Warum gilt die Planckzeit als das kleinste Zeitintervall, in dem die Zeit noch nicht gequantelt erscheint?

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4 Antworten

Da das Standardmodell bei kleinen Zeiten (oder Längen) mathematisch inkonsistent wird, muß es dort neue Physik geben. Immerhin erwarten wir, daß die Natur dort irgendetwas macht, und das Standardmodell sagt nur Unfug voraus.

Wie das aber im Detail aussieht, weiß keiner. Es gibt verschiedene spekulative Modelle, ohne jede experimentelle Unerstützung. In der Loop-Quantum-Gravity wird die raumseit selbst irgendwie körnig, und man kann ungenau sagen, daß es kleinstmögliche Zeiten bzw. Abstände gibt. In der Stringtheorie ist das anders. Hier erklärt es ein Stringtheoretiker:

http://physics.stackexchange.com/questions/9234/what-is-the-mathematical-nature-of-space-time-quantization-in-string-theory-supe

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Warum gilt die Planckzeit als das kleinste Zeitintervall, in dem die Zeit noch nicht gequantelt erscheint?

als das gilt sie nicht. dass ist nur eine falsche populärwissenschaftliche darstellung.

Aus den bekannten physikalischen Gesetzen folgt, dass jedes Objekt,
das einen Vorgang kürzer als in Planck-Zeit durchlebt, zu einer
Singularität wird.

.

ein prozess auf elementarer ebene, der in einem zeitintervall kürzer als die planck-zeit durchlaufen wird, findet bei einergien größer der planck-energien statt. (weil zeit und energie über eine Fourier-transformation zusammenhängen) und findet auf einer längenskala kürzer der plancklänge statt (da wechselwirkungen nur lokal stattfinden können).

das heißt aber dass die energiedichte so groß wird, dass laut ART eine singularität entstehen würde.

nur gibt es halt überhaupt keinen grund dafür anzunehmen, dass ART und quantenfeldtheorien bei diesen energien noch irgendwie gültig sind.

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Heisenberg'sche unschärferelation: dp*dx>h_quer/2 Umgewandelt dp*dx - > dE*dt Machst du dein Zeitintervall du kleiner als h_quer/2 muss dein Energie Intervall unendlich groß sein, dennoch ist die Wikipedia Aussage so nicht richtig da das nur heißt du kannst ihn kurzen Zeitintervallen hohe Energie Fluktuation haben. Wikipedia ist in fragen Physik keine 100% sichere Quelle weil jeder nicht-physiker seine Senf dazu geben darf solang er idiotische Quelle dazu findet.

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Hallo grtgrt,

Ich würde den Satz umformulieren zu:

Die Planck-Zeit ist das kleinste Zeitintervall, in dem Wechselwirkungen (Stand Heute) möglich sind, ohne dass Divergenzen entstehen (grob gesagt).

 Die gequantelte Zeit ist so jetzt eigentlich quatsch.

In der Schleifenquantenkosmologie nun sieht man die Zeit in der Planck-Ebene als gequantelt an, das tut hier aber nichts zur Sache, glaube ich.

Also stimmt die zitierte Aussage nicht so wirklich. Du hast also Recht, die Zeitquantelung ergibt sich aus keinem physikalischem Gesetz, wohl aber die Planck-Zeit.

(Wenn mir noch etwas einfällt, schreibe ich es in die Kommentare)

LG, Astroknoedel

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Kommentar von grtgrt
18.01.2016, 18:49

Auch die Planck-Zeit ergibt sich nicht wirklich daraus. Sie bekommt ihre Größe per Definition.

Es ist all dies 

  • richtig beschrieben auf der englischen Wikipedia-Seite, 
  • aber falsch beschrieben auf der deutschen, wo man einfach Text aus dem Buch "Astrophysik" von Karl-Heinz Spatschek wörtlich übernommen hat. Pikanterweise ist Spatschek Professor für Theoretische Physik in Düsseldorf.
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