Gott würfelt nicht."

Ich meine damit den christlichen Gott meiner katholischen kulturellen Wurzeln, und damit die aktuelle Doktrin der katholischen Kirche, dass Gott eine körperlose Person mit bestimmten Eigenschaften und der Schöpfer des Universums ist.

Wer das Wort Gott verwendet aber mit kaum einem dieser Punkte etwas anfangen kann, dessen Sprachgebrauch ist für mich verwirrend. Ich könnte selbst mir eine Definition des Wortes Gott zusammenbasteln und diese dann benutzen und sagen dass ich an Gott glaube. Dies wäre aber nicht mehr der Gott meiner Kultur, so wie er eigentlich gedacht ist, und deshalb lehne ich es ab, von Gott zu reden. Um auszudrücken, dass ich diesen Gott für erfunden halte (und dazu den Glauben an ihn für verwerflich wenn er zu Autoritätshörigkeit und Machtansprüchen führt.)

Wie gehen Atheisten vor, um "Wahrheit" zu definieren?

Wahrheit ist wenn etwas wahr ist. Wie so oft findet man hier keinen letzten Grund, aber den braucht man auch nicht. Man kann einfach darauf bestehen, die Dinge die sich wegen ihrer intersubjektiven Überprüfbarkeit unter vernünftiger Betrachtung als zuverlässig erwiesen haben (und mehr geht ja nicht) als wahr zu bezeichnen. Das funktioniert ganz gut, denn wenn man sich den wissenschaftlichen Fortschritt der Menschheit anguckt kann man nicht allen ernstes behaupten, dass es dabei nicht erhebliche Annäherungen an diverse Wahrheiten gegeben habe. 

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Noch einmal, es gibt keine "atheistische Perspektive". Wie Gott definiert wird, ist rein individuell.

Der einzige Unterschied zwischen Atheisten und Theisten im Bezug auf Gott ist wohl der dass Theisten krampfhaft nach Indizien suchen, die sie auf ihren Gott zurückführen, während Atheisten den wahren Kern der Indizien erkennen und die Verbindung zu Gott nicht herstellen.

Optimismus wird individuell erlangt, weder Aberglaube, noch Atheismus, bzw. Logik führen zwingend zu Optimismus.

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Deine Frage beinhaltet den Denkfehler, dass ein Atheist automatisch meint 'Recht' zu haben. Nur, weil jemand nicht an Gott glaubt muss er noch lange nicht anderen ihren Glauben absprechen oder sehr von sich selbst überzeugt sein. Als Optimisten würde ich mich nie bezeichnen, denn davon bin ich sehr weit entfernt.

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Kommentar von Sozialforscher
07.11.2016, 16:03

Lässt es sich daher eher aus einer gewissen psychologischen Sichtweise verstehen? 

Atheisten lehnen pauschal "Gott" ab, da sie gewissermaßen eine persönliche Abneigung gegen "Gott" haben?

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Führt reine Logik zum Optimismus?

Meinst Du tatsächlich, alle Atheisten wären Optimisten?

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Kommentar von Sozialforscher
07.11.2016, 15:59

Zumindest so optimistisch, dass sie "Gott" pauschal ablehnen.

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1. "glaube" ich NICHt, ich weiss die dinge, über die ich schreibe............

2. schreibe ich nur die dinge, die wissenschaftlich beweisbar/bewiesen sind/wurden......im gegensatz zum glauben der gläubigen selbst...........*g*

im übrigen kann sich jeder gläubige selbst schlau machen, wenn er es wirklich möchte, aber die gläubigen wollen ja nicht, denn sonst müssten sie ihren märchenglauben aufgeben.................aber welcher gläubige will schon zugeben, dass er sein leben sinnlos einer märchenfigur untergeordnet hat und alles nur lug uns betrug ist?................:)

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Kommentar von YassineB87
08.11.2016, 01:13

bist du denn nun budhist oder nicht?

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Das Problem ist halt, dass auch Atheismus ein Glauben ist, obwohl viele Atheisten das ablehnen.

Man kann Gott nicht 'beweisen',aber man kann auch nicht beweisen, dass es ihn nicht gibt. Die Definition 'Gott' ist bei Atheisten genauso ein (unbewiesenes) Gedankenkonstrukt wie in einer Kirche.

Kein Philosoph weiß etwas, obwohl viele behaupten, etwas zu wissen.


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Du unterstellst, dass alle Atheisten die gleiche Definition für das Wort Gott haben.

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