Warum gilt Afghanistan als sicheres Herkunftsland?

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7 Antworten

Das ist alles so was von verlogen, einerseits will man das Recht auf Asyl aufrechterhalten, andererseits es stetig aushöhlen, auf dass möglichst kaum noch Flüchtlinge hierher kommen. Zu diesem Zwecke erklärt die Bundesregierung einfach zahlreiche Staaten als sicher, obwohl das genaue Gegenteil der Fall ist. Nun-ja, das sind eben "des Kaisers neue Kleider", wie es bei Andersen so beeindruckend heißt.

Ich glaube, dass die Intentionen, warum Afghanistan zu einem sicheren Herkunftsland erklärt werden soll, die folgenden sind:

1. Die Einschätzung ist politisch motiviert: die Bundeswehr hat sich über 10 Jahre lang im Rahmen der ISAF-Mission in Afghanistan engagiert. Zuzugeben, dass das Land auch für Afghanen immer noch nicht sicher ist - und das kann man jeden Tag sehen - bedeutet auch zuzugeben, dass man mit seiner Arbeit nicht wirklich etwas erreicht hat.

2. Wie schon in den frühen 90er Jahren, geht es auch darum, politischen Druck gegen die Regierenden abzubauen. Es wird - genauso wie damals - nicht im Rassismus der Deutschen gegen Geflüchtete (und dass es den gibt, kann man unter jeder Frage zu diesem Thema lesen) das Problem ausgemacht, sondern in den Geflüchteten selbst. Dementsprechend erklärt man diese Geflüchteten einfach für "falsche Flüchtlinge" - und schon hat man den Mob auf seiner Seite.

Wie schon in den frühen 90er Jahren, geht es auch darum, politischen Druck gegen die Regierenden abzubauen

Meinst du mit den "Regierenden" die Bundesregierung? - Muß wohl, denn eine zweite Regierung haben wir ja nicht. Da die Bundesregierung (Außenministerium) festlegt, ob ein Land sicher ist oder nicht, hat die Regierung also beschlossen gegen sich selbst Druck aufzubauen? - Bestechende Logik!

Was den Rassismus betrifft - den gibt es bei uns, in den Herkunftsländern der Asylanten und im Rest der Welt - ist ein ganz normales Phänomen.

Wenn Rassismus ein Motiv für die Masse der Bevölkerung wäre, dann müßte der dort am größten sein, wo die äußerlichen Merkmale am größten sind, z.B. bei den Chinesen. Gegen die gibt es aber kaum Ressentiments, wohl aber (scheinbar) gegen die uns äußerlich sehr ähnlichen Araber - aus chinesischer Sicht alles "Langnasen".

Schon mal überlegt, daß die Ablehnung sich weniger gegen die Araber, sondern gegen den Islam richten könnte? Was dadurch geschürt sein könnte, daß..."denkgehemmte"... Politiker andauernd rumschwadronieren, der "Islam gehöre zu Deutschland"?

Wir schützen Minderheiten, aber das heißt nicht, daß wir deren Eigenarten gesellschaftlich akzeptieren müssen. Nur weil seit 10 Jahren Flüchtlinge aus einer bestimmten Gegend in irgendeinem Land Asyl suchen, gehören sie keineswegs zu jenem Land. Sie kömmen in ein Land als fremde Bevölkerung und können sich um Integration bemühen - tun sie das nicht, dann schließen sie sich selber aus.

Das Problem mit dem Islam ist, daß zwar vielleicht die Hälfte der Moslems bereit sind die Strukturen der hiesigen Gesellschaft zu akzeptieren, aber die andere Hälfte (siehe türkische Wahlergebnisse), sind dazu nicht bereit.

Wenn eine Einzelperson, oder eine Gruppe, aber nicht bereit ist die Trennung von Staat und Kirche zu akzeptieren und die Gleichberechtigung ins Mittelalter zurückfahren möchte, dann ist diese Gruppe glasklar verfassungsfeindlich. Das müssen wir nicht nur nicht akzeptieren - wir sind sogar gefordert, es aktiv zu verhindern.

Schönen Gruß

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@nax11

„Meinst du mit den "Regierenden" die Bundesregierung? - Muß wohl, denn eine zweite Regierung haben wir ja nicht. Da die Bundesregierung (Außenministerium) festlegt, ob ein Land sicher ist oder nicht, hat die Regierung also beschlossen gegen sich selbst Druck aufzubauen? - Bestechende Logik!“

Natürlich meine ich die Bundesregierung. Und es sollte auch mehr als offensichtlich sein, dass meiner Ansicht nach der rassistisch motivierte Druck von der deutschen Mehrheitsbevölkerung ausgeht.

„Was den Rassismus betrifft - den gibt es bei uns, in den Herkunftsländern der Asylanten und im Rest der Welt - ist ein ganz normales Phänomen.“

Und das sagt uns genau was? Dass es
schon ok ist, rassistisch zu sein, die anderen sind es ja auch?

„Wenn Rassismus ein Motiv für die Masse der Bevölkerung wäre, dann müßte der dort am größten sein, wo die äußerlichen Merkmale am größten sind, z.B. bei den Chinesen“

Rassismus hat nur oberflächlich mit
Aussehen zu tun. Es geht dabei um Zuschreibungen über die
vermeintlichen Eigenarten einer bestimmten Gruppe. Was mich dann auch gleich zum nächsten Punkt bringt:

„Schon mal überlegt, daß die Ablehnung sich weniger gegen die Araber, sondern gegen den Islam richten könnte?“

Schonmal überlegt, dass die Durchschnittskartoffel zwischen „Araber“ und „Muslim“ zu unterschieden nicht in der Lage ist? Die ganze Nummer funktioniert so: „sieht arabisch aus“ → „ist ein Araber“ → „ist ein Muslim“ → „hat eine andere, barbarische, der unseren diametral entgegenstehende Kultur“ → „gehört hier nicht hin“

„daß..."denkgehemmte"... Politiker andauernd rumschwadronieren, der "Islam gehöre zu Deutschland"?“

Die Tatsache, dass in Deutschland

Muslime leben, macht die Tatsache, dass der Islam zu Deutschland
gehört, relativ unbestreitbar. Gefallen muss einem das deswegen noch lange nicht.

„Das Problem mit dem Islam ist, daß
zwar vielleicht die Hälfte der Moslems bereit sind die Strukturen
der hiesigen Gesellschaft zu akzeptieren, aber die andere Hälfte
(siehe türkische Wahlergebnisse), sind dazu nicht bereit.“

Das stimmt. Das gleiche ließe sich z.T. aber auch über große Teile der nichtmuslimischen Bevölkerung
Deutschlands sagen.

„Wenn eine Einzelperson, oder eine Gruppe, aber nicht bereit ist die Trennung von Staat und Kirche zu akzeptieren und die Gleichberechtigung ins Mittelalter zurückfahren möchte, dann ist diese Gruppe glasklar verfassungsfeindlich. Das müssen wir nicht nur nicht akzeptieren - wir sind sogar gefordert, es aktiv zu verhindern.“

Absolut richtig. Das setzt aber trotzdem nicht ihre Grund- und Menschenrechte außer Kraft. Auch das sollte man nicht vergessen.

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>Dementsprechend erklärt man diese Geflüchteten einfach für "falsche Flüchtlinge" - und schon hat man den Mob auf seiner Seite.>

mag sein, aber darum geht es nicht, am besten lassen wir die menschen abstimmen, ob sie (die, "die für menschenrechte sind" wie du) - die kosten, also die 16 milliarden jährlich für die flüchtlinge übernehmen, denn ich will nichts übernehmen, ich will mich nicht in weltkonflikte einmischen,

ob irgendwo ein gaddafi oder saddam, oder assad herrscht - und das wissen wir, dass es immer noch besser ist als sie zu stürtzen, oder?

exisaur, sei friedlich...sag dem krieg ab...du kartoffel:-))

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@LadyBump20

mag sein, aber darum geht es nicht, am besten lassen wir die menschen abstimmen, ob sie (die, "die für menschenrechte sind" wie du)


Darf ich daraus schließen, dass dus mit Menschenrechten nicht so hast? Ich wäre jetzt auch nicht so wahnsinnig überrascht.

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weil Büroangestellte in Deutschland es so einschätzen

Unsere Soldaten riskieren dort ihr Leben um der Bevölkerung zu helfen, dann sollen die Einheimischen dort auch den Finger ziehen und nicht den bequemsten Weg gehen und es sich hier gutgehen lassen.

Es gibt auch innerhalb Afghanistans genug sichere Viertel.

Ich kann auch nicht Asyl in z.B. Japan (um mal eine völlig andere Kultur zu nehmen) und sagen, ich wäre aus einem unsicheren Land, weil nachts um 1 Uhr an der Hauptwache dubiose Gestalten rumlungern.

Das tut es ja so pauschal nicht. Das macht man wohl maßgeblich von der konkreten Region abhängig.

Das ist das Geheimnis unserer Regierung. 

Weil Leute, die von dort geflohen sind und über mehrere Länder gereist sind um bei uns dann in (Soziale Sicherheit) zu kommen, anschließend zum Urlaub machen, dorthin reisen. Mit unseren Steuergeldern.

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