warum gibt es Vielfalten zwischen verschiedenen Arten?

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3 Antworten

Das hängt natürlich mit der Evolution zusammen. Durch den Selektionsdruck der ökologischen Jäger-Beute-Beziehungen und der stetigen Veränderungen der Erde selbst, also des Klimas, der Lage der Kontinente (Kontinentaldrift) und der Wechselwirkung aus beidem, müssen sich Tiere und Pflanzen auf dem gesamten Planeten im Laufe der Jahrmillionen immer den neuen Umständen anpassen, sonst sterben sie aus.

Einen Vorteil - jedenfalls für eine bestimmte Zeit - stellt es dar, wenn sich eine Spezies auf ein bestimmtes Verhalten spezialisiert. Dann verändert sich der Körper auf lange Sicht mit dem Verhalten und perfektioniert diese Überlebensstrategie im Laufe der Zeit. Dies nennt man ökologische Einnischung. Sie ist der Schlüssel zu der Artenvielfalt auf unserer Erde: Jede Spezies, die es heute gibt, ist an ihren Lebensraum, also ihre Nische, angepasst und benötigt völlig unterschiedliche Ressourcen, um sich diesen zu erhalten - sonst stirbt sie aus und wird durch eine neue Spezies ersetzt, die dann mitunter ihre Verhaltensweise sogar kopieren und ihr Äußeres der "Vorgängerspezies" anpassen kann - und dass, auch wenn beide noch nicht einmal entfernt miteinander verwandt sind.

Dafür gibt es in der Erdgeschichte viele Beispiele: Heutige Delfine besetzen zum Beispiel die selbe ökologische Nische, die vor 100 Millionen Jahren noch die Ichthyosaurier (Fischsaurier) innehatten. Vögel haben seit der späten Kreidezeit, also ebenfalls vor etwa 100 Millionen Jahren, die Pterosaurier (Flugsaurier) aus deren ökologischen Nischen verdrängt und diese eingenommen, vor den Pterosauriern waren noch die Libellen die Herrscher der Lüfte. Die äußerlichen Ähnlichkeiten dieser miteinander überhaupt nicht verwandten Arten nennt man Homologie und entsteht im Laufe der konvergenten Evolution.

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die natur ist nicht clever, sondern verschwenderisch - was du heute als vielfalt siehst, sind einfach nur die varianten, die nicht als überlebensunfähig ausgestorben sind

es hat vielleicht mal insekten mit vier köpfen gegeben oder fleischfressende kaninchen - hat nicht funktioniert, ausgestorben

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Kommentar von MarkusKapunkt
01.05.2016, 10:46

Interessanter Gedanke. Aber solche verrückten Geschöpfe hat es bislang nie gegeben.

Dass ein Tier mehrere Köpfe ausbildet, ist genetisch nicht möglich, außer es handelt sich um einen siamesischen Zwilling. Doch dann handelt es sich ja genau genommen um zwei nicht so ganz eigenständige Tiere, die meist auch nicht überlebensfähig sind.

Ein fleischfressendes Kaninchen hat die Evolution zwar bislang noch nicht hervorgebracht, aber wenn sich das Nahrungsangebot der Kaninchen irgendwann einmal ändern sollte und eine ökologische Nische von kleinen Raubtieren frei wird, weil diese eben aussterben, könnte es tatsächlich sein, dass sich deine Kaninchen im Laufe der Jahrmillionen zu Fleischfressern verwandeln. Das Leben ist so vielseitig, dass es bereit ist, jede nur erdenklichen Wege zu gehen.

Ich würde die Artenvielfalt aber nicht als Verschwendung ansehen, sondern eher als die optimale Nutzung aller verfügbaren biologischen Ressourcen. Verschwenderisch ist allein der Mensch, weil er mehr dieser Ressourcen abbaut, als er eigentlich zu seiner Arterhaltung benötigt.

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Warum soll die Antwort nicht schlüssig sein?

Verschiedene Arten haben sich verschiedene Überlebensmöglichkeiten gesichert, wie Ernährung, Verteidigung, Einzel- oder Gruppenleben, Jagdtverhalten, Tarnung, Vermehrung etc.etc.

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