Warum gilt das als Gottesbeweis?

14 Antworten

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Du hast dich von deinem Prof. hinters Licht führen lassen. Man kann ganz einfach beweisen, dass es kein vollkommenes Wesen geben kann, "geben" im Sinne "kann weder in unserem Universum existieren, noch agieren". 

Ein vollkommenes Wesen wäre allmächtig, "allmächtig" im Sinne, dass es unter anderem in der Lage ist, jede Aufgabe die kein innerer Widerspruch zu sich selbst darstellt, auszuführen. Natürlich können wir uns ein allmächtiges Wesen in unserer Phantasie vorstellen. Ob es ein allmächtiges Wesen gibt, lassen wir zunächst offen. 

Wir können uns auch eine unmögliche Aufgabe vorstellen, "unmöglich" im Sinne, dass diese Aufgabe zwar keinen Widerspruch zu sich selbst darstellt, es aber niemals gelingen kann, diese Aufgabe auszuführen. Ob es eine unmögliche Aufgabe gibt, lassen wir zunächst offen. 

Eines stellen wir fest: Wenn es eine unmögliche Aufgabe gibt, dann kann es kein allmächtiges Wesen geben. Und auch das Umgekehrte gilt, wenn es ein allmächtiges Wesen gibt, kann es keine (prinzipiell) unmögliche Aufgabe geben.

Nun hat die Mathematik aber bewiesen, dass es eine unmögliche Aufgabe gibt. Es sind sogar schon viele Aufgaben als unmögliche Aufgabe bewiesen worden. Z.B. die 3-Teilung eines beliebigen Winkels nur unter Zuhilfenahme der klassischen Mittel, ist eine solche Aufgabe. Auch die Quadratur des Kreises ist eine solche Aufgabe. Diese Aufgaben kann kein Mensch erfüllen, auch kein Mensch in 100.000 Jahren dem eine viel höher stehende Mathematik bekannt wäre als heutigen Menschen, das kann kein Alien und auch kein Gott. 

Also kann es mathematisch bewiesen kein allmächtiges Wesen geben. Und da es kein allmächtiges Wesen gibt, kann es auch kein vollkommenes Wesen geben.

 

Dafür kommst Du in die Hölle, werter Maarduck:)

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Das ist tatsächlich ein recht interessanter Ansatz.

Allerdings habe ich mich ja nicht hinters Licht führen lassen, ich habe ja bemerkt, dass der ontologische Gottesbeweis BS ist.

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@Implord

O.k., ein bisschen hast du aber doch an dir gezweifelt, oder ;-) 

Jede Religion oder Philosophie die ein allmächtiges, oder vollkommenes Gottesbild impliziert, ist so sofort mittels obigen Beweises hinfällig. Das hat auch das moderne Christentum akzeptiert und geht schon seit einigen Jahrzehnten nicht mehr von einem allmächtigen Gott aus. 

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Was sind das für Begründigungen? Schon lange keine Beweise. Zu mindestens nach meiner Kenntnis gibt es keinen vollkommenen Beweis das es Gott gibt, aber auch keinen vollkommenen Gegenbeweis. Oder gibt es vielleicht für mich geheimnisvolle Menschen die das doch wissen?

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@tilp1

Wenn du so willst, bin ich einer dieser geheimnisvollen Menschen die beweisen können, dass ein allmächtiges Wesen in unserem Universum weder agieren noch existieren kann (s.o.). Man kann außerdem beweisen, dass es keinen Schöpfergott geben kann. Aber man kann nicht jedes Gottesbild ab absurdum führen. Z.B. lässt sich der Polytheismus nicht widerlegen, jedoch kann es auch im Polytheismus kein mächtiges Wesen geben, das den Willen hat, dass die Menschen an seine Existenz glauben.

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Dämlich bist du wohl nicht, viel mehr ein kritischer Denker. Seit Anselm von Canterbury haben sich die Zeiten geändert und es ist manchmal nicht leicht, einer alten Argumentation zu folgen. Solltest du einmal Descartes Meditationen lesen wird es dir vielleicht auch auffallen (Descartes verwendet Axiome, die heute kaum jemanden interessieren würde).

Anselms "Ontologischer Gottesbeweis" soll durch die Widersprüchlichkeit des Gegenteils funktionieren. Er versuchte zu beweisen, dass die Annahme "Es gibt kein höchstes Wesen" absurd ist.

Kritik daran gibt es viele: https://de.wikipedia.org/wiki/Gottesbeweis#Am_ontologischen_Gottesbeweis

Ich finde die Antwort deines Professors auf deine Überlegungen nicht hilfreich. Diese Vergleiche sagen nur: "Deine Aussagen sind unlogisch." Okay, aber warum denn?

Meine Überlegung dazu: Der Satz "Es gibt kein existierendes Einhorn." ist nicht unlogisch, kann aber danach klingen, wenn man ihn etwas umformuliert: "Ein Einhorn, das existiert, existiert nicht."

Mir kommt vor, dass du ähnlich über Anselms Argument denkst: Man muss nur "existierendes Einhorn" durch "existierendes [vollkommenes minus Existenz] Wesen" ersetzen.

ICh glaube, unser Professor hat Descartes verwendet.

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Nein, du bist nicht dämlich.

Alle diese "Gottesbeweise" haben gemeinsam, dass sie als streng logische Beweise nicht taugen. Auch wenn man das mal geglaubt haben mag.

(Wenn man sie als Beschreibung von etwas auffasst, das Menschen so erlebt haben - wie mal jemand vorschlug -, ergeben sie Sinn. Allerdings ist dann der Begriff "Beweis" im Sinne eines logischen Beweises fehl am Platz.)

Übrigens hat jemand diesen oder einen ähnlichen "Gottesbeweis" mal zu einem "Teufelsbeweis" parodiert (ich denke, es war ein Zeitgenosse dieses "Beweises"), etwa nach diesem Gedankengang:

Ich kann mir Bosheit vorstellen. Ich kann mir Vollkommenheit vorstellen. Also kann ich mir auch ein vollkommen böses Wesen vorstellen. Da ein nichtexistentes böses Wesen weniger böse ist als ein existentes böses Wesen, kann ein nichtexistentes böses Wesen kein vollkommen böses Wesen sein. - Nach dem oben zitierten Beweis ist aber Vollkommenheit existent. Damit ist auch ein vollkommen böses Wesen existent.

Muss sagen mit der Logik , komme ich nicht mit. Ist das wirklich Logik was tu da schreibst? Nach meiner Kenntnis gibt es keinen vollkommenen Beweis das es Gott gibt, aber keinen Gegenbeweis. Oder gibt es vielleicht geheimnisvolle Menschen die das Wissen, weil Sie vielleicht schon mal Tod waren und in Himmel Gott gesehen haben.

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@tilp1

Nein, der letzte Abschnitt ist eone Parodie auf fehlerhafte Logik, also ebenfalls nicht logisch.

Ein direktes Erlebnis mit Gott ist ein Beweis für die betreffende Person, aber nicht mittels Logik. Und für andere Personen auch kein logischer Beweis.

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