Warum glauben 99.9% der Genies nicht an Gott?

27 Antworten

Ich kann mir nicht vorstellen, dass so viele "Genies" nicht an Gott glauben.

Die Studiengemeinschaft Wort und Wissen ist beispielsweise ein wissenschaftlicher gemeinnütziger Verein, in der Wissenschaftler sich austauschen und mitarbeiten. Thematische Schwerpunkte der Arbeit bilden Grundlagenforschung und Bildungsarbeit im Spannungsfeld "Naturwissenschaft und christlicher Glaube": http://www.wort-und-wissen.de

Auch ansonsten dürfte es einige christliche Wissenschaftler geben (Prof. Dr. Wener Gitt, Prof. Dr. Walter Veit usw.). Warum auch nicht?

Sehr interessant sind auch die folgenden Zitate berühmter Naturwissenschaftler:

"Die Naturwissenschaften braucht der Mensch zum Erkennen, den Glauben zum Handeln. Religion und Naturwissenschaft schließen sich nicht aus, wie heutzutage manche glauben und fürchten, sondern sie ergänzen und bedingen einander. Für den gläubigen Menschen steht Gott am Anfang, für den Wissenschaftler am Ende aller Überlegungen." Max Planck (1858-1947), deutscher Physiker, Begründer der Quantentheorie

"Die moderne Physik führt uns notwendig zu Gott hin, nicht von ihm fort. - Keiner der Erfinder des Atheismus war Naturwissenschaftler. Alle waren sie sehr mittelmäßige Philosophen." Sir Arthur Stanley Eddington (1882-1946), englischer Astronom und Physiker

"Der erste Trunk aus dem Becher der Naturwissenschaft macht atheistisch, aber auf dem Grund des Bechers wartet Gott." Werner Heisenberg (1901-1976), deutscher Physiker

Servus bababar,

Weil Intelligenz und Religiosität eine negative Korrelation aufweisen.

Es lässt sich anhand zahlreicher Studien belegen, dass intelligentere Personen weniger religiös sind - der Zusammenhang ist da und nicht von der Hand zu weisen: http://psr.sagepub.com/content/17/4/325

Die Wissenschaftler, die diese Metaanalyse zusammengestellt haben, nennen dafür auch mehrere Gründe:

First, intelligent people are less likely to conform and, thus, are more likely to resist religious dogma. Second, intelligent people tend to adopt an analytic (as opposed to intuitive) thinking style, which has been shown to undermine religious beliefs. Third, several functions of religiosity, including compensatory control, self-regulation, self-enhancement, and secure attachment, are also conferred by intelligence. Intelligent people may therefore have less need for religious beliefs and practices.

Er spricht daher mehrere Punkte an:

  1. Intelligentere Personen widerstehen eher religiösem Dogma - das halte ich für ziemlich wahrscheinlich, da sie sich weniger "unterdrücken" lassen und in festgefahrene, dogmatische Denkschemata drücken lassen...
  2. Intelligentere Personen denken analytischer. Das halte ich persönlich für den Hauptgrund, wieso intelligentere Menschen eher Atheisten sind - denn sie hinterfragen alles, und nicht nur religiöse Dogmen (wie in 1.), sondern auch alle Behauptungen ,die von Religionen so aufgestellt werden, Kreationismus, ...
  3. Intelligentere Personen finden Ruhe in anderen Dingen - das ist eine interessante Erklärung, und das hat damit zu tun, welche Verbindungen es zwischen Religiosität und den genannten Punkten (bspw. Selbstregeulierung und Selbststeigerung) gibt.Ich als Atheist erfreue mich bspw. an Musik, was mir hilft, klarer z udenken, Emotionen in Worte zu fassen - die Schönheit der Musik ist etwas, was ich nicht vermissen würde.Ich kann mir gut vorstellen, dass das, was bei mir Musik auslöst, bei anderen Menschen durch Religiosität ausgelöst wird...

99% der Genies werden es vermutlich nicht sein - aber es werden deutlich mehr Atheisten sein als bei Durchschnittsmenschen. :)

Lg

HIer noch eine interessante Studie, die zeigt, dass 72% der in der Studie angefragten Naturwissenschaftler Atheisten sind:

http://www.stephenjaygould.org/ctrl/news/file002.html

Also genauso wie ich vermutet habe - keine 99% (auch nicht bei Genies), aber deutlich mehr als bei "durchschnittsintelligenten" Personen...

3
@CalicoSkies

Der Fragesteller will doch nur provozieren. Und alle fallen drauf rein. Ein Troll, der gerade neu ist im Portal.

2
@Horus737

Ich geb trotzdem ne echte / wahre Antwort, gibt ja auch Google-User die hierherkommen oder andre gf-Nutzer :)

2

Erstmal glaube ich nicht, dass alle "Genies" nicht religiös sind. Da gibt es sicher welche, die gläubig sind.

ABER: Solche Meschen denken viel nach. Über alles in ihrem Leben, auf der Welt im Universum. Sie hinterfragen alles und wollen im Prinzip alles wissen. Sie suchen Antworten und finden sie oft auch. 

Für vieles, das man heute selbstverständlich weiß, nutzte man früher die Religion als "Erklärung". Religion war zudem eine Möglichkeit der Machterhaltung usw. Menschen, die forschten und Antworten auf Fragen suchten, auf die die Religion bereits eigene "Antworten" hatte, brauchte diese "Ordnung" durcheinander und wurden nicht selten verfolgt. Das würde erklären, warum diese Menschen dann das Vertrauen in die Religion verloren.

Wer alles hinterfragt, hinterfragt auch die Religion und alles was dazugehört. Wenn man dann also Antworten findet, die logischer/nachvollziehbarer sind, als "das ist eben so, weil Gott das so will/weil Gott wütend ist/ eine Strafe Gottes" (was auch immer), kann man möglicherweise gar nicht mehr unvoreingenommen glauben.

Solchen Menschen reicht glauben allein nicht aus, sie wollen Dinge wissen. Und etwas glauben, bedeutet eben, etwas anzunehmen, ohne es aber genau zu wissen. Das stellt zumindest einen Widerspruch dar. Dennoch denke ich, dass Glaube/Religion und Wissenschaft sich nicht unbedingt gegenseitig ausschließen. Sie können sich auch gegenseitig bestärken, aufeinander beziehen. Woher kommt zum Beispiel der Wissensdurst/Intellekt der Menschen? (Vielleicht von Gott?) Oder wie kam es zur Entwicklung des Lebens ausgerechnet auf der Erde? Solche Fragen kann man mithilfe von Religion und Wissenschaft versuchen zu beantworten. Dazu kann sich beides gegenseitig bedingen.

Was möchtest Du wissen?